10 DINGE, DIE DU IM APRIL ERLEDIGST

1. Jetzt noch fix die Sommerzwiebeln pflanzen

Wenn sie im Sommer blühen sollen, dann müssen die Blumenzwiebeln jetzt noch fix unter die Erde. Die frostharten Lilien kannst Du einbuddeln, sobald der Boden aufgetaut ist. Deine Dahlien sind allerdings empfindlicher – sie solltest Du erst nach den Eisheiligen auspflanzen. Auch wenn es Mühe macht: Die Sommerzwiebeln solltest Du im Herbst wieder ausbuddeln und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. So hast Du länger Freude an ihnen.

2. Die Rasenpflege beginnt

Nun siehst Du, wie sehr Dein Rasen im Winter gelitten hat. Damit er sich wieder in seinem schönsten Grün zeigt, solltest Du diese Tage nun für ein Lifting nutzen. Als Erstes muss das Unkraut aus dem Rasen gerupft werden. Unkräuter mit langen Wurzeln und flachen Blattrosetten sind mit dem Rasenmäher nur schwer zu erwischen. Da hilft nichts: Du musst wohl oder übel auf die Knie und Löwenzahn & Co. mit dem Unkrautstecher an den Kragen. Rasenfilz macht’s Deinem Grün auch nicht gerade leicht. Den kannst Du am besten mit einem festen, eingezinkten Rechen ausharken. Größere Flächen solltest Du vertikutieren.

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Über den Winter haben wir den Geräteschuppen vernachlässigt. Jetzt müssen wir dort nach dem Rechten sehen und unsere Gartengeräte reinigen und reparieren.   Foto: pwrmc/shutterstock

 

3. Wie sieht’s denn im Geräteschuppen aus?

Die Gartensaison beginnt. Endlich. Darum solltest Du jetzt zuerst Deinen Schuppen ausräumen und Dein „Gartenwerkzeug“ noch einmal überprüfen, bevor es so richtig zur Sache geht. Motorbetriebene Geräte werden gereinigt und geölt, Klingen von Rasenmähern und Scheren werden notfalls geschärft. Auch die Elektrokabel und Akkus solltest Du Dir ansehen. Sind sie noch funktionstüchtig? Beachte dabei bitte die allgemein gültigen Sicherheitsbestimmungen. Auch die Gartengeräte mit Stiel wie Spaten, Schaufel, Harke und Rechen sollten vor dem ersten Einsatz noch einmal ordentlich gesäubert, geölt und auf ihre Sicherheit hin überprüft werden.

4. Aus eins mach zwei oder drei oder vier….

In diesen Tagen kannst Du wunderbar Deine Sommer- und Herbststauden teilen. Hebe die Stauden mit der Grabegabel oder dem Spaten vorsichtig aus dem Boden. Mit dem Spaten kannst Du dann aus dem Ballen faustgroße Stücke herausstechen. Knollen solltest Du mit einem scharfen Messer vorsichtig teilen. Die Wundflächen an den Wurzeln musst Du erst reinigen, dann kannst Du sie mit Holzkohle einreiben. So sind sie besser gegen einen Pilzbefall geschützt. Achte auch darauf, dass die Stücke nicht zu groß sind. Je kleiner, desto besser lassen sie sich wieder ins Beet pflanzen. Außerdem sind kleinere Teilstücke blühfreudiger.

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Jetzt ist die Zeit, um die Sommerzwiebeln- und knollen einzupflanzen. Bevor aber  Deine Dahlien unter die Erde kommen, solltest Du noch die Eisheiligen abwarten.   Foto: iravgustin/shutterstock

 

5. Jetzt kannst Du die Sommerblumen aussähen

Es gibt jetzt Sommerblumen in praktischen Saatmischungen. Die kannst Du sogar im  Discounter kaufen – für wenig Geld. Egal, ob als „Bauerngarten“, „Wiesen“ oder „Sonnenblumen-Mix“: Auch Du findest bestimmt eine Mischung, die in Deinen Garten passt. Du kannst sie jetzt direkt ins Beet säen. Du musst die Samen nur leicht einharken und mit einer feinen Brause ordentlich wässern.

6. Deine Kübelpflanzen müssen eventuell umgetopft werden

Schau Dir Deine Kübelpflanzen bitte genau an. Wenn Wurzeln durch die Abflusslöcher der Töpfe wachsen, ist es höchste Zeit, dass Du Deine Kübelpflanzen umtopfst. Das neue Gefäß sollte ungefähr zwei bis drei Zentimeter größer sein, als der alte. Möchtest Du den alten Topf weiter benutzen, musst Du die Wurzelmasse am Rand entlang um etwa ein Viertel verringern. Alte und kranke Wurzeln werden gelichtet und gekürzt. Lockere den Ballen noch ein wenig mit den Fingern auf, bevor Du ihn wieder in den Topf mit neuer Erde setzt. Benutze spezielle Kübelpflanzerde aus dem Handel. Sie enthält mineralische Bestandteile, die dafür sorgen, dass die Erde genügend Wasser- und Luftporen enthält. Die Pflanze sollte nach dem Umtopfen übrigens genauso hoch sitzen wie vorher.

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Jetzt musst Du Dich um Deine Rosen kümmern. Als erstes sollte der Winterschutz weg. Blühen die Forsythien, können die Rosen auch geschnitten werden.   Foto: Jorge-Salcedo/shutterstock

 

7. Die Rosen werden befreit

Jetzt kann endlich der Winterschutz von den Rosen entfernt werden. Also weg mit Flies, Jute und Reisig. Bei der Gelegenheit kannst Du auch gleich die Erde um Deine Rosenstöcke auflockern und mit ein wenig Rosendünger oder Kompost anreichern. Das ist die beste Starthilfe und gibt genügend Nährstoffe für den Austrieb. Und wenn die Forsythien blühen, kannst Du Deine Rosen schneiden. Achte darauf, dass Du alte Triebe und Blätter entfernst, um Pilzbefall zu verhindern.

8. Hast Du noch Platz für einen Rhododendron, Schatz?

Gerade jetzt ist die beste Zeit, um einen Rhododendron zu pflanzen. Rhododendren sind Waldgeschöpfe und benötigen daher einen humusreichen, durchlässigen und kalkarmen Boden. Du kannst die Erde im Wurzelbereich daher am besten mit Rindenmulch oder Laubkompost verbessern. Achte darauf, dass Du den Rhododendron nicht zu tief einpflanzt. Darauf reagiert er sehr empfindlich. Der Wurzelballen sollte möglichst fünf Zentimeter aus dem Pflanzloch herausschauen. Nach dem Einpflanzen muss der Strauch nur noch mit reichlich Hornspänen gedüngt und ordentlich gewässert werden.

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Endlich scheint die Sonne wieder. Endlich können wir auf der Terrasse oder im Garten einen Kaffee trinken und ihr wärmenden Strahlen genießen.   Foto: Cornelia-Bithart/shutterstock

 

9. Vorsicht vor Spannern!

Jedes Jahr aufs Neue ärgerlich: Anfang April schlüpfen aus den Eiern in den Gehölzen die ersten Raupen des Kleinen Frostspanners. Anfangs sind sie grau, später grün, schließlich haben einige von ihnen gelb-weiße Längsstreifen. Die Frostspanner lieben Hainbuchen und Obstbäume. Erst fressen sie die Knospen, später auch die Blätter. Schlimm: Mit dem Wind lassen sie sich ganz fix und leicht auf benachbarte Gehölze wehen und können so Deinen gesamten Bestand infizieren. Darum musst Du jetzt die Augen aufhalten und rechtzeitig einzelne Befallsnester mit ihren Raupen einsammeln. Bei starkem Befall hilft übrigens nur die Chemie-Keule. Entsprechende Mittel bekommst Du im Garten-Center.

10. Endlich sitzen wir wieder auf der Terrasse

In diesen Tagen kannst Du die Terrassenmöbel wieder hervorholen! Stühle und Tische werden gebürstet, gewischt und geölt, die Polster gelüftet. Die Markise wird ausgefahren und wie der Sonnenschirm auf Flecken untersucht, ausgebessert und gereinigt. Auf dem Terrassentisch macht sich bestimmt eine lustige Primel im Topf sehr gut oder Du stellst einen Pfennigbaum drauf, aber nur, wenn kein Frost mehr droht. Dann werden die Füße hochgelegt und endlich der Frühling genossen. Wie schön!

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