10 DINGE, DIE DU IM FEBRUAR ERLEDIGST

So langsam taut der Schnee weg. Die ersten Narzissen und Krokusse blühen schon. Auch die Tulpen wollen an die Sonne. Dein Garten erwacht langsam aus dem Winterschlaf. Es ist nicht mehr zu leugnen, der Frühling naht in großen Schritten. Jetzt gibt es für Dich schon einiges zu tun. Diese 10 Dinge solltest Du im Februar im Garten erledigen:

1. DAS GEMÜSEBEET MÖCHTE AUFGELOCKERT WERDEN

Den Boden jetzt schon auflockern oder lieber nicht? Viele Hobby-Gärtner diskutieren das gerne. Ich kann es Dir nur empfehlen. Und wer es ganz besonders gut meint, kann den Boden jetzt auch schon mit Kompost düngen.

2. DIE LEIMRINGE KÖNNEN AB VON DEN BÄUMEN

Den Schutz gegen Frostspanner kannst Du nun abnehmen. Allerdings solltest Du regelmäßig einen prüfenden Blick auf Deine Obstbäume werfen. Vielleicht schaffte es ja doch das eine oder andere Weibchen über den Leimring in die Krone und hat dort ihre Eier abgelegt. Wenn Du welche findest, pflücken wir sie einfach ab. Ansonsten lässt Du ganz bequem die Vögel die Arbeit machen. Die lieben diesen Snack. Von der chemischen Keule solltest Du auf alle Fälle die Finger lassen.

3. DIE MAGNOLIE SOLLEST DU NOCH VOR FROST SCHÜTZEN

Auch wenn die Temperaturen bereits recht mild sind, kann noch immer ein später Frost Deiner schönen Magnolie großen Schaden zufügen. Am besten schützt Du sie in diesen Tagen, indem Du ihren frühen Austrieb verhinderst. Das geht ganz fix: Du mulchst einfach den gefrorenen Boden rund um den Stamm. So wird die Erwärmung im Frühjahr hinausgezögert und damit auch der Austrieb der Pflanze.

4. LÄSST ES DAS WETTER ZU, KANNST DU SCHON DIE HECKE SCHNEIDEN

Manche Obstbäume und Hecken sollten jetzt noch geschnitten werden. Deine Rotbuchenhecke könnte jetzt noch einen Schnitt vertragen. Die milden Temperaturen gerade sind für so einen Winter-Schnitt hingegen hervorragend geeignet. Wer will auch schon im Schneegestöber arbeiten? Das angefallene Schnittholz kannst Du einfach in einer Ecke des Gartens stapeln. So manches Tier wird Dir für diesen Unterschlupf danken.

5. DER KOMPOST KANN GESIEBT UND VERTEILT WERDEN

Ganz fleißig hast Du im Komposter über das Jahr die Obst-, Garten- und Gemüseabfälle gesammelt, ebenso  Eierschalen oder den Kaffee- und Teesatz. Jetzt ist das Meiste davon zu einem wunderbaren Kompost herangereift, den Du jetzt schon gerne verteilen kannst. Bevor Du diesen hervorragenden Dünger allerdings in den Beeten verbuddeln kannst, solltest Du ihn sieben. Dafür wirfst Du den Kompost am besten mit einer Grabgabel gegen Dein selbstgebasteltes Sieb aus Maschendraht (mindestens 20 Millimeter Maschenweite). Alles, was durchfällt kommt ins Beet. Der Rest wandert wieder zurück auf den Komposthaufen.

6. JETZT SAGEN WIR DEM GIERSCH DEN KAMPF AN

Jedes Unkraut nervt im Ziergarten. Aber vor allem der Giersch. Ihn los zu werden ist ein regelrechter Kampf. Fange jetzt schon damit an. Zeigen sich die ersten Sprossen, rupfst Du sie samt ihrem Wurzelgeflecht aus. Wenn Du es jetzt machst, erspart Dir das im Frühjahr viel Arbeit. Um den Giersch allerdings komplett auszurotten, musst Du großflächig mit einer Grabgabel zu Werke gehen. Das ausgebuddelte Unkraut lässt Du besser erst in der Sonne trocknen, bevor Du es auf den Komposthaufen schmeißt.

7. IMMER MAL WIEDER NACH DEN NEUEN STAUDEN SCHAUEN

Neu gepflanzte Staudenballen werden durch die gefrorene Erde gerne mal nach oben gequetscht. Da musst Du schnellstens eingreifen, sonst vertrocknen Dir die Pflanzen. Also drückst Du sie mit einem vorsichtigen Fußtritt wieder in die Erde. Wäre doch schade um die Pflanzen, oder? Zum Schluss werden sie noch bewässert – aber nur, wenn die Temperaturen milde sind.

8. WIE STEHT ES UM UNSERE RANKGITTER?

Deine Kletterrosen haben erst einmal ausgeblüht. Da Du sie ordentlich gestutzt hast, liegt das Rankgitter jetzt frei und Du kannst prüfen, in welchem Zustand es sich befindet. Muss es erneuert werden? Solltest Du es ergänzen? Jetzt ist die beste Gelegenheit dazu. Denn bis zum Frühling sind es ja noch ein paar Wochen und die Rose hält immer noch ihren Winterschlaf. Damit ist auch die Verletzungsgefahr eher gering.

9. WAS IST MIT DEN PFLANZEN IM GEWÄCHSHAUS?

Immer mal wieder musst Du nach Deinen Freunden hinter Glas schauen. Bekommen sie auch genug Wasser? Wie steht es um ihre Blattgesundheit? Haben sie es hell und warm genug? Schau Dir die Topferde ganz genau an. Macht sich dort ein Schimmelpilz breit, musst Du sie abtragen, erneuern und künftig darauf achten, dass Du die Pflanze nicht mehr so doll gießt.

10. DEN SCHNECKEN GEHT ES JETZT SCHON AN DEN KRAGEN

Je milder die Temperaturen, desto früher schleimen sie sich wieder durch unsere Beete. Darum schau doch jetzt schon, wo Du Schneckeneier oder Baby-Schnecken finden kannst. Auch wenn es ein wenig ekelig ist, aber die Eier trittst Du beherzt kaputt und die ersten Mini-Schnecken werden mit heißem Wasser getötet. Noch besser: Bei letzten Frost den Boden mit Schneckeneiern aufwühlen, dann sind sie hoffentlich bald erfroren. Um ganz sicher zu gehen, verteilen wir noch Schneckenkorn in den Beeten. Und mit ein wenig Glück, ist die Schneckenplage im Frühjahr nicht mehr ganz so schlimm wie im vergangenen Jahr.

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