10 DINGE, DIE DU IM JULI ERLEDIGST

Endlich Sommer! Es grünt und blüht, wo wir hinsehen. Wie herrlich! Voller Stolz schwärmen wir von unserem Gartenglück und genießen es bei einer kühlen Apfelsaftschorle im Schatten auf der Terrasse. Voller Bewunderung wandern unsere Blicke von Blüte zu Blüte, beobachten wir die Schmetterlinge und Bienen oder machen Gartenpläne für den Herbst. So schön diese entspannenden Momente auch sind – auch in diesen Tagen braucht Dein Garten Pflege. Jetzt musst Du vor allem Pflanzen zurückschneiden, düngen und den Garten ordentlich bewässern.

 

Foto: Peter Wollinga
Herrlich: So wunderbar können Stockrosen Deinen Eingangsbereich verschönern. Sie gehören übrigens zu den sogenannten Zweijährigen. Foto: Peter Wollinga

 

 

JETZT SCHON ANS NÄCHSTE JAHR DENKEN UND STOCKROSEN AUSSÄEN

Stockrosen musst Du schon im Juli aussäen, damit sie im kommenden Jahr in Deinem Garten blühen. Für die Aussaat kannst Du Anzuchtschalen oder alte Blumentöpfe benutzen, die Du vielleicht noch im Geräteschuppen lagerst. Im September kannst Du deine Stockrosen dann an ihren endgültigen Platz im Garten umsetzen. Im zeitigen Frühjahr solltest Du die Stockrosen dann mit Kompost düngen und nach der ersten Blüte knapp über dem Boden abschneiden. So blühen sie sicherlich im Folgejahr erneut und Du kannst Dich zwei Jahre an ihren wunderbaren Blüten erfreuen.

RASENSCHNITT AUF DEN KOMPOST

Jetzt mähst Du sicherlich jedes Wochenende Deinen Rasen. Nur so behält er schließlich sein saftiges Grün und wächst regelmäßig und dicht. Mit dem Rasenschnitt kannst Du wunderbar mulchen. Verteile ihn doch einfach unter Deiner Hecke. Das hält den Boden dort angenehm feucht, verhindert Unkraut und düngt die Pflanzen. Du kannst Deinen Rasenschnitt aber auch auf den Kompost geben. Aber sei dabei vorsichtig! Machst Du es falsch, fault er schnell und es stinkt. Das Beste ist, Du mischst ihn mit kleingehäckselten Ästen und Zweigen. Das fördert die Durchlüftung. Außerdem beschleunigt der stickstoffreiche Rasenschnitt den Zerfall der Holzreste.

 

Foto: shutterstock
Dein Sommerflieder ist ein wahrer Magnet für Schmetterlinge und Bienen. Das kannst Du gerade in diesen Tagen wunderbar beobachten. Foto: shutterstock

 

 

DEIN SOMMERFLIEDER WILL GEPFLEGT WERDEN

Spätestens gegen Ende des Monats solltest Du die verblühten Rispen abschneiden. Dein Sommerflieder wird es Dir danken und Dich nach kurzer Zeit mit neuen, blühenden Seitentrieben überraschen. So fühlen sich die tollsten Schmetterlinge und zahlreiche Bienen in Deinem Garten wohl und besuchen ihn immer wieder. Ein wunderbares Schauspiel. Und Du tust ganz nebenbei noch etwas für den Natur- und Umweltschutz.

JETZT NOCH EINMAL DÜNGEN

Nach der ersten Blüte sind Deine Rosen meist kraftlos und brauchen neue Energie. Darum solltest Du sie im Juli noch einmal düngen. Allerdings zum letzten Mal für dieses Jahr. So haben die Zweige Zeit bis zum Winter ordentlich auszureifen. Organischen Dünger solltest Du unbedingt einharken. Lässt der Regen nach, musst Du Deine Rosen ordentlich wässern, damit der Dünger bis zum Wurzelballen vordringen kann.

 

Foto: Alexander Rath/shutterstock
Sollen Dir Deine schwachtragenden Obstbäume im nächsten Jahr wieder eine großartige Ernte einbringen, musst Du sie jetzt stutzen. Foto: Alexander Rath/shutterstock

 

 

DEINE OBSTBÄUME KÖNNEN EINEN SOMMERSCHNITT VERTRAGEN

Jetzt ist genau die richtige Zeit, um vor allem bei jungen Bäumen und Spalieren kranke und störende Treibe zu entfernen. Deine stark tragenden Obstbäume kannst Du nun auslichten und Deinen weniger stark tragenden einen ordentlichen Sommerschnitt verpassen. So kannst Du sie in der nächsten Saison wieder ordentlich abernten. Der Juli ist übrigens auch die richtige Zeit für die Himbeerpflege: Abgeerntete Himbeerruten werden bis zum Boden zurückgeschnitten. Von den Neutrieben lässt Du etwa zehn Stück pro Meter stehen.

DER SOMMER GEHÖRT DEN SEEROSEN

Seerosen sollten im Sommer Deinen Teich verschönern. In diesen Wochen sollten sie frisch in Körbe gepflanzt zu Wasser gelassen werden. Aber nicht gleich auf ihre endgültige Wassertiefe. Du solltest sie erst ins flache Wasser stellen. Das wird schön von der Sonne angewärmt. Dort können die Seerosen gut Wurzeln bilden und so anwachsen. Wenn sie dann ihre Blätter gebildet haben, kannst Du sie unbesorgt in tiefere Bereiche umsetzen.

Foto: instar/shutterstock
Er duftet herrlich würzig: Dein Steppen-Salbei braucht wenig Pflege. Nur verblühtes solltest Du rechtzeitig rausschneiden.  Foto: instar/shutterstock

 

 

DEN SALBEI RASIEREN

Steppen-Salbei ist eine der schönsten Begleitpflanzen für Deine Rosen, findest Du nicht? Damit Du den ganzen Sommer über diese Pracht genießen kannst, solltest Du die verwelkten Blütentriebe des Steppen-Salbeis gleich abschneiden. Perfekt wäre eine Schnitthöhe von einer Handbreit Abstand zum Boden. Du musst unbedingt darauf achten, dass noch einige Blätter übrig bleiben, damit sich die Pflanze schnellstens wieder erholen kann. Schließlich verwöhnst Du den Salbei noch mit einem mineralischen Dünger und gibst ihm ordentlich Wasser.

DEINE WEIGELIEN MÜSSEN VERJÜNGT WERDEN

Mit den Jahren nimmt die Blütenfülle Deiner Weigelie ab. Grund: Sie blüht in der Hauptsache an den jungen Trieben. Daher ist es ratsam, den Strauch jährlich nach der Blüte zu verjüngen. Dafür schneidest Du ältere Triebe mit einer Astschere bodennah ab. Außerdem solltest Du stark verzweigte Seitentriebe entfernen und auch im Innern des Busches gerne den einen oder anderen Zweig abschneiden. Einen Fehler kannst Du dabei kaum machen. Die Zweige wachsen doch ohnehin wieder nach…

Foto: Fotoksa/shutterstock
Die Iris wurde zur Staude des Jahrs gewählt und ist eine Zierde für jeden Garten. Die meisten Sorten blühen zwischen Mai und Juni. Foto: Fotoksa/shutterstock

 

 

ENDLICH KANNST DU BART-IRIS PFLANZEN

Ende Juli beginnt die Pflanzzeit für die prächtige Bart-Iris. Sie endet im September. Am günstigsten ist es, wenn Du sie etwa vier Wochen nach der Blüte in den Garten setzt. Du musst dafür ein Pflanzloch ausheben, in dem Du in der Mitte einen kleinen Hügel formst. Dort setzt Du die Bart-Iris drauf und schaust, dass ihre zarten Wurzeln nach allen Seiten ungestört hinunterhängen können. Dann schüttest Du das Loch wieder zu und wässerst. Achte aber darauf, dass das Rhizom, also der Wurzelstock, nur fingerdick mit Erde abgedeckt wird. Mehr nicht. Sonst droht Deine wunderbare Bart-Iris einzugehen.

JETZT GEHT’S DEN AMEISEN AN DEN KRAGEN

Sicherlich ärgerst Du Dich über die Ameisenkolonien, die es sich unter deiner Terrasse gemütlich gemacht haben. Nur zu gern bauen sie dort in der Sandschicht ihre Nester. Das wäre gar nicht so schlimm, wenn nicht die angelegten Gänge und Hohlräume manche Steine gefährlich ins Wackeln bringen. Ameisenkolonien haben sogar schon ganze Fliesenwälle zum Einsturz gebracht. Einzelne Ameisen kannst Du nun wirkungsvoll mit Spray bekämpfen. Laufen die Ameisen in einer Straße über die Terrasse, helfen Köderdosen aus dem Fachhandel, die Plage zu beseitigen. Auf giftiges Pulver solltest Du allerdings verzichten. Es kann auch Deinen Haustieren schaden und das willst Du doch nicht.

 

 

 

 

 

6 Comments

  • Katrin Panknin
    5. Juli 2016 9:40

    Sehr schöne Gartentipps die mir weiterhelfen. Vielen Dank

    • admin
      5. Juli 2016 11:19

      Ich freue mich sehr, dass sie Dir helfen 🙂

  • tom Zimmermann
    5. Juli 2016 15:13

    Wann kann man Rhododendron pflanzen und wann soll ich Lavendel schneiden?
    Die Tipps sind nützlich und die Bilder so schön.

    • admin
      5. Juli 2016 16:02

      Hallo Tom. Danke für die Blumen. Es freut mich sehr, dass Dir der Blog gefällt. Rhododendren pflanzt Du am besten zwischen Ende April und Anfang Mai. Das wichtigste über Deinen Rhododendron erfährst Du übrigens in der Rubrik „Sträucher & Bäume“. Dort findest Du auch einen Artikel zum Thema Lavendel 🙂

  • Gabriella
    31. Dezember 2016 20:49

    Tolle Tipps für jeden Monat. Einfach klasse !

    • admin
      2. Januar 2017 11:59

      Danke, liebe Gabriella. Ich hoffe, sie nützen Dir. Herzliche Grüße, Frank

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