Mai - Illustration - franksleinergarten.de

10 DINGE, DIE DU IN DIESEM MAI ERLEDIGST

Wie heißt es doch so schön: Alles neu macht der Mai. Kein Wunder schließlich wird jetzt geschnippelt, gebuddelt und gepflanzt, was das Zeug hält. Der Rasen wird in Schuss gebracht, Rindenmulch verstreut, das Unkraut in Schach gehalten und die Buchsbäume in Form geschnitten: Im Garten gibt es in diesen vier Wochen wirklich eine Menge zu tun. Und wenn das Wetter mitspielt, ist es eine echte Freude durch den Garten zu wuseln. Hier habe ich 10 Dinge notiert, die Du in diesem Mai unbedingt erledigen solltest – neben den üblichen Routinearbeiten.

 

Gartenarbeit im Mai - Gladiolus - frankskleinergarten.de
Kräuter, Gemüse, Stauden und auch sommerliche Zwiebelblumen – alles kommt jetzt in die Erde. Ebenso die wunderschönen Gladiolen. Allerdings musst Du jedes Jahr für sie ein neues Plätzchen suchen, sonst ermüdet die Erde zu sehr. Foto: Varts

 

 

DEINE IMMERGRÜNEN BRAUCHEN DÜNGER

Sollten die Blätter oder die Nadeln Deiner Immergrünen vergilbt sein, kannst Du diesen Schaden jetzt beheben. Allerdings solltest Du erst einmal nach den Ursachen forschen. Immerhin lassen sich vergilbte Blätter nicht immer auf einen Nährstoffmangel zurückführen. Streusalz, Wassermangel oder Käferbefall können ebenfalls schuld daran sein. Nadelgehölze können jetzt an einem Magnesiummangel leiden. Dem schaffst Du mit Bittersalz Abhilfe. Sollten die Blätter Deines Rhododendron vergilbt sein, könnte das an fehlendem Eisen liegen. Dann solltest Du ihn jetzt unbedingt mit einem chloridarmen Rhododendrondünger versorgen. Aber um absolut sicherzugehen, solltest Du einen Bodentest machen. Nur so findest Du heraus, was Deine Immergrünen jetzt wirklich brauchen.

 

JETZT KOMMEN ZWIEBEL- UND KNOLLENBLUMEN IN DIE ERDE

Den Winter haben sie in Deinem Keller verschlafen, im Sommer werden sie Deinen Garten wieder mit den schönsten Blüten verschönern. Wenn Du sie nun pflanzt, ist die größte Frostgefahr gebannt bis sich ihre ersten grünen Triebe durch den Boden an die Oberfläche vorgearbeitet haben. Denke daran: Zwiebel- und Knollenblumen lieben ein sonniges Plätzchen mit lockerer, etwas sandiger Erde – das gilt vor allem für Freesien. Sie musst Du übrigens nur 5 Zentimeter tief in den Boden setzen. Dahlienknollen buddelst Du am besten auch nur so tief ein, dass der Stängelansatz sich nur knapp unter der Erde befindet. Du könntest die neuen Triebe ein wenig reduzieren, dann ist sie wieder blühfreudig. Anders die Gladiolen! Sie müssen 10 Zentimeter tief eingegraben werden. Setzt Du sie jetzt tief genug, knicken Deine Gladiolen später auch nicht so schnell um. Denke daran, sie jedes Jahr an einen anderen Platz zu setzen – der Boden ermüdet sonst zu schnell. Achte darauf, dass die Erde immer schön feucht ist. Trockenheit mag keine Deiner Zwiebel- und Knollenblumen – Staunässe allerdings auch nicht.

 

Gartenarbeit im Mai - Tulpen - Buchs - frankskleinergarten
Spätestens Ende Mai ist Schluss mit der schönen Tulpenblüte. Dann müssen die Stängel fix abgeschnitten, das Blattlaub aber stehengelassen werden. So hast Du auch im nächsten Jahr wieder Freude an ihnen. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

WIR SAGEN DEM DICKMAULRÜSSLER DEN KAMPF AN

Wenn in den letzten Jahren die Blätter Deines Rhododendron, der Bergenden und des Kirschlorbeers u-förmig angefressen wurden, dann war der Dickmaulrüssler aktiv. Jetzt musst Du etwas gegen seine Larven tun. Nur so kannst Du Schlimmeres verhindern. Die Larven halten sich gerne in torfhaltiger Erde auf, aber auch in Blumentöpfen. Das Beste wäre, Du setzt Nematoden ein. Das sind winzige Fadenwürmer, die Du im Garten-Center bestellen kannst. Sie befinden sich in einer Tonerde, die Du in Wasser auflöst und mit der Gießkanne großzügig über den Boden um die betroffenen Pflanzen verteilst.

 

DEINE TULPEN BRAUCHEN ZUWENDUNG

Sobald die Blütenpracht Deiner Tulpen und der Osterglocken vergangen ist, solltest Du fix die welken Blütenstände abschneiden. So bewahrst Du die Pflanzen davor, unnötig Kraft in die Samenbildung zu stecken. Achtung:  Auf keinen Fall darfst Du aber die Laubblätter abschnippeln. Lass sie bitte stehen, bis sie vertrocknet sind. Erst dann kommen sie weg. Grund: In ihnen sind Nährstoffe enthalten, die die Zwiebeln aufnehmen und speichern. So können die Zwiebelblumen Deinen Garten im nächsten Frühling wieder mühelos verzaubern. Deine Tulpen haben keine Blüten mehr entwickelt, sondern nur Blätter? Vielleicht hat sie Nebenzwiebeln entwickelt, die der Hauptzwiebel die Kraft rauben. Du musst Geduld haben, denn die Nebenzwiebeln sollten in zwei oder drei Jahren Kraft genug für eigene Blüten haben. Besser ist, Du buddelst Deine Tulpen im Frühsommer wieder aus. Dann können sich auch keine Nebenzwiebeln bilden.

 

Garten im Mai - Iris - frankskleinergarten
Der Mai ist Pflanzzeit. Es müssen aber nicht immer neue Pflanzen sein. Schließlich kannst Du nun die Stauden in Deinen Beeten wunderbar teilen. Auch die Iris, die Du im Bild siehst. Foto: Yakov Oskanov

 

 

DIE WILDTRIEBE AN DEINEN ROSEN MÜSSEN AB

Jetzt ist die beste Zeit, um Deinen Rosen zu Leibe zu rücken. Ganz genau: Um ihnen die Wildtriebe abzuschneiden. Sie wachsen gerne aus den Wurzeln und müssen auch dort entfernt werden. Dafür legst Du den Wurzelhals vorsichtig frei und schneidest den Wildtrieb dort am Ansatz ab. Wildtriebe können sich auch unterhalb der Veredelungsstelle an Deinem Hochstämmchen bilden. Du erkennst die Veredelungsstelle an der Verdickung im Kronenansatz. Du solltest auch diesen Wildtrieb bis an den Ast abschneiden. Warum die wilden Triebe entfernt werden müssen? Ganz einfach: Sie rauben Deiner Rose Kraft und Blühfreude.

 

DIE IRIS KANN GETEILT WERDEN

Über die Jahre breitet sie sich mehr und mehr in Deinen Beeten aus. Schade, denn je mehr sie in die Breite geht, desto blühfauler wird sie. Aber Du kannst etwas dagegen tun: Teile Deine Iris. Dafür hebst Du sie zuerst vorsichtig mit der Grabegabel aus der Erde, dann nimmst Du ein sehr scharfes Messer zur Hand und schneidest die ausgebuddelten Rhizome in zehn Zentimeter lange Stücke. Am leichtesten geht das an den dünnen Stellen. Jedes Stück sollte über ein Blattpaar verfügen und gut bewurzelt sein. Jetzt kürzt Du noch die langen Blätter auf ein Drittel zurück, dann geht’s wieder ab in die Erde mit der Iris. Allerdings nicht mehr am selben Ort. Such einfach ein neues Plätzchen und achte darauf, dass Du sie nicht ganz einbuddelst, sondern noch etwa ein Drittel des Rhizoms sichtbar bleibt.

 

Garten im Mai - Kraeuter - frankskleinergarten
Endlich können die Kräuter nach draußen. Wunderbar! Sie verschönern nicht nur Beete, Terrassen und Balkone, sondern locken auch noch reichlich Insekten an. Bienen und Hummeln werden Dir danken. Foto: Franz Peter Rudolf

 

FRISCHE KRÄUTER FÜR DEN SOMMER

Dill, Petersilie oder Basilikum solltest Du bis zu den Eisheiligen in Töpfen vorziehen, danach kannst Du sie ins Freie setzen oder aussäen. Sie machen übrigens eine besonders gute Figur zwischen Deinem Gemüse: So wird der schnöde Acker ganz fix zum schicken Bauerngarten. Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Salbei und Lavendel solltest Du jetzt ausdünnen und um ein Drittel zurückschneiden. Erfrorenes kann ganz ab. Kerbel, Koriander und Basilikum könntest Du regelmäßig nachsäen – so ist immer genug da.

 

WAS DEIN GEMÜSE JETZT UNBEDINGT BRAUCHT

Das bereits ausgesäte Gemüse in Deinen Beeten solltest Du jetzt ausdünnen, also pikieren. So verhinderst Du, dass die Pflanzen sich gegenseitig Licht und Nährstoffe rauben. Ganz vorsichtig könntest Du jetzt auch mit Hacke oder der Kralle den Boden auflockern, so bleibt der Boden schön feucht. Eine gute Alternative wäre aber auch eine Mulchschicht rund um die Pflanzen. Dafür könntest Du den Grasschnitt nutzen, der jetzt anfällt. Außerdem freut sich Dein Gemüse jetzt ganz doll über eine Gabe Kompost. So wird es groß und stark…

 

Garten im Mai - Fuchsien - frankskleinergarten
Nun wird wieder der Balkon bepflanzt. Achte aber darauf, dass Du auch die richtigen Pflanzen kaufst. Sie müssen die Lichtverhältnisse vertragen. Die Fuchsie auf dem Foto fühlt sich sogar im Schatten wohl. Foto: Rachel Kolokoff Hopper

 

 

JETZT WIRDS BUNT AUF DEM BALKON

Schon ab Mitte April bieten viele Garten-Center die schönsten Blumen für den Balkon an. Du solltest von diesen Pflanzen allerdings lieber die Finger lassen. Weil noch immer Nachtfröste drohen, kannst Du sie nicht vor Ende des Monats in die Blumenkästen pflanzen. Hab also noch ein wenig Geduld. Anders sieht es aus, wenn Du sie in Töpfe und Kübel setzt. So kannst Du sie mühelos vor den nächtlichen Minus-Graden in Sicherheit bringen.

 

MITTE DES MONATS KÖNNEN DIE KÜBELPFLANZEN WIEDER RAUS

Endlich dürfen Oleander und Bougainvillea nach dem langen Winter wieder hinaus an die frische Luft. Allerdings solltest Du damit noch bis Mitte Mai warten. Dann kannst Du aber auch wirklich sichergehen, dass keine Nachtfröste den wertvollen Pflanzen mehr schaden. Erst nach der „kalten Sophie“, der Letzte der Eisheiligen, droht ihnen keine Gefahr mehr. Gleiches gilt übrigens auch für Geranien oder Gemüse wie Zucchini, Salat und viele Kräuter. Willst Du auf Nummer sicher gehen, solltest Du die zarten Pflänzchen noch bis Ende des Monats nachts mit einem schützenden Vlies verhüllen.

 

 

 

 

4 Comments

  • Andrea ROHRBACH
    7. Mai 2017 8:33

    Mir gefallen Ihre Artikel sehr gut

    • admin
      7. Mai 2017 17:39

      Danke für das liebe Kompliment, Andrea.

  • Heike
    9. Mai 2017 21:05

    Sehr schön und übersichtlich zu lesen, leider kann ich die Buchsbäume nicht mehr in Form schneiden – der Zünsler
    hat sie alle kahlgefressen ( 25 Jahre alt – seufzz)

    • admin
      10. Mai 2017 7:18

      Danke, liebe Heike. Der Zünsler blieb mir bisher erspart, aber leider kämpfe ich gegen den Pilz. Viele meiner Buchsbäume hat er schon dahin gerafft. Dennoch gebe ich nicht auf und versuche zu retten, was noch zu retten ist. Liebe Grüße, Frank

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