10 DINGE, DIE DU IN DIESEM NOVEMBER ERLEDIGST

Die Tage werden merklich kürzer, die Temperaturen fallen. Die Gartensaison neigt sich nun unweigerlich dem Ende zu. Man kann den nahenden Frost schon fast riechen. Die letzten Rosen haben ihre Blütenblätter verloren, die Stauden haben sich in den Winterschlaf verabschiedet. Ruhe kehrt ein. Und dennoch: Es gibt auch jetzt eine Menge zu tun in Deinem Garten. Immerhin musst Du ihn jetzt winterfest machen. Also genießt Du die letzten Sonnenstrahlen, das letzte Himmelblau und legst los, bevor der düstere Dezember beginnt. Und natürlich hast Du auch für diesen  November eine to-do-Liste, die Du mit viel Spaß und großer Freude abarbeitest.

 

Foto: Alina Kuptsova
Auch auf dem Balkon hält der Herbst seinen Einzug. Mit ihm kommt der erste Frost. Darum musst Du nun dort Deine Pflanzen ordentlich warm einpacken. Foto: Alina Kuptsova

 

 

DIE BALKONPFLANZEN MÜSSEN WARM EINGEPACKT WERDEN

Im Herbst solltest Du die Wurzeln Deiner Balkonpflanzen mit einer dicken Schicht Erde umgeben. Das wärmt sie und schützt die Pflanzen vor Frost. Darum ist es ohnehin ratsam, für die Herbstbepflanzung breitere und tiefere Balkonkästen zu benutzen. Übrigens: Im Winter benötigen Deine Balkonpflanzen keinen Dünger. Die Nährstoffe in der Blumenerde reichen ihnen vollkommen. Gießen musst Du sie aber trotzdem – auf alle Fälle bis zum ersten Frost.

DER SCHNITTLAUCH MUSS JETZT INS HAUS

Ich liebe frischen Schnittlauch auf meinem Quark! Möchtest Du auch im Winter frischen Schnittlauch genießen? Dann solltest Du Deinen Schnittlauch jetzt in Töpfe setzen und ins Haus holen. Das geht ganz einfach: Zum Austreiben gräbst Du den Schnittlauch vor dem ersten Frost aus und lässt den Wurzelballen einfach auf der Erde liegen. Nachdem er dann einmal so richtig durchgefroren ist, topfst Du ihn ein und stellst Deinen Schnittlauch auf die Fensterbank oder ins Gewächshaus. Top-Temperatur: 18 Grad. So kannst Du ihn locker bis zum Winterende weiter kultivieren und genießen.

 

Foto: Catalin Petolea
Lange Jahre hat uns der alte Apfelbaum mit seinen Früchten verwöhnt. Damit ist leider schon seit längerem Schluss, er ist abgestorben. Dennoch soll sein Stamm stehen bleiben. An ihm werden nun Rosen hoch wachsen. Foto: Catalin Petolea

 

 

DER RASENMÄHER WIRD EINGEWINTERT

Fleißig war er und zuverlässig. Jetzt hat er sich seine Pause redlich verdient und wird noch fix für die Winterpause fit gemacht. Damit Dein Rasenmäher gut über den Winter kommt, solltest Du ihn  auf alle Fälle ordentlich reinigen. Am einfachsten geht das mit einem Handfeger. Auf gar keinen Fall solltest Du den Hochdruckreiniger benutzen. Dann füllst Du den Benzintank bis zum Rand und schließt den Benzinhahn. Starte dann den Rasenmäher und lasse ihn laufen, bis der Motor wegen Kraftstoffmangel ausgeht. So leert sich der Vergaser und kann über den Winter nicht verharzen. Zuletzt klemmst Du die Batterie vom Elektrostarter ab. Im Frühjahr solltest Du Deinen Rasenmäher dann kurz in einem Fachbetrieb durchchecken lassen. Eventuell müssen die Messer nachgeschärft oder der Luftfilter und das Öl ausgetauscht werden.

NEUE OBSTBÄUME PFLANZEN, ALTE SCHNEIDEN UND KRANKE FÄLLEN

Hast Du in Deinem Garten einen alten, halb abgestorbenen Apfelbaum stehen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich von ihm zu verabschieden. Falls der Baum nicht zu groß ist, kannst Du selbst die Säge zur Hand nehmen – ansonsten solltest Du das Fällen lieber einem Profi überlassen. Ich würde ihn nicht ganz beseitigen. Mein Tipp: Lass ein gutes Stück vom Stamm stehen und lasse ihn von einer Kletterrose beranken. Das sieht zur Blütezeit sensationell aus. Ist Dein Obstbaum allerdings noch fit und trägt jedes Jahr aufs Neue die tollsten Früchte, dann ist jetzt die richtige Zeit für den Herbstschnitt. Wichtig: Der Schnitt wird immer erst dann durchgeführt, wenn die Erntezeit der jeweiligen Frucht vorüber ist. Du musst übrigens ganz genau auf die Temperatur achten. Sie sollte unbedingt über Null Grad liegen. Dann können die entstehenden Wunden an den Ästen besser verheilen. Der November ist auch die beste Pflanzzeit für Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäume. Setzt Du sie jetzt in die Erde, wachsen sie noch gut vorm ersten harten Frost an und treiben im Frühjahr besser aus. So manch neuer Baum erfreut Dich dann schon mit seinen ersten Blüten.

Foto: Helmut-Lechner
Deine Dahlien verabschieden sich in den Winterschlaf. Du sollest für ihre Knollen nun ein geeignetes Quartier suchen. Ein dunkler, kühler Kellerraum wäre perfekt.  Foto: Helmut-Lechner

 

 

DIE DAHLIEN MÜSSEN RAUS AUS DER ERDE

Der erste Frost ist da und das Laub Deiner Dahlien stirbt nun so langsam ab. Du solltest sie nun komplett abschneiden und die Knollen aus der Erde holen. Die Dahlienknollen müssen eingelagert werden, denn den Winter würden sie im Garten nicht überstehen. Das Beste ist, Du lagerst sie an einem kühlen und dunklen Ort ein. Vielleicht findest Du ein Plätzchen für sie in Deinem Keller? Auf alle Fälle solltest Du an jede einzelne Knolle ein Sortenschild hängen – damit jede von ihnen im kommenden Frühjahr auch wieder ihr richtiges Plätzchen im Garten bekommt. Beschädigte oder faulige Dahlienknollen solltest Du aber unbedingt aussortieren. Die gesunden halten ihren Winterschlaf dann gerne in einer Kiste, bedeckt mit lockerer Humuserde.

SCHAU MAL NACH DEN RANKGITTERN

Ab dem Frühjahr verschwinden sie hinter einer berauschenden Blätter- und Blütenpracht. Erst jetzt im Herbst haben wir wieder freie Sicht auf die Rankgitter an unserem Haus. Jetzt solltest Du unbedingt überprüfen, ob sie noch in Ordnung sind. Egal aus welchem Material Deine Rankgitter sind. Wie sieht es mit Rost aus? Ist das Holz vielleicht morsch? Hängt einer der Drähte durch? Gerade für Deine Kletterrosen ist es wichtig, dass sie auch im Winter genügend Halt finden. Ansonsten könnten unter der Schneelast ihre Zweige brechen.

 

Foto: Agnes Kantaruk
In meinem Garten blüht es in jedem Frühling aufs neue:  das Vergissmeinnicht. Ein Geschenk meiner verstorbenen Mutter, gepflanzt im Herbst. Eine schöne Erinnerung an sie. Foto: Agnes Kantaruk

 

 

JETZT SCHON AN DEN FRÜHLING DENKEN

Möchtest Du im Frühling eine tolle Blütenpracht im Beet, solltest Du jetzt schon die entsprechenden Stauden pflanzen. Dann ist die Pracht bei den neuen Pflanzen gleich im ersten Jahr recht üppig. Aber Vorsicht: Die Stauden sind zwar winterhart, aber ihre Wurzeln dennoch sehr frostempfindlich und können im Winter hoch frieren. Daher solltet Du unbedingt hin und wieder auch nach Deinen neuen Frühlingsstauden schauen und sie gegebenenfalls leicht und vorsichtig zurück in den Boden drücken.

VERTEILE NOCH ORDENTLICH KOMPOST AUF DIE BEETE

Du könntest jetzt auch noch den Boden für Deine neuen Beete vorbereiten. Dafür musst Du die Erde umgraben und mit ordentlich Kompost einarbeiten. Der Frost wird die Erdschollen dann zerbröseln und Du hast im kommenden Frühjahr einen lockeren und leichten Boden, in dem Du Dein neues Blumenbeet anlegen kannst. Ohnehin solltest Du jetzt auch auf Deine abgeräumten Beete eine zwei Zentimeter dicke Schicht Kompost verteilen. Das gibt dem Boden neue Kraft. Du kannst den Kompost auch um Deine Rosen verteilen. Die Kompostschicht sollte bis über die Veredelungsstelle reichen, die Rosenwurzeln also ordentlich zudecken. Das gibt ordentlich Nährstoffe und schützt sie nebenbei auch noch vor Kälte und Frost.

 

Foto: shutterstock
Pflanzt Du nun Lilien, werden sie im  kommenden Jahr Deinen Garten verzaubern. Sie sollten 10 bis 20 Zentimeter tief in die Erde, in einem Abstand von 30 Zentimetern. Hast Du ein Problem mit Wühlmäusen, benutze für die Pflanzung Drahtkörbe. Foto: shutterstock

 

 

DU KÖNNTEST JETZT DEN BODEN KALKEN

Du weißt ja, dass Kalk Deinen Boden verbessern kann. Jetzt wäre eine gute Zeit, neuen Kalk zu verteilen. Allerdings musst Du unbedingt vorher den pH-Wert des Bodens messen. Liegt er über 7,5 darfst Du auf gar keinen Fall kalken. Allerdings liegt der Wert fast immer darunter, und dann solltest Du aktiv werden. Nur Deine Moorbeete mit den tollen Rhododendren und dem Heidekraut kannst Du in Ruhe lassen. Benötigt Dein Boden also Kalk, benutze am besten den kohlensauren. Die Hersteller geben an, dass man ihn unbesorgt bis zum Winter ausbringen kann. Er braucht dann auch bis zum Frühling, um seine volle Wirkung zu entfalten.

JETZT SOLLTEST DU LILIEN PFLANZEN

Alle Lilien solltest Du relativ spät pflanzen. Jetzt hat der Boden genau die richtige Temperatur. Aber Vorsicht: Solltest Du Lilienzwiebeln bestellt haben und der Boden ist bereits bei ihrer Ankunft gefroren, musst Du sie erst einmal zwischenlagern. Am besten im feuchten Sand und im kühlen Keller. Wärme mögen sie gar nicht! Sobald der Boden wieder getaut ist, kannst Du sie einpflanzen. Die optimale Pflanztemperatur beträgt 5 Grad, wärmer als 15 Grad sollte es auf gar keinen Fall mehr sein – aber damit ist in diesen Tagen auch nicht zu rechnen. Und denke daran die Pflanzstelle anschließend mit Laub und etwas Reisig abzudecken.

 

 

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar