10 DINGE, DIE DU IM JANUAR ERLEDIGST

Manche glauben, im Januar müsse man sich nicht um seinen Garten kümmern. Stimmt aber nicht! Trotz Schnee und Eis gibt es einiges zu tun. Denn Dein Garten kennt keine Pause. Also raus an die frischer Luft. Die tut uns jetzt ohnehin gut und das bisschen Schnee macht uns wirklich nichts aus. Das sollte auf Deiner „to do“-Liste stehen :

1. Die Nistkästen müssen noch ganz fix aufgehängt werden

Die ersten Vögel werden in den nächsten Tagen aus dem Süden heimkehren und wollen mit der Familienplanung beginnen. Meise und Co. brauchen dafür ihre Nistplätze. Also musst Du nun fix rauf auf die Leiter und die Kästen aufhängen. Dabei solltest Du aber folgendes beachten: Die Piepmätze müssen einen freien und ungestörten Anflug auf ihre  Nistplätze haben. Am Besten Du richtest das jeweilige Einflugloch entgegen der Wetterseite aus. Die Kästen müssen ein klein wenig nach vorne überhängen, damit kein Regenwasser hineinlaufen oder sich drinnen stauen kann. Und achte bitte auf genügend Abstand zwischen den einzelnen Kästen. Zehn Meter wären optimal.

2. Deine immergrünen Pflanzen brauchen dringend Wasser

Viele Pflanzen verdursten qualvoll im Winter. Der eisige Boden und die grelle Sonne sind meistens daran Schuld. Du musst daher regelmäßig nach ihnen sehen und sie ordentlich wässern. Gegossen wird aber nur an frostfreien Tagen. Vor allem Kirschlorbeer und Rhododendren brauchen gerade jetzt viel Wasser. Und der Buchsbaum in den Kübeln neben der Haustür wird es Dir ebenfalls danken.

3. Vorsicht! Streusalz schadet Deiner Hecke

Seit einigen Tagen ist es sehr glatt auf den Straßen und Gehwegen. Darum solltest Du jetzt auf alle Fälle vor Deinem Haus streuen – aber bitte lass die Finger vom Streusalz. Das schadet nur Deiner Hecke. Denn sie nimmt das Zeug über das Schmelzwasser auf und kann im Zweifelsfall daran eingehen. In vielen Orten ist es Privatpersonen ohnehin längst verboten Streusalz zu benutzen. Stattdessen solltest Du lieber Asche, Splitt oder Sand streuen. Zwar schmilzt dadurch weder das Eis noch der Schnee, aber jeder Fußgänger bekommt Trittsicherheit und wird so vorm Ausrutschen bewahrt. Deine Hecke wird es Dir danken.

4. Jetzt kannst Du Deine Sommer-Clematis zurück schneiden

Wenn die Temperaturen Ende Januar milde sind, solltest Du Dich unbedingt um die Sommer-Clematis kümmern. Du kannst sie nun bis auf 20 Zentimeter über dem Boden zurück schneiden. So kann sie im Frühjahr wieder schön wachsen und schließlich im Sommer reichlich blühen. Sollte es allerdings über einen längeren Zeitraum frieren, lass die Sommer-Clematis lieber in Ruhe und habe noch ein paar Tage Geduld.

5. Ist in Deinem Geräteschuppen noch alles in Ordnung?

Es schadet nicht, wenn  Du in diesen Tagen hin und wieder einen prüfenden Blick in Deinen Geräteschuppen wirfst. Immerhin lagert Du dort auch Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Beides ist ein gefundenes Fressen für Mäuse und Ratten. Außerdem kannst Du bei der Gelegenheit gleich überprüfen, ob das Dach noch dicht ist und alle Geräte dort hängen, wo sie hingehören. Und schau bitte nach den Äpfeln, die Du dort lagerst. Nicht jeder schafft es unbeschädigt durch den Winter.

6. Schüttel doch bitte den Schnee ab

In den letzten Tagen hat es geschneit. Nun drohen Immergrüne wie Eiben oder Thujen unter der zu hohen Schneelast auseinanderzufallen und schließlich zu brechen. Darum solltest Du lieber einmal mehr als zu wenig den Schnee von den Pflanzen schütteln. In besonders schneereichen Regionen empfiehlt es sich sogar alleinstehende Eiben und Thujen zu Beginn des Winters mit einer Strohmatte einzuwickeln und an einem Stützpfahl zu binden.

7. Deine Alpenveilchen brauchen jetzt dringend Schutz

Ende Januar steht das Vorfrühlingsalpenveilchen meist schon in voller Blüte. Wie wunderbar! Die milden Temperaturen genießt es in vollen Zügen und macht uns mit ihrer kleinen Pracht einfach glücklich. Bei Dir weckt es bestimmt auch die große Vorfreude auf den kommenden Frühling, oder? Wenn das Thermometer jetzt allerdings wieder unter Minus 10 Grad fällt, dann wird es total ungemütlich für diese Pflanze. Erst Recht, wenn die schützende Schneedecke ausbleibt. Am Besten Du deckst das Alpenveilchen noch schnell mit einem Vlies oder einigen Tannenzweigen ab. So wird es die kleine Schönheit bestimmt durch den Frost schaffen.

8. Sind Deine Pflanzen noch ordentlich eingepackt?

Drinnen knistert gemütlich der Kamin, draußen pfeift eisig der Wind ums Haus. Heftig rüttelt er am Winterschutz unserer Pflanzen und fegt den Reisig von unseren Hortensien fort oder reißt das Vlies vom Rosenstämmchen. Und plötzlich stehen sie alle ganz nackig in der Kälte. Das muss nicht sein, oder? Darum solltest Du regelmäßig einen Kontrollgang durch den Garten machen. Es ist doch auch schön, mit einer dampfenden Tasse Tee in der Hand und dick eingemummelt bei Deinen Pflanzen vorbei zu schauen. Mir macht das jedenfalls immer großen Spaß. Oft mache ich bei so einem Rundgang auch schon wieder ganz große Gartenpläne…

9. Neu gestalten? gerade jetzt kannst Du in Ruhe planen

Oft denken wir im Sommer doch darüber nach, was wir an unserem Garten verändern oder gar verbessern könnten. Die eine Stelle ist uns zu kahl, die andere zu verwuchert. Die Rose würde sich auf dem anderen Platz besser machen oder der neue Apfelbaum muss umgepflanzt werden. Jetzt haben wir endlich die Zeit über die Umgestaltung und Neubepflanzung nach zu denken. Nun können wir unsere Ideen skizzieren, unsere Pläne zu Papier bringen. Bei einer Tasse Kaffee oder einem Gläschen Wein, stöbern wir durch Kataloge, wälzen Bücher oder surfen durchs Internet – immer auf der Suche nach Inspiration. Mit ein paar Buntstiften zeichnen wir einen groben Pflanzplan und schwups die wupps: Unsere Einkaufsliste fürs Frühjahr ist fertig und der Garten neu gestaltet.

10. Guck mal in Deinen Kleiderschrank

Jetzt können wir endlich auch unseren Kleiderschrank aufräumen und die ollen Klamotten aussortieren. Aber bevor wir Jeans, T-Shirts, Pullover und Co. zur Kleidersammlung geben, sollten wir noch einmal prüfen, ob wir sie nicht doch zur Gartenarbeit tragen könnten. Löcher können schließlich genäht und gestopft werden. Mit einigen lustigen Aufnähern kannst Du die Sachen sicherlich auch lustig aufpeppen – und Deine alte Jeans macht im Garten noch einmal eine gute Figur.

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