10 DINGE, UM DIE DU DICH IM JANUAR KÜMMERST

Weihnachten haben wir hinter uns gebracht, Silvester ist verpufft und das neue Jahr hat längst begonnen. Aber auch wenn die Nächte kalt und der Boden vielleicht schneebedeckt ist, kommen wir Gärtner nicht zur Ruhe. Denn auch Du weißt ja, dass Du Deinen Garten nicht vernachlässigen darfst. Nämlich eines ist gewiss: Die Tage werden wieder länger, den Frühling können wir schon fast riechen und damit wächst unsere Vorfreude auf die Gartensaison stündlich. Sie wächst umso mehr, wenn wir die verfügbare Zeit nun ordentlich nutzen. Du könntest in diesen Wochen zum Beispiel, einen Anbauplan erstellen, neues Saatgut bestellen oder Deinen Geräteschuppen ausmisten. Ich habe Dir schon mal die 10 Dinge aufgelistet, um die Du Dich auf alle Fälle im Januar kümmern solltest.

 

Foto: neko92vl
Immergrüne Gehölze verleihen unserem Garten gerade im Winter, wenn kaum etwas blüht, Struktur und Charakter – oftmals auch etwas märchenhaftes. Auch jetzt benötigen sie Pflege. Foto: neko92vl

 

 

DENKE DARAN DEINE IMMERGRÜNEN GEHÖLZE ZU GIESSEN

Man kann es nicht oft genug sagen und ich habe es auch schon oft erwähnt, dennoch wird es immer wieder zu leicht vergessen: Wusstest Du, dass die meisten immergrünen Gehölze im Winter verdursten und nicht erfrieren? Um das zu verhindern solltest Du an frostfreien Tagen beherzt zur Gießkanne greifen, Deine Regentonne um einige Liter erleichtern und Deine Immergrünen ordentlich mit Wasser versorgen. Buchsbaum, Kirschlorbeer, Stechpalme und Rhododendron werden es Dir danken. Also immer schön gießen…

 

BLOSS KEINE ASCHE AUF DEN KOMPOST SCHÜTTEN

Während der kalten Tage schmeißen wir fast täglich den Kamin an und immer stellt sich eine Frage: Wohin mit der Asche? Du kannst Sie gern in den Hausmüll geben, aber bitte schmeiß sie bloß nicht auf den Kompost. Immerhin hängt die Qualität Deines Kompostes von der Qualität des verrottenden Ausgangsmaterials ab. Und Asche sollte jedenfalls nicht dazu gehören – egal, ob Kohle- oder Holzasche, denn bei beiden kann es während der Verbrennung zu einer Anreicherung giftiger Schwermetalle kommen. Die schaden Deinem Boden, somit auch Deinen Pflanzen – und letzten Endes auch Dir.

 

Foto: shutterstock
Die schönsten Dahlien lassen sich in diesen Tagen wunderbar als Stecklinge vermehren. Das ist ganz einfach – probier es jetzt aus. Du wirst überrascht sein. Foto: shutterstock

 

 

JETZT KANNST DU DEINE DAHLIEN VERMEHREN

Jetzt kannst Du Deine Dahlien wunderbar mit Stecklingen vermehren. Dafür musst Du in diesen Tagen die Knollen aus ihrem Winterquartier holen und in einen mit frischer Erde gefüllten Topf setzen. Den Topf platzierst Du dann möglichst auf einer zugluftfreien Fensterbank. Achte darauf, dass der Stängelhals nicht mit Erde bedeckt ist, an ihm bilden sich in den nächsten drei bis vier Wochen die neuen Triebe. Sind die Triebe vier bis fünf Zentimeter lang, kannst Du sie abschneiden und alle Blätter entfernen, bis auf das oberste Paar. Die jungen Dahlienstecklinge tupfst Du nun in Wurzelfix und setzt sie in einen Topf mit Anzuchterde. Danach deckst Du das Gefäß mit einem Gefrierbeutel ab, um eine Gewächshausatmosphäre zu schaffen. Jetzt regelmäßig lüften und gießen. Nach ca. zwei Wochen kannst Du die Dahlie in einen größeren Topf umsetzen. Anfang Mai geht’s dann ab in den Garten. Aber Achtung: Erst die junge Dahlie langsam an die Außentemperaturen gewöhnen.

 

SCHAU MAL NACH DEM ALTEN SAATGUT

Wenn Du es trocken und kühl gelagert hast, sollte Dein Saatgut aus dem Vorjahr noch ausreichend keimfähig sein. Dennoch schadet es nicht, wenn Du es Dir jetzt einmal genauer ansiehst. Immerhin hat das Saatgut von Kerbel, Pastinak, Schnittlauch und Schwarzwurzel nur eine geringe Haltbarkeit. Vielleicht ist es aber auch feucht geworden und schimmelt oder die Mäuse haben sich daran zu schaffen gemacht. Also jetzt besser mal nachsehen.

 

Foto: Andrew Fletcher/shutterstock
Kaltkeimer wie der Enzian werden schon in diesen Wochen ausgesät. Schon im Frühjahr werden sie Dich dann mit ihren Blüten verzaubern. Ich freu mich schon drauf. Foto: Andrew Fletcher/shutterstock

 

 

NUN WERDEN DIE ERSTEN STAUDEN AUSGESÄT

Die Kaltkeimer unter den Stauden musst Du jetzt, spätestens aber im Februar, aussäen. Dazu gehören u.a. Eisenhut, Enzian, Trollblume, Küchenschelle oder Adonisröschen. Sie benötigen alle einen mehrwöchigen Kältereiz von 2 bis 8 Grad Celsius, um ordentlich keimen zu können. Das Beste ist, Du säst die Samen in Aussaaterde und stellst die Schale damit zum Vorquellen an einen hellen und warmen Platz, zum Beispiel auf die Fensterbank. Nach 4 Wochen musst Du die Schale an einem schattigen und windstillen Platz im Garten etwa 20 Zentimeter tief verbuddeln. Du wirst sehen, schon im Frühjahr keimen die Samen.

 

DEIN RASEN WILL AUCH IM WINTER GEPFLEGT WERDEN

An den milden Tagen und an den schneefreien, solltest Du Dich auch um Deinen Rasen kümmern. Nutze die Zeit, um ihn von altem Laub und herab gefallenen Zweigen zu befreien. Du weißt ja, dass vor allem das alte, nasse und faulende Laub die Feuchtigkeit im Rasen hält und ihm die Luft zum Atmen nimmt. Die Folge: hässlicher, ungesunder Rasenschimmel. Ist Dein Rasen in den letzten Wochen stark gewachsen, kannst Du ihn auch durchaus an den wärmeren und trockenen Tagen mähen. Das schadet ihm nicht, im Gegenteil…

 

Foto: Nnattalli/shutterstock
Du musst Pflanzen wie diesen Duft-Schneeball nicht unbedingt für viel Geld im Garten-Center kaufen. Du kannst sie auch sehr leicht selbst vermehren. Foto: Nnattalli/shutterstock

 

 

MIT DEM WEIHNACHTSBAUM EMPFINDLICHE PFLANZEN SCHÜTZEN

Bevor er auf dem Osterfeuer oder dem Müllplatz landet, kannst Du Deinen abgeschmückten Weihnachtsbaum noch im Garten als Frostschutz für Deine empfindlicheren Pflanzen nutzen. Einfach die Zweige abschneiden und damit die Pflanzen abdecken, bevor der große Frost aus Sibirien naht. Aber auch den ersten Frühblühern wie Schneeglöckchen, Winterling  und Krokus kann ein Schutz nicht schaden. Schließlich kann ihnen eine verspätete Frostperiode leicht zum Verhängnis werden. Zu voreilig recken die Frühlingsboten oftmals ihre bunten Köpfchen der Sonne entgegen und überstehen oftmals anhaltende Minusgrade nicht. Daher ist es sinnvoll auch sie abzudecken. Noch ein Tipp: Weihnachtsbäume im Topf sollten nicht länger als zehn Tage in beheizten Wohnräumen stehen, sonst gehen sie ein. Also ab mit dem Baum in den Garten. Nachdem er sich an die Temperaturen gewöhnt hat und der Boden frostfrei ist, sollte er fix in die Erde gesetzt werden.

 

DU KANNST JETZT DIE ERSTEN STECKLINGE ZIEHEN

Ohne weiteres kannst Du jetzt Blütensträucher wie Duftjasmin, Schneeball oder Holunder durch Steckhölzer vermehren. Unter Steckholz versteht man gemeinhin die einjährigen verholzten Stecklinge, die Du in der Strauchmitte findest. Sie sind in der Regel blattfrei, enden aber mit einem Knospenpaar. So ein Stück müsstest Du in Bleistiftlänge abschneiden und an einem schattigen Plätzchen in einen lockeren Humusboden stecken, sodass nur noch ein Viertel des Gehölzes herausschaut. Im Frühjahr treibt der Steckling aus, im Herbst kannst Du ihn umpflanzen. Achtung: Das Gießen nicht vergessen.

 

Foto: privat
Sobald der Schnee getaut ist, machst Du einen Gang durch den Garten und schaust nach Deinen Pflanzen. Einige werden sicherlich Fürsorge benötigen. Foto: privat

 

 

ACHTE BEIM GANG DURCH DEN GARTEN DOCH MAL AUF DIE WURZELBALLEN

Stauden und Gehölze, die Du im vergangenen Jahr gepflanzt hast, werden nur zu oft durch den Frost ein Stück aus dem Boden gedrückt. Um Deine Pflanzen zu schützen, musst Du den Wurzelballen sachte wieder in die Erde treten. Aber Vorsicht: Der Boden muss aufgetaut und darf nicht zu nass sein, sonst verletzt Du die empfindlichen Wurzeln.

LÄSTIGE WURZELAUSLÄUFER JETZT AUSSTECHEN

Gerade im Winter fallen sie auf: Die vielen, verzweigten Ausläufer, die zum Beispiel neben Deinem Flieder aus dem Boden sprießen. Falls sie Dir nicht gefallen, solltest Du nicht zu lange damit warten, diesen Auswuchs zu entfernen. Hat er sich erst einmal richtig eingewurzelt, ist es ziemlich schwer ihn wieder loszuwerden. Sobald es das Wetter zulässt, nimmst Du den Spaten zur Hand und stichst ihn neben diesen Ausläufern in den Boden und wippst hin und her, bis die Erde sich gut gelockert hat. Jetzt reißt Du die Sprösslinge aus dem Boden. So werden nicht nur die Triebe beseitigt, sondern auch die schlafenden Augen an der Basis gleich mit. Genau dort würden die Triebe ansonsten wieder ausschlagen, falls Du sie nur oberirdisch abschneidest.

 

 

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