10 DINGE, UM DIE DU DICH IM MÄRZ KÜMMERST

Endlich! Der Frühling beginnt. Erst ist es nur der meteorologische, aber im letzten Drittel des Monats auch der kalendarische Frühlingsanfang. Dein Garten erwacht nun zu neuem Leben. An allen Ecken und Enden treibt es die Pflanzen aus dem Erdreich, Sträucher und Bäume erfreuen uns mit neuen Trieben und die ersten bunten Blüten recken sich uns und der Sonne fröhlich entgegen. Jetzt legst Du so richtig los im Garten. Wie wunderbar! Büsche und Bäume können gepflanzt werden, Deine Hecke möchtest Du vielleicht noch ergänzen. Verkahlte Buchsbaumeinfassungen solltest Du nun tiefer setzen und den Kirschlorbeer vorsichtig zurückschneiden. Die großblumige Klematis muss spätestens jetzt ausgelichtet und die Zwiebelpflanzen gedüngt werden. Du siehst: Die Liste ist lang. Hier findest Du die zehn Dinge, die Du auf alle Fälle in diesem März erledigen solltest.

 

Damit die Bougainvillea im Sommer wieder so schön blüht, musst Du Dich jetzt um sie kümmern. Ein richtiger Schnitt, ein wenig Dünger und Wasser reichen schon. Foto: shutterstock

 

 

TROMPETENBLUME UND BOUGAINVILLEA VERPASSEN WIR EINEN ORDENTLICHEN SCHNITT

So manche Kletterpflanze braucht jetzt einen ordentlichen Schnitt, damit sie im Sommer ordentlich blüht und zum anderen, damit sie nicht ausufernd wächst. Genauso verhält es sich auch mit der reizenden Trompetenblume und der wunderschönen Bougainvillea. Wie Du weißt, ist dieTrompetenblume ein kräftiger Kletterer und blüht von Juli bis September in orangeroten Büscheln am jungen Holz. Wenn sie endlich die gewünschte Höhe erreicht hat, musst Du im zeitigen Frühjahr nur den Haupttrieb kürzen. Das hält das Pflanzenwachstum in Schach, fördert aber auch die Blühfähigkeit. Ähnlich verhält es sich mit der Bougainvillea: Jetzt sollten alle Seitentriebe bis auf ein Blattpaar zurückgeschnippelt werden. Sie blüht dann übrigens an den Neutrieben, die danach aus den Blattachseln wachsen.

 

DU KÖNNTEST DAS STAUDENBEET AUFRÄUMEN

Im Herbst hattest Du einige Stauden-Stängel aus gutem Grund stehen lassen. Immerhin haben Vögel ihren Hunger mit den Samen der Blütenstände stillen können. Aber jetzt haben diese Pflanzenreste ihren Zweck erfüllt und können weg. Schließlich sprießen bereits neue Triebe aus dem Boden. Bevor sie aber so richtig in die Höhe schießen können, müssen die alten Strünke erst einmal bis auf Bodennähe abgeschnitten werden. Eventuell hat der Frost Deine im Herbst gesetzten Stauden ein wenig aus der Erde gedrückt, sie kannst Du nun vorsichtig wieder zurück in den Boden drücken. Anschließend werden sie ordentlich gegossen. Wird kein Frost mehr erwartet, kannst Du auch den Winterschutz aus Laub und Reisig komplett entfernen. Du solltest auch nicht zu lange damit warten, denn  ansonsten besteht die Gefahr, dass viele zarte Neutriebe und Knospen dabei verletzt werden. Du kannst die im Sommer blühenden Stauden jetzt noch wunderbar teilen, falls Du im vergangenen Herbst nicht dazu gekommen bist. Also die Horste vorsichtig ausbuddeln, die Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder dem Spaten teilen und schließlich die einzelnen Stücke an neuen Orten im Beet wieder einpflanzen.

 

Jetzt wird es auf Terrasse und Balkon wieder gemütlich. Vielleicht hast Du noch Stoffreste übrig, aus denen Du neue Kissen nähen kannst oder alte Töpfe, die bunt bemalt werden können. Eine Lampion-Kette sorgt in der Dämmerung für schönes Licht. Foto: shutterstock

 

 

SAISONSTART AUF TERRASSE UND BALKON

So langsam können wir es uns draußen wieder so richtig gemütlich machen. Dafür müssen wir aber noch einiges tun: Die Terrasse und der Balkon müssen abgefegt und die Gartenmöbel abgewischt werden. Falls Dir die silbergraue Patina Deiner Teakmöbel nicht mehr gefällt, kannst Du die Möbel mit einer Bürste und etwas Seifenlauge fix davon befreien. So erhalten sie dann ihren alten Holzton zurück. Spielt das Wetter mit, kannst Du Ende des Monats bestimmt auch schon die ersten Kübelpflanzen wieder auf die Terrasse stellen. Auf alle Fälle kannst Du aber Deine Balkonkästen, Töpfe und Schalen bepflanzen. Achtung: In der Regel kommen die Frühlingsblüher aus dem Gewächshaus und sind kälteempfindlich. Darum solltest Du sie nachts noch mit einem Vlies abdecken, wenn sich kühlere Temperaturen ankündigen.

 

SCHENKE DER HUMMEL-KÖNIGIN EINEN NISTPLATZ IN DEINEM GARTEN

Wenn die Johannisbeere endlich blüht, dann macht sich die Hummel-Königin auf die Suche nach einem Nistplatz. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, zu welchem Hummel-Volk sie gehört. Einige der Hummel-Königinnen bevorzugen übrigens unterirdische Domizile. Da es nicht mehr so wahnsinnig viele von ihnen gibt, solltest ihnen nun ein sicheres Zuhause bieten. Dafür musst Du nur einen großen Tontopf mit unbehandelter Polsterwolle füllen und ihn eingraben. Ideal dafür ist ein schattiges Plätzchen unter Deinen Gehölzen. Das Abzugsloch bleibt dabei als Eingang offen. Ein halber Tontopf darüber schützt das Innere übrigens sehr gut vor Nässe.

 

Früher fand ich es spießig, heute nur noch niedlich: Das Hornveilchen ist das frostfeste Schwesterchen des Stiefmütterchens und schmückt jetzt unsere Gärten und Balkonkästen. Foto: nat.s.

 

 

HORNVEILCHEN SIND IN DIESEN TAGEN WUNDERBARE LÜCKENFÜLLER

Sie sind hübsch. Sie sind robust. Und das Beste: Sie sind frosthart; darum stört es das Hornveilchen überhaupt nicht, wenn Du es jetzt in die Erde setzt. Im Gegenteil, es genießt regelrecht die frische Luft und die kühlen Nächte. Es ist einfach ein wunderbarer Lückenfüller! Suche für Deine Hornveilchen bitte ein sonniges Plätzchen und setze sie in einen frischen Boden. Du kannst mit ihnen hervorragend größere Gehölze unterpflanzen, die Randbereiche Deiner Beete aufwerten und sogar Pflasterfugen verschönern. Schneidest Du sie nach der ersten Blüte zurück, fördert das eine zweite Blüte im Herbst und verhindert eine unerwünschte Versamung.

 

JETZT GEHT’S LOS: FRÜHJAHRSPUTZ IM GARTENTEICH

Jetzt wird auch im Gartenteich wieder für Ordnung gesorgt!  Als Erstes solltest Du so langsam das im Herbst angebrachte Laubnetz abnehmen. Es hat erst einmal seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Dann könntest Du noch die Uferbepflanzung zurückschneiden. Du hattest ja einiges über den Winter stehen lassen, damit ein ordentlicher Luftaustausch stattfindet und sich unter dem Eis keine Faulgase bilden. Überprüfe bitte die Wasserqualität und entsorge überflüssigen Schlamm. Hält sich die Wassertemperatur auf konstant 10 Grad Celsius können neue Fische in den Teich.

 

Hochbeete liegen voll im Trend. Einer der Gründe ist sicherlich, dass sie einfach nur schick aussehen, der andere bestimmt, dass das Gemüse dort so gut wie sicher gegen Schädlinge ist. Foto: jgolby

 

 

DAS HOCHBEET KÖNNEN WIR NUN AUCH ALS KOMPOSTHAUFEN VERWENDEN

So langsam wird’s eng im Schnell-Komposter, oder? Schließlich fällt jetzt einiges an Gartenabfällen an. Abhilfe könnte ein schickes Hochbeet leisten: Du kannst darin Deine Gartenabfälle dekorativ „verstecken“ und es erleichtert Dir zudem die Gartenarbeit, weil Du Dich nicht mehr bücken musst. Fertige Bausätze gibt’s in den Baumärkten oder auf frankskleinergarten.de. Natürlich kannst Du Dir auch ganz fix selber eines zimmern. Kostenlose Anleitungen dafür findest Du im Internet.

 

BEI BODENDECKERN KANNST DU IN DIESEN TAGEN PFIFFIG SPAREN

An anderer Stelle hatte ich schon erklärt, wie wir uns mit den richtigen Bodendeckern die Gartenarbeit erleichtern können. Falls Du noch keine gesetzt hast, ist nun genau der richtige Zeitpunkt dafür. Und du kannst sogar noch pfiffig Geld dabei sparen: Frage doch einfach mal Deine lieben Nachbarn und in der Familie, ob Du Dich kostenlos bei ihnen bedienen kannst. Schließlich muss mancher Bodendecker doch im Zaume gehalten werden. Vor allem Bodendecker wie Storchenschnabel, Kleines Immergrün und Efeu neigen zum Wuchern. Darum muss hin und wieder etwas abgestochen werden. So lassen sich diese Pflanzen wunderbar vermehren. Nimm einfach die abgestochenen Soden und teile sie in viele kleine Stücke. Die setzt Du dann bei Dir in den gut vorbereiteten Boden – und fertig.

 

Für viele Gärtner ist der „perfekte“ Rasen sehr wichtig. In diesen Tagen legst Du den Grundstein dafür. Bei richtiger Sortenwahl und Pflege hast Du in wenigen Wochen dann einen. Foto: Yolanta

 

 

JETZT KÜMMERN WIR UNS UM RASEN UND ROSEN

Ende des Monats ist es so weit: Ist der Rasen schneefrei und der Boden ausreichend abgetrocknet, kannst Du mit der Rasenpflege beginnen. Als erstes stichst Du mit einem Unkrautstecher am besten große Unkräuter wie zum Beispiel Löwenzahn heraus. Dann wird der Rasen erst einmal gemäht und schließlich vertikutiert, um auch das Moos und den Rasenfilz herauszuziehen. Achte darauf, dass die Klingen des Vertikutiergerätes nicht zu tief in die Erde ritzen – sonst werden die Rasenwurzeln unnötig beschädigt. Die Klingen sollten daher nur maximal 2 bis 3 Millimeter tief eindringen. Moos und Rasenfilz werden schließlich zusammengeharkt und entsorgt. Bestimmt wirst Du nun an der einen oder anderen Stelle neuen Rasen säen müssen. Ende des Monats sollten dann auch die Forsythien blühen. Dann ist der richtige Zeitpunkt, um die Rosen kräftig zurückzuschneiden. Alle erfrorenen, kranken und schwachen Triebe müssen ab. Anschließend kannst Du Deine Rosen noch mit einer Mischung aus Hornspänen und Kompost düngen, oder Du verwendest dafür einen organischen Langzeitdünger.

 

AUCH IM HEIDEGARTEN WIRD NUN GESCHNIPPELT

Spätestens jetzt solltest Du die alten Blütentriebe von der Sommer- und Winterheide in Deinem Vorgarten zurückschneiden. Ähnlich wie beim Lavendel werden sie auf kurze Stummel gekürzt. Aber Achtung: Ein zu tiefer Schnitt ins alte Holz musst Du vermeiden. Ansonsten treibt Deine Heide nur sehr zögerlich wieder aus. Auch die Stauden in Deinem Heidegarten solltest Du nun kürzen, damit sie neu durchtreiben können.

 

 

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