10 DINGE, UM DIE DU DICH NOCH FIX IM FEBRUAR KÜMMERST

Noch hat der Winter Deinen Garten im Griff – vielleicht liegt sogar noch Schnee, aber dennoch kommt der Frühling in flinken Schritten immer näher. Du glaubst sogar schon, ihn zu spüren. Kein Wunder, scheint die Sonne, zwitschern die Vögel in den Bäumen. Die ersten Frühblüher öffnen ihre Blüten und die Schalen und Töpfe für Balkon und Terrasse kannst Du jetzt schon mit den herrlichsten Frühlingsblumen verzieren. Ja, Gärtner wie wir kommen nie zur Ruhe und stehen jetzt schon in den Startlöchern für die ganz großen Aufgaben im Garten. Aber es gibt auch jetzt schon einiges zu tun – vor allem, wenn die Temperaturen wieder milder werden. Also, packen wir es an…

 

Herrlich, diese Farben. Auf unseren Terrassen und Balkonen wird’s jetzt wieder bunter. Wie schön. Aber Achtung: Noch könnte ein Nachtfrost die ganze Pracht zerstören. Foto: pilipphoto

 

 

ENDLICH KÖNNEN WIR FRÜHLINGSBLUMEN KAUFEN

Jetzt wartet wieder eine wunderbare Auswahl an bunten und wohlduftenden Frühlingsblumen auf uns. In Gärtnereien und Garten-Centern lachen sie uns geradezu an. Nur solltest du noch vorsichtig sein: Diese Pflanzen wurden in Gewächshäusern vorgetrieben und sind daher keine kühlen Temperaturen gewohnt. Frostige Nächte und Tage schaden ihnen. Auspflanzen kannst Du nur robustere Arten wie Stiefmütterchen und Zwiebelpflanzen. Sie überstehen auch mal Temperaturen von – 5 Grad. Primeln, Vergissmeinnicht und Tausendschön hingegen solltest Du in diesen Tagen nur in Töpfe pflanzen und sie bei drohendem Frost ins Warme holen. Wenn’s dann wieder etwas wärmer ist, kannst Du sie ja wieder rausstellen. Aber bedenke: Drinnen haben diese Pflanzen einen hohen Wasserbedarf und halten sich im Schnitt leider nur zwei Wochen.

 

DEINE ZIERGRÄSER MÜSSEN GESTUTZT WERDEN

In den vergangenen Wochen haben Pampasgras, Chinaschilf und Rutenhirse gute Arbeit geleistet: Sie haben Deinem Garten zauberhafte Konturen verliehen und eine schöne Silhouette geschenkt. Jetzt wird’s aber Zeit, dass Du Deine Ziergräser einkürzt – bevor der Neuaustrieb zwischen das alte Laub wächst. Das ist auch ganz fix gemacht und geht ziemlich einfach. Du musst nur die Halme büschelweise greifen und mit einer Heckenschere eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Ende des Monats solltest Du auch darüber nachdenken, ob es lohnenswert wäre Deine Ziergräser zu teilen und umzusetzen. Der Zeitpunkt dafür wäre gut. Und so ist sichergestellt, dass sie auch im kommenden Herbst und Winter Deinen Garten wieder märchenhaft wirken lassen.

 

Viele Stauden sind wahre Insekten-Magnete. Auch die Aster zieht im späten Sommer Bienen zu Dutzenden an. Für jeden Gärtner eine große Freude. Foto: Martina Schughart

 

DIE FENSTERBANK WIRD ZUM GEWÄCHSHAUS

Einige unserer Pflanzen wachsen etwas langsamer als die anderen. Das macht aber gar nichts, denn wir können sie ganz einfach auf der Fensterbank vorziehen. Vor allem Paprika hat eine lange Keimdauer, aber auch andere Zier- und Kletterpflanzen. Darum solltest Du sie so früh wie möglich aussäen. Im Garten-Center findest Du die passenden Zimmergewächshäuser mit einer durchsichtigen Abdeckhaube. Du kannst es aber auch mit Aussaatschalen probieren und sie mit Klarsichtfolie abdecken. Du kannst dafür sogar Eierkartons verwenden. Der Effekt ist derselbe: Es entsteht darunter ein Klima aus hoher Luftfeuchtigkeit und die Keimlinge trocknen nicht so schnell aus. Als Aussaatsubstrat solltest Du eine Mischung aus Torf und Sand benutzen oder die im Handel angebotene Aussaaterde. Auf alle Fälle sollten nur wenige Nährstoffe enthalten sein.

 

NUN TEILST DU DIE ERSTEN STAUDEN

Noch ist Winter, aber der kluge Gärtner denkt ja weit voraus – mindestens bis in den Sommer. Darum solltest Du, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, mit dem Teilen Deiner Stauden beginnen. Geteilt werden nun allerdings nur die Spätsommer- und die Herbstblüher. Also Stauden wie Fetthenne, Aster oder Sonnenhut. Die Frühlings- und Frühsommerblüher solltest Du unbedingt erst nach ihrer Blüte teilen. Sonst verschönern sie Deinen Garten nur mit halber Kraft.

 

Eigentlich wollten wir es schon im November oder Dezember erledigen, aber wie das nun mal so ist – wir haben es vergessen. Jetzt sollten wir uns aber unbedingt um unsere Gartengeräte kümmern. Foto: travellight

 

 

JETZT ABER FIX DIE GARTENGERÄTE SÄUBERN

Eigentlich wolltest Du es doch schon spätestens Anfang Dezember erledigt haben. Aber wie das eben so ist: Immer ist etwas dazwischen  gekommen. Das kann ich auch nur zu gut verstehen, aber jetzt wird’s wirklich Zeit. Du solltest unbedingt noch Deine Gartengeräte reinigen, bevor Du wieder loslegen kannst. Der Rasenmäher benötigt vielleicht einen Ölwechsel, die Zündkerzen müssen eventuell erneuert werden und das Scherblatt geschärft werden. Harke, Grabegabel und Schaufel könnten noch einmal gereinigt und eingeölt werden. Und wenn Du sowieso schon im Geräteschuppen im Gange bist, dann schau doch gleich noch nach Deinen Saatbeständen. Sind sie noch zu gebrauchen oder musst Du neue kaufen? Und was ist mit dem Dünger?

 

ZUPF DOCH VON DEN LENZROSEN DIE ALTEN BLÄTTER AB

Du möchtest, dass die Blüten Deiner Lenzrose besser zur Geltung kommen? Dann schneide einfach vorsichtig das alte Blattwerk ab. Es sind die Blätter aus dem Vorjahr, die Du nun entfernen musst. Und wenn Du schon dabei bist, kannst Du auch gleich die kranken, fleckigen Blätter abschnippeln. Das Beste ist, Du schneidest die Blätter knapp über der Pflanzenbasis ab, dann verletzt Du keine neuen Triebe – egal, ob Blatt- oder Blütentrieb.

 

 

Noch können wir ihre Schönheit nicht erahnen. Aber wenn wir uns jetzt schon liebevoll um unsere Hortensien kümmern, werden sie uns später mit den schönsten Blüten beschenken. Foto: Liudmyla Guniavaia

 

 

DIE BAUERN-HORTENSIEN WERDEN IHRE OLLEN BLÜTEN LOS

An einigen Deiner Bauern-Hortensien hast Du über den Winter bestimmt die vertrockneten Blüten stehen lassen, oder? Die können jetzt weg. Das Beste ist, Du schneidest sie knapp oberhalb eines gesunden, grünen Knospenpaares ab. Bei dieser Gelegenheit kannst Du auch gleich alle erfrorenen und abgestorbenen Triebe entfernen. Du bist Dir unsicher, ob die Triebe wirklich abgestorben sind? Kein Problem. Mach den Test:  Du musst die Rinde leicht mit dem Fingernagel anritzen. Wenn das freigelegte Gewebe gelblich und trocken wirkt, dann ist der Trieb tatsächlich abgestorben.

 

DU SOLLTEST DIE CLEMATIS STUTZEN

Deine Clematis droht ohne regelmäßigen Schnitt zu verkahlen. Die Blüte bleibt damit aus. Der richtige Zeitpunkt fürs Stutzen ist allerdings abhängig vom Zeitpunkt der Blüte. Jetzt kannst Du zum Beispiel nur die sommerblühenden Arten zurückschneiden oder Du hast eine Staudenclematis, die Ranken ausbildet, aber nicht klettert. Die kannst Du ebenfalls bis auf 20 Zentimeter zurückschneiden. Das Gleiche gilt für die im Frühsommer blühende Clematis, die am alten Holz neue Triebe entwickelt – sie muss allerdings nur alle 4 bis 5 Jahre um diese Jahreszeit gestutzt werden.

 

Sie sind putzig und noch schutzbedürftig: Die Bellis im Garten sind die lustigsten Frühlingsboten, die ich kenne. Noch kann ihnen aber der Frost zu schaffen machen. Foto: Peter Vrabel

 

 

DEINE BELLIS BRAUCHEN SCHUTZ VOR DER KÄLTE

Ich liebe Bellis. Alleine schon dieser verrückte Name. Und dann die kleinen, pummeligen Blüten. Herrlich! Bellis gehören eindeutig zu meinen Lieblingsblumen. Hast Du auch welche im Garten? Dann musst Du sie jetzt noch vor allzu frostigen Temperaturen schützen. Eventuell musst Du sie mit Tannenreisig abdecken. Noch ein kleiner Tipp: Schneidest Du regelmäßig Verblühtes heraus, überrascht Dich diese großblütige Kultur-Sorte des Gänseblümchens  immer wieder mit neuen rosafarbenen, kirschroten oder weißen Blüten. Und das bis zu drei Monate lang.

 

JETZT KANNST DU GEHÖLZE PFLANZEN

Sobald der Boden aufgetaut und die Frostgefahr gebannt ist, kannst Du endlich loslegen. Mit ein wenig Glück ist es Ende Februar sogar schon so weit. Dann kommen Deine neuen Gehölze in die Erde. Ohnehin heißt es jetzt zugreifen: Willst Du eine neue Hecke pflanzen oder Deinen Garten mit Solitär-Gehölzen verschönern, ist nun beste Zeit für einen Einkauf in der Baumschule oder der Gärtnerei. Viele bieten ihre Pflanzen in diesen Tagen als wurzelnackte Ware oder mit Ballen an. Sie sind viel, viel günstiger als die Containerware im Garten-Center. Sind die Temperaturen milder geworden, kannst Du sogar schon Lavendel, Hortensien und Rosmarin pflanzen.

 

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