Bodendecker - Storchenschnabel - Franks kleiner Garten

BODENDECKER – DIE 5 BESTEN TIPPS FÜR PFLEGE UND PFLANZUNG

Herbstzeit ist Gartenzeit. So kurz vorm Winter geht es noch einmal rund im Garten. Denn jetzt ist die genau die richtige Zeit, um ordentlich Bodendecker zu pflanzen. Bodendecker sind hübsche Pflanzen mit niedrigem Wuchs, die sich wie ein Teppich ausbreiten und so den Boden vor Erosion schützen, die Feuchtigkeit halten und den Wuchs von Unkraut verhindern. Sie können unterschiedliche Laubformen besitzen, immergrün sein oder zauberhafte Blüten in den verschiedensten Farben und Formen tragen. Setzt Du sie jetzt in die Erde, ist Dein Unkrautärger im kommenden Frühling längst nicht mehr ganz so groß wie in diesem. Immerhin hätten Deine Bodendecker nun genügend Zeit, sich an das neue Plätzchen zu gewöhnen, ordentlich Wurzeln zu schlagen und damit zu beginnen, sich auszubreiten. Ich stelle Dir hier meine liebsten Bodendecker vor und verrate Dir, wo sie am besten wachsen. Zudem habe ich Dir das Wichtigste für Pflege und Pflanzung notiert.

 

Bergenie - Bodendecker - Schatten - Franks kleiner Garten
Bergenien werden wegen ihrer großen Blätter auch gerne Elephanten-Pflanzen genannt. Sie sind ein wunderbarer Bodendecker für sonnige Lagen. Das tolle. Sie schmecken Schnecken nicht.  SchnecFoto: Debu55y

 

 

DARAUF SOLLTEST DU BEIM PFLANZEN DEINER BODENDECKER ACHTEN

Möchtest Du ganz fix einen dichten Teppich aus Bodendeckern in Deinen Beeten, dann solltest Du auf Efeu und Immergrün zurückgreifen. Bevor Du sie aber in die Erde setzt, solltest Du sie zurechtstutzen. Dabei kürzt Du die Triebe um etwa die Hälfte ein. Das regt die Verzweigung an. Machst Du das nicht, treiben sie nur an den Spitzen aus und verästeln nicht. Ich kann Dir also einen Pflanzschnitt nur wärmstens ans Herz legen. Ganz wichtig bei Bodendeckern ist auch der richtige Pflanzabstand: Starkwüchsige Pflanzen kannst Du gerne etwas lockerer in Deinen Beeten platzieren. Vier Pflanzen pro Quadratmeter sind vollkommen ausreichend. Schwachwüchsige Gesellen werden dagegen enger gesetzt, von ihnen brauchst Du auch mehrere. Sie solltest Du in einem Abstand von mindestens 20 bis 30 Zentimetern pflanzen, so kommst Du auf etwa 16 Pflanzen pro Quadratmeter.

 

 

 

UND DANN EINFACH SO AB IN DIE ERDE?

Die beste Pflanzzeit für Bodendecker ist der Herbst. Wie ich oben schon erklärte, haben sie so noch genügend Zeit vorm ersten Frost sich ordentlich an ihr neues Plätzchen zu gewöhnen und zu verwurzeln. Egal, welchen Bodendecker Du setzen willst, sie bevorzugen alle einen eher lockeren Boden. Bevor Du sie in die Erde setzt, sollte der Boden übrigens komplett vom Unkraut befreit sein. Es schadet auch nicht, wenn Du ihn mit einer Hacke oder Kralle noch einmal bearbeitest. So wird er vorher gut durchlüftet. Die Erde sollte humos und durchlässig sein. Einige Pflanzen mögen es gerne kalkhaltig, vor allem die Polsterstauden. Willst Du sie setzen, solltest Du unbedingt der Erde noch etwas Kalk beimischen. Die Pflanzlöcher für Deine Bodendecker sollten so groß sein, dass sie bequem darin Platz finden. Achte darauf, dass ihre Wurzeln nicht gequetscht oder verletzt werden und setze sie bitte nicht tiefer als sie im Container gestanden haben. Gedüngt wird dann erst im Frühjahr. Am liebsten mögen sie übrigens Hornspäne.

 

Chinesischer Bleiwurz - Bodendecker - Franks kleiner Garten
Chinesischer Bleiwurz blüht von August bis Oktober und hat eine wunderbare rote Blattfärbung im Herbst. Er fühlt sich auch im Halbschatten einer Hecke wohl. Foto: ttoleg

 

 

IM HERBST WERDEN DEINE BODENDECKER ZURECHTGESCHNIPPELT

Haben sich Deine Bodendecker erst einmal zu einem dichten Teppich verwachsen, ist das nicht nur schön anzusehen, sondern es erleichtert ungemein die Gartenarbeit. Immerhin musst Du nun längst nicht mehr so viel Unkraut jäten wie zuvor. Da aber Bodendecker wie Storchschnabel oder Gundermann die unangenehme Gewohnheit haben, auch schwächere Stauden in ihrer Nachbarschaft zu verdrängen, musst Du diese Bodendecker hin und wieder zurechtstutzen. Um zur Schere zu greifen, sind die Herbstmonate ein hervorragender Zeitpunkt. In kleineren Beeten hältst Du Deine Bodendecker mit der Handschere in Zaum, bei größeren Flächen kannst Du auch gerne zur Heckenschere greifen – egal, ob es die handbetriebene ist oder die elektrische. Damit Deine Bodendecker auch dort bleiben, wo sie hingehören und nicht in andere Beete wuchern, solltest Du nun auch unbedingt mit einem scharfen Spaten die Ausläufer ausstechen.

 

 

 

WEIL SIE SICH EINFACH VERMEHREN LASSEN, SIND SIE SO GÜNSTIG

Wir Gärtner sind doch froh, wenn wir den einen oder anderen Cent sparen können. Da kommt es uns doch gerade recht, dass sich Deine Bodendecker durch Teilung wunderbar vermehren lassen – oder? Ganz einfach kannst Du so für Deine anderen Beete im Herbst Ableger gewinnen. Beispiel Balkan-Storchenschnabel: Du trennst einfach fingerlange, beblätterte Stücke von den oberirdisch verlaufenden Wurzeln ab, entfernst die alten Blätter und steckst die Stücke senkrecht in Töpfe mit Anzuchterde. Die Töpfchen stellst Du über den restlichen Herbst und den Winter auf eine helle Fensterbank, hin und wieder gießen und im Frühjahr dann die Ableger ins Beet pflanzen. Fertig.

 

Kriechender Günsel - Bodendecker - Franks kleiner Garten
Ein Bodendecker für Ungeduldige: Kriechender Günsel bildet innerhalb kürzester Zeit einen dichten Teppich. Er mag es sonnig und wird von Bienen geliebt. Forto: Susy Baels

 

 

ACHTE DARAUF, DASS SCHNECKEN UM DEINE BODENDECKER EINEN BOGEN MACHEN

Zu guter Letzt noch ein kleiner, aber feiner Einkaufstipp: Der schönste Bodendecker nutzt nix, wenn die Schnecken in Deinem Garten ihn zum Fressen gern haben. Also achte unbedingt beim Einkauf darauf, dass Deine neuen Bodendecker robust genug sind und Nacktschnecken überhaupt nicht erst auf die Idee kommen, sie auf die Speisekarte zu setzen. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Bergenien, Storchschnabel und Frauenmantel gemacht. Alle drei haben bisher die schlimmsten Schneckenplagen in meinem Garten unbeschadet überstanden. Aber Du weißt ja, wie es heißt: Sag niemals nie – also kann es durchaus passieren, dass doch die eine oder andere hungrige Schnecke sich irgendwann einmal auch über diese drei hermacht. Bisher habe ich aber großes Glück mit ihnen gehabt…

 

 

 

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