OBST FÜR DEINE TERRASSE

Große, alte Obstbäume sind in ihrer Würde kaum zu überbieten. Man findet kaum etwas Eindrucksvolleres in einem Garten. Aber so ein alter Obstbaum braucht auch seinen Platz – und den können heutzutage die wenigsten in ihrem Garten bieten. Die Grundstücke werden schließlich immer kleiner, der Bedarf an frischem Obst immer größer. Darum schlagen Fachleute mittlerweile vor: Pflanz doch einfach Mini-Obstbäume oder sogenanntes Säulenobst. Gerade Letzteres lässt sich wunderbar im Kübel ziehen oder auch als Hecke um die Terrasse pflanzen und macht zudem noch eine gute Figur auf Deinem Balkon. Im erwerbsmäßigen Obstanbau gibt es die Mini-Obstbäume ohnehin schon lange, jetzt kommen sie auch bei uns ganz groß in Mode. Das Schönste: Sie benötigen wenig Platz und ihre süßen Früchte sind zum Greifen nah. Das solltest Du über die beliebten Mini-Obstbäume wissen und beachten:

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In der Landwirtschaft wird Säulenobst schon lange eingesetzt. Jetzt kommt es auch für unsere Terrassen und Balkone ganz groß in Mode. Zu Recht! Foto: CatonPhoto/shutter stock

 

 

Du findest die Mini-Obstbäume als kleine Kronen, Säulen oder Spindeln im Handel. Das Geheimnis ihres schwachen Wuchses ist die „Unterlage“. Das heißt, die schwachwachsenden Wurzeln bremsen den Baum im gesamten Wachstum. Und dennoch

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Auch Zitronen kannst Du auf Deiner Terrasse ernten. Foto: Inna Feller/shutterstock

versprechen sie jedes Jahr eine tolle Ernte. Beerenobst wie Stachelbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren können in mittelgroßen Kübeln einen reichhaltigen Ertrag bringen. Selbst Feigen, Mandarinen und Zitronen lassen sich so sogar im hohen Norden anbauen. Allerdings müssen sie die Wintermonate über ins wärmere Gewächshaus umziehen. Inzwischen ist die Auswahl an geeigneten Obstsorten recht groß, hin und wieder wird hochwertiges Säulenobst sogar für wenig Geld im Discounter angeboten.

Bei einigen Mini-Bäumen ist der zwergenhafte Wuchs übrigens ein Resultat  von Züchtung oder spontaner Mutation. Bei ihnen fallen kaum Schnittarbeiten an. Sie tragen oft schon im zweiten Jahr reichlich Früchte. Auf Folgendes solltest Du beim Kauf achten: Es gibt Säulenobstsorten, die von Natur aus schlank und rank in die Höhe wachsen, und solche, die durch Schnittmaßnahmen in Form gebracht werden müssen, das sogenannte selektive Säulenobst. Natürliches Säulenobst, auch genetisches Säulenobst genannt, ist hingegen sehr pflegeleicht – vor allem die Apfelbäume. Nachschneiden musst Du nur dann, wenn einzelne Triebe aus der Säulenform herausragen. Die solltest Du dann direkt am Stamm entfernen. Düngen, regelmäßiges Wässern und Schädlingskontrolle bleiben aber unerlässlich, verursachen jedoch wenig Mühe. Schließlich wächst das Säulenobst nur maximal zwei Meter in die Höhe. Pilzerkrankungen, Hagel und Frost können ihm ohnehin wenig unter einem Dachvorsprung anhaben. Das Tolle: Deine Mini-Obstbäume kannst Du sogar im Winter auf der Terrasse oder dem Balkon stehen lassen. Du musst nur ihre Kübel ordentlich einpacken. Am besten eignet sich dafür eine zwanzig Zentimeter dicke Schicht aus Laub, Stroh, Reisig und einer Noppenfolie.

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Die Birnen auf Deinem Balkon werden ein Hit. Jeder Deiner Gäste wird Dich um Deinen kleinen Obstgarten beneiden. Versprochen. Foto: FooTToo/shutterstock

 

 

Neben Kirsch- und Apfelbäumen sind auch Birne, Pflaume und Zwetschge als Säulenobst im Handel erhältlich. Sie bilden in der Regel mehr Seitentriebe als der Apfelbaum. Ein guter Tipp: Du solltest schon beim Einpflanzen einen möglichst großen Kübel wählen. Dann musst Du das Bäumchen nur alle fünf Jahre umtopfen. Achte aber dennoch darauf, dass Du das Bäumchen regelmäßig mit neuer Erde versorgst und ihm einen organischen Langzeitdünger verabreichst. Damit Dein Säulenobst Dich jedes Jahr mit einem tollen Ertrag verwöhnt, solltest Du pro Baum nicht mehr als 40 Früchte ausreifen lassen. Alles andere würde ihn zu sehr schwächen. Die Säulenbirne und die Säulenkirsche vertragen im Juni einen Rückschnitt, der zu langen Triebe. Kürze sie einfach auf 15 bis 20 Zentimeter ein. Das war es dann auch schon. Mehr ist gar nicht zu tun…

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