HERBSTPUTZ! SO GEHT ER GANZ FIX

Noch scheint die Sonne und die Temperaturen sind mild. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass schon November ist und es wird Zeit: Wir sollten in diesen Tagen unseren Geräteschuppen unbedingt winterfest machen. Es wird höchste Zeit für den Herbstputz! Vorm ersten Schnee, vorm ersten Frost. Darum krempeln wir nun unsere Ärmel hoch, genießen den schönen Herbsttag und legen los.

„Wenn wir jetzt unsere Gartengeräte richtig pflegen, dann haben wir im Frühjahr wieder große Freude an ihnen“, erklärt meine Mutter. „Glaub mir das, ich habe da so meine eigenen Erfahrungen machen müssen. Denn früher war ich auch ein wenig schluderig und habe mich später oft geärgert.“ Mittlerweile kann ich kleinlaut gestehen: Meine Mutter hat Recht. Darum machen wir am besten in diesen fünf Schritten unsere Gartengeräte und den Schuppen fit für den Winter:

1. Alles muss raus

Wir räumen den Schuppen komplett aus. Unglaublich, was wir dabei alles wiederfinden. In nur einem einzigen Gartenjahr können sich ja so viele Dinge ansammeln. Oft haben wir gedacht, dass wir sie noch gebrauchen werden und haben sie deswegen nicht weggeschmissen. Nun wird es Zeit sich von ihnen zu trennen. Übertöpfe werden abgebürstet und auf Sprünge untersucht. Löchrige Säcke, verhedderte Schnüre und kaputte Eimer wandern in den Müll.

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Unglaublich, was sich übers Jahr so alles ansammelt. Jetzt müssen wir aussortieren

 

2. Das Nest Muss weg!

Endlich können wir auch das Wespennest aus unserem Geräteschuppen entfernen. Mittlerweile ist es unbewohnt, keine Wespe kann uns mehr angreifen. Das Nest einfach mit dem Besen von der Decke oder Wand abschlagen und in den Müll fegen. Anders ist es mit den Spinnennestern, die wir finden. Sie sollten bleiben. Spinnen sind schließlich nützliche Tiere, wichtig für das ökologische Gleichgewicht in unserem Garten und stehen unter Naturschutz. Und schaden werden sie uns hier auch nicht.

Wespennester können wir jetzt ohne Gefahr entfernen
Wespennester können wir jetzt ohne Gefahr entfernen

 

3. Die Regale werden abgefegt

Damit die Mäuse nicht drankommen, lagern wir Dünger, Schnellkomposter, Rasensamen etc. künftig möglichst weit oben. Was nicht mehr benutzt werden kann, bringen wir später zur Müllkippe. Achtung: Abgelaufene Pflanzenschutzmittel müssen wir unbedingt an der Schadstoffsammelstelle abgeben. Immerhin sind sie reinster Giftmüll! Sind die Regale fertig, kommt der Boden dran. Auch ihn fegen wir. Es hat sich doch ganz schön viel Dreck angesammelt – oder?

Weg mit dem Dreck. Egal, ob auf dem Boden oder dem Regal
Weg mit dem Dreck. Egal, ob auf dem Boden oder dem Regal

 

4. Ab an die Geräte

Spaten, Forken und Harken werden nun ordentlich abgebürstet. Auch die letzte Gartenerde muss runter. Dann sprühen wir die Geräte zur Vorsicht mit einem Öl aus dem Baumarkt ein. Das schützt sie vor Rost und sie bleiben fast wie neu. Auch unsere Hecken-, Buchsbaum- und Rosenscheren sollten wir unbedingt reinigen, vielleicht sogar desinfizieren. Die Pflanzenrückstände müssen jedenfalls alle runter. Sonst könnten sich Schädlinge auf den Scheren vermehren. Schließlich sprühen wir auch diese Geräte mit dem Öl ein und räumen sie ordentlich ins saubere Regal.

erst werden die Klingen mit einer Bürste ordentlich geschrubbt...
Erst werden die Klingen mit einer Bürste ordentlich geschrubbt…

 

5. Es wird geputzt und eingeölt.

Der Benzin-Rasenmäher benötigt jetzt Pflege, um gut durch den Winter zu kommen. Er wird gründlich gereinigt. Damit der Vergaser während der Wintermonate nicht verharzt, lassen wir den Rasenmäher laufen, bis er wegen Treibstoffmangels ausgeht. Vielleicht sollten wir sogar seine Messer schleifen lassen. Auch der Häcksler muss gereinigt werden. Restlaub und kleine Zweige entfernen. Am besten mit einer Handbürste von unten die Klingen putzen. Gleiches gilt für den Kantenschneider. Die Klingen des Vertikutierers sollten wir nach der Reinigung noch mit Öl einsprühen. Dann verstauen wir alles wieder ordentlich im Geräteschuppen.

... dann sprühen wir sie mit Öl ein. das schützt sie über den Winter vorm Rost
… dann sprühen wir sie mit Öl ein. das schützt sie über den Winter vorm Rost

 

Nun haben wir aber auch genug geputzt, sortiert und eingeräumt. Die Sonne verschwindet schon langsam hinter den Nachbarhäusern. Es dämmert sachte. Und wir können mit einem guten Gefühl noch eine Tasse Tee auf der Terrasse trinken und die Stille um uns genießen. Unser Blick wandert noch einmal durch den Garten. Ist jetzt auch wirklich alles getan? Kann der Winter nun kommen?

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