DIE 10 BELIEBTESTEN BALKONPFLANZEN

Jetzt wird es wieder bunt auf Deinem Balkon: Töpfe, Ampeln und Kästen warten nur noch darauf, in diesen Tagen von Dir mit wunderbaren Zierpflanzen bestückt zu werden. Und auch in diesem Jahr sind es Klassiker wie Petunie, Fuchsie, Geranie oder Kapuzinerkresse, die im Gartencenter das Rennen um die Gunst der Balkon- und Fensterbank-Gärtner machen. Kein Wunder, denn die Züchter erfinden jedes Jahr aufs Neue phantastische Looks für unsere beliebtesten Zierpflanzen.

Aber auch das Bedürfnis nach Pflegeleichtigkeit und Krankheitsresistenz wird zunehmend Rechnung getragen. Petunien halten jetzt so manchen Regenguss aus und Geranien zeigen auch an schattigen Plätzen eine tolle Blüte. Pelargonien überraschen ihren Besitzer nun mit neuen, tollen Farben und einem betörenden Duft. Kapuzinerkresse und Schwarzäugige Susanne lassen sich, Dank ihres raschen Wuchses und üppigen Laubes, auch gerne als Sichtschutz verwenden. Die Grenze zwischen Nutz- und Zierpflanze verwischt auf Deinem Balkon immer mehr.

Foto: Dmitry Eagle Orlov/shutterstock
Was für eine Freude: Endlich hat die Freiluftsaison begonnen. Jetzt werden Fensterbänke und Balkone wieder mit den tollsten Zierpflanzen verschönert. Foto: Dmitry Eagle Orlov/shutterstock

 

 

Aber was gut und gesund aussehen soll, muss sich auch wohl fühlen. Darum solltest Du vor dem Kauf unbedingt beachten, wie viel Sonne Dein Balkon täglich abbekommt. Ohnehin wählst Du am besten Zierpflanzen, die zu Deinem Lebensstil passen. Denn wer mit beiden Beinen im Job steht, kann mittags nicht einfach nach Hause kommen, um durstige Zierpflanzen zu gießen. Auf Vorrat wässern bringt nichts, denn die meisten Zierpflanzen vertragen keine Staunässe. Aber Du kannst natürlich Pflanzbehälter kaufen, die über einen Wasserspeicher verfügen. Das macht’s dann etwas einfacher. Welche Zierpflanze zu wem und wohin passt erfährst Du hier. Das sind die zehn beliebtesten Zierpflanzen:

Platz 1: Die Geranie (Pelargonium)

Geranien haben bestimmt auch den Balkon oder die Fensterbank Deiner Oma verschönert. Aus der Mode gekommen ist dieser Klassiker nie – im Gegenteil: Diese Zierpflanze ist seit Generationen außerordentlich beliebt, auch, weil sie in Form, Farbe und Robustheit von den Züchtern immer wieder neu erfunden wird. So stehen in diesem Jahr Geranien hoch im Kurs, die nach Zitrone oder Minze duften. Gerne gepflanzt werden auch zweifarbige Schmetterlingsgeranien oder Zonalpelargonien mit gemustertem Laub. Das musst Du beachten: Die Geranie bevorzugt einen sonnigen Standort mit etwas Regenschutz. Du solltest sie regelmäßig gießen und längere Trockenphasen vermeiden. Staunässe mag sie überhaupt nicht. Sie kann zu Grauschimmel und Welke führen. Bereits bei der Pflanzung kannst Du ihr etwas Langzeitdünger verabreichen, später düngst Du sie dann wöchentlich. Das Beste ist, Du benutzt einen speziellen Geraniendünger, denn er enthält viel Kalium. Das sichert eine üppige Blüte.

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Klassiker: Sie lassen sich gut mit anderen Zierpflanzen kombinieren und  zurückgeschnitten können Deine Geranien wunderbar überwintern.  Foto: Annalisa-Bombarda/shutterstock

 

 

Platz 2: Die Fuchsie (FUCHSIa-Hybriden)

Du hast die Fuchsie bestimmt schon als Hochstamm, Spalier, Busch oder Ampel bewundert. Das ist auch kein Wunder, denn ihre Blüten sind zauberhafte Farbkleckse in absonnigen Lagen. Allein in Deutschland gibt es zwei Fuchsien-Gesellschaften, die sich der mittelamerikanischen Bergbewohnerin widmen. Bei vielen Fans werden winterharte Fuchsien immer beliebter, denn sie lassen sich sogar ins Beet auspflanzen. Möchtest Du Deinen Balkon mit einer Fuchsie verschönern, dann bedenke, dass diese Zierpflanze keine heiße Mittagssonne verträgt. Dafür kommt sie überraschend gut mit Wind und Regen zurecht. Verblühtest solltest Du regelmäßig entfernen, nur so stimulierst Du die neue Knospenbildung. Bitte regelmäßig düngen. Vermeide Staunässe und gieße Deine Fuchsie regelmäßig, ansonsten droht dieser wunderbaren Zierpflanze die Gefahr einer Pilzerkrankung.

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Soll Deine Fuchsie überwintern, stelle am Besten Ende August die Düngung ein. Später die Blätter abstreifen und im Frühjahr zurückschneiden. Foto: Isuaneye/shutterstock

 

 

Platz 3: Die Petunie (PETUNIa)

Die Petunie ist ein richtiges Sommerkind. Diese Zierpflanze liebt die Sonne über alles. Von ihr gewärmt bildet diese Einjährige Blüte um Blüte. Je nach Sorte wächst sie aufrecht oder hängend, macht Dir aber auf alle Fälle in stets neuen, mehrfarbigen Variationen immer wieder Freude. Das Beste: Durch die Aussaat selbst gewonnener Samen kannst Du Deine Petunien selber ziehen. Da diese Zierpflanze die Zeit in der Sonne verbringt, benötigt sie viel Flüssigkeit. Überschüssiges Wasser sollte aber gut ablaufen können. Am besten wächst sie in humoser Erde mit einem beigemischten Langzeitdünger. Auch ins Gießwasser solltest Du wöchentlich einen Dünger mischen. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte sorgt für einen buschigen Wuchs.

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Die von Mehltau befallene Triebe Deiner Petunie solltest Du möglichst rasch entfernen und Blattläuse schon in der Anfangsphase durch Abstreifen bekämpfen. Foto: photoiconix/shutterstock

 

 

Platz 4: Das Elfensporn (Diascia)

Diese Südamerikanerin überrascht uns immer wieder aufs Neue. Mit ihren weißen, pinken, orangen oder roten Blüten erobert diese Zierpflanze seit etwas mehr als 20 Jahren schon die Herzen europäischer Balkon-Gärtner. Deines auch? Besonders gut kommt sie übrigens aufgrund ihres hängendes Wuchses in einer Ampel zur Geltung. Ihren Wurzelballen solltest Du ständig feucht halten, dabei aber Staunässe vermeiden. Verblühtest müsstest Du regelmäßig ausputzen, von Grauschimmel befallene Teile großzügig abschneiden. Hin und wieder solltest Du das Elfensporn auf Schnecken und Blattläuse überprüfen.

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Das Elfensporn kann überwintern. Lohnender ist aber ein Kauf neuer Pflanzen im Frühjahr oder selbst gewonnene Samen auszusäen. Foto: haraldmuc/shutterstock

 

Platz 5: Die Sonnenblume (Helianthus)

Eine Sonnenblume ist wohl der günstigste Balkonschmuck. Neben den bekannten Riesen, werden mittlerweile auch zwergwüchsige Sonnenblumen angeboten. Mit ihren 70 Zentimetern sind sie wunderbar für Deinen Balkon-Kasten geeignet. Sie benötigt nur ein sonniges Plätzchen und einen nährstoffreichen Boden, um wachsen zu können. Falls es auf Deinem Balkon etwas windiger sein sollte, binde die Zierpflanze bitte an Stäbe im Blumenkasten – so bekommt sie genügend Halt und knickt nicht ab. Die Aussaat ist übrigens ganz einfach: Den Samen zwei Zentimeter in die Erde stecken, auf einen der Wachshöhe entsprechenden Abstand achten, gießen und schließlich abwarten. Im Sommer musst Du diese durstige Zierpflanze täglich wässern, je nach Temperatur sogar mehrmals.

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Sie stammt aus Nordamerika: Die Sonnenblume erobert die Balkon-Kästen. Achtung! Jungpflanzen werden oft von Blattläusen befallen. Foto: hengzaishuru/shutterstock

 

 

Platz 6: Die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)

Es gibt sie mit weißen Blütenblättern, aber auch mit zitronengelben oder braun-orangenen. So unterschiedlich die Farbe sein mag, eines haben alle gemeinsam: Sie bevorzugen ein windstilles Eckchen auf Deinem Balkon. Die Schwarzäugige Susanne mag lockeren, humusreichen Boden und möchte reichlich gegossen und gedüngt werden. Allerdings musst Du aufpassen, denn auch diese Zierpflanze ist hochempfindlich gegen Staunässe. Du kannst Dir Deine Schwarzäugige Susanne ganz leicht über ausgestreuten Samen ziehen. Du säst im Mai aus und schon Ende Mai können Deine kräftigen Jungpflanzen raus auf den Balkon. Du wirst nicht nur von den zauberhaften Blüten dieser Zierpflanze begeistert sein, sondern auch von ihrem schnellen Wuchs, der sie als Sichtschutz ja auch so beliebt macht. Ab Mai wird sie rasch Dein Rankgitter hinaufklettern und Dich vor ungebetenen Blicken schützen.

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Die Schwarzäugige Susanne bildet fix neue Blüten, wenn Du sie regelmäßig ausputzt. Gegen einen Befall mit Schildläusen helfen Leimtafeln. Foto: SusanneLost-Mountain-Studio/shutterstock

 

 

Platz 7: Die Bougainville (Bougainvillea-Hybriden)

Diese Zierpflanze weckt die Sehnsucht nach unbeschwerten Tagen am Mittelmeer: Die Bougainville ist der Inbegriff mediterraner Lebensfreude. Sie erobert mühelos Spaliere, Pyramiden und unsere Hauswände. Selbst Hochstämmige lassen sich aus Langtrieben ziehen. Ideal ist für sie eine nach Süden ausgerichtete, wind- und regengeschützte Hauswand. Denn dieser Zierpflanze kann es nicht heiß genug sein. Die mit Dornen bestückten Triebe sind zwar schwer hochzubinden, aber die Mühe lohnt sich. Die Bougainville braucht viel Wasser und verträgt einen kräftigen Rückschnitt. Letzteres fördert die Blütenbildung. Hin und wieder wird die Zierpflanze von Blattläusen befallen.

Foto: Kannat/shutterstock
Manche mögen es heiß: Die Bougainville ist die schönste Botschafterin des Südens. Sie ist auch bekannt als Wunder- oder Drillingsblume. Foto: Kannat/shutterstock

 

 

Platz 8: Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Ihr scheint es fast egal zu sein, wo sie rankend und kriechen sich niederlassen darf. Die Kapuzinerkresse kommt sowohl mit einem sonnigen Platz, wie auch mit einer schattigen Ecke problemlos zurecht. Nur zu heiß sollte es nicht sein. Sie benötigt viel Wasser, aber wenig Nährstoffe. Bist Du vor allem mit letzterem zu spendabel, schießt sie zu sehr ins Kraut und die Blütenbildung wird miserabel sein. Wird sie Dir zu wuchtig, kannst Du die Triebe dieser Pflanze mühelos kürzen. Achtung: Blattläuse lieben dieses Pflänzchen. Die Kapuzinerkresse ist eine Grenzgängerin: Sie macht sich als Zierpflanze auf Deinem Balkon hervorragend, ist aber auch als Nutzpflanze sehr beliebt. Immerhin kannst Du ihre Blätter essen und mit ihren Blüten Deine Salate verzieren. Die Früchte eignen sich sehr gut als Kapern-Ersatz.

Foto: Julie-Vader/shutterstock
Die Kapuzinerkresse ist dekorativ und nahrhaft zugleich. Zudem hält sie die Blattläuse von Deinen anderen Pflanzen fern. Deswegen ist sie bei Gärtnern so beliebt. Foto: Julie-Vader/shutterstock
Platz 9: Das Wandelröschen (Lantana Camara)

Das Wandelröschen zieht Schmetterlinge magisch an und je sonniger sie steht, desto üppiger wächst sie auch. Du setzt sie am besten in ein lockeres Substrat. So wirst Du Staunässe auf alle Fälle vermeiden, denn die verträgt diese Zierpflanze nicht. Vor dem Austrieb im Frühjahr benötigt das Wandelröschen einen  kräftigen Rückschnitt. Vor allem bei heißem Wetter, aber mindestens einmal die Woche musst Du diese Zierpflanze gießen. Die Düngung kannst Du nach dem Abschluss der Blattbildung langsam auf zwei Mal die Woche steigern, im September reduzierst Du sie aber wieder. Im Winter stellst Du das Düngen dann ganz ein. Vorsicht: Das Wandelröschen ist an allen Teilen giftig. Daher solltest Du beim Pflegen dieser Zierpflanze Handschuhe tragen.

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An frostigen Tagen fühlt sich Dein Wandelröschen am wohlsten in einem hellen, trockenen und mindestens 10 Grad warmen Winterquartier.  Foto: MeePoohyaPhoto/shutter stock

 

 

Platz 10: Die Kosmee (Cosmos bipinnatus)

Die Kosmee macht sich überall gut – egal, ob Beet, Kübel, Balkonkasten oder Blumenvase. Mit ihren bis zu acht Zentimeter breiten Blüten in den wunderbarsten Rosa-, Violett- und Weißtönen bezaubert sie jeden Pflanzenliebhaber. Möchtest Du von Deiner Kosmee etwas für die Vase abschneiden, machst Du das am besten früh am Morgen und bei Trockenheit, dann halten ihre Blüten am längsten. Leider haben vor allem Schnecken diese Zierpflanze zum Fressen gern. Da hilft nur fleißiges Absammeln. Diese Zierpflanze muss nicht übermäßig gedüngt werden (nur beim Pflanzen im Blumenkasten oder Kübel solltest Du etwas Langzeitdünger platzieren). Wichtig ist nur, dass sie viel Sonne bekommt, windgeschützt steht und der Boden durchlässig ist. Natürlich musst Du sie regelmäßig gießen.

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Die Kosmee vermehrt sich durch Selbstaussaht. Das sorgt im Garten oft für Überraschungen und macht die die Nachzucht auf dem Balkon um so einfacher. Foto: CTatiana/shutterstock

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