10 GEHEIMNISSE AUS OMAS GARTEN

Oma kannte sie alle – die besten Tipps, Tricks und Kniffe, die die Gartenarbeit leichter machten. Ihr Erfahrungsschatz war reich und hat sich bewährt. Erinnerst Du Dich? Oma hatte uns verraten, wie sie mit einfachsten Mitteln lästigen Schnecken den Garaus machte, wie sie mit sanften Mitteln ihre Blumen pflegte und reichlich Obst, Gemüse und Kräuter erntete, ohne den Einsatz von chemischen Helfern. Ihre zehn besten Gartengeheimnisse erfährst Du hier.

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Unglaublich, wozu Brennnesseln alles gut sind. Sie sind ein toller Dünger, verraten etwas über den Nährstoffgehalt des Bodens und vertreiben Schädlinge. Foto: Renata Mrowinska/shutterstock
Überraschung! BrennnesselN sind wichtig im garten

Man hält die Brennnesseln schnell für lästiges Unkraut, rupft sie raus und schmeißt sie weg. Aber das ist falsch! Brennnesseln sind eine wirklich wertvolle Hilfe im Garten! So solltest Du unbedingt einige Brennnesseln  stehen lassen – vielleicht dort, wo Du sie nicht siehst und sie niemanden stören. Das ist wichtig, da Brennnesseln Schmetterlingsraupen wertvolle Nahrung bieten. Und die, die Du rausrupfst, kannst Du zum Beispiel etwas zerkleinert in ein Pflanzloch legen, dann deckst Du sie mit etwas Erde ab und setzt die neue, junge Pflanze darauf. Das macht Sinn, denn Brennnesseln sind auch ein wunderbarer Dünger. Sie geben Nährstoffe an den Boden ab und erzeugen Wärme. Hast Du aber ein Problem mit Blattläusen und Pilzen im Garten, dann solltest Du eine Brennnesseljauche ansetzen. Oma hat immer 1 kg frisch und grob geschnittene Brennnesseln in 10 Liter Wasser gelegt. Dann stellte sie die Flüssigkeit an einen warmen und sonnigen Platz. Dort ließ sie die Jauche 2 bis 3 Wochen gären, nur hin und wieder rührte sie die Brühe um. Anschließend wurde die dunkle Jauche noch gesiebt, im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt und so auf die befallenen Pflanzen gesprüht.

Wozu Oller Kaffeesatz und alte Teeblätter gut sind

Vieles schmeißt man heute einfach ohne nachzudenken auf den Hausmüll. Dabei kann einiges davon doch sinnvoll im Garten verwertet werden. Zerkleinerte Bananenschalen sind zum Beispiel ein wunderbarer Dünger für Deine Tomaten oder schmeiß den ollen Kaffeesatz und die gebrauchten Teeblätter auf den Kompost. Sie sind ein wertvoller Zusatz. Du kannst sie aber auch als Mulch für Deinen Rhododendron benutzen. Das Tolle: Kaffee und Tee schmecken auch den Würmern, die Deinen Boden auflockern.

Foto: Kovaliova Tatsiana/shutterstock
Hühner schenken uns täglich frische Eier und hervorragenden Mist. Auch Eierschale ist ein wunderbarer Dünger – ab damit auf den Kompost. Foto: Kovaliova Tatsiana/shutterstock
Auch die Hühner leisten ihren beitrag

Sie schenken uns jeden Tag frische Frühstückseier und ihr Mist ist ein wunderbarer Dünger für Deinen Garten. Solltest Du Hühnermist zum Düngen verwenden wollen, musst Du allerdings einige Regeln beachten. Du darfst nur abgelagerten Mist verwenden, denn der frische Mist ist zu „scharf“ für Deine Pflanzen und muss erst von Mikroorganismen entsprechend bearbeitet werden. Gerade Hühnermist ist reich an Mineralien und darf deswegen nur in kleinen Mengen ins Beet gegeben werden. Solltest Du keine eigenen Hühner haben, die Mist produzieren, kannst Du entsprechenden Dünger in der Gärtnerei erwerben. Übrigens: Oma hat ihre Hühner vom Nutzgarten immer fern gehalten, indem sie dort weißen Pfeffer verstreut hat. Den mögen die Viecher nicht.

Salz hilft gegen Mehltau

Es passiert ganz schnell: Deine Pflanzen werden von Mehltau befallen. Sicher, Du findest im Gartencenter viele chemische Mittel dagegen – aber die kannte Oma nicht. Sie hat es mit Salz probiert und oft genug hat es geholfen. Sie hat 100 g Salz in 5 Liter Wasser aufgelöst und dann damit ihre Pflanzen gegossen. Sollte der Befall im Garten größer sein, hat Oma 1 Kg Kochsalz in 100 Liter Wasser aufgelöst und damit den ganze Garten besprengt.

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Man glaubt es kaum: Basilikum sieht schick aus, schmeckt herrlich zu Tomate und Mozzarella und schützt außerdem Deinen Nutzgarten vor gefährlichem Mehltau. Foto: Stephanie Frey/shutterstock
darauf hat sie bei ihren Beeten immer geachtet

Oma hat ihre Beete immer von Norden nach Süden angelegt. Ihr war das vor allem bei den kleinen Setzlingen sehr wichtig. „So werden sie nicht von den heftigen Ost-West-Winden fortgenommen“, erklärte sie. Oma hat auch immer in der Nähe ihres Fenchels und den Gurken Basilikum gezogen. Er fördert deren Wachstum und schützt sie vor Mehltau. Basilikum lässt sich übrigens erst ab Mitte Mai aussäen, da er viel Wärme braucht.

Omas Kampf gegen das Unkraut

Ihre Gartenwege waren immer picobello. Unkraut hatte keine Chance. Darauf hat sie sehr geachtet. Wie sie das gemacht hat, ohne sich groß bücken zu müssen oder auf den Knien den Weg Pflanze für Pflanze zu reinigen? Sie hat ganz einfach das heiße Kartoffelwasser genommen und dort verschüttet. Manchmal auch heißes Salzwasser, das zudem noch gegen Ameisen half.

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Im Sommer nerven Wespen ungemein. Oft beenden sie zu schnell ein gemütliches Beisammensein auf der Terrasse. Aber es gibt ein einfaches Mittel, sie zu vertreiben. Foto: shutterstock
Was tun gegen Wespen?

Kuchen und die Wespen wollen einen einfach nicht in Ruhe lassen. Immer wieder fliegen sie auf den Tisch, den Teller oder den Kuchen. Du musst höllisch aufpassen, um nicht gestochen zu werden. Oma wusste sich in so einem Fall ganz einfach zu helfen. Sie hat etwas Kaffeepulver auf eine Untertasse oder einen Aschenbecher gestreut und das Zeug dann auf der Terrasse angezündet – und schon haben die Wespen das Weite gesucht.

Nicht alles gleich wegschmeißen

Oma hatte eine Weltwirtschaftskrise und zwei Kriege erlebt. Sie hatte alles verloren und musste mit ihrer Familie immer wieder ganz von vorne beginnen. Kein Wunder, dass sie so sparsam war. So hat sie zum Beispiel nie ihre alten Gardinen weggeschmissen. Nein, sie hat damit ihre Saatbeete oder die Kirschbäume abgedeckt, um sie gegen Vogelfraß zu schützen. Auch ihre ollen Nylonstrümpfe hat sie nicht gleich auf den Müll geworfen. Sie hat damit einfach die jungen Bäume an den Baumpfahl gebunden. „Wir sind eben sparsam“, erklärte sie uns Kindern immer und fügte voller Erfahrung hinzu: „Und außerdem ist das ist viel schonender als so ein Tau.“

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Sie sind Glücksbringer und richtige Gartenpolizisten: Marienkäfer vertreiben schädliche Insekten aus Deinem Garten. Foto: shutterstock
Immer auf die Gartenpolizei achten

Sie beschützen unseren Garten vor gemeinen Räubern und sind dabei auch noch nett anzuschauen: Der Marienkäfer ist einer unserer wichtigsten Gartenpolizisten, denn er hat einen immensen Appetit auf Blattläuse.Und damit er auch genügend zu fressen findet, sollten wir weitestgehend auf die chemische Keule im Kampf gegen schädliche Insekten verzichten. Oma erklärte uns Kindern: „Der Name Marienkäfer wird übrigens von der Jungfrau Maria abgeleitet. In ihrem Auftrag nämlich, sollen die Krabbler handeln. Sie schützen auch vor bösen Hexen und Unheil“. Ihre aktivste Zeit haben Marienkäfer übrigens im warmen Sommer. Im Herbst suchen sie dann nach geeigneten Winterquartieren. Als Unterschlupf dienen unseren Gartenpolizisten Laubhaufen und modrige Baumstümpfe oder Spalten in Mauern.

Das garantiert eine bessere Ernte

Mit ihrem kleinen Acker hat Oma die Familie ernährt. Er wurde gepflegt und gehegt. Das kleine Stück Land war ihr Heiligtum. „Wir hatten ja nicht viel“, sagte sie immer. Worauf achtete sie bei der Bewirtschaftung des Ackers besonders? Oma verriet: „Es gab da einige Dinge, die wirklich wichtig waren, damit genug auf den Tisch kam. So bringen Stangenbohnen doppelt so viele Erträge wie Buschbohnen. Ich habe auch immer nur die kleinsten Zwiebeln zum Stecken ausgewählt. Die großen schossen ins Kraut. Blumenkohl, Wirsing und Rotkohl bleiben von Raupen verschont, wenn Du Tomatenpflanzen dazwischen setzt. Ihr Geruch vertreibt die Schmetterlinge vom Acker. Und damit Erbsen nicht vom Mehltau befallen werden, pflanzt man sie am besten bei feuchtem Wetter.“

 

 

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