Tulpen - Buchs - Franks kleiner Garten

DIE GRUNDREGELN: SO SCHAFFST DU ES IN 10 SCHRITTEN ZUM TRAUMGARTEN

Jetzt beginnt die Zeit, in der Du wieder aufregende Pläne schmieden kannst. Denn, da der Winter bei uns angekommen ist, passiert im Garten nun ohnehin nicht mehr viel. Also schnapp Dir Papier und Stift und mach Dir Gedanken über Deinen Garten. Gibt es etwas zu verbessern? Muss er vielleicht ergänzt werden oder legst Du zum ersten Mal einen Garten an? Hast Du vielleicht sogar ein Garten-Tagebuch geführt und möchtest jetzt Deine Ideen verwirklichen? Dann solltest Du die Wintertage nutzen, um dann mit einem fertigen Plan im Frühjahr so richtig loslegen zu können. Es ist gar nicht so schwer. Das schaffst Du auch: In 10 Schritten legst Du Dir Deinen Traumgarten an. Es gibt nur einige Grundregeln, die Du beachten solltest. Welche das sind, habe ich Dir hier fix notiert.

 

Traumgarten – Hortensien -- Sonnenhut - Franks kleiner Garten
EIN TRAUMGARTEN ENTSTEHT NICHT EINFACH SO VON HEUTE AUF MORGEN. DER MUSS GEPLANT UND VORBEREITET WERDEN. DAFÜR MUSST DU AUCH KLAR WISSEN, WAS DU WILLST UND WAS ÜBERHAUPT AUF DEINEM GRUNDSTÜCK MÖGLICH IST. FOTO: PAUL WISHART

 

 

LASS DICH ZU DEINEM TRAUMGARTEN INSPIRIEREN

Soll es ein Gemüsegarten werden? Ein Kräutergarten? Ein Blumenbeet? Magst Du es eher streng oder doch lieber opulent? Um herauszufinden, was Du genau willst und wie Dein Garten letzten Endes aussehen soll, musst Du recherchieren. Blättre durch Gartenzeitschriften, surfe durch das Internet, stöbre durch Gartenbücher. Spätestens wenn Du Dich schließlich dazu entscheidest, Stauden, Sträucher oder Bäume anzupflanzen, solltest Du wissen, was Du genau willst. Sollen es Einjährige oder Mehrjährige sein, Zier- oder Nutzgehölze, Gemüse oder doch lieber Kräuter. Letztendlich kannst Du auch alles miteinander mischen. Wie Dein Garten schließlich aussehen soll, bleibt ganz Dir und Deinem Geschmack überlassen – immerhin ist es Dein Garten. Ein kleiner Tipp: Fange mit einem kleinen Teil Deines Gartens an, dann kannst Du Dich um so mehr über Deine Erfolge freuen.

SUCHE DAS RICHTIGE PLÄTZCHEN AUS

Fast jedes Gemüse und die meisten Stauden benötigen mindestens sechs Stunden Sonne am Tag. Darum solltest Du Dir das Plätzchen, das Du bepflanzen möchtest, ganz genau anschauen. Beobachte vor allem, wie die Sonne darüber hinweg wandert. Bekommt dieser Flecken in Deinem Garten mehr Licht oder weniger? Liegt er in der prallen Sonne oder im Halbschatten. Sollte das Plätzchen  weitestgehend sonnenlos sein, musst Du nicht verzweifeln. Es gibt wunderschöne Pflanzen, die sich auch im Schatten wohlfühlen – die Natur hat eben an alles gedacht. Bist Du Dir bei der Pflanzenauswahl unsicher, kannst Du in der Gärtnerei oder im Garten-Center bestimmt die Fachkräfte um Hilfe bitten. Sie werden Dich gerne beraten.

 

Traumgarten - Pflanzen - Franks kleiner Garten
Sicherlich wirst Du für das eine oder andere Beet auch Platz schaffen müssen. Vielleicht muss ein Baum gefällt oder ein Rasen abgetragen werden. Auf alle Fälle wirst Du den Boden verbessern müssen. Foto: Africa Studio

 

 

WEG MIT DEM RASEN

Dort, wo Du die neuen Pflanzen setzen willst, musst Du erst einmal den Rasen beseitigen. Natürlich kannst Du den Rasen mit dem Spaten ausbuddeln. Einfacher ist es aber, wenn Du ihn mit einer alten Tageszeitung erstickst. Fünf oder sechs Seiten übereinander reichen schon. Darauf schüttest Du noch eine ordentliche Schicht Kompost oder eine Mischung aus Blumenerde und Mutterboden. Jetzt heißt es abwarten. Nach etwa vier Monaten sollten der Kompost und das Papier verrottet sein. Sollte der Platz für die neuen Beete aber zu doll von Unkraut überwuchert sein, bleibt Dir nichts anderes übrig, als den Spaten zur Hand zu nehmen und zu buddeln.

DER BODEN IM TRAUMGARTEN MUSS VERBESSERT WERDEN

Legst Du ein Beet oder einen Garten neu an oder willst ein bereits etabliertes Beet umgestalten oder ergänzen, musst Du Dich um den Boden kümmern. Er muss auf alle Fälle verbessert werden. Am einfachsten ist das mit Kompost. Den mischst Du mit der Erde. Falls Du nicht umgraben möchtest, verteile den Kompost gleichmäßig und lass ihn liegen. Es dauert dann zwar ein bisschen, aber er wird seinen Weg in den Boden schon finden. Um mehr über Deinen Boden zu erfahren, solltest Du einen entsprechenden Test machen. So erfährst Du fix, woran es ihm mangelt. Diese Tests bekommt Du für wenig Geld im Garten-Center.

 

Traumgarten - Pflanzenkauf - Franks kleiner Garten
Welche pflanzen Du in Deinem garten setzen kannst, hängt ganz von der Bodenbeschaffenheit und den Lichtverhältnissen ab. Bist Du Dir nicht ganz sicher, lass Dich in der Gärtnerei beraten. Foto: Shebeko

 

 

UMGRABEN ODER LIEBER NICHT – DAS IST HIER DIE FRAGE

Auch, wenn man es nicht sieht – im Boden ist ganz schön was los. Milliarden von Bakterien, Pilzen und Mikroben leben dort und ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen. So produzieren sie den wertvollen Humus. Kommt der Spaten und der Boden wird umgegraben, ist Schluss damit. Für lange Zeit. Kein Wunder also, dass immer wieder diskutiert wird, ob man den Boden nun umgraben sollte oder nicht. Meine Meinung: Umgraben kann durchaus sinnvoll sein – aber nur zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. So solltest Du zum Beispiel nicht zwischen Deinen Rosen oder Stauden den Spaten ansetzen. Das würde die Wurzeln schädigen und sie könnten teilweise erfrieren. In diesen Beeten reicht es völlig, wenn Du die Erde mit einer Kralle oberflächlich auflockerst. Umgraben bietet sich jetzt vor allem bei schweren Böden an, die zu Staunässe neigen. Lass die Schollen aber möglichst unzerkleinert liegen. Auch Dein abgeerntetes Gemüsebeet oder ein brachliegendes Staudenbeet, das mit Unkraut zugewuchert ist, solltest Du umgraben. Die Mikroorganismen werden sich wieder erholen und neu sortieren. Achte aber darauf, dass Du dabei nie tiefer als 20 Zentimeter vorstößt.

SUCH DIE RICHTIGEN PFLANZEN FÜR DEINEN TRAUMGARTEN AUS

Manche von uns studieren Kataloge und Gartenbücher, andere lassen sich im Garten-Center beraten oder finden hier, auf www.frankskleinergarten.de, Anregungen für die Bepflanzung ihres Traumgartens. Egal wo und wie – Du musst bei der Auswahl Deiner Pflanzen aufs Klima, die Bodenbeschaffenheit und das Sonnenlicht achten. Das ist ganz wichtig! Schließlich solltest Du keine Sonnenanbeter in den Schatten setzen und umgekehrt. Auch werden sich Exoten, die nur wärmere Gefilde kennen, kaum in den norddeutschen Tiefen wohlfühlen.

 

Traumgarten - Gießkanne - Franks kleiner Garten
DENK IMMER DARAN, DEINE NEUEN PFLANZEN REGELMÄSSIG ZU GIESSEN – SONST WIRD DAS NIX MIT DEM TRAUMGARTEN. VOR ALLEM IN DER ZEIT NACH DER PFLANZUNG BRAUCHEN SIE VIEL WASSER. SONST WACHSEN SIE NICHT RICHTIG AN UND VERKÜMMERN. FOTO: DRAGANA GORDIC

 

 

SO MANCHES GEWÄCHS KANN AUCH DIREKT INS BEET GESÄT WERDEN

Einige Pflanzen wie Stiefmütterchen oder Grünkohl vertragen Kälte. Sie kannst Du durchaus auch im späten Herbst noch pflanzen. Tomaten und die meisten Einjährigen  hingegen sind ziemlich kälteempfindlich. Sie solltest Du erst setzen, wenn die Frostgefahr in Deiner Region vorüber ist. Frühlingsende und Herbstmitte sind die beste Zeit, um mehrjährige Stauden zu setzen. Einige Pflanzen kannst Du wunderbar ins Beet aussäen. Sonnenblumen zum Beispiel oder Wicken. Bequemer geht’s kaum. Du solltest nur vorher die Informationen auf dem Paket ordentlich lesen. So erfährst Du, welchen Pflanzabstand Du einhalten musst, wie tief die Samen gesetzt werden sollten und wie viel Sonnenlicht Deine neuen Mitbewohner benötigen. Falls Du nicht ganz so abenteuerlustig bist, kannst Du die Pflanzen auch wunderbar auf der Fensterbank vorziehen. Entsprechende Gewächshäuschen und Erde bekommst Du in fast jedem Garten-Center. Ebenfalls sehr bequem für Ungeduldige: Kauf doch Jungpflanzen zu Beginn der Saison und setze sie in den Boden. So hast Du auch ganz fix ein Bild von Deinem Traumgarten vor Augen.

DIE PFLANZEN IMMER SCHÖN GIESSEN

Die Sämlinge in den Beeten sollten niemals austrocknen. Also wirst Du sie am besten täglich gießen, solange sie klein sind. Auch Deine neuen Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Ebenfalls am besten täglich. Schließlich sollen sie sich doch an ihrem neuen Plätzchen wohlfühlen und so richtig einwurzeln. Danach hängt die Wassermenge vom Klima und der Bodenbeschaffenheit ab. Pflanzen betteln regelrecht um Wasser, wenn sie an heißen Tagen die Blätter hängen lassen. Das Wasser sollte langsamen und tief in die Erde einsickern können, anstatt auf die Straße zu laufen. Und damit möglichst wenig  verdunstet, solltest Du immer morgens Deine neuen Pflanzen gießen.

 

Tulpen - Frühling - Franks kleiner Garten
Du brauchst nicht unbedingt einen grünen Daumen, aber auf alle Fälle ganz viel Geduld. Denn Du musst wissen: Ein Garten ist niemals fertig. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

DAMIT DAS UNKRAUT IM TRAUMGARTEN KEINE CHANCE HAT: DENK AN MULCH

Um Unkraut zu unterdrücken und den Boden schön feucht zu halten, solltest Du ihn unbedingt fingerdick mit Mulch bedecken. Dafür kannst Du Rasenschnitt genauso verwenden, wie Heckenhäcksel oder Rindenschnitzel aus dem Garten-Center. In Deinen neuen Gemüsebeeten solltest Du unbedingt darauf achten, dass Du einen Mulch auswählst, der sich in wenigen Monaten zersetzt. Im Blumenbeet oder unter der Hecke kann es ruhig einer sein, der sich weitaus länger hält, zum Beispiel Rindenmulch.

IMMER SCHÖN DRANBLEIBEN UND NIEMALS AUFGEBEN

Dein Garten ist auf einem guten Weg. Du musst Dich nun in der Hauptsache nur noch darum kümmern, dass der Boden immer schön feucht bleibt und dass das Unkraut nicht alles zuwuchert. Natürlich müssen auch Deine Pflanzen gepflegt werden. Du solltest sie mit einem Trockendünger verwöhnen, am besten in der Mitte der Gartensaison. Das reicht in den meisten Fällen. Möchtest Du einen Flüssigdünger verwenden, musst Du Deine Pflanzen damit allerdings mindestens einmal im Monat damit verwöhnen. Und denke auch immer daran: Ein Garten soll Spaß machen. Halte inne und genieße Dein neues Reich.

 

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