DIESE 10 PFLANZEN MUSST DU HABEN

Nur noch wenige Wochen, dann ist Frühling. Endlich! Das lässt Dir doch bestimmt keine Ruhe, oder? Bestimmt guckst Du auch auch schon nach Gehölzen und Stauden für Deinen Garten. Schließlich soll er noch üppiger blühen und noch lieblicher duften. Dafür brauchst Du aber nicht viele Pflanzen. Vertrau lieber auf einige Klassiker. Sie sind günstig, beständig und erfreuen Dich jedes Jahr aufs Neue. Diese zehn Pflanzen sollten unbedingt in Deinem Garten wachsen:

FORSYTHIEN

Sie sind dankbar für jede Aufmerksamkeit, pflegeleicht und einfach nur schön anzusehen. Ihre gelbe Pracht macht gute Laune, findest Du nicht auch? Wenn die Forsythien blühen, dann ist der Frühling da und wir können uns draußen wieder so richtig austoben. Sie geben Dir für die Gartenarbeit das Startzeichen: Die Rosen werden zum ersten Mal geschnitten und der Rasen kann nun vertikutiert, gedüngt und gemäht werden. Ganz fix ist nun unser Winterblues verschwunden. Praktisch: Nach zwei oder drei Jahren lassen sich schöne Zweige für die Vase abschneiden. Zusammen mit einigen Tulpen ist die Forsythie doch die schönste Oster-Deko – und alles aus dem eigenen Garten. Wunderbar!

Foto: Milosz_G/shutterstock
Wenn die Forsythien beginnen zu blühen, dann startet die Gartensaison. Dein Rasen kann gemäht und die Rosen geschnitten werden. Foto: Milosz_G/shutterstock

SOMMERFLIEDER

Kaum öffnet der Sommerflieder seine Blüten, sind auch schon die Schmetterlinge da. Sie lieben Flieder! Kein Wunder, dass er oft auch Schmetterlingsflieder genannt wird. Seine korrekte botanische Bezeichnung lautet allerdings Buddleja. Schon Deine Großmutter hatte ihn sicherlich im Garten stehen. Praktisch: Du musst Dich kaum um ihn kümmern. Er ist angenehm anspruchslos. Egal, ob sonniges Plätzchen oder Halbschatten – der Buddleja fühlt sich wie zu Hause. Und hat er sich erst einmal in Deinem Garten eingelebt, dann braucht er nur noch eine Hand voll Dünger im Frühjahr und  bei sehr trockenem Wetter musst Du ihn gießen. Mehr nicht. Wichtig ist nur, dass sich an seinem Plätzchen kein Wasser staut und er sich in alle Richtungen ein wenig ausstrecken kann – dann fühlt er sich wohl und Du kannst Dich an seinen Blüten und den vielen, vielen Schmetterlingen erfreuen.

Sommerflieder lockt die Schmetterlinge in den Garten Foto: Elias
Es ist immer wieder eine große Freude ihn an einem lauen Sommerabend zu beobachten: Dein Sommerflieder lockt Schmetterling um Schmetterling in Deinen Garten. Foto: Elias
FUNKIEN

Jeder hat doch schattige Stellen im Garten, mit denen er nicht so recht etwas anzu- fangen weiß. Du doch auch, oder? Richtig kümmerlich sehen die manchmal aus. Was soll dort auch schon Schönes wachsen? Da gibt’s nur eine Antwort: Die Funkie! Sie ist einfach wundervoll. Ihre grünen Blätter sind elegant, ihre Blüten zauberhaft. Das fand auch der Bund Deutscher Staudengärtner und kürte die Pflanze 2009 zur Staude des Jahres. 50 Arten gibt es übrigens von ihnen, mit mehr als tausend Sorten. Da können einige Gärtner schnell ihrer Sammelleidenschaft verfallen. Und wenn Du nicht aufpasst, wird es Dir ganz genauso gehen. Funkien sind die Schattenschönheiten: Sie mögen es kühl und feucht, luftig und nicht zu hell. Groß kümmern müssen wir uns nicht um sie. Nur gießen musst Du Deine Funkie manchmal.

Foto: Julietphotography/ shuttrstock
Dort, wo sonst kaum etwas wachsen möchte, fühlt sich die Funkie am wohlsten. Hauptsache, es ist schattig, feucht und luftig. Foto: Julietphotography/ shuttrstock

HORTENSIEN

Ich liebe Hortensien! Du auch? Sie sind so herrlich einfach. So bodenständig und altmodisch. 80 verschiedene Arten findest Du in deutschen Gärten. Am beliebtesten ist die Bauernhortensie. Sie gedeiht im Halbschatten, braucht nahrhaften und sauren Boden. Wird eine Hortensie richtig gepflegt, wird sie Dir dafür den ganzen Sommer dankbar sein. Ach was, ihr ganzes Leben wird sie Dir die schönsten Blüten schenken. Dafür musst Du sie nur regelmäßig etwas düngen und gießen. Mehr nicht.  Du kannst dann die schönsten Blütendolden jedes Jahr aufs Neue herausschneiden und zum Beispiel auf Deinen Esstisch stellen. Und gerade die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) wird von den Bienen geliebt und ganz oft besucht. Mit so einer Pflanze verschönerst Du also nicht nur Deinen Garten, sondern tust auch noch etwas für den Umweltschutz.

Foto: Jaroslav/shutterstock
Lage Zeit aus der Mode, jetzt wieder voll im Trend: Die Hortensie ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen. Egal, ob im Kübel oder im Beet. Foto: Jaroslav/shutterstock

BERGENIEN

Sie muss nicht im Mittelpunkt stehen. Nein, sie ist bescheiden und zurückhaltend. Die Bergenie überlässt lieber den anderen die große Bühne und die schönsten Plätze an der Sonne. Sie braucht kaum Dünger und gibt sich mit fast jedem Boden zufrieden. Der Wickelwurzen, wie sie auch genannt wird, fühlt sich im Schatten Deiner Hecke sehr wohl. Dort, wo sonst kaum eine andere Pflanze wachsen möchte, überrascht sie uns ganz uneitel mit ihrer einzigartigen Schönheit. Die immergrünen Blätter und ihre leuchtenden Blüten in Rot, Rosa oder elegantem Weiß zaubern ein Lächeln auf Deine Lippen und Du fragst Dich unweigerlich: „Welche Schönheiten liegen denn noch im Schatten verborgen?“

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Die Bergenie braucht nicht viel Sonne, hält sich bescheiden im Hintergrund und ist das, was man eine verborgene Schönheit nennt. Foto: fritz16/shutterstock

ROSEN

Findest Du nicht auch, dass sie eine der schönsten Blumen ist? Man hört immer, sie sei kompliziert, eine richtige Diva. Stimmt aber gar nicht. Alles nur blöde Gerüchte. Deine Rosen sind ganz einfach zu pflegen und große Ansprüche stellen sie eigentlich auch nicht. Pflanze sie in Dreier-Gruppen, schenke ihnen ein sonniges Plätzchen, ein wenig Dünger zu Beginn der Saison und gieße sie regelmäßig – Du wirst sehen, sie macht Dir mit ihren schönsten Blüten eine große Freude. Zugegeben: Du musst sie zu Beginn der Saison drastisch zurückschneiden, im Sommer immer regelmäßig nach ihr sehen und Ausgeblühtes entfernen. Das ist doch nicht schlimm, oder? Hin und wieder kann Deine Rose allerdings krank werden. Aber wenn Du eine mit dem ADR-Prädikat gepflanzt hast, passiert das eher selten.

Bei Rosen musst Du unbedingt auf die Qualität achten. Sonst hast Du keine Freude an ihnen
Bei Rosen musst Du unbedingt auf die Qualität achten, sonst hast Du keine Freude an ihnen. Das Beste ist, Du kaufst sie bei einem anerkannten Rosenzüchter.  Foto: privat

WEISSER SOMMERJASMIN

Er ist einfach nur bezaubernd. So elegant. Edel. Aber der weiße Sommerjasmin braucht auch ein wenig mehr Zuneigung, als die anderen Pflanzen in unserem Garten. Er mag es sonnig, warm und windgeschützt. Sein Boden sollte nährstoffreich, immer leicht feucht und gut durchlässig sein. Am wohlsten fühlt er sich oft an einer Hauswand. Dort musst Du ein Rankgitter für Deine Kletter-Diva anbringen. Tipp: Das Beste ist, Du pflanzt Deinen weißen Sommerjasmin mit dem Topf in den Gartenboden. So kannst Du ihn dann zum Herbstende leichter in sein Winterquartier umsiedeln. Denn spätestens, wenn die Temperaturen nicht mehr über die 10 Grad klettern, gehört er ins Gewächshaus. Frostige Temperaturen mag der weiße Sommerjasmin nämlich überhaupt nicht.

Foto:  Liudmila-Fadzeyeva/ shutterstock
Romantik pur: Der weiße Sommerjasmin verzaubert jeden Garten und auch in der Vase macht er eine gute Figur. Nur den Winter verträgt er nicht so leicht.  Foto: Liudmila-Fadzeyeva/ shutterstock

HERBSTANEMONEN

Wenn der Sommer sich so langsam verabschiedet, tröstet uns die Herbstanemone. Sie blüht dann noch bis weit in den Oktober, manchmal sogar bis zum ersten Schnee. Am schönsten kommen sie zur Geltung, wenn Du sie in einer kleinen Gruppe pflanzt. Kombiniere sie mit anderen Stauden oder setze sie vor Deine Buchenhecke. Die Herbstanemonen bevorzugen einen nährstoffreichen, humosen oder auch leicht lehmigen Boden. Direkte Sonnenstrahlen mag sie nicht. Deine Herbstanemone kann übrigens bis zu 1,5 Meter hoch wachsen und wuchert sich durch Deinen Garten. Sie macht sich übrigens auch schick als Schnittblume in der Vase auf Deinem Küchentisch.

Herbstannemonen bringen zum Ende des Sommers noch einmal richtig Farbe in Deinen Garten
Pflegeleicht und stimmungsvoll: Herbstanemonen bringen zum Ende des Sommers noch einmal richtig Farbe in Deinen Garten. Foto: privat

SONNENBLUMEN

Diese Blume bringt einfach gute Laune in den Garten. Ab April kannst Du ihre Samen an einem sonnigen Plätzchen setzen. Achte darauf, dass Du sie mindestens zwei Zentimeter tief in die Erde steckst und sie nicht zu dicht beieinander liegen. Die Sonnenblume wächst besonders gut an einem hellen und warmen Standort, braucht dort aber auch ziemlich viel und regelmäßig Wasser. Mit ihr kannst Du die unschönen Flecken in Deinem Garten kaschieren, zum Beispiel lässt sich wunderbar hinter den Sonnenblumen der Komposthaufen verstecken oder der Zaun zum Nachbarn. Großartig: Sie lockt eine ganze Menge Vögel in Deinen Garten. Immerhin ist die Sonnenblume für die Piepmätze die beste Futterquelle.

Foto: Brian-Burton-Arsenault/shutterstock
Sonnenblumen bringen Freude in Deinen Garten. Die Vögel werden es Dir danken. Sonnenblumen können übrigens bis zu fünf Meter hoch wachsen. Foto: Brian-Burton-Arsenault/shutterstock

LAVENDEL

Kaum eine Pflanze ist so vielseitig wie der Lavendel. Er vertreibt Motten, heilt Wunden und hilft zu entspannen. Im Garten duftet er großartig und ist ein regelrechter Magnet für Bienen. Lavendel ist pflegeleicht, anspruchslos und robust. Groß kümmern musst Du Dich um ihn nicht. Hat er einen vollsonnigen Standort ist er glücklich und zufrieden. Nur zwei Mal im Jahr solltest Du ihn zurückschneiden, zuletzt im August. Übrigens: Rosen und Lavendel passen nicht zusammen. Während Rosen einen feuchten und nahrhaften Boden bevorzugen, mag der Lavendel es eher trocken und nährstoffarm – er kommt schließlich aus der Mittelmeerregion, darum ist er es auch nicht anders gewohnt. Hübsch sehen die beiden aber trotzdem zusammen aus, oder?

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Beschieden und ein toller Begleiter: Lavendel lässt sich sehr gut mit Rosen kombinieren. Das Beste: Getrocknet ist er ein toller Zimmerschmuck. Foto: yusia/shutterstock

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