ENDLICH BLÜHEN DIE NARZISSEN

Sie ist die beliebteste Zwiebelblume der Deutschen. Kein Wunder, denn mit ihren gold-gelben Blüten bringt die Narzisse nach den tristen Wintertagen nun endlich die Sonne zurück in Deinen Garten. Weil die Temperaturen in diesem Winter so milde waren, bereitet sie uns jetzt schon in manchen Gegenden große Freude. Und wir können den Frühling kaum noch erwarten. Wusstest Du, dass die Narzissen auch gerne Osterglocken genannt werden, weil sie früher immer rund um Ostern blühten? Hier erfährst Du, wie Du mit ihnen alles richtig machst.

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Eine schöne Dekoration für Terrasse, Balkon und Treppenaufgang: Auch im Topf machen „Osterglocken“ eine  sensationelle Figur. Foto: bufo/shutterstock
WOHIN MIT DEN OSTERGLOCKEN?

Anders als die meisten Zwiebelpflanzen, lieben Osterglocken im Frühjahr nasse Wiesen. Möchtest Du sie lieber in ein Staudenbeet pflanzen, wähle einen Platz im mittleren oder hinteren Bereich. Die später treibenden Prachtstauden verdecken dann das gelbe Laub der verblühten Narzissen.

DIE BLÄTTER NICHT ZU FRÜH ABZUPFEN

Lass die Blätter der verblühten Narzissen einfach stehen, bis sie gelb sind. Zupf sie erst ab, wenn sie sich leicht lösen lassen. Denn über die Blätter nimmt die Pflanze Nährstoffe auf. Je länger sie dranbleiben, desto kräftiger wird sie im nächsten Frühjahr wieder blühen. Den toten Stiel kannst Du allerdings schon rausschneiden.

Fotos: istock (3)
Die wild wachsende Narzisse steht unter Naturschutz. Wußtest Du, dass sie in der Eifel wächst?         Foto: istock (3)
WER PASST ZU DEN NARZISSEN?

Wichtig ist eine gut versorgte und frische Erde. Zwischen Deinen Stauden fühlt sich die Osterglocke am wohlsten, aber sie passt auch wunderbar zum Rhododendron. Probier dort doch einfach die „Adams Narzisse“ aus. Sie wächst nicht ganz so hoch. Aber auch mit Funkien versteht sie sich prächtig. Das verblühende Laub wird dann von den großen Funkien-Blättern verdeckt. Für den Steingarten solltest Du die kleineren Arten auswählen, die kannst Du ganz einfach mit Polsterstauden kombinieren.

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Bei diesem Anblick macht unser Herz doch gleich Freudensprünge: So ein buntes Frühlingsbeet ist doch etwas schönes, oder? Foto: Balazovic Lubos/shutterstock

DER RICHTIGE DÜNGER

Im Frühjahr freuen sich alle Osterglocken über eine kräftige Portion Kompost. Drei bis vier Liter pro Quadratmeter dürfen es schon sein. Du kannst Deine Narzissen auch von Anfang bis Mitte Mai mit einem organischen Volldünger versorgen – aber nur so lange, wie die Blätter grün sind.

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Die Osterglocke kam von der iberischen Halbinsel zu uns. Achtung: Ihre Zwiebeln sind leider giftig.

VORSICHTIG TEILEN

Wenn sich die Osterglocken erst einmal heimisch in Deinem Garten fühlen, bilden sie Horste. Ganz fix kommt der Zeitpunkt, an dem die dann zu dicht sind und die Narzissen nicht mehr so schön blühen. Nun solltest Du sie vorsichtig teilen. Allerdings nicht mit dem Spaten! Du musst sie ausgraben und vorsichtig mit den Händen auseinander rupfen, sonst beschädigst Du die empfindlichen Zwiebeln.

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Egal, ob Beet oder Wiese  – die Narzisse macht übern eine gute Figur. Vor allem, wenn sie in größeren Gruppen gepflanzt wird. Foto: Shooting Wild Photography/shutterstock

OSTERGLOCKEN IN DER VASE

Bevor Du die frisch geschnittenen Narzissen aus Deinem Garten mit anderen Blumen in der Vase kombinierst, solltest Du sie über Nacht ausschleimen lassen. Die Osterglocken sondern im Wasser nämlich eine Substanz ab, die andere Blumen schneller verwelken lässt. Also erst einmal in eine separate Vase damit.

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