EXOTISCHER HIBISKUS

Sommer, Sonne, Strand und ein bisschen Exotik – dafür steht der Hibiskus. Mit seinen großen und weit geöffneten Blüten verzaubert er uns jedes Mal aufs Neue. Mittlerweile ist das Malvengewächs, das aus den sommerwarmen Gebieten Ostasiens zu uns nach Westeuropa gekommen ist, Stammgast in unseren Gärten. In den Gärtnereien kannst Du sogar schon zwischen mehr als 200 Hibiskus-Arten wählen, allerdings kann nur der „Hibiscus syriacus“ unsere kalten Winter draußen im Garten überstehen. Er blüht so schön, wie auf dem Foto oben. Hier erfährst Du alles, was Du über den Garten-Hibiskus wissen musst – damit er auch Deinen Garten in ein kleines Paradies verwandelt.

Foto: Christian Müller
Erst im späten Sommer verzaubert uns der Hibiskus mit seinen exotischen Blüten. Es gibt ihn auch zum Halbstamm gezogen. Schön für den Einzelstand oder im Beet. Foto: Christian Müller

 

 

Dein Garten-Hibiskus ist eine sehr bescheidene, pflegeleichte und vor allem geduldige Pflanze. Selbst Menschen ohne ausgeprägten grünen Daumen können ihm kaum etwas anhaben. Am besten pflanzt Du ihn im Frühling, dann ist er bis zum ersten Winter bereits gut eingewurzelt. Dennoch reagieren vor allem junge Pflanzen noch sehr empfindlich auf Kälte. Daher solltest Du Deinen Hibiskus in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Pflanzung im Winter schön warm einpacken. Am besten in eine Schicht Rindenmulch, getrocknetes Laub und Tannenzweige. Später kommt er dann durchaus mit Temperaturen bis zu -20 Grad zurecht. Sollte er dennoch einen Frostschaden davontragen, erholt sich Dein Hibiskus nach einem ordentlichen Rückschnitt im Frühjahr wieder recht gut. Und wenn Du ihm ein schönes und sonniges Plätzchen in Deinem Garten einräumst, wird er es Dir mit einer üppigen Blütenpracht im späten Sommer danken. So schön, wie auf den Fotos unten, kann Dein Hibiskus blühen:

 

 

 

Auf keinen Fall darfst Du Deinen Hibiskus in den Schatten pflanzen. Dort bilden sich seine Blüten langsamer und er kann nicht seine ganze  Schönheit entfalten. Auch musst Du ein wenig auf den Boden achten, in den Du ihn setzen willst. Er sollte nahrhaft und durchlässig sein. Staunässe mag Dein Hibiskus nicht. Am einfachsten ist es, Du setzt Deinen Hibiskus in ein Gemisch aus Sand und Kompost. Und denke daran: Im Sommer musst Du Deinen Hibiskus immer schön gießen, denn auf anhaltende Trockenheit reagiert er mit Knospenabwurf. Damit der Boden rund um Deinen Hibiskus nicht zu schnell austrocknet, mulche ihn  oder Du umpflanzt den Hibiskus mit niedrig bleibenden Stauden.

 

 

 

Pro Jahr wächst Dein Hibiskus im Garten bis zu 30 Zentimeter. So kann er bis zu zwei Meter in die Höhe schießen. Um die Größe etwas einzudämmen, musst Du den Hibiskus immer mal wieder zurückschneiden. Der Rückschnitt erfolgt in der Regel einmal im Jahr, aber spätestens dann, wenn die Blüten immer kleiner werden und sich die Pflanze allzu stark ausbreitet. Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist der Frühling, ungefähr ab Ende März. Zu dieser Zeit gibt es meist keinen Nachtfrost mehr und die jungen Triebe sind somit gut vor der Kälte geschützt. Beim Schneiden setzt Du die Gartenschere am besten schräg an, um die Schnittwunden einzudämmen. Damit die Pflanze nicht gequetscht wird, solltest Du die Gartenschere nur gut geschärft benutzen. Nach dem Austrieb werden erfrorene, tote Triebe ausgelichtet. Dein Hibiskus verträgt bei Bedarf auch einen radikalen Verjüngungsschnitt ins alte Holz im späten Frühjahr. Allerdings dauert es bei dem langsam wüchsigen Gehölz eine Weile, bis er wieder zu einem stattlichen Strauch herangewachsen ist.

 

 

Feinde hat Dein Hibiskus kaum. Nur von Blattläusen wird er gerne und oft heimgesucht. Die saugen an den jungen Trieben und Blütenknospen. Oft hilft schon ein beherzter Wasserstrahl, um sie zu vertreiben. Ja, spritze Deinen Hibiskus einfach mal ordentlich ab – dann sind sie weg! Der Hibiskus ist übrigens ein wunderbares Solitärgehölz, Du kannst ihn aber auch in Gruppen und sogar als blühende Hecke pflanzen. Im Angebot sind Sorten mit verschiedenen Blütenfarben und -formen in unterschiedlichster Wuchsstärke. Neben dem klassischen Busch findest Du in der Gärtnerei mittlerweile auch Bäumchen mit variablen Stammhöhen, die sich großartig für kleine Gärten eignen oder im Topf auf der Terrasse oder dem Balkon kultivieren lassen.

 

Foto: shutterstock
Der Hibiskus wird auch gerne Eibisch genannt. besonders beliebt ist der Strauch-Eibisch. Weil er so unempfindlich ist, eignet sich auch als Heckenpflanzung. Foto: shutterstock

 

 

Du hast die Wahl: Im Garten-Center findest Du oft einfach, halbgefüllt oder gefüllt blühende Sorten, die es in vielen Blau- und Rottönen gibt. Kleiner Tipp: Entscheide Dich lieber für eine einfach blühende Sorte. Sie schneiden im Blühverhalten immer wieder besser ab, als die anderen. Denn die Blüten der halbgefüllten und gefüllten Sorten öffnen sich nach einem Regenguss und feuchter Witterung immer nur schlecht und bleiben leider oft als verwelkte Blüten am Trieb hängen.

 

Foto: dragi52/shutterstock
Hibiskus macht sich auch in der Vase gut. Die Sorte „Hibiscus sabdariffa“ kann man für Süßspeisen, Limonaden und Liköre verwenden. Foto: dragi52/shutterstock

 

 

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