HIMMLISCH! 5 LECKEREIEN MIT KÜRBIS

Jetzt leuchtet es im Gemüsebeet – groß, rund, orange: Deine Kürbisse sind endlich reif für die Ernte. Solltest Du Zierkürbisse gepflanzt haben, kannst Du nun mit ihnen Haus und Garten stimmungsvoll dekorieren. Hast Du auch Winterkürbisse gepflanzt, zum Beispiel Hokkaidos, geht’s jetzt ab in die Küche. Denn mit Deiner Kürbisernte kannst Du die tollsten Sachen für Dich und Deine Lieben kochen und backen. Die 5 schönsten Leckereien mit Kürbis möchte ich Dir hier vorstellen. Das sind meine Favoriten und sie schmecken einfach himmlisch!

 

Foto: Yulia von Eisenstein
Kürbisbrot weckt Erinnerungen an den vergangenen Sommer. Foto: Yulia von Eisenstein

 

 

PHANTASTISCHES KÜRBISBROT

Manchmal brauchen wir einfach einen kleinen Seelentröster. Gerade dann, wenn die Zeiten wieder dunkler und trister werden. Schließlich ist nicht mehr jeden Tag goldener Herbst. Dann gönnen wir uns einfach ein oder zwei Scheiben vom selbst gebackenen Kürbisbrot – und schon geht die Sonne wieder auf: In unserem Stuhl lehnen wir uns zurück und erinnern uns an die leichten Tage im Sommer. An das Kinderlachen im Freibad, den ersten Sommerabend des Jahres und die schönen Rosensträuße, die wir für unsere Vasen geschnitten haben.

Das brauchst Du:  400 g Vollkornmehl, 1 Würfel frische Hefe (42 g), 1 TL Zucker, 250 g Kürbisfruchtfleisch (geschält und entkernt), 100 g gemahlene Haselnüsse, 1 Ei, 1 TL Salz und  Butter für die Form.

So geht’s: Du musst als Erstes das Mehl in eine Schüssel sieben, dann in die Mitte eine kleine Mulde drücken, in die Du die Hefe hinein bröckelst. Jetzt gibst Du den Zucker und 50 ml lauwarmes Wasser hinzu und verrührst das Ganze. Die Masse bestäubst Du mit Mehl und lässt sie anschließend zugedeckt 15 Minuten an einem warmen, dunklen Ort (am besten mit einem Geschirrhandtuch abgedeckt) aufgehen. In der Zwischenzeit kannst Du nun das Kürbisfleisch mit einer Reibe fein raspeln. Die Mehlmasse vermischst Du jetzt mit dem fein geraspelten Kürbis, ca. 200 ml Wasser, den Haselnüssen, Ei und Salz. Schließlich verknetest Du alles zu einem Teig. Den lässt Du nun 45 Minuten zugedeckt gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Nun wird der Teig von Dir nochmals leicht auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchgeknetet, dann kommt er in eine eingefettete Kastenform und darf nochmals 45 Minuten an einem dunklen, trockenen Ort gehen. Im vorgeheizten Backofen (200 Grad, Umluft) ca. 1 Stunde backen. Stäbchenprobe durchführen. Bleibt kein Teig hängen, ist das Brot fertig und kann auf ein Gitterrost zum Auskühlen.

 

Foto: Malyugin
Die Kürbissuppe reicht für 8 Personen. Foto: Malyugin

 

 

TRAUMHAFTE KÜRBISSUPPE

Du hast den Nachmittag genutzt, um Deinen Garten winterfest zu machen. Natürlich hast Du gefroren, bist durchnässt. Die Nase läuft. Jetzt fühlst Du Dich schlapp, willst nur noch auf das Sofa und die Füße hoch legen. Wie gut, dass Du Dir eine Kürbissuppe vorbereitet hast. Kurz aufgewärmt, weckt sie Deine matten Geister wieder zum Leben, schenkt Dir Kraft und Löffel für Löffel wächst Deine Vorfreude auf den nächsten Tag in Deinem Garten – denn es gibt ja noch so viel zu tun, oder?

Das brauchst Du: 2 kg Hokkaido, 200 g Kartoffeln, 200 g Zwiebeln, 50 g Butter, 250 ml Orangensaft, 1,5 l Gemüsebrühe, die abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Orange, 300 g Schlagsahne, Salz, Pfeffer, etwas Zucker, etwas Limettensaft und 1/2 TL Sambal oelek.

So geht’s: Als Erstes wäschst Du den Kürbis ordentlich ab, dann wird er halbiert und entkernt, schließlich schneidest Du ihn in Würfel. Auch die geschälten Kartoffeln und die Zwiebeln werden von Dir in Würfel geschnitten. Kürbis, Kartoffeln und Zwiebeln werden nun in zerlassener Butter kurz angedünstet, dann gibst Du die Gemüsebrühe, den Orangensaft und die abgeriebene Orangenschale dazu. Das Ganze lässt Du nun abgedeckt bei mittlerer Hitze vor sich hin köcheln. Nach 30 Minuten müsste alles gar sein und kann von Dir mit dem Mixstab püriert werden. Du gibst nun noch die Sahne dazu und lässt die Suppe nochmals kurz aufkochen. Zum Schluss schmeckst Du sie mit Salz, Pfeffer, Zucker, Limettensaft und Sambal oelek ab. Fertig!

 

Foto: Olyina
Du kannst den Kürbis-Käsekuchen auch mit einer Karamellsoße oder mit Nüssen verzieren. Foto: Olyina

 

 

VERFÜHRERISCHER KÜRBIS-KÄSEKUCHEN

Draußen klatscht der Regen gegen die Scheiben, drinnen knistert das Feuer im Kaminofen. Und wir sitzen sonntags am Esstisch und genießen nach unserem Herbstspaziergang eine Tasse frisch aufgebrühten, heißen Kaffee. Dazu gibt’s Deinen selbst gemachten Kürbis-Käsekuchen. Du schließt die Augen und genießt Bissen für Bissen. Das ist Glück pur. So fühlt sich Zufriedenheit an. Einfach himmlisch!

Das brauchst Du: 150 g Löffelbiskuit (zerdrückt), 60 g Butter (flüssig), 250 g Kürbis- Püree (am besten aus gebackenem Hokkaido), 1 Prise Nelken, Zimt, Muskat, Ingwer, 800 g Frischkäse, 125 g saure Sahne, 200 g Zucker, 1 Paket Vanillezucker, 1 TL Speisestärke und 4 Eier.

So geht’s: Für den Boden vermengst Du den zerdrückten Löffelbiskuit mit der flüssigen Butter und drückst die Masse mit der Rückseite eines Löffels in eine gefettete Springform (26 cm). Bist Du damit fertig, stellst Du die Form erst einmal beiseite. Jetzt pürierst Du den gebackenen Hokkaido und stellst die Masse ebenfalls an die Seite. In einer großen Schüssel kommt nun der Frischkäse an die Reihe. Er wird von Dir mit der sauren Sahne, Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und den Eiern zu einer glatten Masse (Vorsicht: Nicht luftig schlagen!) vermengt. Die eine Hälfte der Creme stellst Du in den Kühlschrank, die andere verrührst Du mit dem Kürbis-Püree und würzt die Creme mit  Zimt, Nelkenpulver, Muskat und Ingwer. Erst die Kürbiscreme, dann die helle Frischkäsemasse vorsichtig auf den Kuchenboden gießen, nach Belieben eine Gabel durchziehen zum „Marmorieren“. Jetzt kommt der Käsekuchen in den vorgeheizten Ofen. Bei 150 Grad etwa 50 bis 60 Minuten backen – der Kuchen soll hell bleiben. Am besten schmeckt der Kürbis-Käsekuchen übrigens, wenn Du ihn noch einen Tag durchziehen lässt.

 

Foto: zoryanchik
Der Kürbisauflauf macht satt und glücklich. Foto: zoryanchik

 

 

SENSATIONELLER KÜRBISAUFLAUF

Erinnerst Du Dich an Deine Kindheit? An die Tage, an denen Mutti durch die Straße rief, dass das Essen fertig sei? Selten hast Du hingehört. Lieber wolltest Du mit Deinen Freunden weiterspielen – auf der Wiese, im Wald, hinterm Deich. Wenn Mutti aber rief, der Kürbisauflauf würde gleich kalt werden, dann ging es ganz fix. Dann hast Du alles stehen und liegen gelassen. Zu Hause raus aus den dreckigen Klamotten, schnell noch die Hände gewaschen und ab an den Küchentisch. Erinnerst Du Dich? Nein? Wirst Du aber, wenn Du diesen Auflauf probierst!

Das brauchst Du: Butter zum Einfetten der Auflaufform, 1 Hokkaido Kürbis (ca. 700 g), 2 Zucchini (ca. 500 g), 1 Stange Porree (ca. 200 g), 1 Stück Cheddarkäse, 4 Eier, 300 ml Milch, Salz, Pfeffer, Muskat und Alufolie.

So geht’s: Erst fettest Du die Auflaufform, dann heizt Du den Ofen vor (150 Grad, Umluft). Jetzt wäschst Du erst einmal den Kürbis, halbierst und entkernst ihn. Samt der Schale schneidest Du ihn in kleine Stücke. Die Zucchini muss nun geputzt und noch in Scheiben geschnitten werden. Schließlich putzt und wäschst Du den Porree und hackst ihn in Ringe. Nun verteilst Du Kürbis und Porree in der Auflaufform. Anschließend raspelst Du den Käse ganz grob und verquirlst ihn mit der Milch und den Eiern. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Eiermilch kommt über das Gemüse. Nun schiebst Du den Auflauf für 45 bis 60 Minuten in den heißen Ofen. Eventuell musst Du ihn 15 Minuten vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. Herausnehmen und fertig. Lecker!

 

Foto: Peredniankina/shutterstock
Die Kürbismuffins sind fix gemacht. Foto: Peredniankina/shutterstock

 

 

ZAUBERHAFTE KÜRBISMUFFIN

In diesen Tagen schaffen wir Ordnung im Haus – die Papiere werden sortiert, die Steuererklärung vorbereitet, das Bücherregal vom Staub befreit und geordnet. Vielleicht willst Du auch noch die Fenster putzen, die Bilder abstauben und die Schränke auswischen. Genügend Arbeit ist sicherlich vorhanden. Kein Wunder, hast Du doch die vielen schönen Tage, die nun hinter uns liegen, lieber im Garten verbracht. Vergiss nur nicht, dass Du Dir nun auch die eine oder andere Pause gönnen darfst. Einen kleinen süßen Moment. Vielleicht mit einer schönen Tasse Ostfriesentee und einem Küchlein dazu?

Das brauchst Du: 150 g weiche Butter, 1/2 TL Salz, 150 g braunen Zucker, 2 Eier, 1 TL Vanillezucker, 1 TL Zimt, 1/2 TL gemahlenen Muskat, 1 Prise Ingwer, 1 Prise Piment oder Nelkenpulver, 300 g Kürbisfleisch, 150 g bis 200 g Mehl und  2 TL Backpulver.

So geht’s: Den Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Mit etwas Wasser kochen bis das Kürbisfleisch weich ist. Schließlich mit dem Stabmixer pürieren. Den Backofen auf 190 Grad Umluft vorheizen. Jetzt schlägst Du die Eier zusammen mit dem Zucker und der Butter schaumig. Das Kürbispüree wird von Dir mit den Gewürzen gemischt und unter die schaumige Buttermasse gehoben. Jetzt das Mehl mit dem Backpulver vermischen und ebenfalls unter die Masse rühren, bis Du einen homogenen Teig hast. Hast Du an die Papierförmchen für Dein Muffinblech gedacht? Wenn nicht, gibst Du nun mit einem Löffel den Teig direkt in die gefetteten Mulden des Muffinblechs. Die Muffins kommen für 20 bis 25 Minuten in den Ofen. Anschließend auskühlen lassen, mit Puderzucker und kleinen Kürbisstückchen garnieren. Fertig.

 

Foto: Chamille White
Kürbismarmelade ist Glück aus Gläsern. Foto: Chamille White

 

 

HERRLICHE KÜRBISMARMELADE

Wenn die Drachen mit dem Herbstwind kämpfen, die Igel sich auf den Winterschlaf vorbereiten und die Kraniche wieder nach Süden ziehen, dann stellt sich mir immer die eine Frage: Wie schmeckt die Farbe Orange? Und die Antwort finde ich auf meinem Frühstückstoast: Nach Kürbismarmelade! In diesen Tagen gibt es einfach nichts Schöneres. Der Sommer ist schon Vergangenheit, der Winter noch Zukunft – also, lass uns den Herbst genießen!

Das brauchst Du: 350 g Hokkaido-Kürbisfleisch, 350 g Äpfel, 300 ml frisch gepressten Orangensaft, 1 TL Zitronensäure und 1000 g Gelierzucker 1:1.

So geht’s: Den Kürbis schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Äpfel musst Du ebenfalls schneiden, entkernen und in Stücke schneiden. Alles in einen Topf geben, den Orangensaft dazu schütten. Alles mit 1000 g Gelierzucker vermischen und unter Rühren aufkochen lassen. Das Ganze lässt Du jetzt 10 Minuten sprudelnd kochen. Am Schluss kommt noch der Schuss Zitronensäure dazu. Die Kürbismarmelade füllst Du noch heiß in saubere Gläser, verschließt sie sofort und stellst sie auf den Kopf. So auskühlen lassen und dann ab damit in den Keller.

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