HORNVEILCHEN: 5 TOLLE PFLEGEHINWEISE

Die lustigen Blüten von Stiefmütterchen und ihren kleinen Geschwistern, den Hornveilchen, zaubern uns gerade ein Lächeln ins Gesicht und den Frühling wieder ins Herz. Endlich! Die triste Winterzeit war auch kaum noch zu ertragen. Dir geht es doch bestimmt nicht anders, oder? Schon seit einigen Jahrhunderten erfreuen sich Hobby-Gärtner übrigens an diesen niedlichen Frühlingsboten. Die Fan-Gemeinde wurde größer, je mehr Jahre ins Land zogen. Kein Wunder also, dass so über die Jahrzehnte zahlreiche Veilchen-Sorten entstanden sind. Neben den wilden Hornveilchen ist natürlich auch das zweijährige Stiefmütterchen beteiligt. Es gilt aber: Je mehr Hornveilchen in der Pflanze enthalten ist, desto langlebiger ist sie. Überwiegen die Stiefmütterchen-Anteile, sind die Blüten zwar größer, aber die Pflanze kurzlebiger und weniger winterhart. Ich finde Stiefmütterchen zwar auch sehr hübsch, bin aber eher ein Fan des Hornveilchens. Diese kleinen Veilchen blühen so fleißig, dass Du Dir sogar einige Stiele für die Vase oder Tischdekoration abschneiden kannst. Viele Hornveilchen benötigen übrigens keine Bestäubung durch Insekten. Sie vermehren sich selber. Und das Beste: Es handelt sich bei diesem entzückenden Frühlingsboten um eine winterharte Staude. Damit Deine Hornveilchen Dir auch weiterhin ein Lächeln ins Gesicht zaubern, gebe ich Dir die 5 wichtigsten Pflegetipps.

 

Das Stiefmütterchen ist die große Schwester des Hornveilchens. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine zweijährige Pflanze, während Hornveilchen oft winterhart sind und bei richtiger Pflege Deinen Garten über mehrere Jahre verzaubern. Foto: frankskleinergarten.de

 

HIN UND WIEDER HAT AUCH EIN HORNVEILCHEN DURST

Klar sind auch Hornveilchen durstig. Hast Du Deine Hornveilchen ins Beet gepflanzt, solltest Du ihnen nur an wirklich heißen und trockenen Tagen, dann auch nur abends, einen erfrischenden Schluck Wasser gönnen. Auch die Hornveilchen unter Deinen Gehölzen darfst Du nicht vergessen. Anders sieht es mit den Hornveilchen im Halbschatten oder Schatten aus. Ihnen reicht der Regen vollkommen. Deine Hornveilchen im Topf oder Balkonkasten benötigen hingegen etwas mehr Fürsorge. Immer wenn die Erdoberfläche dort angetrocknet ist, solltest Du zur Gießkanne greifen. Staunässe mögen sie überhaupt nicht. Daher musst Du vor der Pflanzung für eine ordentliche Drainage sorgen.

 

 

 

ÜBER EIN BISSCHEN DÜNGER WÜRDEN SICH AUCH DEINE HORNVEILCHEN FREUEN

Ganz selten haben Hornveilchen Hunger auf eine Portion Dünger. Stehen Deine Hornveilchen im Beet, solltest Du ihnen nur dann eine Düngergabe verabreichen, wenn ihre Blühfreude nachlässt. Aber Vorsicht: Zu viel lässt ihre Triebe in die Höhe schießen und es besteht Gefahr, dass sie bei der erst besten Gelegenheit abknicken. Hornveilchen im Topf benötigen dagegen regelmäßig etwas zusätzliche Nahrung. Geeignet ist ein Flüssigdünger, den Du unters Gießwasser mischst.

 

Am wohlsten fühlen sich Hornveilchen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Im Vollschatten entwickeln sie kaum Blüten. Du solltest sie in Gruppen pflanzen, dann wirken sie am schönsten. Foto: joloei

 

 

DIESE KRANKHEITEN MACHEN DEINEM HORNVEILCHEN DAS LEBEN SCHWER

Natürlich besitzen auch Hornveilchen keine Superkräfte und sind daher, genauso wie wir auch, für die eine oder andere Krankheit leichter anfällig. Vor allem der Echte und der Falsche Mehltau können dem Hornveilchen das Leben schwer machen. Gerade im Sommer, wenn es warm und feucht ist, kann der Mehltau einen weißen Belag auf Blüten und Blättern hinterlassen. Diesen Pilzbefall solltest Du rasch entfernen. Damit das erst gar nicht passiert, ist es klüger die Hornveilchen nur im Wurzelbereich zu gießen. Widerstandsfähiger werden sie übrigens, wenn Du sie mit einem Knoblauchsud bespritzt und mit etwas Jauche düngst.

 

 

 

WIE OFT SOLLTEN HORNVEILCHEN GESCHNITTEN WERDEN?

Eigentlich sind Hornveilchen ganz glücklich, wenn sie ungeschoren davon kommen. Eigentlich. Aber hin und wieder ein Schnitt fördert das Ausbilden neuer Blüten und lässt somit die Blütezeit länger andauern. Also solltest Du, sobald Verblühtes sichtbar wird, zur Schere greifen und sachte loslegen. Der Rückschnitt führt übrigens auch zu einem buschigeren Wuchs und lässt Dein Hornveilchen mehr wie einen schicken Bodendecker aussehen. Viel muss auch nicht ab: Du musst sie nur zur Hälfte abschneiden oder eine Handbreit über dem Boden. Verwelkte Blätter und Blüten solltest Du allerdings regelmäßig ausputzen.

 

 

 

WIE HORNVEILCHEN DEN WINTER ÜBERSTEHEN

Anders als das Stiefmütterchen ist das Hornveilchen eine mehrjährige Staude, die sehr gut den Winter verträgt. Sollten die Temperaturen doch überraschend tief sinken und der Winter extrem hart ausfallen, schadet es allerdings nicht, wenn Du das Hornveilchen im Beet rechtzeitig mit etwas Mulch, Reisig oder Laub abdeckst. Deine Hornveilchen im Topf müsstest Du auf alle Fälle mit einem Vlies einpacken. Und immer daran denken: Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter, die meisten verdursten. Darum musst Du auch immer darauf achten, es regelmäßig zu gießen. Aber nur an frostfreien Tagen. Solltest Du ein eher vergesslicher Gärtner sein, ist es ratsam, das Hornveilchen zu mulchen. Diese zusätzliche Schicht hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt zudem vor Frost.

 

 

2 Comments

  • Manu
    14. März 2017 12:51

    diese kleinen, unermüdlichen Fröhlichmacher mag ich auch sehr gern!
    allein schon wegen der schönen Fotos komme ich hier so gern vorbei 🙂
    liebe Grüße
    manu

    • admin
      14. März 2017 15:12

      Liebe Manu,
      toll, dass Du frankskleinergarten.de immer wieder gerne besuchst. Das freut mich wirklich sehr.
      Liebe Grüße,
      Frank

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