KUNTERBUNTE ZINNIEN

Schon unsere Großeltern schmückten mit ihnen ihre Ziergärten oder pflanzten sie in die Gemüsebeete, jetzt kommt Zinnien wieder groß in Mode und das nicht nur für Deinen Bauerngarten – obwohl sich nun mehr denn je die Geister an ihnen scheiden:  Die einen finden Zinnien immer noch zu altmodisch, einfach zu grell oder viel zu steif. Die anderen schätzen sie dagegen auf Grund ihrer prachtvollen Farben, ihrer vielfältigen Formen und ihrer unvergleichbar langen Haltbarkeit. Du solltest sie auch einmal ausprobieren. Es lohnt sich. Echte Zinnien-Fans machen sich übrigens schon im späten Winter eifrig ans Vorziehen so vieler Sorten wie möglich.

Foto: satit srihin/shutterstock
Zinnien blühen bis weit in den Herbst und ziehen uns so mit ihrer Farbenpracht und Blütenvielfalt länger als andere Blumen in ihren Bann. Foto: satit srihin/shutterstock

 

 

Manche Sorten wachsen bis zu einem knappen Meter in die Höhe, andere nur 20 Zentimeter. Es gibt sie mit einfachen Blüten oder dicht gefüllt. Und bis auf Blau, strahlen Zinnien in allen Farben, die die Palette nur so hergibt. Egal, ob Lachsrosa, knalliges Rot oder leuchtendes Gelb. Du bekommst mittlerweile im Handel auch zwei- und mehrfarbige Pflanzen. Hübsch sind die fein gesprenkelten „Pepermint Sticks“ oder „Candy Stripe“. Schick sind die gelb-roten „Macarena“ oder die weiß-rosa Sahara „Starlight Rose“. Diese Vielfalt ist einfach wunderbar! Man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und würde sie am liebsten alle in den Garten pflanzen.

Foto: Dan Flake/shutterstock
Zinnien lassen sich grandios mit anderen Stauden kombinieren. Löwenmäulchen, Ringelblumen, Schmuckkörbchen oder Dahlien sind perfekte Begleiter. Foto: Dan Flake/shutterstock

 

 

WER DIE WAHL HAT, HAT DIE QUAL

Leider stehen Dir nicht immer alle Spezialitäten im Handel zur Verfügung. Dafür sind es mittlerweile einfach zu viele. Noch schwerer ist es aber, sie nach Farben sortiert zu bekommen. Macht nichts! Als Anfänger solltest Du ohnehin erst einmal Mischungen aussäen oder es mit den „einfacheren“ Varianten probieren. Deine einjährigen Zinnien ziehst Du am besten ab Mitte März auf der Fensterbank vor. Du füllst Schalen oder kleine Töpfe mit Anzuchterde, gibst die Samen hinein und deckst sie mit einer dünnen Schicht Erde ab. Lass die Erde ruhig locker auf den Samen liegen. Jetzt musst Du die Töpfe nur noch warm halten und regelmäßig gießen. Achte zum einen darauf, dass sich keine Staunässe bildet und zum anderen, dass die Erde immer schön feucht bleibt. Schon bald werden sich die ersten Blättchen zeigen. Versprochen. Sitzen die Sämlinge dann dicht an dicht, solltest Du sie vereinzeln – also einige von ihnen umpflanzen, sodass wieder mehr Platz im Topf ist. Schau, so schön wie auf den Fotos unten werden Deine Zinnien ebenfalls im Beet leuchten.

 

 

UND AB DAMIT NACH DRAUSSEN

ach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen Deine Zinnien dann endlich nach draußen ins Beet. Dann sind sie schon zu starken Jungpflanzen herangewachsen, ein Frost kann ihnen nun nicht mehr schaden und sie blühen wesentlich früher, als wenn Du sie im Mai direkt ins Beet säst. Aber Du musst dennoch immer wieder einen prüfenden Blick auf deine Zinnien werfen. Denn obwohl ihre Blätter rau und behaart sind, werden sie von Schnecken als Delikatesse geschätzt. Zinnien sind echte Klassiker im Bauerngarten, die nicht nur wegen ihrer Farbenpracht gepflanzt werden, sondern vor allem wegen ihrer wunderbaren Eignung als Schnittblume. In Vasen machen sie sich einfach grandios. Und je öfter Du Verblühtes ausputzt und Stiele für die Vase abschneidest, desto mehr neue Knospen werden wachsen. So romantisch wie auf den Fotos unten sehen Sträuße aus Zinnien aus – herrlich, oder?

 

 

DER MIX MACHT ES

Unsere Großeltern und vielleicht sogar noch unsere Eltern haben Zinnien damals doch nur zu gerne in Reihen gesetzt und auch unter sich belassen. Das wirkt natürlich heute langweilig und steif – trotz der bunten Farben- und Formenvielfalt. Heute kombinieren wir Zinnien mit anderen Sommerblumen und Gräsern. Du könntest Deine Zinnien zum Beispiel ins Staudenbeet streuen, um möglichst schnell Lücken zu schließen oder Du setzt die niedrigeren und buschigen Sorten als Randbepflanzung. Zinnien in knalligen Farben wie Rot, Gelb, Orange oder Pink eignen sich wunderbar zu fröhlichen Kombinationen. Sei einfach nur etwas mutig! Du könntest Deine Zinnien zum Beispiel mit Levkojen, Löwenmaul oder Ackerrittersporn kombinieren. Weiße oder gelbgrüne Sorten passen wunderbar zu Blütenwolken aus Sommer-Schleierkraut oder Doldenblütlern wie Knorpelmöhre (Ammi). Moderner wirken dagegen Kombinationen mit einjährigen Gräsern wie Federgras (Nasella tenuissima). Aber egal – es ist alles erlaubt, was gefällt!

Foto: Jamie Hooper/shutterstock
Die niedrigen Sorten eignen sich wunderbar als Beeteinfassung. Die höher wachsenden kannst Du auch toll mit Taglilien, Sonnenhut oder Duftnessel kombinieren. Foto: Jamie Hooper/shutterstock

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