LUPINEN – DIE ROBUSTEN ALLESKÖNNER

Du suchst Du für Deinen Garten eine pflegeleichte und auch noch dekorative Staude? Eine, die im Beethintergrund eine gute Figur macht und auch in der Vase? Dann sind Lupinen auch für Deinen Garten genau das Richtige. Über den fingerförmig geteilten, hellgrünen Blättern ragen dicke Stängel senkrecht empor, an denen viele kleine Schmetterlingsblüten in dichten Trauben angeordnet sind. Wunderbar, oder? Aus den Bauerngärten sind sie ohnehin nicht mehr wegzudenken. Was noch alles für Lupinen spricht und Du Wichtiges über sie wissen solltest, erfährst Du hier.

 

Foto: V.-J.-Matthew/shutterstock
Da sie am Ende der Blütezeit Hülsenfrüchte tragen, zählt man Lupinen ebenso wie Bohnen, Erbsen und Linsen zur Gattung der Hülsenfrüchte. Foto: V.-J.-Matthew/shutterstock

 

 

Warum Du Lupinen in Deinem garten pflanzen solltest

Lupinen machten in den vergangenen Jahren einen regelrechten Siegeszug in die deutschen Ziergärten. Kein Wunder, denn viele Hobbygärtner schätzen sie, weil sie robust und äußerst pflegeleicht sind. Lupinen sind die ideale Hintergrundbepflanzung für jedes Staudenbeet. Sie sind winterharte Selbstversorger, wachsen über viele, viele Jahre und stellen dabei kaum einen Anspruch an Licht und Boden. Was die Lupinen neben ihren wunderhübschen Dolden so besonders macht: Sie bezaubern uns nicht nur mit ihren bunten Blüten, sondern sie besitzen auch noch die Fähigkeit, das Erdreich um sie herum zu verbessern. Denn in ihren Wurzelknoten speichern sie wichtigen Stickstoff und geben den über ihre zahlreichen Wurzeln an den Boden um sie herum wieder ab. Daher wird die Lupine auch gerne als Gründüngung im Garten verwendet. Und selbst verdichtete Böden werden durch ihre langen Wurzeln wieder gut aufgelockert.

 

 

 

Was Du bei der pflege beachten solltest

So ganz ohne Pflege geht es dann leider doch nicht. Deine Lupinen pflanzt Du am besten im Frühling oder frühen Sommer an einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Du solltest die Stauden in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern pflanzen. Die jungen Lupinen müssen dann noch ordentlich gewässert werden, um ein gutes Anwachsen zu fördern. Der  Boden sollte humusreich sein, aber nicht gedüngt werden. Erlaubt ist maximal etwas Kompost zu Beginn der Gartensaison. Einen schweren Boden müsstest Du allerdings vor dem Einpflanzen mit etwas Sand und Humus aufbessern. Denke daran, dass die Staude bis zu einem Meter hoch wachsen kann. Daher macht sie sich am besten im hinteren Teil Deiner Beete. Vor dieser bezaubernden Kulisse kommen Deine niedrigeren Sommerstauden noch besser zur Geltung. In Kombination mit Rittersporn oder Rosen machen sich Lupinen besonders gut. Hübsch anzusehen sind sie auch im Zusammenspiel mit Einjährigen wie Cosme, Astern oder Ringelblumen. Nach ihrer Blüte von Juni bis August kannst Du Deine Lupinen gerne etwas zurückschneiden. Sie danken es Dir mit einer zweiten, etwas schwächeren Blüte im Herbst. Schließlich dann noch der Rückschnitt am Ende der Gartensaison – das war’s dann auch schon.

Foto: fooldodo/shutterstock
Mittlerweile können wir rund 200 verschiedeneArten der Lupine (Lupinus polyphyllus) zählen. Sie blüht von Weiß über Rosa bis Dunkelviolett, manchmal sogar in Gelb.  Foto: fooldodo/shutterstock

 

 

Aus eins  mach zwei oder drei oder…

Eine Teilung von älteren Lupinen ist das so eine Sache – oft ist sie sehr schwierig. Darum ist es für Dich einfacher, nach der Blüte die Samenschoten für die Vermehrung zu verwenden. Empfehlenswert ist eine Aussaat im Frühjahr oder Herbst, da dies meistens erbreine Sorten ergibt. Kleiner Tipp: Vor der Aussaat solltest Du die Samen in warmem Wasser einweichen. Hast Du aber erst einmal Lupinen in Deinem Garten gepflanzt, wirst Du unweigerlich mit Zuwachs rechnen müssen. Grund: Die Lupine samt sich gerne selber aus. Und die Staude bildet reichlich Samen, den sie dann auch gerne schon mal bis zu sieben Meter weit wirft. Wen ein buntes Lupinenmeer im Staudenbeet nicht stört, der kann sich freuen: Die Sprösslinge werden munter im Garten wachsen, vielleicht auch die Mutterpflanze überwuchern und gerne auch eine andere Blütenfarbe annehmen. Die Samen der Staude sind übrigens giftig, mittlerweile ist es aber gelungen, sogenannte Süßlupinen zu züchten. Ihre Samen sind durchaus essbar. Da sie sich ähnlich wie Sojabohnen zu tofuartigen Produkten verarbeiten lassen, wird ihnen in der Nahrungsmittelindustrie eine große Zukunft vorausgesagt. Aber auch in der Vase machen Lupinen eine gute Figur, wie Du auf den Fotos unten sehen kannst.

 

 

 

Auch Lupinen können krank werden

An zu feuchten Standorten kann es schnell zur Bildung von Mehltau kommen. Vor allem dann, wenn die Lupinen zu eng gepflanzt wurden. Hierfür sollte die Lupine mit einer Fungizid-Lösung gespritzt werden. Sehr oft werden Lupinen auch von Schnecken befallen. Vor allem junge Pflanzen musst Du vor ihnen schützen. Darum sammelst Du sie fix ab und streust dann etwas Schneckenkorn um deine Lupinen. Dann können die Viecher ihnen garantiert nichts mehr anhaben. Hin und wieder zeigen sich auch dunkle Flecken auf den Blättern. Sie deuten auf eine Viruserkrankung hin. Wenn das der Fall ist, musst Du leider die ganze Staude ausbuddeln und in den Hausmüll werfen. Nur so lässt sich Schlimmeres verhindern.

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Hast Du nicht viel Zeit für die Pflege Deiner Staudenbeete, eignen sich Lupinen besonders gut für die Bepflanzung. Sie benötigen nur wenig Aufmerksamkeit. Foto: adastra/shutterstock

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