Moos - Rasen - Sylt - Franks kleiner Garten

MOOS IM RASEN – DAS MUSST DU UNBEDINGT WISSEN

Ich glaube, fast jeder Hobby-Gärtner träumt von einem satten und grünen Rasen. Du doch bestimmt auch, oder? Und ich glaube, ebenso viele Gärtner kämpfen jedes Jahr aufs Neue um ihren Rasen. Viele sind frustriert, wenige glücklich damit. Immerhin gilt es, den Rasen erfolgreich gegen Löwenzahn, Klee und vor allem gegen Moos zu verteidigen. Und gerade Moos kann eine ziemlich fiese Angelegenheit werden. Im Nullkommanichts hat er Deinen Rasen geentert und verdrängt – futsch ist die ganze Pracht. Dagegen sollten wir uns wehren! Jetzt ist genau die richtige Zeit dafür. Ganz fix habe ich Dir die wichtigsten Infos zusammengetragen und notiert…

 

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Damit ein Rasen satt und grün wird, will er gepflegt und gehegt werden. Regelmäßiges Mähen und Düngen ist dabei Pflicht. Also schnapp Dir deinen Rasenmäher und los geht’s. Foto: m.mphoto.

 

 

EVENTUELL IST DER SCHATTEN SCHULD

Rasen hat’s im Schatten immer schwer. Vor allem unter Bäumen fehlt es ihm oft an Licht und die Baumwurzeln schnappen dem Rasen zudem noch Wasser und Nährstoffe weg. Das schwächt ihn natürlich. Kein Wunder also, dass Moos vor allem hier ein leichtes Spiel hat. Aber keine Panik, dagegen kannst Du auf alle Fälle etwas machen: Versuch’s einfach mit einer speziellen Schattenrasenmischung. Damit wird der Rasen auch unter Deinem Baum schön dicht. Außerdem könntest Du Deinen Rasen dort ruhig etwas höher wachsen lassen. 6 bis 8 Zentimeter wären perfekt. Und ist es mal zu trocken, verwöhnst Du ihn mit einer extra großen Ration Wasser. Ach ja, beim Düngen solltest Du unbedingt an die Baumwurzeln denken, die Deinem Rasen gerne das Futter wegschnappen. Also sei auch damit ruhig großzügig.

ES KANN AUCH AM BODEN LIEGEN

Auch schwere Böden können sich für einen Rasen zu einem ziemlich fetten Problem entwickeln: Das Wasser staut sich, die Erde ist nicht gut durchlüftet und zu futtern gibt’s für Deinen Rasen auch nicht genug oder nicht das Richtige. Folge: Er wächst nur kümmerlich. Und wieder hat das Moos leichtes Spiel und kann sich ganz unbekümmert breitmachen. Die Lösung: Rasensand oder feiner Quarzsand. Das Zeug streust Du einfach jedes Jahr im April oder Mai ordentlich über den Rasen. Vorher solltest Du aber noch unbedingt vertikutieren! Ist der Boden zu schlimm verdichtet – das passiert oft, wenn ein Grundstück aufgeschüttet wird – musst Du mit einer Grabegabel alle 10 bis 20 Zentimeter tief in die Erde stechen und etwas hin und her ruckeln. Schließlich fegst Du den Gartensand ein.

 

Moos - Rasen - Cottage Garden -Franks kleiner Garten
Viele Gärtner hätten nur zu gerne einen englischen Rasen. Aber die Pflege ist ziemlich aufwendig und nimmt viel zeit in Anspruch. Foto: oksanatukane

 

 

HAST DU DEINEN RASEN VIELLEICHT BISHER FALSCH GEPFLEGT?

Du musst wissen: Dein Rasen ist das größte Sensibelchen in Deinem Garten. Schenkst Du ihm nicht genügend Aufmerksamkeit oder pflegst ihn falsch, nimmt er es Dir auf alle Fälle krumm und schwächelt beleidigt. Folge: Moos drängt sich rücksichtslos auf die Rasenfläche. Damit das nicht passiert, musst Du Deinen Rasen regelmäßig mähen und richtig düngen. Wichtig: Die Grashalme sollten nur bis auf 4 bis 5 Zentimeter abgemäht werden. Und gedüngt wird nach Anleitung mit einem guten Langzeitdünger. Dünge nicht mit der Hand, benutze lieber einen Streuwagen dafür. So verteilst Du den Dünger gleichmäßiger. Jetzt hat Dein Rasen keinen Grund mehr zum Schwächeln, er schließt die Lücken in der Grasnarbe und das Moos hat endlich keine Chance mehr.

SEI VORSICHTIG MIT KALK

Ich dachte, es hilft immer! Wirklich immer! Jetzt weiß ich: Das ist falsch. Denn erst kürzlich habe ich irgendwo gelesen, Kalk sollte nur im Kampf gegen das Moos eingesetzt werden, wenn der ph-Wert des Bodens unter 5,5 ist. Ob der Wert bei Dir so niedrig ist, verrät ein ph-Test aus dem Garten-Center. Die sind nicht teuer und ganz einfach anzuwenden. Das ist wichtig, denn ist der ph-Wert (über 7,5) zu hoch und Du kalkst, kann sich das ebenfalls negativ auf den Rasen auswirken. Immerhin ist für viele Moosarten Kalk ein richtiger Leckerbissen. Wenn die das futtern können, werden die noch kräftiger und breiten sich noch schneller aus. Dein Rasen hat dann nichts zu lachen. Also Achtung: Erst testen, dann kalken – damit die Nährstoffmenge im Boden auch wirklich optimal für Deinen Rasen ist.

 

Moos - Rasen - Park - Franks kleiner Garten
Eine gute Bodenqualität ist Garant für einen tollen Rasen. er sollte das Gras ordentlich mit Nährstoffen versorgen können. Nur so wird es kräftig und kann sich gegen das Moos wehren. Foto: Sue Martin

 

 

MOOSVERNICHTER HELFEN LEIDER AUCH NICHT IMMER

Moosvernichter ist nicht gleich Moosvernichter! Darauf solltest Du achten: Moosvernichter auf der Basis von Eisen-II-Sulfat verätzen das Moos. Kommt es damit in Berührung, wird es schwarz und stirbt ab. Bitte unbedingt die Gebrauchsanleitung beachten. Unbedingt Handschuhe tragen! Und solltest Du Haustiere oder kleine Kinder haben, lass sie bitte nicht auf den Rasen, solange das Zeug wirkt. Es gibt übrigens auch Moosvernichter, die sind umweltverträglicher. Sie basieren auf dem Wirkstoff Pelargonsäure – habe ich gelesen. Diese Mittel bekämpfen allerdings nur die Symptome und nicht die Ursachen von Moos im Rasen. Darum können sie nicht nachhaltig wirken und das Moos kommt zurück.

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