OH, DU LECKERE ERDBEERZEIT

Die ersten Erdbeeren aus dem eigenen Beet sind doch für jeden Gärtner ein Höhepunkt im Jahr – oder? Frisch geerntet schmecken sie auch einfach am besten. Bei der richtigen Sortenwahl, dem optimalen Standort und guter Pflege können Deine Erdbeeren sogar bis zu drei Jahren Früchte tragen. Worauf Du alles achten musst, um möglichst lange schöne und saftige Erdbeeren zu ernten, erfährst Du hier:

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Gut gepflegte Erdbeeren sind etwas für die Augen und den Gaumen. „Merosa“ mit ihren rosafarbenen Blüten ist eine dekorative und leckere Sorte. Foto: oceanfishing/shutterstock

 

 

Die richtige Pflanzzeit

Solltest Du Dich für einmal tragende Erdbeeren entscheiden, pflanzt Du sie am besten im Herbst. Immertragende Sorten können dagegen von März bis September ins Beet gesetzt werden. Sie bringen auch schon im ersten Jahr eine sehr gute Ernte. Falls Du Deine Erdbeeren schon im März pflanzen möchtest, bedenke die noch möglichen Nachtfröste. Es wäre klug, wenn Du Deine Erdbeeren bis nach den Eisheiligen nachts mit einem Vlies vor den kalten Temperaturen schützt. Bei der Auswahl der Pflanzen achte bitte auf starke Wurzeln und einwandfreies Laub. Es sollte auf gar keinen Fall fleckig sein. Bitte wähle auch Setzlinge aus, die noch nicht blühen. Diese Jungpflanzen müssen sich erst noch entwickeln. Sollten sie zu früh Früchte tragen, hemmt das ihr Wachstum. Folge: Du wirst kaum etwas ernten. Es ist ratsam, die ersten Blüten ganz vorsichtig aus den Jungpflanzen zu brechen, sie sollen sich doch erst einmal im Beet zu Hause fühlen. Gibst Du ihnen etwas Zeit, werden sie es Dir später mit mehr und größeren Beeren danken.

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Sattgrüne Blätter und dunkelrote Früchte – Erdbeeren lassen sich für vieles verwenden: Torten, Bowle, Marmelade. Sie sind die eine Delikatesse aus dem eigenen Garten. Foto: ER 09/shutterstock

 

 

Der richtige Standort

Wähle für Deine Erdbeeren ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen. Es darf auch gerne windstill sein. Der Boden sollte locker, humusreich und nicht zu säuerlich sein. Verzichte auf Kompost, denn der erhöht aufgrund seines hohen Stickstoffgehaltes den ph-Wert des Bodens. Das würde dazu führen, dass Deine Erdbeere viele Ausläufer bildet, aber kaum Früchte tragen wird. Solltest Du Deine Erdbeeren in Töpfen und Blumenkästen ziehen wollen, pflanze sie in Aussaat- oder Pikiererde. Du darfst nur keine normale Blumenerde verwenden, sie ist zu salzhaltig für Deine Erdbeeren.

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Für die kleine Nascherei zwischendurch: Auch im Topf für die Fensterbank sind Erdbeeren richtig hübsch. Vergiss nur nicht, sie regelmäßig zu gießen. Foto: hbpictures/shutterstock

 

 

Die richtige Pflanztiefe

Achte darauf, dass Du die Erdbeere nicht zu tief setzt und das Herz nicht mit Erde bedeckst. Unter der Erde kann es leicht faulen und die Blütenbildung wird unterdrückt. Der Ballen des Setzlings sollte viel lieber nur leicht mit Erde bedeckt werden. Das Pflanzloch sollte so groß sein, dass die Wurzeln bequem darin Platz finden und nicht gestaucht werden. Zwischen jedem Setzling lässt Du 20 bis 30 Zentimeter Platz, der Reihenabstand kann ruhig 60 Zentimeter betragen. Bedenke, dass der Ballen der jungen Pflanze leicht vom Frost geschädigt werden kann und schnell austrocknet. Daher sollten Erdbeeren bei längerer Trockenheit immer ausgiebig gegossen werden.

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Auch auf einem sonnigen Balkon entwickeln sich Erdbeeren prächtig. In einen Blumenkasten von einem Meter Länge passen ungefährer bis zu fünf Pflanzen. Foto: Ivan Gl/shutterstock

 

 

Die richtige Pflege

Gedüngt wird erst nach drei Wochen. Spätestens dann haben sich die ersten neuen Blätter ausgebildet. Zum Düngen kannst Du einen stickstoffarmen Dünger verwenden oder einen speziellen Beerendünger, er sollte nur kein Guano enthalten. Zwischen den Erdbeeren kannst Du den Boden mit Rindenmulch auslegen, das hält die Feuchtigkeit im Boden und bremst das Wachstum von Unkraut. Du musst die Pflanzen dann auch nicht mehr so oft gießen. Solltest Du dennoch gießen müssen, mach das am Abend und wässere nur den Wurzelbereich. So beugst Du Pilzerkrankungen vor. Später tauschst Du den Rindenmulch dann gegen Stroh. Darauf können die Früchte auch bei Nässe trocken liegen und faulen nicht. Im Spätherbst werden noch die vergilbten Blätter abgeschnitten, um Krankheiten vorzubeugen. Aber Achtung: Das Herz der Erdbeere darf dabei nicht verletzt werden.

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Erdbeeren sind auch immer eine Erinnerung an die Kindheit. Du hast doch bestimmt auch die Früchte immer gleich im Beet gegessen – oder? Foto: Oksana Shufrych/shutterstock

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