ROMANTISCHE GLOCKENBLUMEN

Elfengleich wippen ihre Blütenröcke im Sommerwind. Das Violett strahlt mit der Sonne um die Wette. Sie scheinen sich wohl zu fühlen, neben den Rosen, dem Rittersporn und den Hortensien. Jetzt blühen die Glockenblumen wieder im Garten und beim Betrachten werden unweigerlich schönste Erinnerungen wach – an die Kindheit auf dem Land, an unbeschwerte Zeiten in Großmutters Garten. An Momente voller Glück, Liebe und kindlicher Freude.

 

Forto: Luboslav Tiles/shutterstock
Deine Glockenblumen eignen sich wunderbar als Bodendecker. Sie sind aber auch ein toller Blickfang in Stein- oder Wildgärten. Foto: Luboslav Tiles/shutterstock

 

 

Glockenblumen gehören zu den sogenannten zweijährigen Sommerblumen. Ihr botanische Name ist Campanula. Mittlerweile blühen sie in Blau, Weiß und Rosa. Man schätzt, dass es zwischen 300 und 450 Glockenblumenarten gibt. Manche von ihnen wachsen bis zu 100 Zentimeter hoch. Glockenblumen blühen nahezu ohne Pause in der Zeit von Juni bis August und ziehen Insekten und Schmetterlinge magisch an. Ein wunderbares Schauspiel! Möchtest Du Glockenblumen aus der Gärtnerei in Deinem Garten anpflanzen, ist der Frühsommer dafür die richtige Zeit. Willst Du sie direkt ins Beet aussäen, dann solltest Du das im Frühjahr erledigen. Sie werden Dich dann auch Jahr für Jahr mit ihren tollen Blüten verzaubern. Worauf Du achten musst, damit sich die Glockenblumen auch bei Dir zu Hause fühlen, erfährst Du hier.

 

Foto: Ekaterina Kapralova/shutterstock
Schmetterlinge lieben Glockenblumen. Interessant: Die Wurzeln der Rapunzelglockenblume lassen sich zu homöopathischen Arzneien verarbeiten. Foto: Ekaterina Kapralova/shutterstock

 

 

Ein Plätzchen zum Wohlfühlen

Eigentlich wachsen Deine Glockenblumen in jedem Boden, der nicht zu lehmig und vor allem wasserdurchlässig ist. Da sie sich gerne ausbreiten, solltest Du ihnen reichlich Platz gönnen. Sie lieben die Sonne, vertragen aber auch lichten Schatten. Die Waldglockenblume hätte gerne ein Plätzchen unter Bäumen, die Rapunzelglockenblume dagegen möchte eher in einem feuchten, humosen Boden mit viel Sonnenlicht gedeihen. Der Nesselglockenblume aber ist es egal, sie fühlt sich im Schatten genauso zu Hause wie unter der prallen Sonne. Du kannst Deine Glockenblumen gerne im Frühsommer in den Garten setzen, es geht aber auch noch im Juni und Juli – sofern es sich um Containerpflanzen aus der Gärtnerei handelt. Glockenblumen eignen sich übrigens hervorragend für eine Wildstaudenpflanzung. Vor allem in Nachbarschaft von Fingerhut, Rittersporn und Akeleien machen sie eine Top-Figur. Mein Tipp: Pflanze sie in Dein Staudenbeet, das verleiht ihm einen herrlich altmodischen und somit romantischen Charakter. Tipp: Vor allem die langstieligen Arten machen auch in der Vase eine sehr gute Figur, wie Du auf den Fotos unten siehst:

 

 

 

Sie sind bescheiden,  Aber freuen sich über ein wenig Zuwendung

Glockenblumen sind äußerst pflegeleicht. Hin und wieder musst Du nur abgestorbene, verblühte oder erkrankte Pflanzenteile entfernen und daran denken, sie regelmäßig zu gießen. Du musst wissen: Sie mögen es feucht. Und wenn Du in das Gießwasser noch einen Schuss Brennnesseljauche mischst und Deine Glockenblumen alle zwei bis drei Wochen damit versorgst, machst Du sie wirklich sehr glücklich. Sie werden es Dir mit zahlreichen Blüten danken. Möchtest Du Deine Glockenblumen düngen, dann benutze einfach einen mineralischen Langzeitdünger oder etwas Kompost.  Beides liefert ihnen die benötigten Nährstoffe. Mit dem Dünger solltest Du allerdings vorsichtig sein. Sie vertragen nicht allzu viel davon.  Glockenblumen säen sich übrigens selbst aus und wachsen dann Jahr für Jahr an derselben Stelle in Deinem Garten. Mein Tipp: Glockenblumen lassen sich sehr leicht teilen. Sie bilden viele Wurzelausläufer, von denen Du welche im Herbst abtrennen kannst. Pflanze sie einfach an anderer Stelle ein und Dein Garten wird im darauf folgenden Frühsommer ein wahres Glockenblumenmärchen. Schau, wie schön sie blühen:

 

manchmal fühlt sie sich UNwohl

Hin und wieder kränkeln die Glockenblumen ein wenig. Dann bekommt sie Spinnmilben. Die erkennst Du an den feinen weißen Gespinsten an der Unterseite des Laubes. Dagegen kannst Du erfolgreich Raubmilden einsetzen. Auch Thripse und der Mosaikvirus oder die Blattfleckkrankheit können Deine Glockenblumen zu schaffen machen. Da helfen entsprechende Mittel auf biologischer Basis aus dem Gartenfachhandel. Tipp: Du solltest unbedingt an eine Staudenstütze denken. Sonst knicken Deine Glockenblumen viel zu schnell um.

 

Foto: photoiconix/shutterstock
Glockenblumen gehören in jeden Bauerngarten. Sie machen sich gut in Kombination mit Fingerhut, Rittersporn und sogar alten Rosen. Foto: photoiconix/shutterstock

 

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