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ROSEN IM TOPF – 5 WICHTIGE PFLEGETIPPS

Du liebst Rosen, hast aber keinen eigenen Garten? Macht doch nichts! Schließlich lässt sich Dein Balkon ganz einfach in einen herrlich duftenden Rosengarten verwandeln. Du musst wissen: Diese tollen Blumen fühlen sich auch in Kübeln und Töpfen wohl. Allerdings benötigen Deine Rosen im Topf ein bisschen mehr Pflege, als zum Beispiel eine Gartenrose. Du solltest regelmäßig ihre Blätter unter die Lupe nehmen, die Feuchtigkeit der Erde mit den Fingern überprüfen und sie immer wieder düngen. Machst Du das alles nicht, ist die schöne Pracht fix hin. Deine Rosen im Topf verlassen sich auf Dich. Kümmerst Du Dich aber liebevoll um Deine Rosen im Topf, werden sie es Dir mit den schönsten Blüten danken. Worauf Du achten musst, erfährst Du hier. Das sind die 5 wichtigsten Pflegetipps…

 

Rosen - Balkon - franksleinergarten
„Rosenkavaliere“ können sich auch ihren Balkon mit der Königin der Blumen verschönern. So wie es Berliner Freunde von mir gemacht haben. Hübsch, oder?Foto: frankskleinergarten.de/Elias

 

 

GROSSE TÖPFE, GUTE DRAINAGE

Deine Rosen mögen es sonnig, aber nicht heiß. Schon gar nicht sollte sich die Erde unnötig aufheizen können. Darum ist es wichtig, dass Du Deine Rose in einen möglichst großen Topf pflanzt. Er sollte mindestens 50 Zentimeter hoch sein. Vielleicht sogar noch größer. Grund: Die Wurzeln Deiner Rose wachsen gerne in die Tiefe. Daher ist die Topfhöhe wichtiger als der Durchmesser. Damit sich Deine Rosen dann auch in ihrem Topf wohlfühlen, sollte sich dort keine Staunässe bilden können. Darum ist eine gute Drainage so wichtig. Achte darauf, dass der Topf ein Abflussloch hat und verteile auf dem Boden einfach einige Tonscherben oder 4 bis 5 Zentimeter Blähton. So können die Wurzeln das Abflussloch nicht verstopfen, überschüssiges Wasser fließt ganz leicht ab und die Wurzeln bekommen sogar noch Luft. Du solltest Deine Rosen übrigens besser in hochwertige Erde aus dem Garten-Center setzen. Einfache Gartenerde ist oft zu lehmhaltig – das mögen Rosen nicht so sehr. Das Beste ist, Du benutzt spezielle Rosenerde.

 

Rosen - Balkon - frankskleinergarten
Auch Deine Rosen im Topf müssen geschnitten werden. Das machst Du, wie bei den Gartenrosen auch, erst zur Forsythienblüte. Im Sommer wird dann regelmäßig Verblühtes ausgeputzt. Foto: Yilmaz Uslu

 

 

DEINE ROSEN IM TOPF BRAUCHEN VIEL DÜNGER UND EIN LUFTIGES PLÄTZCHEN

Natürlich brauchen auch Deine Rosen im Topf Zuwendung und Pflege. Ganz besonders wichtig ist die optimale Versorgung mit Nährstoffen, wenn Deine Rosen im Topf öfter blühen sollen. Du weißt ja: Nur wer ordentlich isst, wird groß und stark. Darum musst Du mit einem guten Dünger nachhelfen. Auf alle Fälle solltest Du in die Erde einen Langzeitdünger einarbeiten und wöchentlich dem Gießwasser noch einen Flüssigdünger beimischen. Ohnehin musst Du Deine Rose im Topf regelmäßig gießen, denn die Erde trocknet sehr schnell aus. Gegossen wird gleichmäßig, denn zu viel Wasser schadet der Rose. In zu nasser Erde würden die Wurzeln absterben und sie können die Pflanze dann nicht mehr optimal versorgen. Ebenfalls wichtig für eine schöne Blüte: Der Standort. Deine Rosen im Topf vertragen zwar die pralle Sonne, aber lieber wäre ihnen ein halbschattiges und luftiges Plätzchen. Stehen sie den ganzen Tag in der direkten Sonne, könnten sie sich ihre zarten Blütenblätter verbrennen.

 

Rosen - Terrasse - frankskleinergarten
Für den Winter solltest Du Deine Rosen im Topf ordentlich einpacken. Sie vertragen zwar Kälte, aber keinen Frost. Am besten stellst Du sie an die Hauswand oder in eine Balkonecke.  Foto: Mieze

 

 

WASSERNEBEL HILFT GEGEN SPINNMILBEN

Ist Deine Rose im Topf krank, kann das ein Hinweis auf einen falschen Standort oder eine schlechte Versorgung sein. Dagegen lässt sich aber ganz fix etwas unternehmen. Oft sind es die ganz einfachen Rezepte, die helfen. Wenn sich zum Beispiel weiße Gespinste an den Blättern gebildet haben, dann kämpft Deine Rose im Topf mit Spinnmilben. Das ist auf alle Fälle ein Hinweis auf zu trockene Luft. Du solltest die Pflanze morgens und abends mit Wasser einnebeln, außerdem solltest Du sie umstellen. Neben kleinblättrigen Pflanzen  würde sie sich nun wunderbar erholen, denn die verbessern durch Verdunstung das Mikro-Klima.

 

Rosen - Fensterbank - Shebeko - frankskleinergarten
Du solltest auf keinen Fall Lavendel als Begleitpflanze mit in den Topf setzen. Es würde beiden nicht bekommen, denn Rosen und Lavendel haben ganz unterschiedliche Ansprüche an den Boden.  Foto: Shebeko

 

 

SO HILFST DU DEINEN ROSEN IM TOPF DURCH DEN WINTER

Willst Du Deine Rose im Topf ordentlich durch den Winter bekommen, solltest Du sie zuallererst an die Hauswand oder in eine Ecke stellen. Das schützt vor eisigen Winden. Auf alle Fälle musst Du Deine Rosen im Topf ordentlich einpacken. Um den Kübel wickelst Du erst eine Noppenfolie, dann ziehst Du noch einen Jutesack darüber. Bevor Du alles zubindest, könntest Du den Jutesack noch mit etwas Stroh oder Reisig ausstopfen. Das ist wichtig, denn gerade die Wurzeln Deiner Rose im Topf sind sehr kälteempfindlich. Stell den Topf auch noch auf Füßchen, so entgeht das Wurzelwerk einem möglichen Bodenfrost. Ebenso musst Du darauf achten, dass die Veredelungsstelle der Rose sich eine Handbreit in der Erde befindet. Zur Sicherheit könntest Du noch die Erde ein wenig anhäufeln. Hast Du ein Rosenstämmchen im Topf, solltest Du die Krone ordentlich einpacken. Aber Achtung: Du darfst kein Plastik dafür verwenden, schon gar keine Plastiktüte. Darunter könnte sich Kondenswasser bilden und die Veredelungsstelle erfrieren. Nimm auch dafür lieber einen großen Jutesack, den Du über die Krone ziehst, dann noch mit Reisig ausstopfst und unter der Veredelungsstelle zusammenbindest.

 

Rosen - Kuebel - frankskleinergarten
Rosen brauchen mindestens 5 bis 6 Stunden Sonne am Tag, dann blühen sie am schönsten. Schön wäre auch ein luftiges Plätzchen. Das mindert die Ansteckungsgefahr bei Pilzkrankheiten und den Schädlingsbefall. Foto: shutterstock

 

 

NICHT JEDE ROSE EIGNET SICH FÜR DEN TOPF – DIESE SCHON:

Ideal für die Pflanzung im Kübel sind Beetrosen, Zwergrosen oder Kleinstrauchrosen. Aber auch Edelrosen wie die Chippendale eignen sich. Falls Du englische Rosen magst, versuch es doch mit der Lady of Shalott, Grace oder Darcey Bussell. Kartoffelrosen sind ebenfalls Alleskönner im Kübel, sie sind kompakt, winterhart, pflegeleicht, gut duftend und tragen sogar noch Hagebutten. Von Kletterrosen würde ich die Finger lassen. Sie benötigen  einen sehr großen Kübel. Das nimmt Dir viel Platz weg auf dem Balkon. Außerdem musst Du Dich intensiv um sie kümmern, denn durch das dichte Laub verdunsten sie viel mehr Feuchtigkeit als die anderen. Du musst sie also auch öfter gießen als die anderen.

 

 

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