Krankheiten - Garten - Franks kleiner Garten

SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN – LÖSUNGEN FÜR DIE 5 GRÖSSTEN PROBLEME

Jeder Gärtner kennt das, Du doch bestimmt auch: An dem einen Nachmittag freust Du Dich so wunderbar über Deine schönen Pflanzen, am nächsten kannst Du sie nur noch beweinen. Über Nacht wurden sie Opfer von Schädlingen und Krankheiten, die ganze Pracht ist nun futsch und Deine Wut groß. Aber diesen Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten muss jeder Gärtner ausfechten – ganz ohne Ausnahme. Kein Wunder, schließlich sind wir nicht die einzigen, die sich an den herrlichen Blüten und dem saftigen Grün der Blätter erfreuen. Auch so manchem Insekt und Pilz gefällt ein liebevoll gepflegter Garten. Einige von ihnen können wir guten Herzens ignorieren, denn sie richten keinen großen Schaden an. Anderen sollten wir uns wiederum in den Weg stellen und zeigen, wer im Garten das Sagen hat. Ich habe Dir hier fix die fünf häufigsten Probleme notiert, die Deine Pflanzen zu bewältigen haben – ganz egal, ob sie jung oder schon ausgewachsen sind. Und ich verrate Dir, wie Du ihnen helfen kannst. Hier der schnelle Überblick:

 

Krankheiten - Ostfriesland - Vorgarten - Franks kleiner Garten
Krankheiten und Erreger können jede noch so schöne Blütenpracht innerhalb kürzester zeit zerstören. Du musst in deinen Beeten immer wieder nach dem Rechten sehen, um frühzeitig einzuschreiten. Foto: Volker Rauch

 

 

WIE EKLIG! SCHNECKEN!

Es gibt wohl kaum eine schlimmere Bedrohung für Deine Jungpflanzen im Beet als Schnecken. Egal, ob Salat oder Funkien – die Schnecken futtern alles in einem rasanten Tempo weg. Nicht einmal Deine Hortensien sind vor ihnen sicher. Ich hatte in meinem Garten die letzten zwei Jahre mit einer regelrechten Schneckenplage zu kämpfen. Oft hatte ich das Gefühl, sie nachts schmatzen zu hören. Natürlich hatte ich mich gefragt, ob ich mir das nur einbilde. Als ich dann aber am nächsten Morgen im Garten stand und die Stauden bis auf den Grund weggeknabbert waren, wusste ich es besser. Untrügliche Hinweise auf Schnecken sind die Schleim- und ungleichmäßige Fraßspuren. Darin  unterscheidet sich Schneckenfraß von anderen Blattfressern, wie zum Beispiel Raupen oder Tauben. Schnecken wirst Du leider nur mit brutalster Härte los. So solltest Du sie morgens, nachmittags und abends oder nach einem Regenschauer einsammeln und töten. Verteile eine Lösung aus Fadenwürmern im Beet. Stelle Barrieren aus unbehandelter Schafswolle und Kupferstreifen um Deine Pflanzen auf. Postiere Bierfallen zwischen Deinen Stauden. Das Beste ist, Du machst das alles gleichzeitig. Noch mehr Lösungen für das Schnecken-Problem findest Du hier. Auf keinen Fall solltest Du Schneckenkorn verteilen. Das schädigt auch andere Tiere. Darum lass bitte die Finger davon.

 

Krankheiten - Schnecken - Franks kleiner Garten
SCHNECKEN SIND DAS EKLIGSTE IM GARTEN. IN NULL-KOMMA-NICHTS HABEN SIE DIE SCHÖNSTEN STAUDEN VERPUTZT. DU MUSST REGELRECHT AUF DIE JAGD NACH IHNEN GEHEN. FOTO: LISA S.

 

 

WENN DIE BLÄTTER FLECKIG WERDEN

Sind zum Beispiel die Blätter Deiner Rosen fleckig, leiden sie mit Bestimmtheit unter Rosenrost – einer Pilzerkrankung. So eine Pilzerkrankung kann  auch andere Pflanzen in Deinem Garten befallen. Rostpilz erkennst Du immer an den gelben oder braunen Flecken auf der Blattoberseite. Sie sind ein Zeichen für orangefarbenen oder schwarzen Rost auf der Unterseite. Hohe Luftfeuchtigkeit und wärmere Temperaturen begünstigen das Auftreten. Diese Pilzkrankheit wird durch Wasserspritzer übertragen. Je enger Deine Pflanzen stehen, um so leichter stecken sie sich gegenseitig an. Darum solltest Du unbedingt auf die richtigen Pflanzabstände und eine gute Durchlüftung bei enger stehenden Pflanzen achten. Und manchmal bleibt Dir nichts anderes übrig, als auf entsprechende chemische Mittel zurückzugreifen. Aber setze sie bitte äußerst sparsam ein. Die befallenen Blätter musst Du übrigens umgehend aufsammeln und im Hausmüll entsorgen. Lässt Du sie liegen, besteht die Gefahr der Neu-Infizierung. Der Pilz überlebt im Boden. Kleiner Tipp: Wie Du Deine Rosen richtig pflegst, erfährst Du hier.

 

Krankheiten - Rostpilze - Franks kleiner Garten
Der Rostpilz kann Deiner Rosenpracht ziemlich schaden. Halte die Pflanzabstände ein und sorge für eine ordentliche Durchlüftung im Beet. Foto: Bildagentur Zoonar GmbH

 

 

IGITT, BLATTLÄUSE AUF DEN ROSEN

Im späten Winter geht’s schon los. Dann machen sich die ersten Blattläuse fit für die ersten jungen Triebe. Eh Du Dich versiehst, machen sie sich zu Hunderten über Deine Pflanze her und saugen sie regelrecht aus. Egal, ob Rose oder Apfelbäumchen – Du wirst sie sofort sehen und Dich auch ein wenig ekeln. Aber was hilft es? Du musst jetzt Deine Pflanzen beschützen. Du kannst Blattläuse ganz einfach mit den Fingern zerquetschen oder mit einem kräftigen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch oder der Blumenspritze von der Triebspitze fegen. Schmierseife oder das eine oder andere Ölpräparat sind ebenfalls sehr hilfreich im Kampf gegen Blattläuse. Hier verrate ich Dir noch mehr Mittel gegen Blattläuse.

 

Krankheiten - Blattläuse - Franks kleiner Garten
BLATTLÄUSE MACHEN SICH MIT VORLIEBE ÜBER JUNGE TRIEBE UND TRIEBSPITZEN HER. SIE SAUGEN DEN PFLANZEN REGELRECHT DAS LEBEN AUS. DU KANNST SIE MIT EINFACHEN MITTELN BEKÄMPFEN. FOTO: FLOKI

 

 

ECHTER MEHLTAU

Echter Mehltau ist ärgerlich und wirklich nicht schön. Dieser Pilz befällt am häufigsten Rosen und andere Zierpflanzen wie Herbst-Aster, Rittersporn, Phlox, Indianernessel und Salbei. Die Blattoberseiten und Stängel der erkrankten Pflanzen sind mit einem hellen, grauweißen und schmierigen Belag bedeckt. Er ist zunächst weiß und wird dann später meist schmutzig bräunlich bis gräulich. Mit fortschreitender Infektion trocknen die befallenen Blätter schließlich vom Rand her ein. Die befallenen Pflanzen verlieren ihre Blätter, werden schwächer und anfälliger für andere Krankheiten. Du kannst die Gefahr minimieren, indem Du Deine Pflanzen regelmäßig gießt und ordentlich mulchst. Vom Mehltau befallene Pflanzenteile solltest Du ziemlich fix abschneiden und auslichten. Ist die Pflanze stark befallen, muss sie raus aus dem Beet und ab auf den Kompost. Die Pilze sterben im Kompost ab, weil sie sich nur auf lebendem Pflanzengewebe halten können. Da die Sporen ohnehin überall auftreten, musst Du nicht auf eine Kompostierung infizierter Pflanzen oder Pflanzenteile verzichten. Kleiner Tipp: Befallene Astern, Indianernesseln oder Phlox kannst Du im Spätsommer oder Frühherbst auch einfach bodennah abschneiden. Sie treiben im folgenden Jahr wieder problemlos aus.

 

Krankheiten - Echter Mehltau - Rosen - Franks kleiner Garten
PFLANZENTEILE, DIE VOM ECHTEN MEHLTAU BEFALLEN SIND, SOLLTEST DU SOFORT RAUSSCHNEIDEN UND AUF DEM KOMPOST ENTSORGEN. TOLL: DER PILZ STIRBT IM KOMPOST AB.  FOTO: GRANDPA

 

 

DER FAST UNSICHTBARE FEIND: SCHILDLÄUSE

Es gibt wohl nichts Hinterlistigeres als diese fiesen, kleinen Schildläuse. Die Tiere können bis zu sechs Millimeter groß werden, meist sind sie jedoch deutlich kleiner. Du siehst die kleinen, braunen Buckel auf Deinen Pflanzen und denkst Dir nichts Böses. Dabei sind diese Viecher schon längst dabei Deine Pflanzen auszusaugen und ihr wertvolle Nährstoffe zu entziehen – unter anderem lebenswichtige Eiweiße. Und dann hinterlassen sie noch diesen schwarzen Pilzbelag auf ihren Ausscheidungen. Das ist einfach nur eklig! Zum Glück sitzen diese gemeinen Sauger oft nur auf einem einzigen Pflanzenteil. Du kannst sie mit einer alten Zahnbürste runter putzen oder mit einem harten Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch oder der Blumenspritze wegspülen. Schmierseife oder ein Ölpräparat aus dem Garten-Center helfen auch. Auch eine selbst hergestellte Spritzbrühe aus beispielsweise Knoblauch oder Brennnessel bekämpft die Pflanzenfeinde wirkungsvoll.

 

Krankheiten - Schildläuse - Franks kleiner Garten
SCHILDLÄUSE SIND WIRKLICH EINE FIESE ANGELEGENHEIT. DIE FÜHLEN SICH AUF ZIMMERPALMEN GENAUSO WOHL WIE AUF PFLANZEN IN DEINEM GARTEN. SIE KNÖPFEN SICH MIT VORLIEBE GESTRESSTE UND GESCHWÄCHTE PFLANZEN VOR. FOTO: TMSARA

 

 

VERTRAUEN IST GUT, KONTROLLE BESSER

Es hilft nichts: Möchtest Du Deine Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen, musst Du regelmäßig nach ihnen sehen. Denn nur eine ständige Kontrolle ermöglicht Dir rechtzeitig einzugreifen. Sobald Du einen Erreger identifizieren kannst, greifst Du zum entsprechenden Gegenmittel – versuch es aber bitte erst einmal mit natürlichen Mitteln und verzichte auf die chemische Keule. Du wirst sehen, dass Du so ganz einfach und ziemlich fix das Schlimmste im Garten verhinderst und aus einer lästigen Pflicht ganz schnell die schönste Routine wird. Wirklich – ein abendlicher Kontrollspaziergang durch den Garten macht Spaß, entspannt und inspiriert. Schließlich wirst Du nicht nur Deine Pflanzen auf Erreger und Krankheiten hin überprüfen, sondern auch Ideen für eine neue oder ergänzende Bepflanzung entwicklen.

 

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