SO SCHÜTZT DU DEINE HORTENSIEN VOR FROST

Du glaubst es kaum, aber Hortensien sind sensibel und liebesbedürftig. Erst wenn sie spüren, dass sie Deine volle Zuneigung besitzen und sie sich an ihrem Plätzchen im Garten so richtig wohlfühlen, blühen sie in ihrer ganzen Pracht auf. Ja, Hortensien brauchen Deine Aufmerksamkeit wie den Boden, in dem sie wurzeln. Sicherlich denkst Du Dir, dass Hortensien doch ohnehin Freilandpflanzen und winterhart sind und Du Dich deswegen kaum um sie kümmern musst. Aber das ist ein Irrtum. Denn gerade jetzt ist es wichtig, dass Du Dich sorgsam um sie kümmerst. Gerade die jungen Hortensien und die Hortensien im Kübel sind es, die Deine Pflege nötig haben. Schließlich sind sie nicht stark genug, um sich allein gegen Schnee und Frost wehren zu können. Und Du willst sie doch unbeschadet durch den Winter bekommen. Kümmerst Du Dich jetzt um Deine Hortensien, werden sie es Dir im kommenden Jahr mit den schönsten Blüten danken. Was Du bedenken solltest, erfährst Du hier.

 

Foto: Olena Ukhova
Die üblichen Hortensien sind fast alle winterfest, dennoch solltest Du sie vor Frost schützen. Du könntest z.B. den Wurzelbereich 20 Zentimeter dick mit Gartenerde abdecken. Foto: Olena Ukhova

 

 

DARUF SOLLTEST DU NUN ACHTEN

Bevor Du Deine Hortensie für den Winter einkleidest, müssen erst einmal die verwelkten Blüten und Blätter von Dir entfernt werden. Im Herbst fallen zwar die meisten Blätter ab und Du kannst sie mühelos zusammenharken, aber einige klammern sich dann doch wider besseren Wissens an die Zweige. Du musst sie also abzupfen. Vor allem, wenn Herbst und Winter ganz fix ineinander übergehen, solltest Du rechtzeitig Hand anlegen. Es ist ganz wichtig, dass Du die verwelkten Blüten und Blätter entfernst, denn unter den verblühten Rispen, Tellern oder Dolden haben sich die neuen Triebe gebildet, aus denen sich im nächsten Jahr die schönsten Blüten entwickeln werden. Solltest Du jetzt einen Rückschnitt geplant haben, aber vom vorzeitigen Frost überrascht worden sein – kein Problem. Im März kannst Du auch noch die Schere ansetzen und Deine Hortensie entsprechend stutzen. Vergiss nur nicht die Hortensien im Kübel. Sie musst Du erst nach dem Winter zurückschneiden. Die Kübelpflanzen müssten nun übrigens am besten fix in den Keller. Dort können sie in aller Seelenruhe bei angenehmen Temperaturen und frostfrei überwintern. Dass es dort vielleicht dunkler als draußen ist, macht ihnen gar nichts.

 

 

 

SO BEREITEST DU DEINE HORTENSIEN AUF DEN WINTER VOR

Es gibt Hortensien, die verzaubern unseren Garten bis weit in den Herbst. Das ist schön, aber leider nicht ganz unproblematisch. Vor lauter Freude darüber vergessen wir nämlich nur zu leicht, sie rechtzeitig auf den nahenden Winter vorzubereiten. Und dabei können wir nicht früh genug damit beginnen, uns darüber Gedanken zu machen. Ausschlaggebend für den Winterschutz ist zum Beispiel die Größe und das Alter der Hortensie. Eine frisch gepflanzte Hortensie muss auf alle Fälle stärker gegen Frost und Schnee geschützt werden als ein alter Strauch. Um das junge Pflänzchen musst Du nun großzügig Rindenmulch herum verteilen. So, dass der Wurzelbereich richtig dick abgedeckt ist. Darauf legst Du dann noch Tannenzweige. Gut! Aber nicht nur die Wurzeln, sondern auch die empfindlichen Triebe wollen geschützt werden. Hast Du die Triebe im Herbst nach der Blüte gekürzt? Wunderbar! Jetzt musst Du darauf achten, dass sie keinen Frost abbekommen. Darum könntest Du die kleineren Hortensien mit einem Jutesack einhüllen, den Du noch mit etwas Reisig oder Stroh ausgepolstert hast, oder Du nimmst ein Winterflies aus dem Garten-Center. Das schützt. Wichtig: Die Pflanze muss noch atmen können. Also bitte kein Plastik benutzen. Die größeren Hortensien solltest Du übrigens erst im Frühjahr zurückschneiden. Das macht sie weniger anfällig für Frostschäden. Das sollte Dich aber nicht daran hindern, auch ihren Wurzelbereich ordentlich mit Rindenmulch oder Herbstlaub und Tannenzweigen abzudecken. Möchtest Du Deine Topf-Hortensien nicht in den Keller stellen, platziere sie windgeschützt an der Hauswand. Allerdings musst Du ihre Töpfe ordentlich einpacken. Am besten Du umwickelst den Kübel mit einigen Lagen Luftpolsterfolie, um alles anschließend mit einer dicken Kokosmatte einzuhüllen. Das Ganze bindest Du dann noch zusammen. Achte darauf, dass die Matte ungefähr zehn Zentimeter über den Topfrand hinausreicht, denn Du deckst auch noch den Wurzelballen mit einer dicken Schicht Herbstlaub ab. Um die Hortensie auch gegen Bodenfrost zu sichern, stellst Du den Topf zum Abschluss noch auf eine Styroporplatte. Fertig.

 

 

Foto: Agnes Kantaruk
Da Du größere Pflanzen nicht mehr abdecken und so vor Frost schützen kannst, verzichtest Du im Herbst am besten auf einen Rückschnitt. Die neuen Triebe würden zu sehr im Winter leiden. Verschiebe den Schnitt lieber ins Frühjahr Foto: Agnes Kantaruk

 

 

WINTERZEIT IST AUF ALLE FÄLLE AUCH RUHEZEIT

Wo Deine Hortensie überwintert, hängt in erster Linie doch von ihrer Größe und dem Ort, an dem Du sie gepflanzt hast, ab. Einen Kübel kannst Du sicherlich ohne weiteres ins Haus tragen, während Du Deine im Garten gepflanzte Hortensie auf gar keinen Fall zum Überwintern ausbuddeln solltest. Vor allem für die Hortensie in Deinem Garten gilt: Je dicker die Reisig- und Mulchschicht über ihren zarten Wurzeln ist, desto sicherer wird die Hortensie durch den Winter kommen. Bis zum ersten Frost solltest Du darauf achten, dass der Boden um die Hortensie nicht austrocknet. Also bis zur ersten kalten Nacht weiterhin großzügig gießen! Nur so schaffst Du insgesamt die optimalen Bedingungen für eine angenehme Winterruhe. Sollte der Winter übrigens kälter werden, als Du angenommen hattest, kannst Du Deine Hortensien auch im Nachhinein mit Sackleinen abdecken. Meistens ist das aber nicht notwendig, da der Schnee auf den Trieben die Pflanze schon ausreichend vor dem Frost schützt.

 

 

 

DIESE HORTENSIEN SIND BESONDERS FROSTHART

Als besonders tapfer haben sich Rispen-Hortensien und Ball-Hortensien erwiesen. Sie trotzen Schnee und vor allem Frost am stärksten. Unglaublich, aber wahr: Um sie musst Du Dir überhaupt keine Sorgen machen, denn diese Hortensien kommen wirklich ohne jeglichen Winterschutz aus. Das liegt daran, dass diese Arten ihre Blütenknospen erst an den neu gebildeten Trieben anlegen. Darum werden die alten Blütentriebe erst im Frühjahr zurückgeschnitten, gleichzeitig kannst Du dann auch eventuelle Frostschäden entfernen.

 

Foto: Cora Müller
Wer Hortensien pflanzt muss immer auf den Standort achten: Sie mögen es halbschattig, bis schattig und immer schön feucht. Der Boden sollte lehmig oder humos sein. Foto: Cora Müller

 

 

AUF GUTE NACHBARSCHAFT

Wusstest Du das: Es erleichtert die Pflege, wenn Du für Deine Hortensien einen Standort im Garten auswählst, der eine Nachbarschaftshilfe unter den Pflanzen ermöglicht. Am besten werden Hortensien mit Stauden wie Rittersporn und Eisenhut kombiniert – auch wenn diese Stauden giftig sind. Sie sorgen dafür, dass Deine Hortensien lange und häufig Blüten tragen. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Nachbarschaft aus großen Stauden besteht. Ebenso ist die Nachbarschaft zu einem Baum ganz nützlich. Dank seines Blätterdachs werden die Hortensienblüten im Sommer vor dollem Wind, gleißendem Sonnenlicht und heftigen Regenfällen geschützt.

 

1 Comment

  • Friedel Reents
    23. Mai 2017 14:33

    Danke für den schnellen Überblick, soweit beschrieben habe ich wohl alles richtig gemacht. Allerdings ist der späte Frost nicht gut gewesen und die Spitzen sind braun, mal sehen wie es weitergeht.

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