SO WIRD DEIN GARTEN WELPENSICHER

Endlich! Der süße, knuddelige Welpe ist eingezogen. Lange haben wir darauf gewartet. Meiner heißt Bruno und Deiner? Bruno ist ein Golden Retriever, acht Wochen alt und neugierig wie ein Klatschreporter. Logisch, dass er schon bei der ersten Gelegenheit sein neues Revier erkunden will, dazu gehört natürlich auch der Garten. Aber gerade dort können zahlreiche Gefahren auf ihn lauern. Umso wichtiger ist es, das Grundstück welpensicher zu machen. Dein Welpe soll sich doch auf gar keinen Fall im Garten verletzen oder vergiften können, oder? Darum musst Du möglichst fix so viele Gefahren wie möglich beseitigen. Das ist gar nicht so aufwendig, wie man vielleicht denken könnte. Du solltest einfach nur ein paar Regeln beachten. Im Handumdrehen hast Du Deinen Garten welpensicher gemacht. Wie das am einfachsten geht und was Du beachten musst, erfährst Du hier.

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Natürlich ist nichts aufregender als ein Blumenbeet – selbst wenn noch nichts blüht. Damit Bruno aber künftig nicht mehr ins Beet tappst, wird es fix eingezäunt.   Foto: privat

 

 

Ein Zaun muss leider sein

Du kannst bestimmt gar nicht so schnell gucken, wie Dein Welpe durch die Hecke zum Nachbarn flitzt, oder? Kein Wunder, Dein Welpe will doch  die Welt um sich herum erkunden – vor allem die jenseits der Hecke. Und da sich Dein Welpe durch fast jede Lücke Deiner Hecke quetschen kann, wird es ohnehin das Beste sein, Du rüstest sie mit einem engmaschigen Zaun nach. Die notwendige Zaunhöhe hängt dabei selbstverständlich von der Größe des Hundes und seinem Sprungvermögen ab. Außerdem musst Du darauf achten, dass es keine Zwischenräume unter dem Zaun gibt – da könnte Dein Welpe sich ohne große Probleme durchquetschen und die ganze Mühe war umsonst. Möglichkeiten für die Zaungestaltung gibt es viele: Palisaden, Maschendraht, ein Latten- oder Dichtzaun. Du kannst aber auch einen dieser schicken Mattenzäune aus Metall aufstellen.

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Dort, wo er eigentlich nicht hindarf, fühlt Bruno sich am wohlsten. Jetzt ist er zehn Wochen alt und respektiert kaum noch Grenzen. Das muss sich ändern.   Foto: privat

 

 

Sicherheit geht über alles

Verletzungsgefahren für den Welpen verstecken sich überall im Garten. Vor allem Rosen- und Baumschnitt musst Du gleich beseitigen und darauf achten, dass keine Dornen, Äste oder Zweige zurückbleiben. Achte darauf, dass Du Deine Gartengeräte sicher lagerst. Während der Gartenarbeit darfst Du auf keinen Fall Deine Harke auf dem Boden liegen lassen. Lehne sie lieber aufrecht ans Haus, mit den Zinken zur Wand. Stacheldraht hat nun nichts mehr auf Deinem Grundstück verloren, auch nicht an oder auf Deinem Zaun. Es wäre auch gut, wenn Du nun erst einmal nur noch mit Komposterde oder Hornspäne düngst und auf Kunstdünger verzichtest. Neugierige Welpen fressen doch fast alles…

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Bruno begreift langsam, dass es auch Tabuzonen für ihn gibt. Zu seinem Schutz werden mit Schädlingsbekämpfungsmittel behandelte Pflanzen mit Draht gesichert.    Foto: privat

 

 

Achtung bei Schneckenkorn & Co.

Welpen knabbern an allem was ihnen vor die Schnüffelnase kommt. Auch in Deinem Garten. Egal, ob Giftpflanze oder Chemikalie. Egal, ob Kunstdünger oder Schneckenkorn. Letzteres soll zwar nicht schädlich für Deinen Welpen sein – aber kann man sich da sicher sein? Nicht wirklich, oder? Darum setze auf Welpensicherheit und verzichte am besten ab sofort auf den Einsatz von Chemikalien wie Schneckenkorn im Garten. Solltest Du sie dennoch dringend benötigen, musst Du die Bereiche mit einem kleinen Zaun zum Beispiel aus Kaninchendraht absichern. Verzichte lieber auch auf Chemikalien gegen Algen im Gartenteich. Generell: Probiere erst natürliche Hausmittel im Kampf gegen Schädlinge aus  – Bierfallen gegen Schnecken, Lavendel gegen Blattläuse usw. Außerdem darfst Du giftige und gefährliche Stoffe im Gartenhaus nun nur noch im obersten Regal lagern.

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Bruno ist ein Gärtner mit Herz. Am liebsten buddelt er Pflanzenzwiebeln aus. Daher werden nur noch Blumen gesetzt, die nicht giftig sind und für ihn keine Gefahr darstellen.    Foto: privat

 

 

Vorsicht giftige Pflanzen!

Sie sind beliebt, sehen schön aus – leider sind sie giftig! Einige der beliebtesten Gartenpflanzen sind für Deinen Welpen sehr gefährlich. Diese Giftpflanzen können zu einer Gefahr für Deinen Hund werden: Tulpen, Akelei, Lupine, Fingerhut, Pfaffenhütchen, Mohnblume, Krokus, Petunie, Rhododendron, Hortensie, Christrose, Seidelbast, Rittersporn, Geranie, Efeu, Maiglöckchen. Und es gibt noch mehr. Spielen Deine kleinen Kinder ebenfalls im Garten, solltest Du ohnehin auf hochgiftige Pflanzen wie Goldregen, Blauregen und Engelstrompete verzichten. Willst Du diese Pflanzen nicht aus Deinem Garten verbannen, zäunst Du sie am besten sicher ein. So oder so: Auf alle Fälle musst Du darauf achten, dass Dein Hund nicht an ihnen knabbert oder sie in größeren Mengen frisst.

 

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Das musste ich ganz schnell lernen: Was man liegen lässt, räumt der Welpe einem hinterher. Bruno schleppt schon alles durch den Garten. Das ist sein größter Spaß.   Foto: privat

 

 

Zutritt verboteN

Es wird in Deinem Garten bestimmt Bereiche geben, die nicht für Deinen Welpen bestimmt sind.  Dein Rosenbeet zum Beispiel oder den Kräutergarten. Daher musst Du ihm schon früh beibringen, diese Tabuzonen zu respektieren. Das schaffst Du am leichtesten, indem Du diese Bereiche abgrenzt. Eine Beeteinfassung aus Kies ist eine Möglichkeit oder ein kleiner, improvisierter Zaun aus Kaninchendraht. Manche setzen sogar Abzäunungen in passender Höhe aus gespannten Elektro-Litzen mit angeschlossenem Weidestromgerät ein. Dein Komposthaufen ist übrigens auch so ein Bereich, den Du nach Möglichkeit abgrenzen solltest. Du kannst gar nicht so schnell gucken, wie der Lütte sich durch die Abfälle wühlt. Super sind abschließbare Komposter oder Schnellkomposter mit Deckel. Auch Deinen Gartenteich solltest Du im Auge behalten. Darf er darin im Sommer schwimmen oder nicht? Wenn nicht, wirst Du ihn wohl einzäunen müssen. Biete dem Kleinen doch eine Alternative an: Ein Kinderschwimmbecken für wenig Geld aus dem Baumarkt könnte so eine Lösung sein.

1 Comment

  • Nicole
    16. Juni 2016 12:25

    So süß und so nützlich! Bruno ist der Beste 🙂

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