Winterfütterung - Weidenmeise - Franks kleiner Garten

VOGELHAUS ODER FUTTERGLOCKE – WAS IST FÜR PIEPMÄTZE BESSER?

Jetzt brauchen sie wieder unsere Hilfe, denn schließlich wird im Winter das Futter für Piepmätze knapp. Also streuen wir Körner, Rosinen und Äpfel ins Vogelhäuschen, hängen Meisenknödel und -ringe auf, basteln eine Futterglocke oder platzieren im Baum vor dem Wohnzimmerfenster eine Futtersäule. Aber hast Du Dich schon einmal gefragt, wie Du die Wildvögel in Deinem Garten am besten füttern solltest? Ob das Futter, das Du ihnen gibst, überhaupt das richtige ist? Bestimmt weißt Du schon, dass die Meisenknödel in den Plastiknetzen regelrechte Todesfallen für die Kleinen sind. Darin können sie sich nämlich ganz fix mit ihren zierlichen Krallen verheddern und so schließlich zur leichten Beute für Katzen werden. Darum hänge sie bitte nicht auf. Aber auch ein Vogelhäuschen oder eine selbstgemachte Futterglocke haben Vor- und Nachteile. Damit Du nichts falsch machst, habe ich Dir fix alles aufgeschrieben, was Du wissen musst – damit möglichst viele Vögel in Deinem Garten glücklich werden…

 

Winterfütterung - Rotkehlchen - Franks kleiner Garten
JETZT WIRD DAS FUTTER KNAPP! DARUM SOLLTEN WIR DEN WILDVÖGELN UNBEDINGT ETWAS ZU FRESSEN ANBIETEN. ABER VERGISS BITTE NICHT, DASS SIE UNTERSCHIEDLICHE FUTTERGEWOHNHEITEN HABEN. FOTO: ALAN TUNNICLIFFE

 

 

DER PERFEKTE STANDORT

Egal, ob Futterglocke oder Vogelhäuschen – Du musst genau überlegen, wo Du sie platzieren willst. Damit die Piepmätze die Futterstelle auch wirklich annehmen, müssen sie ein Gefühl von Sicherheit haben. Dieses Gefühl haben sie aber nur, wenn eine gute Rundumsicht übers Gelände möglich ist und sie so jeden Feind frühzeitig sehen können. Darum sollten zum Beispiel die Mietzekatzen Deiner Nachbarschaft keine Möglichkeit haben, sich ungesehen anzuschleichen. Das Vogelhäuschen könntest Du auf einem Pfahl platzieren, an dem Du stachelige Rosenzweige gebunden hast oder Du hängst die Futterglocke so in den Baum, dass sie für Katzen mit Sicherheit nicht erreichbar ist. Die Wahl des Futterplatzes ist auch wichtig, weil die Vögel unterschiedliche Nahrungsgewohnheiten haben: Meisen lieben ein hängendes Futterangebot, da sie es gut anfliegen und sich dort festhalten und fressen können. Drosseln und Amseln fressen dagegen gerne direkt am Boden. Dem Star und dem Spatzen ist es egal, wo sie ihr Futter finden – beiden ist nur wichtig, dass sie überhaupt etwas fressen können. Mehr zum Thema findest Du hier.

 

 

 

DAMIT DIE GÄSTE KOMMEN: AUF DER SPEISEKARTE SOLLTE DAS RICHTIGE STEHEN

Bevor Du Dich für eine Futterstelle entscheidest, sollte Dir klar sein, welche Vögel in Deinem Garten oder auf dem Balkon regelmäßig zu Gast sind. Davon hängt immerhin ab, was Du anbietest. Du musst wissen: Kleine Vögel wie Finken, Sperlinge – auch Spatzen genannt – bevorzugen Körner, die Du gut in einem Vogelhäuschen anbieten kannst. Drosseln, Amseln und Rotkehlchen lieben Obst wie Äpfel oder Rosinen, die Du in Schälchen direkt auf den Boden oder auf die Balkonbrüstung stellen kannst. Meisen haben eine Vorliebe für zermahlene Erdnüsse, Fettfutter und Sonnenblumenkerne. Gerade als Fettfutter lassen sich diese Zutaten sehr gut in einer Futterglocke anbieten. Sie kannst Du wunderbar in den Baum vor Deinem Küchen- oder Wohnzimmerfenster hängen – so kannst Du die Piepmätze wunderbar beim Futtern beobachten.

 

Futterglocke - Vogelhäuschen - Franks kleiner Garten
Mein Vogelhaus aus England hängt im Baum – es muss allerdings ein wenig renoviert werden. Kein Wunder, ist es doch seit Jahren eine beliebte Futterstelle bei den Vögeln in meiner Nachbarschaft. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

DAS VOGELHAUS – DAS SPRICHT DAFÜR, DAS DAGEGEN

So ein Vogelhaus kann richtig hübsch aussehen. Im Handel findest Du sie mit reinem Schilf – oder Reetdach, lustig und bunt bemalt oder auch ganz elegant in grau oder weiß. Meines ist aus dem „Great Park“ in der Nähe von Schloss Windsor, dem Lieblingsschloss der Queen. Ein wunderbarer botanischer Garten. Den musst Du Dir unbedingt einmal ansehen – aber das nur nebenbei. Mein Vogelhaus sieht toll aus und lässt sich wunderbar in einen Baum hängen und schützt die Piepmätze so beim Futtern vor üblen Jägern – vor Katzen, Mardern oder Ratten. Egal, für welche Art von Vogelhaus Du Dich entscheidest, es sollte auf alle Fälle größere Lande- und Sitzmöglichkeiten für kleine bis mittelgroße Gartenvögel bieten. Schließlich soll sich dort doch eine Amsel genauso wohl fühlen wie ein Sperling, oder? Die Futterfläche muss durch ein überragendes Dach vor Regen und Schnee geschützt sein. Falls Du es nicht in einen Baum hängen kannst, solltest Du es auf alle Fälle auf einen Pfahl setzen – auch wenn das einiges an handwerklichem Geschick von Dir verlangt. Damit es regelmäßig angeflogen wird, musst Du es übrigens auch täglich reinigen: Um die Vögel vor Krankheiten zu schützen, solltest Du den Kot entfernen, ebenso gammelige Futterreste und danach immer wieder kleine, aber feine Mengen nachlegen.

 

 

 

DIE FUTTERGLOCKE – SIE MACHT NICHT JEDEN PIEPMATZ SATT

Eine Futterglocke kannst Du ganz leicht selber herstellen. Das kostet nicht viel – weder Zeit, noch Geld. Wie das ganz genau geht, erfährst Du hier. Futterglocken lassen sich ganz einfach in  Bäume hängen, in ein Rosenspalier oder in eine Pergola. Handwerkliches Geschick benötigst Du dafür keines, aber vielleicht musst Du auf eine Leiter klettern, um sie zu platzieren. Darum solltest Du auf alle Fälle schwindelfrei sein. Die Futterglocke muss so hoch in den Baum, dass kein Vogel-Feind sie erreichen kann. Schön: Die Futterglocke ist ganz einfach mit Körnern oder Fettfutter befüllbar und muss eigentlich nie gesäubert werden. Das ist bestimmt ihr größter Vorteil, denn das Futter kann nicht von Kotresten verunreinigt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Vögel mit Krankheiten anstecken, ist also sehr gering. Nachteil: Futterglocken werden in der Hauptsache von kleineren Vögeln wie Meisen angeflogen. Für Amseln sind sie nur schwer zugänglich, weil sie sich an dem kleinen Stöckchen nicht festhalten können.

 

Futterglocke - Garten - Franks kleiner Garten
Abends gefüllt, über nacht konnte sie trocknen und jetzt hängt sie schon im Apfelbaum – so eine Futterglocke ist schnell hergestellt und sieht auch noch hübsch aus. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

MEIN FAZIT

Es ist wie bei vielen Dingen: Der Mix entscheidet über den Erfolg. Ein Vogelhäuschen ist natürlich eine tolle Deko im Garten – vor allem im Winter. Hast Du es am richtigen Ort aufgestellt und kümmerst Dich liebevoll darum, ist es auch ein sicherer Platz für die Vögel Deiner Nachbarschaft. Aber Du musst Dich eben kümmern – egal, wie das Wetter ist. Natürlich habe ich auch eines im Garten – aber ein Vogelhaus alleine reicht mir nicht. Ich will mehr Futtergelegenheiten anbieten. Darum hänge ich auch noch zwei Futterglocken in die Obstbäume. Anders als ein Vogelhaus lässt sich eine Futterglocke ganz fix zusammen mit den Kindern oder Enkelkindern basteln. Ihr könnt die Tontöpfe lustig bemalen, dann befüllen und schließlich das Meisterwerk gemeinsam im Garten platzieren. Und wird die selbstgebastelte Futterglocke erst einmal von den Vögeln angeflogen, freut sich jedes Gärtnerherz.

 

 

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