FARBENFROHE DAHLIEN

Jetzt blühen sie wieder in den schönsten Formen und Farben: Dahlien verzaubern uns mit ihrer ganzen Pracht. Kaum eine zweite Pflanzengattung kann mit so einer Vielfalt aufwarten wie diese. In diesen spätsommerlichen Tagen verwandeln sie auch Deinen Garten in ein wahres Farbenmeer. Wusstest Du, dass es Zigtausend verschiedene Sorten gibt und Fachleute die Dahlie in 13 Klassen unterteilen? Noch blühen sie bis zum ersten Frost, dann musst Du ihre Knollen ausbuddeln und trocken lagern. Im kommenden Frühjahr kannst Du sie dann wieder in die Erde setzen. Übrigens lassen sich Dahlien wunderbar mit Ziergräsern, Taglilien, Phlox, Sonnenhut oder Herbst-Anemonen kombinieren. Besonders imposant wirken sie, wenn Du gleich mehrere Pflanzen zusammen setzt. Was Du alles über Dahlien wissen solltest, erfährst Du hier.

Foto: Patiwat Sariya
Dahlien mit großen Blüten setzen im Beet tolle Akzente. Besonders beeindruckend wirken sie aber, wenn Dahlien in kleinen Gruppen von drei oder vier Knollen gepflanzt werden.  Foto: Patiwat Sariya

 

DER RICHTIGE PLATZ UND DIE BESTE PFLEGE

Dahlien sind eigentlich sehr genügsame Pflanzen. Sie schätzen einen normalen, leicht sauren Gartenboden. Hin und wieder mögen sie eine Hand Kompost, besonders nach dem Anpflanzen im Frühling. Dahlien sind die Kinder des Lichts. Davon können sie nicht genug bekommen. Darum weigern sie sich auch, im Schatten zu gedeihen. Außerdem schätzen sie ein gemäßigtes Klima und einen regelmäßigen Wasserguss. Ja, zu trocken sollten sie nicht stehen. Wenn sie ausgewachsen sind und Deinen Garten mit ihren zauberhaften Blüten verschönern, musst Du sie unbedingt stützen, zum Beispiel mit Pflanzstäben aus Bambus. Nur zu leicht brechen sie bei Wind und Regen auseinander und die ganze Pracht ist hin. Eine attraktive Alternative ist eine ca. 50 Zentimeter hohe Buchsbaumhecke als Beeteinfassung. Sie verdeckt die meist unansehnlichen Stängel und dient gleichzeitig als Stütze. Verblühte Dahlienblüten solltest Du regelmäßig abzupfen, das fördert die Blühfreudigkeit und verlängert die Farbenpracht. Achte darauf, dass Du das rechtzeitig erledigst, denn sonst könnten die verwelkten Blütenblätter auf den grünen Blättern der Pflanze kleben bleiben. Das ist kein schöner Anblick. Der Anblick dieser Dahlien hingegen, lässt uns ins Schwärmen geraten:

 

 

 

WER PASST ZU WEM?

Wenn Du ein Dahlienbeet planen möchtest, wäre es gut, wenn Du auch an die richtigen Begleitpflanzen denkst. Sie sollten, ebenso wie Deine Dahlien, einen vollsonnigen Standort und einen nährstoffreichen Boden schätzen. Deine schwierigste Aufgabe bei der Planung wird es sein, die Entscheidung für ein Farbthema zu fällen. Immerhin ist die Farbenvielfalt der Dahlien unglaublich verführerisch. Am liebsten würde man sie doch alle ins Beet pflanzen wollen. Aber ein kunterbuntes Sammelsurium würde die Wirkung Deines Beetes ungewollt minimieren. Also: Sei stark! Folgende Farbregeln solltest Du bei der Planung beachten: Verwandte Farbtöne wie Rosa und Violett erzeugen ein eher harmonisches Bild. Weiße Töne verwendet man oft, um Ruhe in ein Beet zu bekommen. Kombinierst Du orange Dahlien zum Beispiel mit spät blühendem Eisenkraut und Rittersporn, erzeugst Du einen starken Kontrast, der Spannung in Deinen Garten bringt. Das Gleiche gilt für eine Kombination von Gelb und Violett. Allerdings sorgt so eine Mischung auch für reichlich Unruhe. Tipp: Sonnenblumen sind im Beet wunderbare Begleiter für Dahlien. Aufgrund ihrer Größe schützen sie die empfindlichen Blütenstängel der Dahlie vor Windschäden. Du musst ja nicht unbedingt die einjährige Sonnenblume pflanzen, die Stauden-Sonnenblume tut es auch. Sie wächst zwar nicht ganz so hoch, bietet aber ebenfalls genügend Schutz vor stärkeren Winden.

 

Foto: shutterstock
Dahlien gibt es in einer schier unendlich scheinenden Bandbreite an Farben und Formen. Nur in Schwarz und tiefem Blau sind sie nicht zu haben – noch nicht.  Foto: shutterstock

 

 

AUCH DAHLIEN BRAUCHEN IHREN WINTERSCHLAF

Kalte Nächte, erste Fröste – jetzt gehören Deine Dahlien ins Winterquartier. Nach dem ersten Frost musst Du die oberirdisch verblühten Teile bis auf etwa 5 bis 6 Zentimeter herunterschneiden und die Knollen vorsichtig ausbuddeln. Die Knollen dürfen aber nicht zu früh ausgegraben werden, denn sie speichern jetzt die Nährstoffe für das nächste Jahr. Bevor Du die Knollen einlagerst, musst Du sie auf Krankheiten untersuchen. Faulige Stellen schneidest Du jetzt mit einem scharfen Messer heraus. Die Schnittstelle desinfizierst Du ganz einfach mit dem Holzkohlepulver aus der Tüte Deiner Grillkohle. Wenn sie gesäubert und abgetrocknet sind, kommen die Dahlienknollen in den Keller. Dort werden sie bei vier bis acht Grad Celsius gelagert. Du solltest die Knollen mit ein wenig, nicht feuchtem Sand bedecken. So können sie weder austrocknen noch schimmeln. Dafür eignet sich wunderbar eine alte, mit Zeitungspapier ausgelegte Holzkiste oder Du hängst sie in Tüten mit großen Luftlöchern auf – damit sie dann wieder so schön blühen, wie die Dahlien auf diesen Bildern:

 

 

 

IM FRÜHJAHR GEHT’S DANN WIEDER RAUS

Nachdem der letzte Schnee geschmolzen und kein Frost mehr zur erwarten ist, kommen die Dahlienknollen wieder ins Beet. Unter Umständen haben sie schon während ihrer Lagerung im Keller neue Triebe entwickelt, das ist aber nicht weiter schlimm: Vor dem Auspflanzen kürzt Du die Triebe einfach wieder ein. Ende April, Anfang Mai ist die beste Pflanzzeit. Du musst die Knollen übrigens nur knappe 5 Zentimeter tief in die Erde setzen. Der Boden sollte möglichst nicht zu feucht sein.

 

Foto: shutterstock
Die Dahlie wurde vor 500 Jahren von spanischen Conquistadore in Mexiko entdeckt. Allerdings blühten erst dreihundert Jahre später die ersten Dahlien in spanischen Gärten. Foto: shutterstock

 

 

AUCH IN DER VASE MACHT DIE DAHLIE EINE GUTE FIGUR

Deine Dahlien schneidest Du am besten am frühen Morgen, dann sind sie noch ganz frisch und halten länger. Nimm aber nur Dahlien, deren Köpfe erst halb geöffnet sind. Schneide das Stiel-Ende mit einem scharfen Messer schräg an. Benutze keine Schere dafür, denn sie würde das zarte Gewebe nur quetschen. Die untersten Blätter entfernst Du, sie verfaulen nur im Wasser. Bevor Du Deine Dahlien in die Vase stellst, solltest Du das Gefäß unbedingt mit lauwarmem Wasser und Spülmittel reinigen. So verringerst Du die Gefahr, dass Keime das Blumenwasser später verderben. Mit klarem Wasser nachspülen! Die Dahlien stellst Du dann möglichst tief ins Wasser. Schnittblumennahrung und kühles Wasser tragen dazu bei, die Haltbarkeit der Blumen zu verlängern. Statt das Wasser komplett zu wechseln, wird am besten jeden Morgen frisches Leitungswasser nachgefüllt. Wie schön sie auch in Vasen sind, siehst Du auf den Fotos:

 

 

NOCH EIN KLEINER TIPP

Es macht durchaus Sinn, dass Du Dir gerade an diesen spätsommerlichen Tagen Deine Dahlien mit Form und Farbe in einem Lageplan vermerkst. Auch solltest Du nach dem Ausbuddeln die Knollen sofort kennzeichnen und den Vermerken im Lageplan zuordnen. Nur so findet im kommenden Frühjahr jede Dahlie wieder ihren angestammten Platz und Du gehst sicher, dass auch im kommenden Jahr Deine Dahlienbeete wieder in gewohnter und gewünschter Pracht blühen.

2 Comments

  • Julia
    24. August 2016 7:17

    Ein schöner Artikel, ich selbst bin auch ein großer Dahlienfreund!

    • admin
      24. August 2016 11:37

      Hallo Julia. Schön, dass Dir der Artikel gefällt. Das freut mich sehr und macht mich auch ein wenig glücklich 🙂
      Liebe Grüße
      Frank

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