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AUS FEHLERN LERNEN – MEINE 9 TIPPS FÜR GARTENANFÄNGER

Gerne erinnere ich mich an die Hilfe vieler gartenverrückter Freunde, als ich mit meinem kleinen Garten begann. Viele fassten mit an, andere gaben mir wichtige Ratschläge. Ich hatte schließlich so gut wie keine Ahnung. Über einen Tipp muss ich noch heute schmunzeln: „Das Grüne gehört immer nach oben“, erklärte mir ein Freund. So lustig es auch klingen mag, so wichtig ist dieser Hinweis. Schließlich soll es schon Gartenanfänger gegeben haben, die wurzelnackte Rosen im Herbst falsch herum setzten und mir hätte das auch passieren können. Trotz der vielen Tipps habe auch ich anfänglich einiges falsch gemacht im Garten und lerne noch heute dazu. Ich habe Dir hier fix meine 9 wichtigsten Tipps für Gartenanfänger notiert.

 

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Weniger ist mehr! Konzentriere Dich auf drei oder vier Pflanzen, setze sie in größeren Gruppen und wiederhole das an anderer Stellen im Garten. Foto: ABO PHOTOGRAPHY

 

 

HALTE DICH ZURÜCK! WENIGER IST TATSÄCHLICH MEHR

Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Besuch als Gartenanfänger in der Gärtnerei erinnern. So viele tolle Farben, Blüten, Blätter. Die Vielfalt an Pflanzen war einfach nur grandios. Ich wollte alle in meinen Garten setzen. Also nahm ich hiervon eine und davon eine. Die unterschiedlichsten Stauden füllten nach und nach meinen Einkaufswagen – bis er fast überquoll. Im Garten sah das dann aber alles nicht mehr so dolle aus. Zu bunt, zu wild. Keine Harmonie. Der Blick wollte an keiner Stelle verweilen. Grund: Eine einzelne Staude einer Sorte wirkt immer mickerig. Nur in größeren Gruppen können sie ihre volle Schönheit entfalten. Richtig hübsch wird’s, wenn Du so eine Staudensorte in Gruppen von 5 oder 6 Pflanzen setzt und das dann noch einmal an einer anderen Stelle im Garten wiederholst.

MAN MAG ES ERST NICHT GLAUBEN: PFLANZEN WACHSEN

Dieser Tipp ist ähnlich, wie der mit der grünen Seite, die immer nach oben gehört: Pflanzen wachsen! Das gilt für Bäume, Sträucher und Stauden. Egal, ob Tanne, Obstbaum, Rose oder Hortensie. Darum darfst Du einen jungen Baum nie zu nah ans Haus oder Deine Gartenwege pflanzen, musst Du zwischen den Rosen im Beet einen bestimmten Pflanzabstand lassen und auch Deine neuen Stauden weit genug auseinandersetzen. Sollten sie als Jungpflanzen für Deinen Geschmack als Gartenanfänger zu weit auseinander stehen, fülle den Raum mit „Lückenbüßern“ – dafür kannst Du ganz wunderbar einjährige Stauden benutzen.

 

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Ein Tropfschlauch ist vor allem im Sommer ein wichtiges Hilfsmittel. Meine Hecke hat er vorm verdursten gerettet. Foto: ultrapok

 

 

GRÖSSER IST NICHT UNBEDINGT BESSER

Der Acker für den Nutzgarten kann natürlich nicht groß genug sein. Gleiches gilt für das Gewächshaus. Das habe ich selbst als Gartenanfänger ganz fix festgestellt. Für Deine Blumenbeete gilt das aber nicht. Sind sie zu groß, wirken sie unübersichtlich, verlieren sie ganz schnell ihre Wirkung. Kleiner ist feiner – so könnte das Motto lauten. Du musst es schließlich auch in Schuss halten. Unkraut zupfen gehört genauso dazu, wie durchharken, gießen und düngen. Je größer ein Beet ist, desto mehr Arbeit macht es. Lege lieber mehrere Beete an. Das schafft auch mehr Abwechslung im Garten und erhöht den Wow-Effekt.

FÜR EINE TROPFBEWÄSSERUNG IST ES NIE ZU FRÜH

Egal, ob Du eine Hecke, einen Nutzgarten oder ein Rosenbeet anlegst – denke gleich an ein passendes Bewässerungssystem. Du musst wissen: Für einen Tropfschlauch ist es nie zu früh. Planst Du ihn gleich mit ein, erspart Dir das eine Menge Arbeit und Geld. Ich habe zum Beispiel einen Tropfschlauch in meiner Buchenhecke liegen. Im Sommer kommt der Schlauch morgens für eine Stunde an den Wasserhahn und die Hecke wird bestens für den heißen Tag versorgt.

 

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Ich liebe Fingerhut! Er sät sich immer selber aus. Die jungen Pflänzchen setze ich im Garten, wie es mir gefällt. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

LERNE ALS GARTENANFÄNGER DEIN UNKRAUT KENNEN

Es schadet nie, seine Konkurrenten zu kennen – das gilt im Beruf genauso wie im Garten. Wenn ungewollte Kräuter Deinen Ziergarten entern, musst Du wissen, mit wem Du es zu tun hast. Nur so kannst Du entsprechend handeln. Gegen Giersch kannst Du schließlich ganz anders vorgehen, als gegen Brennnesseln oder Ackerwinde. Das eine Kraut ist giftig, das andere nicht. Das eine solltest Du vielleicht stehen lassen, das andere eher nicht. Bist Du Dir nicht ganz sicher, womit Du es zu tun hast, schieße ein Foto davon und nimm es mit in die Gärtnerei. Dort kann man Dir bestimmt weiterhelfen. Ganz wichtig: Willst Du es ausrupfen, trage unbedingt Handschuhe dabei!

FREIWILLIGE VOR! ES WIRD UMGEPFLANZT

Die schönsten Pflanzen gibt’s gratis! Das freut nicht nur Gartenanfänger. Mittlerweile kann ich zum Beispiel meinen Phlox, die Herbstanemonen, den Storchschnabel oder das Eisenkraut teilen und die Stücke an anderer Stelle im Garten wieder einpflanzen oder die vielen, vielen jungen Fingerhüte ausbuddeln und umsetzen. So spare ich jedes Jahr eine Menge Geld und mein Garten sieht jede Saison ein wenig anders aus. Herrlich!

 

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Insekten gehören einfach in jeden Garten. Ohne sie würde kein Apfelbaum blühen, kein Vogel zwitschern und kein Igel durch die Büsche tappsen. Foto: Maslov Dmitry

 

 

REHE LIEBEN DEINEN GARTEN

Wer in der Nähe eines Waldes wohnt, der kennst das: Abends tragen die Rosen im Garten noch die schönsten Knospen, am nächsten Morgen ist nichts mehr davon übrig. Anfangs habe ich mich darüber gewundert, bald wusste ich aber, woran es liegt. Rehe! Mein Garten war im Gegensatz zu dem langweiligen Futter im Wald hinter meinem Haus das reinste Schlemmerbuffet. Den Nachbarn ging es genauso. Die beste Investition, die ich je getätigt habe, war ein Zaun.

DIE MEISTEN INSEKTEN NÜTZEN MEHR ALS SIE SCHADEN

Wespen machen mir Angst, über Blattläuse ärgere ich mich zuweilen und der Dickmaulrüssler hat mich schon richtig wütend gemacht. Aber auch diese Tiere gehören zu meinem kleinen Garten. Mit der Zeit habe ich gelernt, mit ihnen gelassen umzugehen. Ich weiß: Würde es sie nicht geben, würde die Amsel nicht so schön auf meinem Dach singen, der Schmetterling nicht von Flieder zu Flieder flattern, der Marienkäfer nichts zu fressen finden und der Igel auch nicht durch die Büsche tapsen. Und: Meine Apfel-, Pflaumen-, Birnen- und Kirschbäume nicht so viele, leckere Früchte tragen. Schließlich gehört doch alles irgendwie zusammen. Die meisten Insekten sind ohnehin wohltuend oder harmlos und nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste.

 

Gewächshaus - Hoklartherm - Sommer - Spiegelung - Hitze - Franks kleiner Garten
Ich bin von meinem kleinen Gewächshaus total begeistert. Mittlerweile habe ich gelernt, dass ich nur so viel anpflanzen sollte, wie ich ernten und verwerten kann. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

SÄE IMMER NUR SO VIEL, WIE DU SPÄTER VERWERTEN KANNST

Nachdem mein Gewächshaus im Herbst endlich stand, fing ich im darauf folgenden März an, meine Tomatenpflanzen vorzuziehen. Ich kaufte mir drei Samentütchen und verteilte den Inhalt über mehrere Töpfe. Das war natürlich viel zu viel. Die meisten Pflänzchen musste ich an Freunde und Nachbarn verschenken. Mein Gewächshaus hatte doch nur Platz für 5 Tomatenpflanzen – ich wollte schließlich auch noch anderes ernten. Hinzu kommt, dass man immer nur so viel anpflanzen sollte, wie man letztendlich ernten und verwerten kann. Es bringt ja nix, wenn ein Teil Deines Gemüses auf dem Kompost landet…

 

1 Kommentar

  • Manu
    31. Oktober 2019 9:56

    hihi, zu den Gartentipps für Anfänger muss ich mal einen Witz erzählen/schreiben: stolzer neuer Gartenbesitzer unterhält sich mit dem Nachbarn – der sagt ihm: ist ganz einfach, hier vorne machst du eine paar Blumen, hier drüben bissel Gemüse und da hinten ein paar Hühner ……. nach etlichen Wochen treffen sie sich wieder – und wie geht es deinem Garten? …… ach super, die Blumen blühen, das Gemüse wächst …… nur die Hühner werden nicht – die hab ich wahrscheinlich zu tief gesteckt ……………………………… 😉
    in diesem Sinne
    liebe Grüße
    Manu

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