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DIE SCHÖNSTE HECKE FÜR DEINEN GARTEN – 10 TOLLE VORSCHLÄGE

Hinter hohen Hecken verbirgt sich so manches Geheimnis, zumindest aber oft ein zauberhafter Garten. Manchmal ist es schade, dass so viele Gartenbesitzer ihr grünes Paradies vor fremden Blicken schützen. Aber ich kann es verstehen: Privatsphäre ist eben dem einen oder anderen Gärtner heilig. Dir doch bestimmt auch – oder? Natürlich könntest Du eine Mauer hochziehen oder Palisaden aufstellen. Aber eine Hecke ist hübscher und oft günstiger. Zudem ist sie eine „lebendige Wand“. Eine Hecke ist schließlich nicht „nur“ Sichtschutz, sondern auch Nistplatz für Vogelfamilien, Heimat vieler Insekten und im Herbst sucht dort der Igel sein Plätzchen für den Winterschlaf. Nun ist Frühling, der beste Zeitpunkt um eine zu Hecke pflanzen. Auf www.frankskleinergarten.de erfährst Du, worauf Du dabei achten solltest.

 

Foto: shutterstock
Hecken geben unseren Gärten Struktur und machen sich auch als Wegbegleiter sehr gut. Geschickt eingesetzt verleihen sie unserem Zuhause einen romantischen Zauber. Foto: shutterstock

 

 

DIE RICHTIGE HECKE FÜR DEINEN GARTEN

Bevor Du Deine neue Hecke setzt, musst Du Dir einige Fragen stellen: Willst Du eine Hecke, die zwar ganz fix in die Höhe wächst, dafür aber mindestens zweimal im Jahr geschnitten werden muss? Oder bist Du bereit etwas mehr Geld zu investieren? Die teuere Variante braucht etwas länger, bis sie die gewünschte Höhe erreicht hat, muss dafür aber nur einmal im Jahr gestutzt werden. Mir gefallen diese Hecken am besten. Du solltest auch wissen in welchem Boden Deine Hecke ihre Wurzeln schlagen wird. Würde sich dort auch ein anspruchsvolleres Gehölz wohl fühlen? Soll die Hecke im Winter blickdicht sein oder darf sie im Herbst ihr Laub verlieren? Muss sie einfarbig sein oder kann es auch eine „bunte“ Hecke werden? Erst wenn Du alle wichtigen Fragen beantwortet hast, solltest Du die Pflanzen kaufen. Mein Tipp: Achte unbedingt darauf, dass Deine Hecke andere Pflanzen neben sich toleriert. Nur dann kannst Du zauberhafte Beete in ihrem Schatten anlegen.

 

 

 

DER BESTE ZEITPUNKT FÜRS SETZEN EINER HECKE

Egal, ob Du Dein Grundstück mit einer Hecke einfassen willst oder mit ihr einzelne Gartenräume schaffst – der frühe Frühling ist der richtige Zeitpunkt um sie zu setzen. Immerhin  gelten die Tage zwischen dem Laubfall und dem Aufbrechen der Knospen als beste Pflanzzeit für Hecken. Frostempfindliche Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Eibe können sich nun unbeschadet einwurzeln und problemlos an ihr neues Plätzchen gewöhnen. Sträucher mit Topfballen, also die sogenannte Container-Ware, kannst Du sogar noch im Sommer pflanzen. Wichtig: Immer schön gießen. Wenn’s länger nicht regnet, musst Du Deine Heckenpflanzen im Blick haben, sonst geben sie ziemlich fix ihren Geist auf und Du musst neu pflanzen. Um das zu verhindern, kannst Du einen Tropfschlauch in die Hecke legen und abends eine halbe Stunde das Wasser dadurch laufen lassen. Den Pflanzen gefällt’s, Dir erspart das Arbeit. Heckenpflanzen mit nacktem Wurzelstock kannst Du übrigens am besten im Herbst setzen. Sie sind erst nach dem Laubfall verfügbar und wesentlich günstiger als Topf- oder Ballenware. Setzt Du sie im Herbst, kann ihnen im Sommer kaum noch etwas passieren. Gießen musst Du sie natürlich dennoch. Angebote für Heckenpflanzen findest Du übrigens recht häufig auf den letzten Seiten der Gartenzeitschriften. Mein Tipp: Durch eine frühzeitige Bestellung sicherst Du Dir die schönsten Pflanzen.

 

Foto: Anna Elizabeth-photography
Gut geschnittene Hecken sind für formale Gärten am besten geeignet. Sie geben dem Garten einen altehrwürdigen Charme und überlassen anderen Pflanzen die große Gartenbühne. Foto: Anna Elizabeth-photography

 

HECKEN SCHÜTZEN VOR NEUGIERIGEN BLICKEN

Naturhecken sind was Feines, aber als Hintergrund für Deine Pflanzen und den Garten eignet sich eher eine klassische Hecke. Sie überlässt den Stauden und Sträuchern das Rampenlicht. Am häufigsten wird übrigens die Eibe als Hecke eingesetzt. Sie wächst auf gutem Boden überraschend schnell und ist auch im Winter grün und blickdicht. Die Eibe lässt sich auch kinderleicht in Form schnippeln. Mein Fall ist sie allerdings nicht. Ich bevorzuge die Rotbuche. Sie eignet sich ganz besonders gut für traditionelle Hecken, die in die Höhe wachsen sollen. Im Gegensatz zur Hainbuche, zeigt die Rotbuche sich selbst im Herbst und im Winter nie ganz kahl. Damit hast Du eine wunderbare rostrote Begrenzung – auch im Winter. Erst wenn im Frühjahr das Laub neu austreibt, fallen die alten, toten  Blätter ab. Meistens über Nacht. Im Frühjahr besticht diese Hecke durch ein sattes, frisches Hellgrün und die Vögel halten Einzug und bauen ihre Nester zwischen den Zweigen. Aktuell sind Kirschlorbeerhecken groß in Mode. Für ihre Pflege musst Du allerdings etwas Zeit aufwenden. Eine Bearbeitung mit der elektrischen Heckenschere sieht im Ergebnis selten hübsch aus, die immergrünen Blätter wirken zerrissen und zerfetzt. Darum immer nur einzelne Triebe kürzen. Schade: Liguster und Heckenkirsche sind heute kaum noch gefragt, obwohl sie sich gerade im Landgarten hervorragend machen.

 

 

AUCH HECKEN KÖNNEN BLÜHEN UND DUFTEN

Hecken müssen nicht immer nur grün sein. Nein, sie können auch in den schönsten Farben blühen oder herrlich duften. So wird zum Beispiel in Norddeutschland gerne der Flieder als Heckenpflanze eingesetzt. Im Mai verzaubert er mit seinen Blüten, danach schützt er uns mit seinem dichten Laub vorm kühlen Wind. Für eine reizvolle, mittelgroße Hecke könntest Du auch Berberitzen setzen. Mit ihren Dornen hält sie unerwünschte Eindringlinge fern. Ihre bogenförmig überhängenden Triebe tragen im Frühjahr hübsche gelbe Blüten, im Herbst dann purpurviolette Beeren. Hecken aus Feuerdorn haben eine ähnliche Wirkung. Auch sie bringen blütengeschmückte, dornige Triebe hervor und tragen später elegante Früchte. Solltest Du allerdings über eine gute Menge an Platz für Deine Hecke verfügen und legst keinen großen Wert auf einen Sichtschutz, kann ich Dir nur die Kartoffelrose ans Herz legen. In einer Reihe gesetzt, bildet diese krankheitsresistente Strauchrose eine verschwenderisch üppige Hecke. Sie wächst ungefähr 1,50 Meter hoch und geht gerne mal 1,20 Meter in die Breite. Und sie begeistert mit ihren rosa oder weißen Blüten von Frühling bis Sommer und erfreut uns im Herbst mit schönen Hagebutten.

 

 

 

ES GEHT AUCH GEMISCHT

Auch gemischte Hecken können hübsch aussehen. Vor allem im Herbst, wenn das Laub unterschiedliche Färbungen annimmt. Allerdings musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass so eine Hecke eine optische Unruhe in Deinen Garten bringt. Ein Rosen- oder Staudenbeet würde davor nicht zur Geltung kommen. Dennoch haben auch diese Hecken ihren Vorteil: Sie sind ein wunderbarer Windschutz und wirken ganz einfach durch ihre Farbigkeit und unterschiedlichen Strukturen. Wir kennen sie aus ländlichen Regionen, wo sie sich quasi zwischen Garten und Landschaft schieben, um den Wind aufzuhalten. Auch diese Hecken bieten vielen Tieren eine Heimat und dienen als Futterquelle. Zumeist bestehen diese gemischten Hecken aus Weißdorn, Feldahorn, Stechpalme, Rot- und Weißbuche. Du kannst sie gerne um Holunder, Hagebutten und Eschen ergänzen. Später, wenn die Gehölze richtig angewachsen sind und sie fest im Boden stehen, kannst Du sie noch um andere Pflanzen ergänzen, vielleicht mit Waldgeißblatt.

 

Foto: Raffaella Galvani
Gerade in Küstennähe ist die Tamariske als Heckenpflanze sehr beliebt. Im Sommer schmückt sie ihr gefiedertes Laub mit einer Vielzahl von rosavioletten Blüten. Einfach wundervoll! Foto: Raffaella Galvani

 

 

NOCH EIN PAAR WICHTIGE PFLANZTIPPS

Tritt bitte nicht, auf den zum Setzen vorbereiteten Boden. Du würdest ihn nur unnötig verdichten. Das erschwert den Pflanzen das Anwachsen. Wenn der Boden feucht ist, lege Dir am besten eine Art Brücke aus Holzplanken bereit, auf der Du stehen und gehen kannst. So wird Dein Gewicht gleichmäßiger verteilt. Vor dem Einsetzen von Containerpflanzen solltest Du unbedingt deren Wurzeln auflockern. Dann ab damit ins Pflanzloch, Erde drauf und leicht antreten. Aber nur sehr leicht! Solltest Du wurzelnackte Ware setzen, ziehe die einzelnen Pflanzen bitte vorsichtig aus dem Bündel – bist Du zu ruppig, könntest Du die Wurzeln beschädigen. Schadhafte Wurzeln musst Du bis auf den gesunden Austrieb zurückschneiden. Schließlich breitest Du die Wurzeln vorm Einpflanzen locker aus. Nach dem Pflanzen musst Du die Hecke ordentlich wässern. Es wäre klug, wenn Du auch noch mulchen würdest, damit der Boden länger feucht bleibt und Dein grüner Sichtschutz besser anwächst. Die Mulchschicht darf gerne bis zu 10 Zentimeter dick sein.

 

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4 Kommentare

  • roland
    21. Oktober 2016 18:47

    tch . ich bezeichne das eher als gartenkunst . ich habe eine hecke aus felsenbirne ahorn wildkirschehartriegel,pfaffenhütchen brom-und himbeere.etc gepflanzt.- in wenigen jahren ein vogelparadies

    • admin
      21. Oktober 2016 19:12

      Hallo Roland, das ist auch eine wirklich schöne Pflanzenkombination für Deine Hecke. Das wird bestimmt toll aussehen und voller Leben stecken.

  • reni walther
    22. Oktober 2016 11:49

    Ein schöner, erholsamer Blog – immer wieder gern gelesen. Liebe Wochenend-Grüße aus Berlin
    Reni & ihre vierbeinige Rasselbande 💕

    • admin
      22. Oktober 2016 12:58

      Danke, liebe Reni. Lieb von Dir.

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