GARTENPFLEGE IM WINTER – MEINE 6 BESTEN TIPPS

Das war ja mal wieder klar: Natürlich blieb im Herbst einiges an Gartenarbeit liegen. Entweder lag’s am Wetter oder an mangelnder Disziplin – oder an beidem. Wäre auch nicht das erste Mal, dass das passiert. Nun, im Winter wird fix einiges nachgeholt. Denn auch jetzt, vor allem bei diesen milden Temperaturen, kann noch die eine oder andere Gartenarbeit erledigt werden. Zum Glück. Und: Es ist doch auch gar nicht so übel, in diesen Tagen etwas an der frischen Luft zu erledigen. Tut einem doch gut, oder? Dauernd drinnen hocken macht ja irgendwann auch keinen Spaß mehr. Hier habe ich Dir fix notiert, welche Gartenarbeit im Winter möglich ist – das sind meine 6 besten Tipps.

 

Kübelpflanzen und Immergrüne haben auch im Winter Durst. Du gießt sie am besten an frostfreien Tagen. Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht. Das Wasser könnte beim nächsten Frost gefrieren und so die Wurzeln schädigen. Foto: Paul Maguire

 

 

DIE KÜBELPFLANZEN BRAUCHEN IM WINTER DRINGEND WASSER

Ich wiederhole es immer wieder und wieder und wieder: Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter. Nein, die meisten verdursten. Damit das  nicht passiert, solltest Du an frostfreien Tagen vor allem Deine Kübelpflanzen ordentlich gießen. Egal, ob Hortensien, Buchsbaum oder Spalierobst – sei großzügig mit dem Wasser. Um alle meine Kübelpflanzen zu gießen, schleppe ich 12 Gießkannen mit jeweils 15 Litern Wasser übers Grundstück. Das hält fit. Das macht Spaß. Das hat etwas Meditatives.

EINMAL ABSCHÜTTELN, BITTE – GERNE AUCH ÖFTER

Ein verschneiter Garten ist im Winter etwas Feines. Mit ihm kommt richtige Wohlfühl-Stimmung auf. Zudem sieht er hübsch aus und der Schnee schützt Pflanzen und Boden vor Frost. Aber: Der viele Schnee kann auch gefährlich werden für Deine Pflanzen, vor allem wenn er schmilzt. Rhododendron und Bambus leiden ganz besonders. Vor allem während der Schneeschmelze können sie unter dem Gewicht brechen. Spätestens wenn sich die belaubten Halme und Zweige nach unten biegen, solltest Du sie ordentlich abschütteln und so von ihrer Schneelast befreien. Nur so kannst Du verhindern, dass es zum Schneebruch kommt. Es lohnt sich.

 

Du hast noch nicht alle Tulpenzwiebeln eingebuddelt? Dann aber fix damit in die Erde. Du kannst sie jetzt noch verbuddeln. Foto: Aneta Kafkova

 

 

TULPENZWIEBELN VERGESSEN? MACHT NIX!

Im Idealfall hast Du Deine Tulpenzwiebeln alle schon im Herbst gesetzt. Ich habe allerdings noch welche beim Aufräumen im Keller gefunden. Die sehen noch ganz gut aus. Die Zwiebeln sind weder schimmelig noch brüchig. Wunderbar –  sie können jetzt noch an einem frostfreien Tag in die Erde. Für die Tulpenzwiebeln suche ich, wie im Herbst auch, ein ansonsten sonniges und trockenes Plätzchen aus. Das mögen sie. Zwar blühen die Tulpen nicht unbedingt zum Frühlingsbeginn, aber einige Wochen später. Und wie heißt es so schön: Lieber spät, als nie…

DIE HECKE IM WINTER WIEDER IN FORM BRINGEN

Jetzt ist die beste Gelegenheit, die Hecke zu schnippeln. Aber Du musst Dich ranhalten, denn noch sind die Vögel ausgeflogen und die Nester leer. Bis zum 1.März kannst Du noch ohne schlechtes Gewissen die Heckenschere ansetzen. Danach ist ein Rückschnitt gesetzlich verboten. Auch mit dem Formschnitt wird’s ab Ende Februar nicht mehr so einfach – schließlich wird dann wieder genistet und gebrütet in der Hecke. Und dann müssten Deine Obstbäume sicherlich auch noch einen „Winterschnitt“ verpasst bekommen, aber das ist ein Extra-Thema…

 

Zum Ende des Winter solltest Du unbedingt die letzten Blütendolden Deiner Hortensien abschnippeln. Foto: Simona Procklova

 

 

DIE DOLDEN AUS DEN HORTENSIEN SCHNIPPELN

Mit Raureif überzogen sehen sie einfach märchenhaft aus – meine Hortensien mit ihren dicken, verblühten Dolden. Aber spätestens jetzt muss ich sie rausschneiden. Schließlich soll die Hortensie doch neue Blüten und Triebe entwickeln. Ich setze einfach bei meinen Bauernhortensien an einem frostfreien Tag gegen Ende des Winters die scharfe und saubere Gartenschere knapp unter der Blüte an und schwups, schon ist die Arbeit erledigt. Bei den vielen Hortensien, die bei mir im Garten und auf der Terrasse wachsen, kann so locker mal 45 Minuten Gartenarbeit an der frischen Winterluft zusammenkommen. Herrlich!

IM WINTER SCHON AUF DEN SOMMER FREUEN

Mitte Februar geht’s los: Dann beginnt die Vorfreude auf den Sommer! Warum? Weil wir die ersten Sommerblüher vorziehen können. Los geht’s mit Löwenmäulchen und Schwarzäugiger Susanne, zwei Wochen später folgen Sommeraster und Bechermalve. Ausgesät wird in kleine Gefäße oder Schalen. Beides füllst Du bis knapp unter dem Rand mit Anzuchterde und drückst sie leicht an. Danach wird vorsichtig das Saatgut ausgestreut. Jetzt kommt etwas gesiebte Anzuchterde darüber, je nach Tütenangabe. Schließlich wird alles noch vorsichtig angedrückt, dann mit der Sprühflasche befeuchtet und mit einer Plastikhaube abgedeckt. Das Ganze stellst Du auf eine sonnige Fensterbank oder ins Gewächshaus. Achte darauf, dass die Keimlinge nicht austrocknen. Sobald sich erste Blätter zeigen wird pikiert.

 

 

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