GARTENPLANUNG – 5 TIPPS, DIE DIR ÄRGER ERSPAREN

Du hast Dein Haus gebaut und möchtest nun möglichst schnell einen zauberhaften Garten? Oder Du willst Dir als Laubenpieper ganz fix ein neues Paradies schaffen? Klar, dass Du am liebsten sofort loslegst. Aber stopp: Du solltest Dir erst ein paar Minuten gönnen und einige Gedanken machen, bevor Du losbuddelst. Ansonsten könnte die Enttäuschung am Ende ziemlich groß werden. Und das wollen wir doch nicht. Also erst einmal tief durchatmen und zurücklehnen. Ich möchte Dir ein paar Tipps verraten, mit denen Du viel Geld und Zeit sparen kannst. Ich verspreche Dir, am Ende wirst Du Dich über Dein neues Garten-Paradies um so mehr freuen. Du wirst sehen…

 

Astilben leuchten in den schönsten Farben. Sie verzaubern besonders schattige Plätze. So kommt Licht ins Dunkel. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten. Foto: Peter Turner Photograph

 

 

ERST WIRT GEPLANT, DANN GEBUDDELT

Ein  guter Plan ist das „A & O“ für einen zauberhaften Garten. Ein Garten soll doch schließlich Harmonie ausstrahlen, Ruhe und Geborgenheit. Hier wollen wir Frieden finden, uns vom stressigen Alltag erholen. Egal, ob es sich dabei um einen Cottage Garten handelt, eine formale Anlage oder ein naturnahes Paradies. Damit’s auch entsprechend wirkt, musst Du als Erstes Deinen Traumgarten skizzieren. Wichtig: Diese Skizze sollte einigermaßen maßstabsgetreu sein. Alles wird eingezeichnet – Dein Haus, der Schuppen, vorhandene Bäume, Wege und Terrassen. Auf diese Skizze legst Du schließlich Transparentpapier und zeichnest darauf die Beete, die Du anlegen möchtest. Mein Tipp: Du solltest für jede Pflanzensorte eine andere Farbe verwenden, Bäume kannst Du als Kreise einzeichnen. Achte immer auf die Pflanzabstände. Traust Du Dir das Anfertigen einer solchen Planskizze nicht zu, surf durchs Internet. Dort findest Du für Deine Gartenplanung verschiedene Programme, die Dir helfen können. Einige davon sind sogar gratis.

 

Gartenplanung – Hortensie - Endless Summer - Terrasse - Franks kleiner Garten
ICH LIEBE MEINE „ENDLESS SUMMER“-HORTENSIEN! SIE SIND DANKBARE PFLANZEN. HORTENSIEN LIEBEN EINEN HALBSCHATTIGEN STANDORT UND BENÖTIGEN EIGENTLICH NUR EINEN SAUREN BODEN, DER NICHT AUSTROCKNEN DARF. KAUM EINE PFLANZE BIETET MEHR BLÜTEN FÜR SO WENIG GELD. FOTO: FRANKSKLEINERGARTEN.DE

 

 

DIE RICHTIGE PFLANZE FÜR DAS RICHTIGE PLÄTZCHEN

Daran solltest Du bei der Gartenplanung unbedingt denken: Nichts ist wichtiger für eine Pflanze als das richtige Zuhause. Nur dort fühlt sie sich wohl, nur dort entfaltet sie ihre ganze Pracht. Die eine steht gerne im prallen Sonnenlicht, die andere lieber im lichten Schatten. Die eine bevorzugt einen lehmigen Boden, eine andere mag’s eher sauer oder sandig. Diese Vorlieben solltest Du kennen und Deine Pflanzen entsprechend aussuchen. Dafür ist natürlich einiges an Recherche notwendig. Du musst die Bodenqualität überprüfen, die Lichtverhältnisse  beachten und die richtigen Pflanzen suchen und finden. Beispiel Schatten: Rosen und Lavendel werden sich dort nicht wohlfühlen. Sie blühen kaum, verkümmern und kränkeln dort vor sich hin. Lieber solltest Du Dich auf Pflanzen konzentrieren, die diesem Lichtverhältnis gewachsen sind. Versuche es mit Astilben, Akelei, Funkien, Fingerhut und Glockenblumen. Sie bringen Farbe in den Schatten. Farne und Efeu überraschen Dich mit ihrem Blattwerk. Auf alle Fälle solltest Du Pflanzen setzen, um die Schnecken einen Bogen machen, denn die Schleimer tummeln sich besonders gern im lichtarmen Teil Deines Gartens.

 

Gartenplanung - Stauden - Akelei - Schatten - Franks kleiner Garten
AKELEI IST EINE WUNDERBARE PFLANZE FÜR DEN HALBSCHATTEN. DAS SPANNENDE: SIE SÄHEN SICH SELBER AUS. Daran solltest Du bei Deiner Gartenplanung denken. FOTO: FRANKSKLEINERGARTEN.DE

 

 

WICHTIG BEI DER GARTENPLANUNG: ACHTE AUF DIE PFLANZABSTÄNDE

Nur zu fix vergisst man, dass die gerade gekauften Pflanzen noch wachsen werden und später mehr und mehr Platz benötigen. Und nur zu gerne werden Stauden gleich so eng gepflanzt, dass das Beet von Beginn an schön voll und üppig aussieht. Aber Du solltest Geduld haben und diesen Fehler vermeiden. Denn schon nach wenigen Monaten machen sich die Pflanzen den Lebensraum streitig und behindern sich gegenseitig in der Entwicklung. Ganz schnell ist das Beet ruiniert, die Wirkung futsch. Besser ist es, Du hältst den empfohlenen Abstand zwischen Deinen Sträuchern und Stauden ein. Nur so können sie ihre Wirkung richtig und ungestört entfalten. Mein Tipp: Sollten Dich die schwarzen Flächen zwischen den Pflanzen zu sehr stören, füll sie mit ein- oder zweijährigen Stauden, wie Schmuckkörbchen, Mohn oder Fingerhut auf. Die kannst Du locker auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorziehen. Manche auch einfach ab April ins Beet streuen. Und: Sie lassen den anderen Stauden genügend Luft.

 

GartenplanGartenplanung - Storchschnabel - Bodendecker - Wucherer - Franks kleiner Gartenung - Storchschnabel - Biodendezker - Wuchert - Franks kleiner Garten
Während eines Gartenspazierganges auf Highgrove, dem Landsitz von Prinz Charles, habe ich mich in Storchschnabel verliebt. In meinem Garten findest Du keinen anderen  Bodendecker. Foto: Iva Vagnerova

 

 

WUCHERNDE PFLANZEN NUR SPARSAM EINSETZEN

Das gilt es ebenfalls bei der Gartenplanung zu bedenken: Es gibt Pflanzen, die machen sich im Nullkommanichts breit im Beet und erdrücken die anderen. Gnadenlos zählt das Recht des Stärkeren. Gold-Felberich gehört dazu, genauso wie verschiedene Storchschnabel-Arten. Der Vorteil dieser Pflanzen ist, dass sie als Bodendecker das Wachstum von Unkraut ziemlich schnell und wirksam eindämmen. Darum solltest Du sie unbedingt für Deine Beete einplanen – aber nur sparsam. Denn Du wirst sehen: Ihr Wachstum musst Du regelmäßig eindämmen. Sie werden ausgebuddelt und mit dem Spaten geteilt. Ich habe das zum Beispiel hier gemacht. Das hat aber auch sein Gutes. Durch dieses Teilen kannst Du sie wunderbar über Deinen ganzen Garten verteilen und Du sparst eine Menge Geld.

 

Giersch - Gartenplanung - Unkraut - wilde Kräuter - Franks kleiner Garten
GIERSCH IST EINE PLAGE. MEINE FREUNDIN, DIE SCHLAGERSÄNGERIN CLAUDIA JUNG, HAT SICH DAMIT ARRANGIERT. SIE MACHT AUS FRISCHEM GIERSCH WUNDERBARES PESTO. DAS REZEPT FINDEST DU IN MEINEM BUCH „STARS IN GUMMISTIEFELN – DIE GARTENTRICKS DER PROMINENTEN“. FOTO: MANFRED RUCKSZIO

 

 

MIT EINEM VLIES UNKRAUT BEKÄMPFEN

Kaum etwas schmerzt einen Gärtner mehr als ein liebevoll angelegtes Beet, das von wilden Kräutern quasi umgestaltet wird. Oft stürzen wir uns verzweifelt und mit Biss in den Kampf gegen diese Bösewichte und verlieren dann auf Dauer leider doch. Sie kommen doch schließlich immer wieder und wieder. Vor allem Ackerwinde und Giersch können einem die Tränen in die Augen treiben. Daher solltest Du bei Deiner Gartenplanung an eine wasser- und lichtundurchlässige Folie bzw. ein Unkrautvlies denken. Es kann eine große Hilfe sein und Dir viel Arbeit ersparen. Je dicker und dichter, desto besser. Mit ihr deckst Du das ganze Beet ab und ritzt es nur dort ein, wo Du Deine Stauden oder Sträucher setzen willst. Nachdem Du Deine Pflanzen gesetzt hast, kannst Du die frei liegende Folie mit Rindenmulch oder Erde abdecken. So hat der Giersch und auch die Ackerwinde keine Chance. Außerdem erspart es Dir unnötiges Unkrautzupfen und die eine oder andere verzweifelte Träne.

 

 

1 Kommentar

  • Viktoria Maisner
    18. Oktober 2017 12:45

    Hallo zusammen,
    wow, was für ein inspirierender Beitrag. Er gefällt mir sehr gut und gibt mir viele neue Ideen, wie ich bei der Gartengestaltung vorgehen kann. Besonder schön finde ich Steinwege in den Beten. Ich freue mich schon jetzt auf den Frühling, wenn man wieder alles neu gestalten kann und alles anfängt zu blühen.

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