SO SCHÜTZT DU DEINE HORTENSIEN VOR FROST

Du glaubst es kaum, aber Hortensien sind sensibel und liebesbedürftig. Ja, das sind sie – wirklich! Erst wenn sie spüren, dass sie Deine volle Zuneigung besitzen und Du sie am richtigen Plätzchen im Garten einbuddelst, zeigen sie sich von ihrer schönsten Seite. Gerade jetzt musst Du Dich um sie kümmern. Schließlich naht der Winter mit fixen Schritten und Deine Hortensien benötigen einen Schutz vor Frost. Wie Du sie unbeschadet durch die kalte Jahreszeit bekommst, erfährst Du hier.

 

Foto: Olena Ukhova
Die üblichen Hortensien sind fast alle winterfest, dennoch solltest Du sie vor Frost schützen. Du könntest z.B. den Wurzelbereich 20 Zentimeter dick mit Gartenerde abdecken. Foto: Olena Ukhova

 

 

DARUF SOLLTEST DU NUN ACHTEN

Bevor Du Deine Hortensie für den Winter einkleidest, solltest Du erst einmal die verwelkten Blüten und Blätter entfernen. Im Herbst fallen zwar die meisten Blätter ab und Du kannst sie mühelos zusammenharken, aber einige klammern sich dann doch wider besseren Wissens an die Zweige. Zupf sie einfach ab. Das geht fix und tut ihnen nicht weh. Es ist ganz wichtig, dass Du die verwelkten Blüten und Blätter entfernst, denn unter den verblühten Rispen, Tellern oder Dolden haben sich die neuen Triebe gebildet, aus denen sich im nächsten Jahr die schönsten Blüten entwickeln werden. Solltest Du jetzt einen Rückschnitt geplant haben, aber der vorzeitige Frost hat Dich überrascht – kein Problem. Notfalls kannst Du noch im März die Schere ansetzen und Deine Hortensie stutzen. Spätestens dann sollte das aber erledigt sein.

 

 

 

SO BEREITEST DU DEINE HORTENSIEN AUF DEN WINTER VOR

Eine junge Hortensie muss stärker gegen Frost geschützt werden als ein alter Strauch. Um das Pflänzchen solltest Du vor allem großzügig Rindenmulch verteilen. So, dass der Wurzelbereich dick abgedeckt ist. Darauf legst Du noch Tannenzweige. Aber nicht nur die Wurzeln, sondern auch die empfindlichen Triebe wollen geschützt werden. Hast Du die Triebe nach der Blüte gekürzt? Wunderbar! Nun solltest Du die kleineren Hortensien mit einem Jutesack einhüllen, den Du vorher noch mit etwas Reisig oder Stroh ausgepolstert hast, oder Du nimmst ein Winterflies aus dem Garten-Center. Wichtig: Kein Plastik dafür benutzen. Sonst erstickt die Hortensie. Möchtest Du Deine Kübel-Hortensien nicht in den Keller stellen, platziere sie einfach windgeschützt an der Hauswand. Die Kübel bitte ordentlich einpacken. Am besten mit einigen Lagen Luftpolsterfolie, anschließend kommt eine dicken Kokosmatte drum herum. Die Matte sollte ungefähr zehn Zentimeter über den Topfrand hinausreicht, denn Du deckst auch noch den Wurzelballen mit einer dicken Schicht Herbstlaub ab. Um die Hortensie auch gegen Bodenfrost zu sichern, stellst Du den Topf zum Abschluss auf eine Styroporplatte. Fertig.

 

Foto: Agnes Kantaruk
Da Du größere Pflanzen nicht mehr abdecken und so vor Frost schützen kannst, verzichtest Du im Herbst am besten auf einen Rückschnitt. Die neuen Triebe würden zu sehr im Winter leiden. Verschiebe den Schnitt lieber ins Frühjahr Foto: Agnes Kantaruk

 

 

WINTERZEIT IST AUF ALLE FÄLLE AUCH RUHEZEIT

Vor allem für die Hortensie in Deinem Garten gilt: Je dicker die Reisig- und Mulchschicht über ihren zarten Wurzeln ist, desto sicherer wird die Hortensie durch den Winter kommen. Bis zum ersten Frost solltest Du darauf achten, dass der Boden um die Hortensie nicht austrocknet. Also bis zur ersten kalten Nacht weiterhin großzügig gießen! Nur so schaffst Du insgesamt die optimalen Bedingungen für eine angenehme Winterruhe. Sollte der Winter kälter werden, als Du angenommen hattest, kannst Du Deine Hortensien auch im Nachhinein mit Sackleinen abdecken. Meistens ist das aber nicht notwendig, da der Schnee auf den Trieben die Pflanze schon ausreichend vor dem Frost schützt.

 

 

 

DIESE HORTENSIEN SIND BESONDERS FROSTHART

Als besonders tapfer haben sich Rispen-Hortensien und Ball-Hortensien erwiesen. Sie trotzen Schnee und vor allem Frost am stärksten. Unglaublich, aber wahr: Um sie musst Du Dir überhaupt keine Sorgen machen, denn diese Hortensien kommen wirklich ohne jeglichen Winterschutz aus. Das liegt daran, dass diese Arten ihre Blütenknospen erst an den neu gebildeten Trieben anlegen. Darum werden die alten Blütentriebe erst im Frühjahr zurückgeschnitten, gleichzeitig kannst Du dann auch eventuelle Frostschäden entfernen.

 

Foto: Cora Müller
Wer Hortensien pflanzt muss immer auf den Standort achten: Sie mögen es halbschattig, bis schattig und immer schön feucht. Der Boden sollte lehmig oder humos sein. Foto: Cora Müller

 

 

AUF GUTE NACHBARSCHAFT

Interessant: Es erleichtert die Pflege, wenn Du für Deine Hortensien einen Standort im Garten auswählst, der eine Nachbarschaftshilfe unter den Pflanzen ermöglicht. Am besten werden Hortensien mit Stauden wie Rittersporn und Eisenhut kombiniert – auch wenn diese Stauden giftig sind. Sie sorgen dafür, dass Deine Hortensien lange und häufig Blüten tragen. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Nachbarschaft aus großen Stauden besteht. Ebenso ist die Nachbarschaft zu einem Baum ganz nützlich. Dank seines Blätterdachs werden die Hortensienblüten im Sommer vor zu dollem Wind, gleißendem Sonnenlicht und heftigen Regenfällen geschützt.

 

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1 Kommentar

  • Friedel Reents
    23. Mai 2017 14:33

    Danke für den schnellen Überblick, soweit beschrieben habe ich wohl alles richtig gemacht. Allerdings ist der späte Frost nicht gut gewesen und die Spitzen sind braun, mal sehen wie es weitergeht.

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