Lavendel - in meinem Garten – Franks kleiner Garte

VORFREUDE AUF DEN SOMMER – LAVENDEL ZIEHEN, PFLANZEN UND PFLEGEN

Denke ich an Lavendel, denke ich an den Sommer und sofort wächst meine Vorfreude auf die warmen Tage des Jahres. Auf gemütliche Nachmittage auf der Terrasse, gesellige Grillabende und entspannende Gartenarbeit. Wusstest Du, dass kaum etwas einfacher im Garten zu pflanzen ist als Lavendel? Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche. Denn ich bin ein großer Lavendel-Fan. Und zwar aus drei  Gründen: Weil Lavendel so schön duftet, weil er Bienen und Schmetterlinge anzieht und weil Du mit Lavendel wirklich nichts falsch machen kannst. Lavendel ist total anspruchslos und unkompliziert, darum wird dieser blühfreudige Halbstrauch auch von vielen anderen Garten-Fans so geschätzt – bestimmt auch von Dir, oder? Er macht sich ja auch wirklich überall gut – am Wegesrand, in den Terrassen-Beeten oder auf dem Balkon im Topf. Ja, sogar als Tischdekoration sieht er super aus.  Natürlich kannst Du Deinen Lavendel im Garten-Center kaufen. Da gibt’s oft eine tolle Auswahl. Aber es macht viel mehr Spaß, ihn selber zu ziehen. Wie das geht und worauf Du beim Pflanzen und Pflegen achten musst, erfährst Du hier.

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Lavenddel - Weg - Franks kleiner Garten
WUSSTEST DU, DASS LAVENDEL BIS ZU 30 JAHRE ALT WIRD UND GANZ WUNDERBAR BLATTLÄUSE VERTREIBT? IN DER PROVENCE WIRD ER AUF RIESIGEN FELDERN ANGEBAUT UND FÜR DIE PARFÜMHERSTELLUNG GENUTZT. FOTO: ANNA BOLSCH

 

 

SO EINFACH: LAVENDEL SELBER ZIEHEN

Das Beste ist, Du kaufst Dir die Samen im Tütchen im Garten-Center. Die gibt’s dort schon für knapp 1 Euro. Die Samen kannst Du schon ab Mitte Februar  in Schalen oder kleinen Töpfen aussäen. Du bedeckst sie nur dünn mit Erde und drückst sie an, dann wird angegossen. Die Erde musst Du immer schön feucht halten. Mein Tipp: Decke das Töpfchen bis zur Keimung mit Klarsichtfolie ab. Das verhindert ein vorzeitiges Austrocknen. Nach ca. 6 Wochen kannst Du dann den Lavendel in den Töpfen pikieren, das heißt zu dicht stehende Pflänzchen trennst Du und setzt sie vorsichtig um. Im Herbst kannst Du sie dann ins Beet auspflanzen – so lange sollten sie im Topf bleiben. Übrigens: Säst Du Lavendel schon im zeitigen Frühjahr aus, blühen die Pflanzen häufig noch im selben Jahr. Lavendel-Pflänzchen aus dem Garten-Center werden erst ab Mitte Mai in den Garten gesetzt. Vorher ist die Frostgefahr noch zu groß.

 

 

 

ER WÜNSCHT SICH EINEN PLATZ AN DER SONNE

Lavendel ist ein Sonnenkind. Kein Wunder, immerhin stammt er aus der Region rund ums Mittelmeer. Ich habe ihn ja damals auch während eines Frankreich-Urlaubes in der Provence für mich entdeckt. Somit ist ein warmes und sonniges Plätzchen für ihn unerlässlich. Er sollte außerdem möglichst windgeschützt wachsen können. Kalte Luft oder gar Zug schätzt er überhaupt nicht. Darum ist gerade im Winter ein geschützter Platz für ihn überlebenswichtig – auch wenn er wirklich viel aushält. Darauf solltest Du unbedingt achten. Aber was den Boden angeht, ist er relativ anspruchslos. Er sollte nur nährstoffarm sein. Ist er es nicht, mischst Du einfach etwas Sand in die Pflanzerde. Wichtig: Der Boden muss unbedingt durchlässig sein, denn Staunässe führt selbst beim robusten Lavendel zum Eingehen. Zur Sicherheit kannst Du ja eine Drainageschicht aus etwas Sand oder Kies auf den Boden des Pflanzlochs legen. Willst Du den Lavendel in einen Kübel pflanzen, solltest Du unbedingt an die Drainageschicht denken.

 

Lavendel - Gartenweg - Franks kleiner Garten
AUCH ENGLISCHE GÄRTNER HABEN LAVENDEL LÄNGST FÜR SICH ENTDECKT. ER WIRD NICHT NUR ALS BEETPFLANZE GENUTZT, SONDERN LÖST AUCH VERMEHRT DEN BUCHSBAUM ALS BEETEINFASSUNG AB. FOTO: PETER TURNER PHOTOGRAPHY

 

 

LAVENDEL – DER HIT AUF DEM BALKON UND DER DACHTERRASSE

Willst Du Deinen Lavendel in den Garten pflanzen, solltest Du ihn am besten in Gruppen setzen. Ein Abstand von 30 Zentimeter wäre optimal. Achte am Anfang darauf, dass die Erde immer schön feucht bleibt. Hat der Lavendel sich erst einmal an sein neues Plätzchen gewöhnt, kann er es auch schon mal ein paar Tage ohne Wasser aushalten. Willst Du Deinen Lavendel in einen Kübel setzen, muss das Gießwasser unbedingt ungehindert abziehen können. Ansonsten bildet sich gefährliche Staunässe. Damit das Wasser abfließen kann, deckst Du das Abflussloch im Topf mit einer Scherbe ab. So kann es nicht verstopfen. Darauf kommt eine Drainageschicht aus Kiesel oder besser noch aus Blähton. Die Pflanzerde solltest Du noch mit einer Hand voll Sand vermischen. So bleibt sie schön durchlässig. Die Erde in der ersten Zeit immer schön feucht halten. Nur so wächst der Lavendel ordentlich an. Später verträgt er, genauso wie der Lavendel im Garten, auch die eine oder andere Trockenperiode. Egal, ob er im Garten wächst oder auf Deinem Balkon duftet – hin und wieder solltest Du ihn düngen. Ein Universaldünger reicht dafür vollkommen. Bloß keine Hornspäne benutzen, denn Hornspäne lässt die Lavendeltriebe unnötig in die Länge schießen. Folge: Dein Lavendel ist nicht mehr so schön buschig.

 

Lavendel - Biene - Franks kleiner Garten
LAVENDEL IST EIN REGELRECHTER BIENEN- UND SCHMETTERLINGSMAGNET. ICH BEOBACHTE DAS IMMER WIEDER IN MEINEM GARTEN. MEINEN LAVENDEL HABE ICH ÜBRIGENS AN DER TERRASSE GEPFLANZT. FOTO: FRANKSKLEINERGARTEN.DE

 

 

DU MUSST IHN ZWEI MAL IM JAHR ZURECHTSCHNIPPELN

Zugegeben – mit dem Schnitt hatte ich anfänglich meine Probleme. Zum einen habe ich zu viel abgeschnippelt, dann auch noch zur falschen Zeit. Was ich nicht wusste: Lavendel muss zwei Mal im Jahr geschnitten werden. Einmal im Frühjahr vor dem Austrieb und dann wieder im  Spätsommer nach der Blüte. Bewährt hat sich dabei übrigens die „Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Methode“. Im Spätsommer werden die Triebe um ein Drittel zurückgeschnippelt, so dass die verwelkten Blütenstände entfernt werden. Die Zweige mit ihren Blättern bleiben stehen. Im Frühjahr erfolgt dann ein starker Rückschnitt um zwei Drittel. Dabei setzt Du die Schere mindestens zwei Zentimeter oberhalb der verholzten Teile an und schneidest dort ab. So kann sich Dein Lavendel danach ordentlich verzweigen und wird schön buschig. Den Frühjahrsschnitt darfst Du erst vornehmen, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Und Achtung: Beim Frühjahrsschnitt darauf achten, dass ein kurzer Abschnitt der letztjährigen Triebe mit ein paar Blättern daran erhalten bleibt – nur so können die Lavendelsträucher wieder gut durchtreiben.

 

 

 

MANCHMAL MUSS EIN WINTERSCHUTZ HER

Vorsicht: Nicht jeder Lavendel ist unbedingt winterhart. Nur wenige Sorten vertragen extreme Minus-Temperaturen. Kein Wunder, immerhin stammt der Lavendel aus dem Mittelmeerraum. Darum solltest Du Deine Lieblinge unbedingt mit Reisig abdecken, bevor der Winter mit aller Wucht zuschlägt. Vor allem Schopf-Lavendel ist sehr kälteempfindlich. Ihn musst Du besonders gut schützen. Hast Du Deinen Lavendel in Kübel gepflanzt, solltest Du die Töpfe gut einpacken und so dicht wie möglich an die Hausmauer ziehen. Gegossen wird er nur an frostfreien Tagen und gerade so viel, dass die Erde nicht austrocknet.

 

 

 

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