LAVENDEL – 5 IDEEN, DAMIT DU DEN SOMMER NICHT VERGISST

Blüht Dein Lavendel auch gerade so herrlich? Ein fantasticher Anblick – oder? Und erst dieser Duft. Einfach nur grandios. Lavendel ist übrigens ein echter Tausendsassa im Garten. Er ist nicht nur eine angenehm duftende Zierpflanze für sonnige Standorte und zieht Bienen magisch an, sondern ist auch eine Heilpflanze mit beruhigender und antiseptischer Wirkung. Die zerriebenen Blätter eignen sich zudem bestens als mediterranes Küchengewürz. Das sind doch genug Gründe, um das Parfum des Sommers jetzt einzufangen und daraus leckere Kekse, aromatischen Zucker oder entspannende Kissen herzustellen. Das Beste: Es ist ganz einfach. Hier sind meine fünf Tipps, wie Du Dich auch im tiefen Winter noch an Deinem Sommer im Lavendelgarten erfreuen kannst.

 

Lavendel - Öl - Sommer - DIY - Geschenkidee - Franks kleiner Garten
Mit Lavendelöl lässt es sich hervorragend massieren. Das Öl entspannt Muskeln und Geist. Du kannst es ganz einfach und fix selber herstellen. Foto: africastudio/shutterstock

 

 

LAVENDEL IM ÖL – DAS TUT GUT

Du kannst Lavendelöl ganz einfach selber machen. Es enthält dann zwar weniger Wirkstoffe als das echte ätherische Oleum lavendulae, eignet sich aber immer noch wunderbar als Badezusatz oder Massageöl. Einfach ein oder zwei Handvoll frischer Blüten etwas zerdrücken, in eine Flasche geben und mit Mandelöl aus dem Reformhaus auffüllen. Das Ganze vier Wochen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen und täglich einmal durchschütteln. Zum Abschluss abseihen und in eine dekorative Flasche, mit schickem Etikett und Schleifchen, umfüllen. Fertig. So ein Lavendelöl ist übrigens ein wunderbares Mitbringsel zur nächsten Party. Deine Gastgeber werden sich mit Sicherheit darüber freuen.

 

Lavendel - Säckchen - Entspannung - DIY - Franks kleiner Garten
Schon unsere Großmütter wussten, wie entspannend ein Lavendelsäckchen auf dem Kopfkissen sein kann. Damit schläft es sich noch besser. Foto: Marzia Giacobbe/shutterstock

 

 

EIN TOLLES GESCHENK: SELBSTGESTICKTE LAVENDELSÄCKCHEN

Zuerst zeichnest Du mit einem Filzstift die Dekoration auf feinem Leinen etwas vor, dann wird sie mit passendem Stickgarn ausgearbeitet. Schließlich nähst Du den Stoff zu einem Säckchen zusammen. Dorthinein füllst Du die getrockneten Lavendelblüten und verschließt den Sack mit einem romantischen Schleifchen. So ein herrlich altmodisches  Lavendelsäckchen auf dem Kopfkissen hilft Dir beim Entspannen und fördert das Einschlafen. Hin und wieder solltest Du es kräftig kneten, das setzt erneut die ätherischen Öle frei. Ein Tipp: Gleich nach der Ernte musst Du die Lavendeltriebe bündeln und kopfüber zum Trocknen an einem warmen, trockenen und luftigen Platz aufhängen. Auf gar keinen Fall darfst Du den Lavendel in der Sonne trocknen, dann würden zu viele, wertvolle Wirkstoffe verloren gehen. Nach ein oder zwei Wochen lassen sich die Blüten übrigens ganz einfach von den Stängeln streichen.

 

Lavendel - Zucker - Sommer - Ernte - DIY - Franks kleiner Garten
Sieht nicht nur gut aus, schmeckt auch super: Lavendelzucker im Tee oder über Deinen Süßspeisen wird Deine Gäste begeistern. Bestimmt! Foto: Africa Studio/shutterstock

 

 

SO BLUMIG UND SÜSS! LAVENDELZUCKER

Jetzt kann sogar Dein Tee nach Sommer schmecken. Ist das nicht zauberhaft? Du musst einfach nur fünf bis sechs Esslöffel Lavendelblüten unter 500 Gramm Zucker mischen, füllst das Ganze in ein schickes Einweckglas und lässt es zwei bis drei Wochen stehen. In der Zeit zieht das Lavendelaroma in den Zucker. Mein Tipp: Besonders intensiv wird der Geschmack, wenn Du die Lavendelblüten vorher möglichst fein zerstößt. Das geht ganz fix in einem Mörser. Lavendelzucker passt übrigens nicht nur super zum Tee, sondern auch ganz wunderbar zu Süßspeisen. Du solltest ihn allerdings sparsam verwenden. Er ist nämlich sehr geschmacksintensiv.

 

Lavendel - Plätzchen - Rezept - Backen - DIY - Franks kleiner Garten
Sogar in Plätzchen macht sich Lavendel gut. Probiere es einfach aus. Die Kekse sind einfach zu machen. Jeder Anfänger kann das. Foto: A.R. Monko/ashutterstock

 

 

MIT LAVENDELPLÄTZCHEN SCHMECKST DU DEN SÜDEN

Diese Plätzchen hast Du ganz fix gemacht. Du brauchst auch nicht viel dafür. Die wichtigste Zutat? Natürlich Lavendel aus Deinem Garten. Du benötigst: 190 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Ei, 350 g Mehl, 1/2 TL Backpulver, 2 EL frische Lavendelblüten.

So geht’s: Du musst die Butter mit dem Zucker und dem Salz cremig rühren, schließlich das Ei druntermischen. Dannkommt  das Mehl mit dem Backpulver und den Lavendelblüten dazu und wird mit dem Knethaken in die Butter-Ei-Masse eingearbeitet, zuletzt alles noch einmal per Hand ordentlich durchkneten. Aus dem Teig formst Du drei Rollen. Jede ist ca. vier Zentimeter dick. Die Rollen wickelst Du in Frischhaltefolie und legst sie für eine Stunde in den Kühlschrank. Schließlich schneidest Du knapp 1/2 Zentimeter dicke Scheiben von den Rollen ab, legst sie aufs gefettete Backblech und schiebst alles in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Nach 10  Minuten müssten die Lavendelplätzchen goldgelb gebacken und fertig sein. Lass sie ruhig noch einen Tag liegen, bevor Du sie anbietest. So entfalten sie ihr volles Aroma. Lecker!

 

Lavendel - Sirup - Sommer - DIY - Geschenkidee - Franks kleiner Garten
Lavendelsirup ist ganz einfach herzustellen. Ein kleiner Schuss davon in Deinen Sekt und er schmeckt noch mal so gut. Foto: Yakubovich Vadzim/shutterstock

 

 

HERRLICH ERFRISCHEND: LAVENDELSIRUP

Das ist ein Hit auf jeder sommerlichen Terrasse! Gemischt mit Wasser oder Sekt ist Lavendelsirup herrlich erfrischend. Auch Deine Desserts kannst Du mit ihm verfeinern. Oder Du gibst einen Schuss Lavendelsirup in den Salat. Achte nur darauf, dass Du nicht zu viel nimmst. Er ist sehr geschmacksintensiv!  In nur wenigen Schritten kannst Du ihn ganz einfach selber herstellen. Du benötigst für 1,5 Liter Lavendelsirup: 1L Wasser, 750 g Zucker, 8 EL getrocknete Lavendelblüten oder 10 bis 12 EL frische Lavendelblüten, 25 g Zitronensäure, Saft einer Zitrone.

So geht’s: Zuerst bringst Du das Wasser in einem Topf zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft zum Kochen. Dann lässt Du die Flüssigkeit abkühlen und gibst schließlich die Zitronensäure dazu. Jetzt kümmerst Du Dich um den Lavendel: Die frischen Blüten müssen ordentlich abgespült werden und abtropfen. Anschließend mischst Du den Lavendel unter die Flüssigkeit und lässt das Ganze mindestens eine Stunde ziehen. Den fertigen Sirup gießt Du schließlich durch ein Sieb und füllst ihn in ein verschließbares Glas. Fertig! Möchtest Du, dass der Lavendelsirup intensiver schmeckt? Dann lass ihn vor dem Abfüllen doch einfach länger ziehen. Drei Tage wären optimal. Du kannst auch mehr Zucker verwenden, als angegeben. Dann wird er dickflüssiger.

 

 

2 Kommentare

  • Manu
    9. Juli 2020 13:40

    ich denke immer, ach lass den Lavendel den „Brummern“, aber ich hab dieses Jahr so viele neue Lavendel gesetzt – da könnten auch ein paar Stängelchen für mich abfallen 🙂
    liebe Grüße
    Manu (die jetzt auch mal Kaffeesatz sammelt)

    • admin
      21. Juli 2020 5:30

      Liebe Manu,
      Du hast ja so Recht. Ich lasse einen Teil meines Lavendels immer für die „Brummer“ stehen, der andere wird geerntet. Ich habe aber diesbezüglich auch kein schlechtes Gewissen, weil in meinem Garten mittlerweile so viele bienenfreundliche Pflanzen blühen, dass die Lütten immer etwas zu futtern finden.
      Liebe Grüße,
      Frank

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