SCHATTEN – DIESE PFLANZEN BRINGEN FARBE INS BEET

Im Schatten wächst und gedeiht nichts? Ach, komm. Frag mal einen Farn – der lacht Dich aus! Für die dunklen Ecken in Deinem Garten gibt es nämlich jede Menge Lösungen. Nicht jede Pflanze braucht einen Sonnenplatz mit VIP-Bändchen. Viele fühlen sich schon im Halbschatten pudelwohl – also dort, wo die Sonne wenigstens drei Stunden am Tag vorbeischaut, ganz nach dem Motto: „Ich war da, aber nur kurz!“ Schwieriger wird’s bei Beeten, die wirklich komplett im Schatten liegen. Aber selbst dafür gibt‘ s Kandidaten, die eher im „Team Höhle“ sind als im Team „Sonnenbank“.

Ich liebe Hortensien. Sie sind die heimlichen Stars im Halbschatten. Egal, ob Rispen- oder Bauernhortensie, diese Pflanzen machen immer eine gute Figur. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

 

Schattenpflanzen überraschen uns übrigens oft viel mehr mit ihren spektakulären Blättern als mit großen Blüten. Funkien zum Beispiel – kleine Blatt-Influencer! Die schmeißen sich mit ihren Mustern und eleganten Blütenstielen mächtig in Pose. Oder das Japanische Berggras: Es hängt so lässig über die Beetkante, als wolle es sagen: „Ich bin nicht faul, ich bin dekorativ.“ Wenn Dir buntes Laub allein im Schatten aber nicht reicht, dann greif zu Bergenien, Fingerhut (und falls Du Kinder hast: bitte nur gucken, nicht anfassen – der ist nämlich giftig) oder Herzlilien. Die bringen auch ohne Sonne richtig Farbe ins Dunkel.
Oder pflanz Gedenkmein, Astilben und winterharte Alpenveilchen – und schon wird aus dem Schattenbeet eine kleine Blütenparty.

Fingerhut gibt’s quasi umsonst. Einmal gepflanzt, sät er sich immer wieder aus, jedes Jahr. Und es werden immer mehr, in immer schöneren Farben. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

 

Für halbschattige Plätze gibt es noch mehr Auswahl. Und ganz ehrlich: Die Hortensie ist dort der heimliche Star. Diese riesigen, fluffigen Blütendolden! Einfach zauberhaft. Und das Beste: Sie ist pflegeleicht. Ein bisschen Dünger, regelmäßiges Wasser – und schon tut sie so, als wärst Du der beste Gärtner der Welt. Du kannst natürlich auch Prachtspiere, Glockenblume, Waldrebe, Akelei oder Eisenhut ausprobieren. Wichtig ist nur: Dein Schattenbeet darf zu keiner Jahreszeit farblos sein. Sonst sieht’s aus, als hätte die Natur dort einfach resigniert. Deshalb am besten Frühblüher wie Maiglöckchen und Rhododendron mit späteren Highlights wie Herbstanemone oder – wieder – Glockenblume kombinieren.

Akkelei ist eine genügsame Pflanzen. Ein wenig Licht, ein wenig Wasser, vielleicht noch ein Schaufelchen Kompost – das war es. Und aus lauter Dankbarkeit sät sie sich selber aus und kommt so jedes Jahr aufs neue zurück. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

 

Ganz wichtig: Gießen nicht vergessen! Die meisten Hobbygärtner kümmern sich im Sommer nur um die sonnigen Stellen – die Drama-Queens des Gartens. Dabei brauchen ausgerechnet die Pflanzen unter Bäumen oft extra viel Wasser. Denn das dichte Blätterdach fängt den Regen ab, und unten kommt kaum etwas an. Also: ran an die Gießkanne! Nur so bleibt Dein Schattenbeet fröhlich statt frustriert. Und zum Schluss noch ein kleiner Deko-Tipp: Sonnenfarben wie Rot, Orange oder Gelb wärmen eine dunkle Ecke optisch auf. Weiße Blüten machen sie heller – fast wie ein natürlicher Baustrahler – und Blau oder Violett verleihen dem Ganzen eine Prise Dramatik. Bestimmt findest Du eine Kombination, die genau Dein schattiges Plätzchen zum Strahlen bringt.

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