LÜCKENFÜLLER – DIE 10 SCHÖNSTEN PFLANZEN

Wer ein neues Beet angelegt hat, kennt den Ärger: Kaum dreht man sich um, ist es auch schon vom Unkraut zugewuchert. Da hilft nur zupfen, zupfen und noch einmal zupfen. Klar, dass wir da nicht jedes Wochenende Lust drauf haben. Ich jedenfalls nicht. Wir wollen doch viel lieber genießen und bewundern, oder? Und das ist auch möglich. Ein befreundeter Gärtner gab mir einen tollen Tipp – ich solle doch einfach Einjährige oder Zweijährige als Lückenfüller zwischen die Stauden säen, dann würde es nicht lange dauern und das Unkraut hätte keine Chance mehr. Ich hab’s ausprobiert. Und weißt Du was? Es stimmt! Und es sieht auch noch sensationell aus. Die 10 schönsten Lückenfüller habe ich Dir hier notiert. Vielleicht ist der eine oder andere für Dich dabei?

 

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Das Silberblatt (Lunaria Anna) gehört zu den Einjährigen und macht im Beet eine gute Figur. Durch seine Höhe setzt es tolle Akzente. Das Silberblatt ist pflegeleicht, braucht nur hin und wieder Wasser. Foto: shutterstock

 

WAS SIND EIGENTLICH EIN- UND ZWEIJÄHRIGE?

Einjährige Pflanzen sind das kurze Glück im Blumenbeet. Sie benötigen vom Keimen bis zur Samenbildung nur 12 Monate, danach sterben sie ab. Zweijährige bilden dafür im ersten Jahr die Blätter und blühen erst im zweiten Jahr. Dann segnen auch sie das Zeitliche. Zwar können andere diese Pflanzen in ihrer Blüten- und Farbenpracht kaum überbieten, aber sie haben eben den Nachteil, dass Du sie jedes Jahr aufs Neue aussäen oder setzen musst. Dennoch sind sie die schönsten Lückenfüller. Allerdings musst Du zwischen frostempfindlichen und sensiblen Sommerblumen, wie Petunien oder Lobelien, und winterharten, wie Mohnblumen, Fingerhut oder Königskerzen, unterscheiden. Nur die Samen der winterharten Lückenfüller überstehen die frostigen Tage im Erdreich ohne große Probleme.

 

 

 

MEHR IST MEHR – SEI VERSCHWENDERISCH MIT DEINEN LÜCKENFÜLLERN

Du solltest die Lückenfüller unbedingt in größeren Gruppen säen bzw. pflanzen, erst dann wirken sie so richtig. Also sei großzügig, am besten verschwenderisch. Du weißt ja: Je dichter der Raum bepflanzt ist, desto schwerer hat es das Unkraut. Einzelne Pflanzen wirken ohnehin nicht so eindrucksvoll und gehen fix im Beet verloren. Viele Lückenfüller kannst Du übrigens auch als Sommerblumenwiese säen. Sie sind pflegeleicht und viele versamen sich von selbst. Deinen Beeten kommen sie ebenfalls zugute – jedes Jahr werden sie ein wenig anders aussehen.  Das Gleiche gilt für viele winterharte Zweijährige. Auch sie  versamen sich von alleine. Die hoch wachsenden, wie zum Beispiel Fingerhut, wirken als Akzent ganz grandios, die niedrigen Zweijährigen sind als Bodendecker sensationell – vorausgesetzt, Du hast genügend von ihnen gesetzt.

 

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Die Abend-Levkojen sind sehr sensibel. Sie vertragen keinen Frost. Du solltest sie auf der Fensterbank vorziehen und erst im April ins Freie bringen. Foto: shutterstock

 

 

HERRLICH: LÜCKENFÜLLER SIND INDIVIDUALISTEN

Viele Lückenfüller versamen sich selber. Solltest Du klare Vorstellungen von der Optik Deines Beetes haben und kein Fan von Überraschungen sein, kann ich Dir nur empfehlen, unerwünschte Keimlinge rechtzeitig auszubuddeln. Du kannst Sie an anderer Stelle im Garten wieder einpflanzen oder lieben Menschen schenken. In meiner Nachbarschaft pflegen wir zum Frühjahr hin eine regelrechte Tauschbörse mit diesen Pflänzchen. Das macht großen Spaß und verleitet immer zu einem kleinen Schwätzchen. Wunderbar. Kletternde Arten wie Kapuzinerkresse, Rosenkelch oder Duft-Wicken sind übrigens ideal um kleine Spaliere, Zäune oder Rankgerüste im Beet zu begrünen. Diese Kletterpflanzen solltest Du schon ab März in kleinen Töpfen auf der warmen Fensterbank vorziehen. Dann haben sie einen schönen Wachstumsvorsprung, wenn sie Anfang April/Mai ins Freie kommen.

 

 

DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR DIE AUSSAAT

Du solltest schon jetzt überlegen, welche Lückenfüller in Deinen neuen Beeten blühen sollen. Denn die frostempfindlichen Arten werden bereits im späten Winter oder im Vorfrühling auf der Fensterbank in Schalen oder Töpfe gesät und erst ins Freie gesetzt, wenn kein Frost mehr droht. Die frostharten unter den Lückenfüllern kannst Du schon im Herbst direkt ins Beet säen. Sie blühen dann im darauf folgenden Jahr besonders früh. Die sensibleren unter ihnen, wie die Abend-Levkojen, werden im Gewächshaus oder unter der Glasglocke gezogen und so gegen Kälte geschützt. Willst Du auf Nummer sicher gehen, solltest Du sie auf der Fensterbank vorziehen und erst im April auspflanzen.

 

Lückenfüller - Fingerhut - Frühling - Sommer - Zweijährige - Bienenweide - Franks kleiner Garten
Fingerhut ist zwar für uns und unsere Haustiere giftig, wird aber von Bienen geliebt. Er ist ein toller Blickfang im Beet. Foto: happykamill/shutterstock

 

 

DAS BESTE PLÄTZCHEN FÜR DEINE NEUEN PFLANZEN

Am wohlsten fühlen sich die meisten Lückenfüller an einem sonnigen, warmen Standort. Solltest Du aber ein Beet im Halbschatten planen, musst Du auf alle Fälle den einen oder anderen Fingerhut mit einplanen. Er verleiht jedem Beet Farbe und Pracht, durch seine Höhe setzt er tolle Akzente. Aber egal, ob sonnig oder halbschattig – der Boden muss auf alle Fälle leicht und durchlässig sein. Staunässe mag keine Pflanze. Eine gute Bodenvorbereitung ist selbstverständlich und ein feinkrümeliges Saatbeet wichtig. Die Keimlinge solltest Du unbedingt vor Vögeln und Schnecken schützen. Vielleicht kannst Du sie mit einer alten Gardine abdecken? Halte Dich bei der Aussaat an die Angaben auf der Samentüte.

 

Lückenfüller - Vergissmeinnicht - Frühjahr - Sommer - Beet - Franks kleiner Garten
Das Vergissmeinnicht wächst am liebsten auf einem feuchten, humusreichen, sauren Boden. Es steht gerne hell, bevorzugt aber den Halbschatten. Foto: Shutova Elena

 

 

AUCH LÜCKENFÜLLER BRAUCHEN ETWAS ZUWENDUNG

Vor allem nach der Aussaat brauchen Lückenfüller Pflege und Zuwendung und zwar bis sie sich an ihrem neuen Plätzchen so richtig eingelebt haben. Bis dahin musst Du auch ein Auge aufs Unkraut haben. Sollte es sich im Beet ungewollt breit machen, rupfst Du es am besten gleich raus. Sind die Lückenfüller erst einmal erwachsen, brauchen sie nicht viel. Dann reicht hin und wieder ein ordentlicher Schuss Wasser, gerade an sehr heißen Tagen. Auch das Ausputzen welker Blüten lohnt sich eigentlich nicht. Es verlängert zwar die Blütezeit, aber nur bei Pflanzen, die in Kübeln und Kästen wachsen.

 

2 Kommentare

  • Amelia
    29. Januar 2017 20:35

    Wunderschön 🙂

    • admin
      30. Januar 2017 11:21

      Danke 🙂

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