ZAUBERHAFTE ZIERQUITTE

Wenn die Sonne sich durch die Wolken bricht, die Tage endlich wieder wärmer werden und der Frühling unweigerlich Einzug gehalten hat, regen sich die ersten Knospen in der Zierquitte. Und kurz darauf leuchten ihre Blüten im schönsten Rot, Rose, Orange oder Weiß. Bei diesem Anblick kommt auch bei Dir große Freude auf. Bestimmt hast Du schon einmal darüber nachgedacht, eine Zierquitte in Deinem Garten zu pflanzen, oder? Darauf solltest Du achten.

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Sie kommt aus Asien zu uns: Die Zierquitte ist trotz des Namens nicht mit der Quitte verwandt, gehört aber auch zur Familie der Rosengewächse   Foto: Margarita Litvinenko/shutterstock

 

Wusstest Du, dass es eine japanische und eine chinesische Zierquitte gibt? Beide Arten sind bei uns seit rund 200 Jahren bekannt und unterscheiden sich im Wuchs und in der Blütezeit: Die chinesische Zierquitte ist robuster und blüht erst im April. Sie kann bis zu drei Meter hoch wachsen. Die japanische Zierquitte überrascht dagegen schon im März mit ihren zauberhaften Blüten, wächst dafür aber zierlicher.

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Sie ist leuchtend gelb und schmeckt sehr sauer: Die Sorte „Cido“ wird auch „Zitrone des Nordens“ genannt. Grund dafür ist ihr hoher Vitamin-C-Gehalt.    Foto: BelkaG/shutterstock

 

Die Zierquitte ist ein wahrer Magnet für Insekten: Weil sie so zeitig blüht, bietet sie reichlich Nektar und Pollen für unsere kleinen Gartenfreunde. Aber auch Vögel wissen sie zu schätzen. Sie nisten gerne in den dornenbewehrten Zweigen und lassen sich im Herbst die leckeren Früchte schmecken. Vorausgesetzt, die gelben Früchtchen werden nicht vorher von Dir gepflückt. Sie duften so herrlich, dass Du Dir ruhig einige davon ins Wohnzimmer legen solltest. Frühling im Herbst! Im Wohnzimmer! Herrlich!

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Die reifen Früchte eignen sich sehr gut für Säfte und Marmelade  Foto: 5PH/shutterstock

Die Früchte der Zierquitten sind auch für Menschen genießbar. Du kannst aus ihnen eine wunderbare Marmelade, Gelee oder einen Saft herstellen. Das Beste daran: Sie sind gesund. Denn ihr Vitamin-C-Gehalt ist sehr hoch. Versuch doch mal eine Quitten-Erdbeer-Marmelade. Was gibt es denn Schöneres, als seine Lieben mit einer wunderbaren Leckerei aus dem eigenen Garten zu überraschen? Reif sind die Früchte aber erst nach dem ersten richtigen Frost. Dann sind sie schön weich und lassen sich gut verarbeiten.

Du musst kein Gartenprofi sein, um eine Quitte zu pflanzen. Du solltest als Erstes für Deine Zierquitte ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen in Deinem Garten aussuchen. Am besten ist es, wenn sich dort keine Staunässe bilden kann und zu lehmig sollte es auch nicht sein. Ansonsten ist die Zierquitte anspruchslos. Sie wird sich mit einigen dicken Wurzeln in den Boden bohren und dort ein Netz aus feineren Wurzeln auf der Suche nach Wasser bilden. So wachsen die Büsche standhaft und robust. Krankheiten und Schädlinge sind bei ihr selten. Einen besonderen Winterschutz benötigt die Zierquitte auch nicht.

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Die Blüte der Zierquitte strahlt auch in einem reinen Weiß. Die Sträucher können bis zu drei Meter hoch wachsen – so sind sie eine märchenhafte  Dornröschen-Hecke   Foto: Stalker88/shutterstock

 

Wie Du sicherlich schon bemerkt hast, ist die Zierquitte ausgesprochen pflegeleicht. Du musst sie auch nicht großartig schneiden, vielleicht einmal im Jahr auslichten. Mehr nicht. Natürlich kannst Du in den ersten Jahren die Triebspitzen regelmäßig einkürzen, damit Deine Zierquitte schön buschig wächst – aber das ist kein Pflichtprogramm. Weil sie so pflegeleicht ist, wird die Zierquitte auch gerne als Hecke gepflanzt. Aufgrund ihrer Wuchshöhe eignet sich die chinesische Zierquitte besonders gut dafür, die japanische Zierquitte macht sich dafür besser im Vorgarten. Perfekte Pflanzenpartner sind Tulpen, Narzissen, kleinwüchsige Zierkirschen und Prachtspieren.

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Gerade wenn’s draußen trist ist, bringen Zierquitten Farbe ins Haus. Einfach ein oder zwei Zweige abschneiden und in der Vase vortreiben. Zum Barbaratag blühen sie  Foto: comeirrez/shutterstock

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