DIESE 12 PFLANZEN LOCKEN DEN FRÜHLING IN DEN WINTER

Noch wirkt so mancher Garten trist und farblos. Das macht ein wenig traurig, das geht aufs Gemüt. Aber das muss nicht sein. Wir können etwas dagegen tun! Immerhin gibt es viele Pflanzen, die gerade inmitten von Schnee und Frost die schönsten Blüten zeigen. Sie strahlen, leuchten und duften einfach herrlich – und das von Dezember bis in den März. Mit diesen Winterblühern können wir jetzt schon den Frühling in unseren Garten locken. Welche wunderbaren 12 Pflanzen das sind, habe ich Dir hier fix notiert…

 

Foto: shutterstock
Die Zaubernuss sieht im Schnee einfach nur märchenhaft aus. Sie benötigt wenig Pflege, nur einen vorsichtigen Rückschnitt nach der Blüte und etwas Kompost im Herbst. Foto: shutterstock

 

 

DIESER KLASSIKER GEHÖRT EINFACH DAZU

Der Klassiker unter den Winterblühern ist die Zaubernuss. Die Blüten duften herrlich und sind hübsch anzusehen. Bei starkem Frost rollen sich die feinen Blütenfäden zusammen, um sich schließlich bei wärmeren Temperaturen wieder der Wintersonne entgegen zu strecken. Toll! Wusstest Du, dass dieser Strauch aus Ostasien stammt und es eine Japanische und eine Chinesische Zaubernuss gibt? Wie groß die Sortenvielfalt ist, ist bisher allerdings noch unbekannt. Die Botaniker forschen noch. So viel wissen wir allerdings schon: Die bekannten Sorten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Blütezeit, sondern auch in ihrer Blütenfarbe. Es gibt sie in Gelbtönen, in Orange, leuchtendem Rot und auch in Braun. Wenn Du sie also geschickt kombinierst, hast Du den ganzen Winter über einen bunten Blickfang in Deinem Garten. Allerdings musst Du wissen, dass die Zaubernuss zwar langsam wächst, aber von Jahr zu Jahr ausladender wird. Also mein Tipp: Die Zaubernuss immer schön behutsam nach der Blüte in Form schneiden. Am besten beginnst Du damit, wenn der Strauch noch jung ist.

 

 

 

DER WINTER KANN SO BUNT SEIN

Traumhaft: Winterjasmin blüht von Dezember bis weit in den April hinein und ist mit seinen leuchtend gelbe Blüten ein absoluter Hingucker. Pflanzt Du ihn im Frühjahr, kannst Du Dich schon im ersten Winter über seine Blüten freuen. An einem halbschattigen und windgeschützten Standort wächst er übrigens besonders gut. Gefällt dem Winterjasmin sein Plätzchen, kann er bis zu drei Meter hoch wachsen. Winterjasmin lässt sich übrigens auch ganz wunderbar als Kletterpflanze einsetzen. Kleiner Tipp: Pflanze um Deinen Winterjasmin winterharte Alpenveilchen. Das ist eine super schicke Kombination. Das Alpenveilchen fühlt sich wohl, wenn es genügend Licht bekommt und der Boden durchlässig und humos ist. Eine der schönsten Überraschungen in der kalten Jahreszeit ist sicherlich die Winter-Kirsche, auch Schneekirsche genannt. Ihre zarten, rosafarbenen Blüten werden Dich verzaubern. Sie sollte alleine stehen, um so voll zur Geltung zu kommen. Achtung: Es genügt schon ein kurzer Kälteeinbruch mit anschließenden milden Temperaturen, um die Blüte auszulösen – sie reicht dann fast durchgehend bis in den März. Setzt Du die Schneekirsche in einen frischen, kalkhaltigen Lehmboden, ist sie kaum anfällig für Krankheiten.

 

Foto: Dan Alexandru Buta
Krokusse gehören für mich einfach in jeden winterlichen Garten. Vor allem auf dem verschneiten Rasen machen sie sich als Farbtupfer sehr gut. Sie bilden Horste und pflanzen sich selber fort. Das ist praktisch. Foto: Dan Alexandru Buta

 

 

BLÜHEN DIE KROKUSSE, IST DER FRÜHLING NICHT MEHR WEIT

Dann, wenn der Winterfrust schwer auf der Seele lastet, sind es die Krokusse, die uns wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Tapfer kämpfen sie sich durch den Schnee oder den Matsch im Beet: Ab Februar  recken sie ihre bunten Blüten der Sonne entgegen. Ein Krokus kann übrigens bis zu 15 Zentimeter groß werden. Die Zwiebeln kommen zwischen September und Oktober in die Erde. Praktisch: Einmal aufgeblüht, sichert die Sprossenknolle des Krokus die Verbreitung von Tochterzwiebeln im Garten und somit die Blüte im nachfolgenden Jahr. Der Krokus vermehrt sich also quasi von selbst. Krokusse mögen es sonnig und lieben feuchte Böden. Nach der Blüte solltest Du sie stehen lassen, bis die Blätter vergilbt sind. Nur so können die Krokusse Kraft fürs Blühen im nächsten Winter sammeln.

 

 

 

FRÜHLING IM WINTER? ABER KLAR DOCH!

Ein Japanischer Papierbusch im Garten – das sieht grandios aus. Die Blütenfarbe ist einzigartig, sein Duft nach Gewürznelken atemberaubend. Gerne blüht er bereits ab Februar. Der Papierbusch wächst bis zu 100 Zentimeter hoch und liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Er verdankt seinen Namen übrigens der Tatsache, dass seine Rinde in Japan zur Herstellung von hochwertigem Papier verwendet wird. Zu seinen Füßen könntest Du Kronwicken setzen. Die blühen im Winter und im Frühling. Mit einer Nachblüte im Spätsommer kommen so manchmal ganze zehn Monate Blütezeit zusammen. Wie der Japanische Papierbusch benötigt auch die Kronwicke einen geschützten, sonnigen Standort in einem durchlässigen Boden. Du könntest die Winterlangeweile in Deinem Garten aber auch durch die Cardamine quinquefolia auflockern, eine früh blühende Verwandte des Wiesenschaumkrauts. Sie blüht im Spätwinter. Ihre Blütezeit ist sehr lange und kann sich bei kühlen Temperaturen von Februar bis Mai hinziehen. Toll: Die Cardamine quinquefolia schießt geradezu aus dem Boden und bildet massenhaft fünffingrige Blätter und vierzählige, hellviolette Blüten.

 

Foto: shutterstock
Christrosen sind etwas für Liebhaber. Meine habe ich unter den Flieder gepflanzt. Jetzt freue ich mich auf ihre ersten Blüten. Foto: shutterstock

 

 

EINE ROSE IST EINE ROSE IST EINE CHRISTROSE

Einige Christrosen blühen schon ab Dezember und dann, je nach Witterung, bis in den März. Wunderbar, oder? Kälte macht den cremeweißen, roten oder rosafarbenen Schalenblüten der Christrose nix aus. Ganz ohne Probleme überstehen sie Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Christrose wird bis zu 20 Zentimeter groß und bevorzugt einen kühlen und mäßig hellen Standort. Am meistern gefällt ihr ein lehmiger Boden und der Halbschatten von Gehölzen wie zum Beispiel unter einer Buchenhecke. Und: Pflanze sie dort, wo Du weniger arbeitest, denn durch Harken und Jäten könnten die zarten Wurzeln der Christrose verletzt werden, schließlich ist sie ein sensibler Flachwurzler. Am richtigen Standort kann diese bezaubernde Winterblume viele, viele Jahre alt werden.

 

 

 

DER WINTER STECKT VOLLER ÜBERRASCHUNGEN

So manche Laubhecke sieht im Winter wirklich trostlos aus. Das kannst Du ändern! Versuch es doch einfach mal mit dem Geißblatt. Pflanzt Du diesen robusten Winterblüher am Fuße Deiner Hecke, wird sich das Geißblatt rucki-zucki hinaufschlingen und Dich mit seinen gelblich-weißen Blüten begeistern. Außerdem verströmt es ein wunderbar intensives Aroma. Das Geißblatt blüht bei milder Witterung ab Dezember, dann auch bis in den April. Diese Pflanze wächst bis zu drei Meter hoch, ist somit also auch für kleinere Gärten geeignet. Vorsicht: Es ist giftig. Überraschend attraktiv sieht im winterlichen Beet der Zierkohl aus, vor allem in Kombination mit winterharten Alpenveilchen oder Buchsbaum. Er ist wetterfest und kommt mit wirklich wenig Pflege aus. Selbst im Kübel macht er sich blendend. Allerdings solltest Du regelmäßig die unteren Blätter entfernen. Sie faulen schnell und fangen an zu stinken.

 

Foto: Pavel Vakhrushev
Meine Schneeglöckchen sind ein Geschenk meiner Mutter. Sie hatte sie aus ihrem Garten mitgebracht und bei mir vor Jahren eingepflanzt. Seitdem blühen sie jeden Winter. Foto: Pavel Vakhrushev

 

 

SCHNEEGLÖCKCHEN, WEISSRÖCKCHEN – WANN KOMMST DU GESCHNEIT…

In der freien Natur sind Schneeglöckchen vom Aussterben bedroht. Solltest Du also auf eines unserer seltenen, heimischen Exemplare treffen, lass es bitte stehen. Kauf Deine Schneeglöckchen doch besser im Garten-Center. Dort ist die Auswahl ohnehin viel größer. Die Blütezeit Deiner Schneeglöckchen hängt von der Witterung ab: Ist der Winter etwas milder, blühen sie schon im Januar und Februar. Im Mai ist die Blütezeit dann in der Regel vorbei. Am wohlsten fühlen sich Schneeglöckchen am Gehölzrand oder zwischen Deinen Sträuchern. Ist der Boden auch noch lehmig-humos und trocknet im Sommer nicht aus, ist alles perfekt. Je früher Deine Schneeglöckchen blühen, desto mehr Sonne brauchen sie übrigens. Die späteren Arten bevorzugen dagegen den Halbschatten. Spannend: Ameisen tragen zur natürlichen Vermehrung Deiner Schneeglöckchen bei. Wenn sich der Blütenstängel nach der Blüte in Richtung Boden senkt, machen sich die Ameisen über den Samen aus den geplatzten Fruchtknoten her und verteilen ihn im Garten.

 

1 Kommentar

  • Annette
    11. Januar 2017 9:07

    Ahhh, da bekommt man ja schon richtig Lust auf Frühling!
    LG Annette

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