Nicht mehr lange, dann ist der Winter vorbei. Dann sollten wir auch mit unserer Gartenplanung fertig sein. Die Einkaufsliste für Gehölze, Stauden, Samen und Gemüsepflanzen ist geschrieben, die Beetpläne sind gezeichnet und die geputzten Gartengeräte warten schon auf die Arbeit. Jetzt mache wir uns noch fix zum Pflanzenkauf auf ins Gartencenter oder die Baumschule. Wer eine Baumschule in der Nähe hat, sollte sich auf alle Fälle dort zuerst umschauen. Immerhin konnten sich die dort angebotenen Pflanzen schon ans regionale Klima gewöhnen – anders als ihre in Gewächshäusern groß gezogenen und verhätschelten Geschwister. Deine neu gekauften Pflanzen sollten frei sein von Schädlingen, Verletzungen oder Krankheiten. Achte beim Kauf deswegen besonders auf Pusteln, Flecken, eingerollte Blätter, Gespinste oder Läuse. Wenn zum Beispiel eine Tomatenpflanze hochgeschossen und wackelig wirkt, kann das an Lichtmangel und an einem Stickstoffüberschuss liegen. Sind die Pflanzen zu mickerig, war’s ihnen bisher eventuell zu kalt. Gleiches gilt für Paprika, Gurke und Aubergine. Worauf Du beim Pflanzenkauf für den Garten noch achten solltest, habe ich Dir in diesem Artikel zusammen gefasst oder hör Dir einfach meinen Podcast an. Die Tipps gelten übrigens unabhängig von der Jahreszeit.
DAS IST WICHTIG BEI STAUDEN
Viele Stauden bleiben Deinem Garten auf Jahre treu – vorausgesetzt Du hast sie richtig gesetzt und beim Pflanzenkauf auf folgendes geachtet: Der Topf, in dem das Pflänzchen angeboten wird, ist groß genug und gut durchwurzelt. Es sollten sich keine Ringelwurzeln gebildet haben. Wichtig ist auch, dass das Laub saftig grün und kräftig ist. Das bedeutet aber auch, dass die Pflanzen während der Ruhephase gern ein wenig mickrig aussehen dürfen. Und: Es wäre gut, wenn der Zustand Deiner neuen Staude beim Kauf dem Saisonrythmus entspricht, d.h. geblüht wird im Frühjahr und Sommer, nicht im Winter. Pflanzen aus dem Onlinehandel sollten stoß- und wetterfest verpackt sein und die Topferde ist noch feucht, wenn die Pflanzen bei Dir ankommen.

DIE SCHÖNSTEN ROSEN
Spätestens zum Ende des Sommers solltest Du Deine Rosen beim Züchter bestellen. Vor allem solltest Du sie wurzelnackt bestellen. Wurzelnackte Rosen werden ohne Topf und Erde verkauft. Nackt eben. Gepflanzt werden sie im Herbst. Warum wurzelnackte Rosen? Das hat mehrere Gründe: Zum einen räumen die Baumschulen im Herbst ihre Rosenfelder und lagern die wurzelnackten Pflanzen bis zum Frühling in Kühlhäusern ein. Wenn Du also jetzt wurzelnackte Ware bestellst, bekommst Du die Rosen frisch vom Feld. Zudem spricht für die Herbstpflanzung die Verfügbarkeit der Pflanzen, denn gerade die Neuzüchtungen sind oft ziemlich fix ausverkauft. Es gilt also: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Außerdem wird zum Frühjahr hin auch die Auswahl an älteren, beliebten Rosensorten stetig kleiner. Das wichtigste Argument für eine Herbstpflanzung ist aber, dass die neu gesetzten Rosen gegenüber den im Frühjahr gepflanzten Rosen einen ordentlichen Wachstumsvorsprung haben und schon im ersten Sommer ordentlich blühen. Keine Sorge – frostige Tage und Nächte werden sie unbeschadet überstehen, vorausgesetzt Du hast sie richtig gepflanzt. Hier erfährst Du mehr über Rosen.
DARAUF ACHTEST DU BEI GEHÖLZEN
Bei Gehölzen ist wichtig, dass die Veredelungsstelle gut gewachsen ist und bei Obstbäumen mindestens 15 cm über der Erdoberfläche liegt. Junge Bäume finden festen Halt an einem Stab. Wurzelnackte Pflanzen wurden bis zum Verkauf gut gewässert und die Topfware hat keine Ringelwurzeln entlang des Kübelrandes gebildet. Die Triebe wachsen gleichmäßig und wirken weder zu schwach noch sind sie zu stark ausgebildet. Ganz wichtig ist eine ordentliche Etikettierung: Bunte Fotos genügen nicht! Es muss mehr darauf stehen, z.B. die Betriebsnummer des Erzeugers, die Sorte, bei Obstgehölzen auch die Veredelungsgrundlage.

DAS BESTE SAATGUT IST GERADE GUT GENUG
Natürlich kannst Du vorm Kauf nicht erkennen, wie es um die Qualität der Samen im Tütchen wirklich steht. Darum kann ich Dir nur empfehlen das Saatgut renommierter Anbieter zu kaufen. Zum einen überprüfen diese Unternehmen in regelmäßigen Abständen die Keimfähigkeit der Samen, zum anderen garantieren sie eine Mindestkeimfähigkeit, die oft über den gesetzlichen Vorschriften liegt. Auch überprüfen diese Firmen ihr Saatgut auf Krankheiten und Virusinfektionen, zudem garantieren sie Dir eine sachgerechte Lagerung und Tranpsort. Mit Samen aus solchen Tütchen sollte die Anzucht wohl klappen.
GESUNDE GEMÜSEPFLANZEN
Mit Beginn des Frühlings werden in den Gartencentern wieder junge Gemüsepflanzen in Töpfen und zahlreiche Salatpflänzchen in Erdpresswürfeln angeboten. Auch hier solltest Du beim Pflanzenkauf unbedingt auf die Qualität achten. Die Erde muss dabei ordentlich durchwurzelt sein. Die Wurzeln sind weiß und die Erde feucht. Achte auch darauf, dass vor allem Tomaten, Paprika und Auberginen nicht über den Stützstab hinaus wachsen. Die Stängel sind kräftig, die Blattansätze liegen nicht zu weit auseinander und die Pflanze blüht noch nicht. Blüht sie doch, deutet das oft auf Stress hin, dem die Pflanze ausgesetzt war und der tut ihr nicht gut.








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