FEBRUAR – 10 WICHTIGE AUFGABEN IM GARTEN

Im Februar hat der Winter unsere Gärten noch voll im Griff – vielleicht liegt sogar Schnee. Und dennoch: Der Frühling kommt in flinken Schritten näher. Es ist wieder länger hell, einige Vögel zwitschern und die ersten Frühblüher öffnen ihre ersten Blüten. Auch im Februar kannst Du schon die eine oder andere Gartenarbeit erledigen: Das sind die zehn Dinge im Februar, um die Du Dich jetzt auf alle Fälle kümmern solltest – fix notiert, alltagstauglich erklärt und mit einer Portion Gartenglück.

Noch liegt in meinem kleinen Garten Schnee. Auch auf der Zaubernuss. Aber so langsam taut er weg. Kein Wunder – der Frühling naht. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

Im Februar können wir wieder Frühlingsblumen kaufen

Jetzt ist die Zeit der ersten bunten und wohlduftenden Frühlingsblumen. In Gärtnereien und Gartencentern lachen sie uns bereits entgegen, ebenso im Supermarkt – oder wir bestellen die Pflanzen einfach online. Aber Vorsicht: Diese Blumen wurden im Gewächshaus vorgetrieben und sind an kühle Temperaturen nicht gewöhnt. Frostige Nächte und kalte Tage können ihnen schaden. Und eh Du Dich versiehst, ist die ganze Pracht futsch. In den Garten oder ins Beet pflanzt Du im Februar nur robuste Arten wie Stiefmütterchen und Zwiebelpflanzen. Sie überstehen auch Temperaturen bis etwa –5 Grad. Primeln, Vergissmeinnicht und Tausendschön hingegen setzt Du jetzt besser in Töpfe, die Du bei drohendem Frost fix ins Warme holen kannst. Wird es milder, dürfen sie wieder raus. Achtung: Drinnen haben diese Pflanzen einen hohen Wasserbedarf und halten sich im Schnitt leider nur etwa zwei Wochen.


Deine Ziergräser müssen jetzt gestutzt werden

In den vergangenen Wochen haben Pampasgras, Chinaschilf und Rutenhirse gute Arbeit geleistet. Sie haben Deinem Garten zauberhafte Konturen und eine schöne Silhouette geschenkt. Bevor jedoch der Neuaustrieb zwischen den alten Halmen steckt, solltest Du Deine Ziergräser im Februar unbedingt einkürzen – spätestens jetzt. Das geht ganz einfach: Greife die Halme büschelweise und schneide sie mit der Heckenschere eine Handbreit über dem Boden ab. Ende des Monats kannst Du große Horste sogar teilen und umsetzen. Der Februar eignet sich dafür besonders gut – und so ist sichergestellt, dass Deine Gräser auch im kommenden Herbst und Winter wieder für Struktur im Garten sorgen.

Viele sähen nun ihr Gemüse auf der Fensterbank aus, ich beschränke mich auf Sommerblumen. Löwenmäulchen & Co. werden erst vorgezogen, dann kommen die Pflänzchen in Töpfe und wandern erst einmal ins Gewächshaus, bis sie Anfang Mai schließlich in den Garten umziehen. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

Im Februar wird die Fensterbank zum Gewächshaus

Jetzt wird es wieder eng auf der Fensterbank. Nun beginnt die Zeit der Anzucht. Vor allem Paprika, Chili und Auberginen haben eine lange Keimdauer und sollten früh ausgesät werden. Auch Zier- und Kletterpflanzen freuen sich über einen zeitigen Start. Praktisch sind kleine Zimmergewächshäuser mit durchsichtiger Haube. Genauso gut funktionieren Aussaatschalen. Selbst Eierkartons lassen sich wunderbar für die Anzucht nutzen – kosten nix, werden mit Klarsichtfolie abgedeckt und erfüllen ihren Zweck. Unter der Abdeckung entsteht ein feucht-warmes Klima, das Keimlinge lieben. Gesät wird in nährstoffarme Aussaaterde – zu viele Nährstoffe schaden hier mehr, als sie nützen.


Nun teilst Du die ersten Stauden

Noch ist Winter, aber der kluge Gärtner denkt voraus – mindestens bis in den Sommer: Sobald der Boden frostfrei ist, kannst Du mit dem Teilen Deiner Stauden beginnen. Im Februar teilst Du allerdings nur Spätsommer- und Herbstblüher, zum Beispiel Fetthenne, Astern oder Sonnenhut. So sorgst Du dafür, dass Dein Garten im Spätsommer wieder richtig schön bunt wird. Frühlings- und Frühsommerblüher lässt Du noch in Ruhe. Sie werden nur direkt nach der Blüte geteilt – sonst blühen sie später nur mit halber Kraft.

Jetzt kommen die alten Blätter ab, damit die Blüten der Lenzrosen sich von ihrer schönsten Seite zeigen können. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

Im Februar noch fix die Gartengeräte säubern

Eigentlich wolltest Du das schon im Dezember erledigen. Aber wie das so ist – irgendwas kam immer dazwischen. Mir ging es nicht anders. Allerdings solltest Du spätestens im Februar Deine Gartengeräte reinigen und warten:
Der Rasenmäher braucht vielleicht einen Ölwechsel, die Messer müssen geschärft und die Zündkerzen eventuell erneuert werden. Harke, Grabegabel und Schaufel freuen sich über eine Bürste und etwas Öl. Wenn Du ohnehin im Schuppen bist, wirf gleich einen Blick auf Dein Saatgut und den Dünger. Ist noch alles brauchbar oder musst Du nachkaufen?


Zupf den Lenzrosen die alten Blätter ab

Damit die Blüten Deiner Lenzrosen besser zur Geltung kommen, entfernst Du jetzt das alte Blattwerk aus dem Vorjahr. Schneide dabei vorsichtig und knapp über der Pflanzenbasis, so verletzt Du keine neuen Triebe. Krankes oder fleckiges Grün darf ebenfalls weg. Die Pflanze dankt es Dir mit ihren klaren, eleganten Blüten.

Noch stehen meine Hortensien geschützt an der Hausmauer, aber sobald es wieder milder wird, kommen zuerst die alten Blütenstände ab und dann wandern die Töpfe fix auf die Terrasse. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

Bauern-Hortensien werden im Februar ihre alten Blüten los

Hast Du über den Winter die vertrockneten Blütenstände an Deinen Bauern-Hortensien stehen lassen? Gute Entscheidung – sie sahen wirklich hübsch aus und schützen Deine Pflanze vor Frost. Ende des Monats dürfen sie allerdings weg. Schnippel die alten Blüten knapp oberhalb eines gesunden Knospenpaares ab. Bei dieser Gelegenheit entfernst Du auch alle erfrorenen Triebe. Unsicher, ob ein Trieb noch lebt? Ritz die Rinde leicht an: Ist das Gewebe darunter braun und trocken, ist der Trieb abgestorben.


Die Clematis richtig stutzen

Ohne regelmäßigen Schnitt neigt die Clematis zum Verkahlen. Ob und wie stark Du sie im Februar schneidest, hängt von der Blütezeit ab. Sommerblühende Clematis werden jetzt kräftig zurückgeschnitten. Auch Staudenclematis, die nicht klettern, kannst Du bis auf etwa 20 Zentimeter einkürzen. Frühsommerblühende Clematis, die am alten Holz treiben, werden nur alle vier bis fünf Jahre im Februar geschnitten – und dann eher zurückhaltend.

Ende Februar kannst Du Gehölze pflanzen. Sobald es nicht mehr friert und der Boden aufgetaut ist, geht’s los. Top: Viele Pflanzen wie den Winterschneeball bekommst Du jetzt günstiger in den Baumschulen. Foto: frankskleinergarten.de/Frank Gerdes

Bellis brauchen im Februar Schutz vor der Kälte

Ich liebe Bellis. Schon allein wegen dieses Namens – und wegen der kleinen, pummeligen Blüten. Hast Du sie im Garten, solltest Du sie im Februar noch vor strengem Frost schützen. Eine Abdeckung mit Tannenreisig reicht meist völlig aus.
Noch ein Tipp: Schneidest Du regelmäßig Verblühtes heraus, blühen Bellis bis zu drei Monate lang – in Rosa, Weiß oder Kirschrot.


Im Februar kannst Du Gehölze pflanzen

Sobald der Boden frostfrei ist und keine strengen Fröste mehr drohen, kannst Du Gehölze pflanzen. Besonders im Frebuar lohnt sich der Einkauf, denn viele Baumschulen bieten wurzel­nackte Gehölze oder Ballenware an – deutlich günstiger als Containerpflanzen.

Ideal ist der Februar für:

  • Heckenpflanzen

  • Obstgehölze

  • Solitäre Sträucher

Bei milder Witterung kannst Du sogar schon Lavendel, Hortensien oder Rosmarin setzen – ein wunderbarer Auftakt ins neue Gartenjahr.

 

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2 Kommentare

  • Nelly
    4. Februar 2018 18:47

    Man hat mit so einem Garten echt immer andauernd was zu tun. Aber das macht dieses Hobby ja auch so schön. Einfach zu sehen, wie dann im Frühling die ersten Maiglöckchen kommen. Ich habe gestern schon die ersten gesehen.

    Liebe Grüße,
    Nelly

    • admin
      7. Februar 2018 12:30

      Liebe Nelly,
      bist Du sicher, dass Du schon Maiglöckchen gesehen hast? Oder waren es Schneeglöckchen? Egal, der Frühling kommt. Langsam, aber sicher.
      Liebe Grüße,
      Frank

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