Der Herbst ist da und mit ihm das trübe, feuchte und unbehagliche Novemberwetter. Die Rosen verlieren ihre letzten Blütenblätter, die Stauden wiegen sich in den Winterschlaf und das Eichhörnchen legt sich noch fix seine Vorräte zurecht. Und auch für uns gibt’s einiges zu tun im Garten. Also nutzen wir fix die letzten Sonnentage im November und legen los, bevor der Winter kommt, alles mit seiner weißen Pracht verhüllt und wir es uns drinnen vorm Kamin gemütlich machen.
IM NOVEMBER DEN BODEN KALKEN
Eines ist klar: Kalk verbessert den Boden. Zudem regt er das Leben der kleinsten tierischen Bewohner in unserem Garten an. Das tut unseren Pflanzen gut. Weil Kalk so wichtig ist, musst Du unbedingt testen, wie es um den ph-Wert in Deinem Gartenboden steht: Sollte er über 7,5 liegen, benötigt ganz dringend Kalk. So ein „Notfall“ kommt aber selten vor. Eher wird der ph-Wert drunter liegen, aber auch dann solltest Du aktiv werden. Moorbeete mit Rhododendren und Heidekraut lässt Du allerdings in Ruhe. Anders sieht es beim Rasen, den Rosen- und Staudenbeeten sowie rund um die Heckeaus. Dort solltest Du jetzt Gartenkalk ausstreuen. Der Klassiker ist übrigens kohlensaurer Kalk. Den kannst Du nach Herstellerangaben bis zum ersten Frost ausstreuen. Er braucht bis zum Frühling, um seine volle Wirkung zu entfalten.
PAMPASGRAS VOR NÄSSE SCHÜTZEN
Die Winter werden immer wärmer. Der Regen nimmt zu. Darum: Schütze Deine Ziergräser vor der Nässe! Viele Gräser stammen nämlich aus Regionen, in denen die Winter trocken sind. Bei zu nasser Witterung faulen die Überwinterungssprosse sehr schnell. Es würde schon helfen, wenn Du Dein Pampasgras zusammenbindest. Dreh das Büschel zu einem Schopf, dann kommt ein Band drum herum. Schließlich fixierst Du den Schopf auf dem Boden. Leg einfach einen schweren Stein drauf. Die zusammengebundenen Halme wirken nun wie ein Reetdach: Das Wasser fließt über die Halme ab und das Herz der Pflanze bleibt trocken. Auch andere Ziergräser leiden unter Winternässe.
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ES WIRD KALT – JETZT DAS ROSENHOCHSTÄMMCHEN EINPACKEN
Dein Rosenstämmchen braucht einen Schutz vor Frost und eisigen Winden. Es wird schließlich nicht mehr lange dauern, bis der Winter Einzug hält. Darum kürzt Du als Erstes die Triebe. Es darf allerdings nur ein leichter Schnitt sein, den eigentlichen Rückschnitt verpasst Du der Krone erst im Frühling. Danach wird sie gut verpackt. So machst Du es: Du umgibst die Krone mit einer dicken Schicht Tannenzweige, die Du mit einem Juteband festzurrst. Die Veredelungsstelle unterhalb der Krone umwickelst Du mit Reisig oder Stroh. Über die Krone stülpst Du noch einen Jutesack oder ein Wintervlies, das am unteren Ende locker zugebunden wird. Fertig! Tipp: Junge Rosenhochstämmchen sind oft noch so biegsam, dass man sie vorsichtig zu Boden drücken und dort locker mit einem Haken fixieren kann. Über den Fuß, die Veredelungsstelle und die Krone schüttest Du noch reichlich Erde, die schließlich mit Reisig abgedeckt wird. Der Stamm wird ebenfalls mit Reisig abgedeckt.
DIE DAHLIEN WIEDER AUSBUDDELN
Dahlien vertragen keine Minus -Temperaturen. Darum werden die Knollen wieder ausgebuddelt und eingelagert. Nach dem ersten leichten Frost, geht’s los: Schnippele als Erstes die Stängel auf 15 Zentimeter zurück. Anschließend buddelst Du mit einer Grabegabel die Knollen aus und befreist sie von so viel Erde wie möglich. Jetzt kannst Du die Dahlien auf Krankheiten untersuchen. Faulige Stellen werden mit einem scharfen Messer entfernt. Jetzt stellst Du sie einige Tage auf den Kopf. So läuft das Wasser aus den hohlen Stielen und die Knollen trocknen. Danach wandern die Dinger in eine Kiste mit Sand oder feuchtem Laub. Die Kiste kommt in einen kühlen und luftigen Raum. Einmal im Monat schaust Du nach den Dahlienknollen und überprüfst, ob sie noch gesund sind. Kranke werden sofort aussortiert.
IM NOVEMBER WEITER DAS HERBSTLAUB EINSAMMELN
Auch im November fallen die Blätter von den Bäumen – das solltest Du nutzen. Denn: Mit Herbstlaub lässt sich grandios mulchen. Du kannst es unter der Hecke oder in den Beeten dick verstreuen. Es schützt die Pflanzen vor Frost und Kälte, hält den Boden feucht und das Unkraut zurück. Du kannst es aber auch in Körben aus Kaninchendraht sammeln. Du solltest das Herbstlaub nur feucht halten, damit es sich schneller zersetzt. Es hilft auch, die Blätter zu zerkleinern. Das kannst Du ganz einfach mit dem Rasenmäher machen: Das heruntergefallene Laub zu einer geraden Linie zusammenharken und dann mit dem Rasenmäher drüberfahren. Den gefüllten Fangkorb leerst Du auf Deinen Komposthaufen oder eben in den Korb aus Kaninchendraht. Im Frühjahr arbeitest Du das Laub schließlich in die Beeterde ein. Nur für Deine Rosenbeete kommt Herbstlaub nicht in Frage. Rosen mögen die Gerbstoffe der Blätter nicht.
JETZT AUCH LILIEN VERBUDDELN
Um Lilien zu pflanzen ist der November einfach perfekt. Der Boden hat jetzt genau die richtige Temperatur. Aber Vorsicht: Solltest Du Lilienzwiebeln bestellt haben und der Boden ist bei ihrer Ankunft bereits gefroren, musst Du sie erst einmal zwischenlagern. Am besten in einer Kiste mit feuchtem Sand und im dunklen, kühlen Keller. Sobald der Boden wieder getaut ist, setzt Du sie ins Beet. Die optimale Pflanztemperatur beträgt 5 Grad, wärmer als 15 Grad darf es auf keinen Fall sein. Das Loch sollte übrigens doppelt so tief sein, wie die Zwiebeln hoch sind. Denk daran, die Pflanzstelle anschließend mit Laub und Reisig abzudecken.
VORM ERSTEN FROST NOCH HECKEN, BÄUME UND STRÄUCHER PFLANZEN
Jetzt bieten die Baumschulen wieder „wurzelnackte“ Bäume und Sträucher an. Wurzelnackt bedeutet, dass die Pflanzen ohne Topf oder Jutesack um die Wurzeln verkauft werden. Sie sind in der Regel günstiger als die Containerware, zudem hochwertiger. Kaufst Du wurzelnackte Bäume oder Sträucher, musst Du sie allerdings ziemlich fix einpflanzen. So gehst Du vor: Sobald Du mit Deinen neuen wurzelnackten Pflanzen zu Hause bist, stellst Du sie in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Die Wurzeln dürfen sich nun einen halben Tag satt saufen. Währenddessen hebst Du das Pflanzloch aus. Willst Du eine Hecke setzen, denkst Du natürlich an den notwendigen Pflanzabstand. Und Du weißt: Ein breites Pflanzloch ist besser als ein tiefes. Achte immer darauf, dass Du alle Pflanzen feucht hältst. Ansonsten könnten sie absterben. Halte die Pflanze ins Loch, schütte die Erde hinein, trete die Erde fest und dann wird sie gewässert und gemulcht.
IM NOVEMBER DIE GARTENGERÄTE PUTZEN UND VERSTAUEN
Auch Deine Gartengeräte werden in diesen Tagen auf den Winter vorbereitet. Sie sollen schließlich nicht durch Frost oder Rost zu Schaden kommen. Darum entfernst Du an Schaufel, Harke und Hacke sämtliche Erde. Danach ölst Du alle Metallteile ein. Schau nach, ob bei Deiner Schaufel oder Deinem Spaten der Stiel noch fest mit dem Kopf verbunden ist. Ist er beschädigt, tausche ihn aus. Auch Garten- und Heckenscheren werden nun geputzt. Dafür zerlegst Du sie in ihre Einzelteile. Schließlich verstecken sich oftmals Schmutz- und Harzreste dort, wo Du sonst mit dem Lappen nicht hinkommst. Du kannst die Verschmutzungen übrigens hervorragend mit Olivenöl oder Waschbenzin beseitigen. Danach wird alles wieder im Geräteschuppen verstaut. Vergiss nicht, die Wasserpumpen im Garten abzustellen. Anschließend baust Du sie aus und lagerst die Pumpen in einem frostfreien Raum. Gleiches gilt für die Gartenschläuche. Achtung: Vorm Einlagern, musst Du die Schläuche komplett entleeren.
AUCH DEN RASENMÄHER WINTERFEST MACHEN
Natürlich soll Dein Rasenmäher im kommenden Frühjahr wieder fit sein. Darum befreist Du ihn nun zunächst von groben Verschmutzungen wie verkrustetem Gras oder Erde. Das machst Du mit einem Handbesen. Anschließend reinigst Du das Schneidwerk mit einem Lappen oder einer Bürste. Vorsicht, nicht schneiden! Die sauberen beweglichen Teile ölst Du ein. So sind sie im Frühling wieder schön geschmeidig. Schau nach, ob die Schneidmesser ordentlich scharf sind. Falls nicht, ab damit zum Fachhändler. Dort werden sie nachgeschliffen. Du kannst nun zudem den Luftfilter auswechseln. Und lass das Benzin aus dem Tank ab. Ist das alles erledigt, kann der Rasenmäher frostfrei und abgedeckt überwintern. Noch ein kleiner Tipp: Alle Geräte möchten kühl, aber frostfrei gelagert werden. Am besten eignet sich dafür ein trockener und möglichst staubfreier Raum im Keller, die Garage oder der Geräteschuppen.
NICHT VERGESSEN: FUTTER FÜR DIE VÖGEL
Hast Du die Futterstationen für die Vögel in Deinem Garten schon gereinigt? Nein? Na, dann wird’s aber Zeit! Denn: Wenn’s im Garten kalt und ungemütlich wird, benötigen die Piepmätze unsere Hilfe. Schließlich dauert es nicht lange und sie haben alle Beeren und Samen weggefuttert. Darum solltest Du ihnen nun unbedingt Nahrung anbieten. Aber Achtung: Wenn Du einmal damit angefangen hast, musst Du ihnen den ganzen Winter über etwas zu futtern anbieten. Schließlich verlassen sich die Piepmätze auf Dich und kommen oft von weit her angeflogen. Das kostet Kraft und Energie – davon haben sie jetzt nicht allzu viel. Daher sollte ihr Futter sehr kalorienreich sein. Brot und Reis werden immer schnell verputzt. Geriebener Käse und gekochte Kartoffeln sind ebenfalls sehr beliebt. Obststückchen mögen ganz besonders Amseln und Drosseln. Rotkehlchen, Meisen und Zaunkönige freuen sich über getrocknete Mehlwürmer. Achte darauf, dass die Futterplätze immer sauber sind und etwas frisches Wasser bereitsteht.




















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