Der Garten ruht. Der Gärtner auch. Zumindest theoretisch. Denn während Beete und Rasen unter einer grauen Decke aus Frost, Laub und guten Vorsätzen liegen, ist das Gewächshaus der heimliche Star des Januars. Hier passiert zwar nichts Spektakuläres – aber genau das macht den Unterschied für die kommende Saison. Hier sind Deine fünf Aufgaben für den Januar im Gewächshaus:

1. Lüften, lüften, lüften – auch im Winter
Im Januar ist das Gewächshaus weniger Tropenhaus und mehr Kühlschrank mit Glasdach. Trotzdem: Frische Luft ist Pflicht. An sonnigen Tagen steigen die Temperaturen schneller als gedacht, Kondenswasser sammelt sich und Pilzkrankheiten reiben sich schon die Hände.
Also: Fenster auf, aber mit Gefühl. Lieber kurz und knackig lüften, statt stundenlang Dauerfrost einzuladen. Wer jetzt regelmäßig Luft reinlässt, hält Schimmel, Grauschimmel und Mehltau zuverlässig in Schach.
2. Pflanzen kontrollieren im Gewächshaus – der Gesundheitscheck nach den Feiertagen
Überwinternde Pflanzen stehen im Januar gerne ein bisschen beleidigt herum. Zu wenig Licht, zu viel Feuchtigkeit, schlechte Laune. Jetzt ist der richtige Moment für eine gründliche Kontrolle:
-
Gibt es gelbe Blätter?
-
Faulen Wurzeln?
-
Unerwünschte Gäste wie Blattläuse oder Spinnmilben?
Alles, was krank aussieht, darf konsequent entfernt werden. Ja, auch im Januar muss man manchmal grausam sein – zum Wohle aller anderen.

3. Gießen? Ja. Aber bitte mit Bedacht
Der häufigste Januar-Fehler im Gewächshaus: zu viel Wasser. Pflanzen wachsen kaum, verdunsten wenig und stehen lieber trocken als dauerhaft nasse Füße zu haben. Gegossen wird nur, wenn die Erde wirklich trocken ist – und dann am besten vormittags, damit überschüssige Feuchtigkeit noch verdunsten kann.
Eiskaltes Wasser ist tabu. Wer kann, nutzt abgestandenes, zimmerwarmes Wasser. Die Pflanzen werden es dir mit weniger Drama danken.
4. Im Gewächshaus Ordnung schaffen – jetzt oder nie
Januar ist der Monat der guten Vorsätze. Warum nicht auch fürs Gewächshaus? Leere Töpfe, alte Anzuchtschalen, vertrocknete Pflanzreste und mysteriöse Holzstäbe ohne erkennbare Aufgabe: Alles raus damit.
Ein aufgeräumtes Gewächshaus ist nicht nur hübsch, sondern auch hygienischer. Schädlinge und Krankheiten verlieren ihre Verstecke – und du findest im Frühjahr endlich das, was du suchst.

5. Vorbereitung für die neue Saison
Noch wird nichts gesät (zumindest nichts Ungeduldiges), aber geplant darf werden. Jetzt ist die perfekte Zeit, um:
-
Saatgut zu sortieren und zu überprüfen
-
Anzuchterde bereitzustellen
-
Töpfe und Schalen zu reinigen
-
Heizmatten oder Frostwächter zu testen
Wer im Januar vorbereitet, spart sich im Februar Stress – und im März das große Chaos.
Fazit: Der Januar ist leise, aber wichtig
Im Gewächshaus geht es im Januar nicht um Action, sondern um Pflege, Kontrolle und Vorbereitung. Wer jetzt aufmerksam ist, legt den Grundstein für ein gesundes Gartenjahr. Und ganz ehrlich: Ein bisschen im Gewächshaus werkeln ist die beste Therapie gegen Winterblues.








Schreibe einen Kommentar