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GURKEN IM GEWÄCHSHAUS – SO KLAPPT’S MIT DER ERNTE

Mittlerweile verbringe ich nahezu täglich einige Minuten in meinem kleinen Gewächshaus. Unkraut wird gezupft, Pflanzen gegossen und gedüngt – manchmal mache ich auch einfach nur Fotos. Andere verschwinden in ihrem Hobbyraum oder im Fitness-Club, ich eben in meinem kleinen Gewächshaus. Mein Engagement wird aber auch reichlich belohnt – mit Salaten, Tomaten, Paprika, Auberginen und Gurken. Damit’s mit den Gurken im Gewächshaus aber auch wirklich klappt, musst Du einiges beachten. Die 5 wichtigsten Tipps für die erfolgreiche Ernte habe ich Dir hier fix notiert.

 

Gewächshaus - Juni - 2020 - blauer Himmel - Sommer - Franks kleiner Garten
Mein kleines Gewächshaus im Garten. Wenn die Sonne zu sehr drauf scheint, ziehe ich die Schattierung zu. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

NUR DIE  RICHTIGE GURKE MACHT DEN GÄRTNER GLÜCKLICH

Natürlich kannst Du experimentieren und den Anbau der unterschiedlichsten Gurken im Gewächshaus ausprobieren. Willst Du aber auf Nummer sicher gehen, solltest Du auf die klassische Salatgurke setzen. Sie wurde extra fürs Gewächshaus gezüchtet und manchmal auch „Schlangengurke“ genannt. Diese Gurken gibt’s in der Regel übrigens nur als weibliche Pflanzen, die sich selbst befruchten. Mein Tipp: Achte unbedingt darauf, dass Deine Salatgurken resistent gegen Blattbrand sind und sich gegen Echten Mehltau wehren können.

AB APRIL KOMMT DIE GURKE IN DIE ERDE

Bist Du der Besitzer eines beheizten Gewächshauses, kannst Du Deine Gurken schon ab März/April aussäen. Im ungeheizten Gewächshaus solltest Du ab Mitte Mai loslegen. Beachte, dass die Samen zum Keimen eine konstante Temperatur von 20 Grad und einen feuchten Boden benötigen. Sind die Pflanzen 20 bis 30 Zentimeter hoch gewachsen, kannst Du sie an ihren endgültigen Platz setzen. Für mich lohnt sich so eine Aussaat nicht. Ich kann maximal zwei oder drei Gurken in mein kleines Gewächshaus setzen. Darum kaufe ich vorgezogene Pflanzen im Garten-Center und pflanze sie schließlich in einem Abstand von 60 Zentimetern. Aber auch für meine Gurken gilt, dass sie einen nährstoffreichen und humosen Boden bevorzugen. Kleiner Tipp: Vor dem Pflanzen den Boden erst einmal ordentlich mit Komposterde aufbessern.

 

Gewächshaus - Gurken - Salatgurke - Blüte - Frank kleiner Garten
Die ersten Gurkenblüten zeigen sich. Jetzt wird einmal die Woche gedüngt und täglich gegossen. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

DAS BRAUCHT DIE GURKE: LICHT, WASSER, MIKROORGANISMEN

Gurken lieben Wärme und Licht. An heißen Tagen, wenn die Sonne so richtig doll und grell aufs Gewächshaus scheint, ziehe ich allerdings die Schattierung zu. Die beiden Rollos schützen die Gurken genauso vor der prallen Sonne wie schattenspendende Nachbarpflanzen – diesen Job übernehmen meine Tomaten. Wie meine Tomaten benötigen auch die Gurken reichlich Wasser, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Tipp: Ich gieße immer nur den Wurzelbereich mit angewärmtem Wasser. Das verhindert Pilzerkrankungen. Damit die Erde lange feucht bleibt und nicht zu fix austrocknet, habe ich um die Gurken eine Mulchschicht aus Stroh gelegt. Das Stroh wird am Ende der Saison einfach in die Erde eingearbeitet. Wenn sich die ersten Gürkchen an der Pflanze zeigen, wird sie einmal die Woche von mir mit effektiven Mikroorganismen verwöhnt. Das ist total bio, schmeckt der Gurke super und sorgt für eine reiche Ernte.

GURKEN MÖGEN FRISCHE LUFT – ABER KEINEN ZUG

Gurken mögen es warm und feucht, aber nicht stickig. Und Zug mögen sie schon gar nicht. Daher habe ich meine Gurken möglichst weit weg von der Gewächshaustür gesetzt. So werden sie zwar mit frischer Luft versorgt, wenn Fenster und Türen geöffnet sind, aber nicht von der kühlen Luft gestresst. Die Gewächshaustür wird morgens und abends von mir für zwei Stunden geöffnet, um die Dachfenster muss ich mich nicht weiter kümmern, die machen das ganz automatisch: Je wärmer es in meinem kleinen Gewächshaus ist, desto länger und weiter öffnen sich die Fenster. Regelmäßiges Lüften verhindert übrigens Pilzerkrankungen wie Falscher Mehltau.

 

Gewächshaus - Mulch - Stroh - Gurken - Franks kleiner Garten
Rund um die Gurke habe ich fingerdick Stroh verteilt. Das hält nach dem Gießen die Erde länger feucht und das Unkraut fern. Foto: frankskleinergarten.de

 

 

GURKEN BRAUCHEN EINE RANKHILFE

Ohne Rankhilfe wird das nix! Egal, wie Du Deine Gurke ziehen  willst, sie benötigen Hilfe beim Wachsen. Da sie nicht von alleine aufrecht stehen kann, ist eine Rankhilfe vonnöten. Egal, ob im Freiland oder im Gewächshaus. So liegen die Gurken nicht auf dem Boden, werden besser belüftet und lassen sich einfacher ernten. Meine Gurken wachsen an spiralförmigen Stäben hinauf. Hin und wieder muss ich sie ein wenig führen – aber das war’s auch schon. Andere leiten die Pflanzen an stabilen Schnüren in die Höhe. Die Schnur wird einfach an der Dachkonstruktion befestigt und die Gurkenpflanze wird dann ebenfalls spiralförmig um die Schnüre gelegt.

 

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