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HERBSTLAUB – ZU SCHADE FÜR DIE BIO-TONNE!

Ich kann mir meinen Garten ohne die Obstbäume oder die Kugelahorne gar nicht mehr vorstellen. Schon gar nicht ohne meine Rotbuchenhecke.  In allen Bäumen und Sträuchern tobt nämlich vom Frühjahr bis tief in den Herbst das Leben. Die Spatzen zanken sich, die Amseln trällern und der Igel macht es sich darunter gemütlich. Toll! Allerdings fällt im Herbst einiges an Laub an und anfangs stellte sich mir immer wieder die Frage: Wohin nur mit den ganzen Blättern? Für die Biotonne sind sie doch eigentlich zu schade. Aber der Herr Gerdes ist ja nun mal nicht auf den Kopf gefallen – also habe ich mir fix einiges überlegt: Hier sind meine 5 Tipps fürs Herbstlaub.

 

Egal, ob groß oder klein – viele Tiere finden während des Winters Unterschlupf im Herbstlaub. Auch der Igel in meinem kleinen Garten. Foto: Wirestock Images

 

 

AB MIT DEM HERBSTLAUB AUF DEN KOMPOST

Um Herbstlaub zu entsorgen, ist der Kompost eine tolle Möglichkeit. Aber Achtung: Herbstlaub beinhaltet viel Kohlenstoff, aber nur wenig Stickstoff – darum zersetzt es sich nur langsam. Zudem wird das Laub auf dem Komposthaufen oft stark zusammengepresst – so sehr, dass kaum noch Sauerstoff an die Blätter kommt. Eine ordentliche Sauerstoffzufuhr ist aber für die Verrottung wichtig! Damit Du aus Deinem Herbstlaub dennoch tolle Komposterde gewinnen kannst, musst Du das Laub mit gehäckselten Zweigen oder Rasenschnitt vermischen. Rasen- und Heckenschnitt verhindern, dass das Laub auf dem  Kompost zu sehr zusammengedrückt wird. Außerdem werden die Blätter so noch genügend Luft bekommen.

HERBSTLAUB FÜR DIE UNTERMIETER IM GARTEN

Bestimmt gibt’s auch in Deinem Garten eine Ecke, die nicht unbedingt vor Schönheit glänzen muss und windgeschützt liegt, oder? Dort könntest Du doch das Herbstlaub zu einem tollen, großen Haufen aufschichten und einfach mal liegen lassen. Warum? Na, ganz einfach: Dort finden Tiere wie der Igel im Winter Unterschlupf, dort fühlen sich aber auch Insekten und andere Kleintiere während der Wintermonate zuhause. Lässt Du so einen Haufen aus Herbstlaub in Deinem Garten die Herbst- und Wintermonate über stehen, leistest Du einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz.

 

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Ein Teil des Herbstlaubes landet in meinem Komposter. Aus Herbstlaub lässt sich nämlich tolle Komposterde gewinnen. Foto: LaMiaFotografia

 

 

HERBSTLAUB ALS DOPING FÜR EINEN MÜDEN ACKER

Egal, ob im Gewächshaus oder auf meinem kleinen Acker: Der Boden wird im Herbst zunächst mit einer ordentlichen Schicht Herbstlaub abgedeckt, dann wird verrotteter Kuhmist darauf verteilt. Das wirkt wie Doping für den Boden. Wirklich: Diese Kombi macht müde Äcker wieder munter. Der Kuhmist hält das Laub übrigens nicht nur an Ort und Stelle, sondern sorgt mit seinem hohen Stickstoffanteil auch noch für eine fixe Zersetzung der Blätter. Im Spätwinter wird das Ganze dann noch ordentlich mit der Kralle oder dem Spaten in den Boden eingearbeitet. Du wirst sehen: Diese Kur wirkt wahre Wunder und Dein Acker lässt sich wieder zu Höchstleistungen hinreißen.

SCHICKE DRAHTKÖRBE FÜRS HERBSTLAUB SELBER BASTELN

Dein Komposter ist bereits voll? Dann könntest Du auch einen Korb aus Draht fürs Herbstlaub basteln. Das geht ziemlich fix und ohne großen Aufwand. Du musst einfach nur eine rechteckige und engmaschige Draht-Bahn  an ihren Enden zusammenbinden. Das machst Du am besten ebenfalls mit einem Draht. Trage bei er Arbeit aber unbedingt Handschuhe. Du könntest Dich ansonsten verletzen. Den Laubkorb stellst Du nun in eine Ecke Deines Gartens, wo er Dich mindestens ein Jahr nicht stören wird. So lange benötigt das Herbstlaub, um sich zu einem tollen Laubkompost zu zersetzen. Mit ihm kannst Du ganz wunderbar Deinen Boden verbessern. Weil er nährstoffarm und nahezu kalkfrei ist, würden sich unter anderem Deine Erdbeeren oder der  Rhododendron über diesen Laubkompost freuen.

 

Das Herbstlaub solltest Du regelmäßig von Deinem Rasen entfernen. Das Gras könnte ansonsten unterm Laub schimmeln. Foto: Elena Elisseeva

 

 

MULCHEN MIT HERBSTLAUB IM ZIERGARTEN

Mein Herbstlaub verschwindet zu einem großen Teil unter der Hecke. Diese Mulchschicht unterdrückt das Unkraut, und wenn es sich so richtig zersetzt hat, versorgt es die Hecke auch noch mit wertvollem Humus. Ähnlich geht’s meinem Storchschnabel in den Beeten. Der freut sich immer wie Bolle, wenn ich ihn mit einer dünnen Schicht aus Herbstlaub bedecke. Ich mache das regelmäßig und kann gar nicht so schnell gucken, wie das Laub unter seinen Blättern verschwindet. Kein  Wunder – der Storchschnabel kennt das aus dem Wald und weiß, wie gut der Humus aus Herbstlaub schmeckt.

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