IM GARTEN: 10 DINGE, DIE DU IM OKTOBER ERLEDIGST

Das Laub färbt sich golden, der Wind pfeift ums Haus, im Feuerkorb lodern die Flammen – es ist Oktober. Der Herbst ist da. Auch jetzt gibt’s einiges zu tun im Garten: Es wird geharkt, gemäht und gezupft. Ich genieße diese Gartenmomente an schönen Tagen im Oktober. Sie sind Balsam für meine Seele. Jetzt kann ich den Ärger vergessen, genauso meine Sorgen, meine Ängste. Ich atme tief durch und sauge die würzige Herbstluft regelrecht ein. In manchen Momenten meine ich sogar, schon den Winter riechen zu können. Bis zum ersten Frost werden aber noch einige Tage vergehen, hoffe ich. Dennoch bereite ich den Garten langsam darauf vor. Hier ist meine Liste mit 10 Dingen, die wir im Oktober unbedingt erledigen sollten. Schau sie Dir mal an. Bestimmt hilft diese Liste auch Dir.

 

Foto: Oleksandr Berezko
Der Oktober ist die beste Zeit, um Gehölze zu pflanzen. Du solltest das unbedingt noch vor dem ersten Frost erledigen. Nur so haben die Bäume und Sträucher genügend Zeit, um sich einzuwurzeln. Foto: Oleksandr Berezko

 

 

EIN NEUES PLÄTZCHEN FÜR DEINEN BAUM

Vielleicht hast Du Deinen Baum zu nah an der Hecke gepflanzt, vielleicht bekommt er auch nicht genügend Sonne oder spendet nicht den gewünschten Schatten. Wie auch immer – manchmal merkt man eben erst später, dass der gewählte Platz nicht der richtige ist. Das kannst Du in diesen Tagen ändern. Das Beste: Steht Dein Baum noch keine fünf Jahre am falschen Platz, kannst Du ihn unbesorgt ausbuddeln und umsetzen – die Monate zwischen Oktober und März sind dafür genau die richtigen. Das Wetter sollte allerdings noch frostfrei sein. Den Wurzelballen müsstest Du mit einem scharfen Spaten ausbuddeln. Damit verhinderst Du eine übermäßige Schädigung seines Wurzelwerkes. Der Baum wird dann auf einer Decke zum neuen Standort gezogen – das schont seinen Ballen und Deine Muskeln.

IM OKTOBER DIE LEIMRINGE ANBRINGEN

Du darfst auf gar keinen Fall vergessen, im Oktober die Leimringe an den Stämmen Deiner Obstbäume anzubringen. Nur so kannst Du die Frostspanner wirkungsvoll abwehren. Du kannst natürlich den Leim auch direkt auf die Rinde streichen. Am Leim bleiben schließlich die flugunfähigen Weibchen dieser unangenehmen Schmetterlingsart kleben. Sie klettern in diesen Tagen zur Eiablage den Stamm hinauf in die Krone. Im Frühjahr fressen dann die Raupen die Blätter und Blüten ab und Deine Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Pflaumenernte ist gefährdet.

 

Ich habe meine Rosen alle wurzelnackt beim Züchter gekauft, d.h. ihre Wurzeln steckten weder in einem Plastiktopf noch in einem Jutesack – sie waren eben nackt. Diese Rosen gibt’s nur im Herbst. Sie sind viel günstiger als die Rosen aus dem Gartencenter, die dort ab Frühling angeboten werden. Foto: frankskleinergarten.de

 

IM OKTOBER KANNST DU DEINE NEUEN ROSEN EINPFLANZEN

Im Oktober bieten viele Gärtnereien wieder günstige, wurzelnackte Rosen an. Ich bestelle meine Rosen allerdings in diesen Tagen lieber online direkt beim Züchter. Online ist die Auswahl wirklich beeindruckend. Zudem werden die so bestellten Rosen ganz bequem per Post nach Hause geliefert. Das Besondere: Diese neuen Rosenstöcke kommen jetzt frisch vom Acker und nicht aus dem Kühlhaus. Übrigens: Rosen, die Du im Herbst pflanzt starten mit einem tollen Vorsprung in die neue Saison. Sie sind im Frühling schon ordentlich eingewurzelt und treiben daher auch viel früher aus.

DAS UNKRAUT MUSS UNBEDINGT NOCH RAUS

Jetzt ist es höchste Zeit noch einmal ordentlich das Unkraut im Garten zu jäten und den Boden aufzulockern – ganz besonders wichtig ist das in Deinen Staudenbeeten. Unkraut verliert gerade mit Vorliebe im Herbst seinen Samen. Zupfst Du es aber jetzt gnadenlos raus, ersparst Du Dir eine Menge Arbeit im Frühjahr.

 

Phlox gehört zu den Stauden, die Du jetzt wunderbar aussäen kannst. Aber denk auch daran, in diesen Tagen die letzten Blumenzwiebeln in die Erde zu setzen. Foto: frankskleinergarten.de

 

IM OKTOBER AN DEN NÄCHSTEN FRÜHLING DENKEN

Nun kommen die Zwiebeln von Frühblühern wie Krokus in die Erde, aber auch Tulpen und Narzissen. Bis spätestens Mitte November solltest Du das erledigt haben. Bedenke dabei: Die Zwiebeln kommen doppelt so tief in die Erde wie sie hoch sind. Auch Stauden wie Eisenhut, Phlox, Fackellilie, Frauenmantel, Bergenie und Taglilie können nun gesät werden. Da es sich bei diesen Stauden um sogenannte Kaltkeimer handelt, benötigen sie einen ordentlichen Kälteschock vorm Austreiben. Du säst sie am besten in Töpfe und stellst sie dann an einer windgeschützten Stelle ins Freie.

DU SOLLTEST NOCH DIE KAHLEN STELLEN IN DEINEM RASEN REPARIEREN

Noch kannst Du Deinen Rasen wieder in Form bringen und in ganzer Pracht grünen lassen. Der Oktober ist hierfür allerdings die letzte Gelegenheit in dieser Gartensaison. Dafür solltest Du fix alle kahlen Stellen ausbessern. Dazu musst Du den Boden am besten mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen aufrauen, verteilst anschließend etwas Pflanz- oder Blumenerde auf der Stelle und streust schließlich den Rasensamen drüber. Jetzt noch ordentlich gießen. Fertig. Achte darauf, dass die Stelle immer schön feucht bleibt. Großflächige Reparaturen solltest Du allerdings lieber auf das kommende Frühjahr verschieben.

 

Foto: privat
Im Garten muss jetzt aufgeräumt werden. Alles, was nicht frosthart oder winterfest ist, wird im Oktober in den Schuppen geräumt. Schließlich willst Du Dich ja auch noch im nächsten Jahr daran erfreuen, oder? Foto: frankskleinergarten.de

 

 

IM OKTOBER KOMMT DIE DEKO IN DEN SCHUPPEN

Der Herbst ist die richtige Jahreszeit, um im Garten wieder klar Schiff zu machen. Los geht’s mit dem Aufräumen: Die Rosenkugeln wandern in den trockenen Schuppen, genauso wie die frostempfindlichen Deko-Figuren, Vasen und Töpfe. Die Stützen, die Deine Sommerstauden vorm Umknicken bewahrten, können nun ebenfalls erst einmal weg, aus dem Hundepool kannst Du das Wasser lassen und die Gartenmöbel kommen so langsam in den Keller. Stattdessen holst Du nun die Herbst-Deko raus oder bereitest Deinen Vorgarten auf Halloween vor – richtig stimmungsvoll sehen Kürbisse, Heuballen und Windlichter aus.

DEN BODEN FÜR DAS NEUE BEET VORBEREITEN

Falls Du im nächsten Jahr ein neues Beet anlegen möchtest, könntest Du im Oktober den schweren und lehmhaltigen Boden umgraben und auflockern. Die groben Schollen kannst Du dann bis zum Frühling liegen lassen. Sie werden vom Frost im Winter zerkleinert. Kleine Beete lassen sich übrigens einfach mit dem Spaten umgraben oder mit der Grabegabel auflockern, für größere Flächen solltest Du eine Motorhacke verwenden. Wichtig zu wissen: Das Umgraben von Beeten ist unter Gärtnern umstritten. Du könntest damit zahlreiche Mikro-Kulturen zerstören. Kulturen, die sehr wertvoll für die Qualität des Bodens sind. Darum ist es vorher immer eine Überlegung wert, ob der Spaten zum Einsatz kommt oder nicht. Benutze lieber die Grabegabel.

 

Rhabarber - Oktober - Nutzgarten - Franks kleiner Garten
Der Oktober ist auch Pflanzzeit. Im Nutzgarten kann jetzt zum Beispiel Rhabarber gepflanzt oder geteilt werden. Foto: Maren Winter

 

IMMERGRÜNE BRINGEN FARBE IN DEN NAHENDEN WINTER

Immergrüne Gehölze können im Oktober ganz wunderbar gepflanzt werden. Am besten solange der Boden noch einigermaßen warm ist. So können die Pflanzen vor dem Wintereinbruch wurzeln und gewöhnen sich an ihr neues Plätzchen. Zudem profitieren sie von der Winterruhe. Das Pflanzloch sollte übrigens deutlich größer sein als der Wurzelballen. Den Boden rund ums Loch kannst Du mit Kompost und Hornspänen gut aufbereiten. So versorgst Du die Gehölze zuverlässig mit wichtigen Nährstoffen.

IM OKTOBER KANN DER RHABARBER GEPFLANZT WERDEN

Ich liebe Rhabarber! Vor allem als Erdbeer-Rhabarber-Marmelade. Und jetzt ist genau die richtige Zeit, um die neuen Rhabarber-Stauden anzupflanzen oder alte Stöcke zu teilen. Dein Rhabarber sollte an einem vollsonnigen Platz wachsen, denn sonst enthalten die Stängel zu viel Nitrat und schmecken sauer. Dein Rhabarber braucht übrigens reichlich Nährstoffe, da er viele große Blätter ausbildet. Daher solltest Du in das Pflanzloch einige Schaufeln Kompost geben und die Pflanzerde zusätzlich noch einmal mit Kompost mischen. Zum Vermehren gräbst Du die alten Rhabarberstöcke aus und zerteilst sie mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke. Jedes Stück sollte mehrere Blattknospen aufweisen. Die Stücke setzt Du dann im Abstand von einem Meter wieder in die Erde. Wundere Dich nicht, Du wirst erst wieder nach zwei Jahren knackigen Rhabarber ernten.

 

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