JANUAR: 10 WICHTIGE AUFGABEN IM GARTEN

Weihnachten ist Geschichte, Silvester verraucht – und das neue Jahr fühlt sich an, als hätte es schon ein paar harte Wochen hinter sich. Egal. Denn während wir noch über gute Vorsätze nachdenken, ist der Garten längst im Arbeitsmodus. Ja, auch im Januar gibt es im Garten etwas zu tun. Wer jetzt clever ist, spart sich im Frühjahr Stress, Frust und spontane Gartencenterschulden. Hier kommen die 10 wichtigsten Gartenarbeiten im Januar, die du wirklich nicht vergessen solltest.

1. Immergrüne Pflanzen im Januar gießen – sonst verdursten sie

Klingt paradox, ist aber bittere Wahrheit: Immergrüne Pflanzen erfrieren im Winter meist nicht – sie verdursten. Vor allem immergrüne Gehölze im Kübel wie Buchsbaum sind echte Sensibelchen. An frostfreien Tagen also bitte ran an die Gießkanne. Auch Buchs, Kirschlorbeer, Stechpalme und Rhododendron im Beet freuen sich über Wasser.

👉 Merksatz: Wintersonne + Frostboden = Durst deluxe.

2. Asche im Garten? Bloß nicht auf den Kompost!

Kamin an, Füße hoch – und danach die Frage: Wohin mit der Asche? Antwort: In den Hausmüll. Nicht auf den Kompost. Niemals. Holz- und Kohleasche können Schwermetalle enthalten, die deinem Boden und deinen Pflanzen schaden. Dein Kompost soll schließlich fruchtbar machen – nicht verseuchen.

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3. Dahlien im Januar vermehren – Pflanzenbabys mit Aussicht

Ja, jetzt ist tatsächlich Dahlien-Zeit! Zumindest für alle, die gern vermehren. Knollen aus dem Winterquartier holen, in frische Erde setzen und auf eine helle, zugluftfreie Fensterbank stellen. Der Stängelhals bleibt erdfrei – dort entstehen die neuen Triebe. Nach ein paar Wochen abschneiden, unten entblättern, in Anzuchterde setzen und mit einem Gefrierbeutel Mini-Gewächshaus spielen. Ab Mai dürfen die jungen Dahlien raus – aber bitte langsam, sonst gibt’s Pflanzenschock statt Blütenpracht.

4. Saatgut im Januar prüfen – keimt da noch was?

Altes Saatgut ist oft besser als sein Ruf – aber nicht jedes. Kerbel, Pastinak, Schnittlauch und Schwarzwurzel verlieren schnell ihre Keimfähigkeit. Also jetzt mal ehrlich hinschauen: Schimmel? Feuchtigkeit? Mäuseparty?
Lieber jetzt aussortieren als im Frühjahr auf leere Beete starren.

5. Stauden im Januar aussäen – Kaltkeimer brauchen Frost

Eisenhut, Enzian, Küchenschelle & Co. gehören zu den Kaltkeimern. Die brauchen Frost, um überhaupt loszulegen. Jetzt aussäen, vier Wochen warm vorquellen lassen, danach draußen eingraben – etwa 20 cm tief. Der Winter erledigt den Rest. Kostenlos. Ökologisch. Effektiv.

👉 Geduld ist hier die wichtigste Gartenarbeit.

6. Rasenpflege im Januar – ja, dein Ernst

Wenn es mild und schneefrei ist, darfst du ran:  Laub und Zweige entfernen, sonst droht Rasenschimmel. Ist der Rasen gewachsen? Dann darf er sogar gemäht werden – an trockenen Tagen. Dein Rasen will schließlich auch im Winter nicht verwahrlosen.

 

 

 

7. Weihnachtsbaum im Garten nutzen – statt entsorgen

Bevor der Weihnachtsbaum endgültig Geschichte ist: Die Zweige sind perfekter Frostschutz für empfindliche Pflanzen und frühe Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Krokusse. Topfbäume übrigens bitte spätestens nach zehn Tagen aus dem Wohnzimmer befreien, sonst nehmen sie dir das sehr übel.

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8. Sträucher durch Steckhölzer vermehren – gratis Pflanzen!

Duftjasmin, Schneeball oder Holunder lassen sich im Januar wunderbar vermehren. Einjährige, verholzte Triebe schneiden, in lockeren Boden stecken – fertig. Im Frühjahr treiben sie aus, im Herbst kannst du sie umpflanzen. Kostenpunkt: null Euro. Erfolgsquote: überraschend hoch.

9. Wurzelballen kontrollieren – Frost ist ein fieser Hebel

Neu gepflanzte Stauden und Gehölze werden im Winter gern aus dem Boden gedrückt. Kontrolliere regelmäßig und tritt sie vorsichtig wieder fest. Aber bitte nur bei aufgetautem Boden – Matsche tritt man nicht, die rettet man nicht.

10. Wurzelausläufer im Winter ausstechen – jetzt oder nie

Flieder, Bambus & Co. schicken gern heimlich Ausläufer los. Im Winter sieht man sie besonders gut – und sie sind noch leicht zu entfernen. Also Spaten schnappen, ausstechen, durchatmen. Im Frühjahr wirst du dir selbst danken.

Fazit: Gartenarbeit im Januar lohnt sich 🌿

Der Januar ist kein toter Monat im Garten – er ist Vorbereitung mit Weitblick. Wer jetzt ein bisschen Zeit investiert, hat im Frühjahr weniger Stress, gesündere Pflanzen und deutlich mehr Freude.

 

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3 Kommentare

  • Traudel Frank
    5. Januar 2018 2:45

    Ich verteile meine reine Holzasche an den Obstbäumen. Die seltenen Mineralien in der Asche sind ein Wohltat für die Pflanzenund nach 3 Regengüssen ist alles weg

  • Monica Schüler
    16. Januar 2019 13:11

    Danke für deinen wertvollen Post!!!!

    Ich hoffe jeden Monat auf einen neuen

    Sehr schön gemacht!!!!!

    • admin
      17. Januar 2019 12:02

      Hallo Monica, das ist wirklich lieb von Dir. Danke für das schöne Kompliment.
      Herzliche Grüße,
      Frank

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